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Die Kleine Kneipe Die Kleine Kneipe Nr.LXI (61)

pilli †
pilli †
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr.LXI (61)
geschrieben von pilli †
als Antwort auf Linta † vom 28.07.2007, 10:56:43
vielleicht interessant und informativ zur möglichen abmahnung zu lesen:

so leicht kann geld verdient werden...

Ob Bockwurst, Schnitzel, Kapern oder Brötchen: Marion Knieper serviert in ihrem Online-Kochbuch bebilderte Rezepte auch von den profansten Speisen. Wer eines der Fotos kopiert, muss mit einer kostenpflichtigen Abmahnung und saftigen Nachlizenzierungsgebühren rechnen. In der Blogosphäre brodelt es, zumal einzelne User behaupten, dass sich die Kniepers selbst gerne bei anderen bedienen.

Addi Thoennissen bietet auf seiner Webseite Koh-Phangan.de das thailändische Ferienhaus seines Schwagers zur Miete an. Neben einigen Länderinfos veröffentlicht er auch thailändische Rezepte. Die Anleitung zur Zubereitung einer Chilisoße illustrierte er mit einem nach seinen Angaben selbst geschossenen Foto.

Ende 2006 erhielt der Thailand-Fan Post von der Hamburger Anwaltskanzlei Rotermund: Die Urheberrechte an dem Chilisoße-Foto habe ihr Mandant Folkert Knieper inne. Thoennissen möge es unterlassen, die Abbildung weiter zu veröffentlichen. Außerdem halte man es für angemessen, dass er dem Rechteinhaber nachträglich 520 Euro für die Bildnutzung bezahle. Inklusive Abmahngebühr sollte Thoennissen knapp 1000 Euro überweisen. Der Hobby-Webmaster weigerte sich. Die Auseinandersetzung ging vor Gericht und ist bis heute nicht entschieden.

Thoennissens Fall ist einer von Hunderten. Das Ehepaar Marion und Folkert Knieper aus Wahrenholz betreibt die Rezeptsammlung Marions-Kochbuch.de seit sieben Jahren. Mittlerweile sind rund 2800 Kochrezepte online, jeweils illustriert mit einem Foto, das angeblich stets Folkert Knieper selbst gefertigt hat. Seit Mitte 2006 überzieht das Paar die Web-Gemeinde mit teuren Anwaltsschreiben wegen angeblicher Urheberrechtsverstöße.

Auf dem Servierteller

Offenbar ist noch lange nicht allen Website-Betreibern klar, dass sie sich vor der Übernahme fremden Bildmaterials beim Rechteinhaber eine Erlaubnis einholen müssen. Im Fall von Marions-Kochbuch prallt zusätzlich der gesunde Menschenverstand auf harte juristische Fakten: Wieso, so fragt sich mancher, kann beispielsweise ein wohl in Sekunden geknipstes Foto eines profanen Brötchens tatsächlich so weit urheberrechtlich geschützt sein, dass es einen Streitwert von 6000 Euro auslöst? Vielen erschließt sich das nicht allein aus dem subjektiven Rechtsempfinden, sie sind sich keines Vergehens bewusst. Doch Paragraf 72 des Urheberrechtsgesetzes stellt quasi blanko jedes Lichtbild unter Schutz - anders als bei Texten unabhängig von der Schöpfungshöhe.

Formaljuristisch dürfte also an den Abmahnungen der Kniepers kaum etwas zu beanstanden sein. Erst die Begleitumstände lassen aufhorchen. Hobbyfotograf Knieper investiert nach eigenen Angaben viel Arbeit in die Bilder. Mittlerweile bestreite das Paar seinen Lebensunterhalt mit Werbeeinnahmen aus Marions-Kochbuch.de. Doch obwohl die exklusive Nutzung seiner Fotos demnach existenziell wichtig ist, weisen die Bilderseiten selbst keinerlei Copyright-Vermerke aus, die Besucher vom Kopieren abschrecken würden. Auch auf praktikable und anderswo eingesetzte technische Kopier-Barrieren verzichtet Webmaster Knieper gänzlich.


Kochstunde in der c't-Redaktion: In zwei Minuten erstellen und fotografieren wir unsere Eigenkreation im Stile von Marions Kochbuch.

Dafür nutzt er offenbar virtuos die Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung, um seine Seiten prominent in den Ergebnislisten von Google und Co. zu platzieren. So entstanden im Laufe der Jahre Hunderte von Verweisen auf seine Seiten - ein für das Ranking wichtiger Faktor, weil Suchmaschinen stark verlinkte Sites bevorzugen. Insofern war sogar die negative Berichterstattung in verschiedenen Blogs auch nicht von Nachteil, im Gegenteil: Knieper hat sich in diversen Blog-Kommentaren sogar ausdrücklich für die kostenlose Werbung bedankt.

Wer nun in der Google-Bildersuche nach Lebensmittelabbildungen sucht, kommt (oft unbemerkt) an Marions-Kochbuch kaum noch vorbei. Ob Brötchen oder Bockwurst: Stets findet sich derzeit unter den Top-3-Suchergebnissen das Thumbnail eines Knieper-Fotos. Selbst eine Übernahme des Google-Previews auf die eigene Website birgt bereits die Gefahr, eine Abmahnung von Knieper zu kassieren. Auch die Kochrezepte selbst finden sich weit vorne im deutschsprachigen Google-Index.

Während die Kniepers beim Bildmaterial hohen Respekt vor der schöpferischen Eigenleistung fordern, nehmen sie es damit bei ihrer Rezeptdatenbank selbst nicht so genau: Als das Projekt noch unkommerziell war, ließ Marion für einen Unkostenbeitrag von drei Euro pro Monat Nutzer in ihrem Forum Kochrezepte austauschen. Im September 2004 schloss sie das Forum plötzlich. Viele dort vorhandene Nutzerrezepte übernahm sie leicht verändert in das Web-Kochbuch. Eine Userin, die damals eifrige Rezepttauscherin war, erklärte gegenüber c't, dass sie niemals um das Einverständnis für die Übernahme ihrer Kochanleitungen in Marions-Kochbuch.de gebeten worden sei.

Dies war wohl juristisch betrachtet auch nicht nötig. In ihrer Copyright-Belehrung erklären die Kniepers selbst korrekt: „Ein Rezept an sich ist in den meisten Fällen nicht urheberrechtlich geschützt“. Die ehemalige Forennutzerin fühlt sich dennoch ausgenutzt: „Wir waren mit viel Idealismus und dem Gedanken, unsere Ideen zu teilen, bei der Sache. Nun zu sehen, wie sich das Projekt entwickelt hat und wie unsere Rezepte wohl dazu dienen, Kniepers Bilder bei Google nach vorne zu bringen, tut schon weh.“

Gegenüber c't widerspricht Folkert Knieper der Darstellung nicht, wohl aber dem Vorwurf des Rezepteklaus: „Die Rezepte in Marions Kochbuch sind ohne Ausnahme alle von Marion selbst gekocht worden und die Gerichte wurden anschließend von Folkert fotografiert. Alle Rezepte wurden von Marion mit eigenen Worten beschrieben. Unserer Auffassung nach ist das Know-how, wie ein Rezept zubereitet wird, urheberrechtlich nicht geschützt.“

Auffällige Ähnlichkeiten

Schützenswerte Texte bieten die Kniepers dafür ihrer Meinung nach in ihrem Glossar koch-index.de: Alle Texte seien „urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne Genehmigung und Quellenangabe nicht veröffentlicht werden.“ Dies beziehe sich „hauptsächlich auf andere Webseiten, die zu bequem sind, selber einen Text zu formulieren und sich stattdessen die Texte lieber im Internet zusammenkopieren“.

Hehre Worte, dachte sich Timmo Strohm, Webdesigner und Hobbykoch aus Ravensburg. Ihm kamen allerdings einige Glossartexte aus dem Koch-Index bekannt vor, und so machte er sich im Web auf die Suche nach Quellen. Strohm glaubt mittlerweile, dass die Kniepers zumindest Teile ihres Glossars von anderen Webseiten übernommen und leicht abgewandelt unter eigenem Namen veröffentlicht haben. Er lieferte c't eine Menge Beispiele, die seine These stützen...


geschrieben von heise


du siehst vielleicht an diesem fall, ninna

*nix muss so sein...aber alles kann!*

meine sorge gilt den seniorentrefflern, die jetzt, erfreut über die hinweise, wie bilder eingestellt werden, munter durch's netz surfen, kopien präsentieren und nicht ahnen, welche gefahren sich auch verbergen könnten?

nicht alle menschen sind so nett und warnen nur, die bözen mahnen gleich ab!

--
pilli
pucki
pucki
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr.LXI (61)
geschrieben von pucki
als Antwort auf chris vom 27.07.2007, 18:13:36
So, ich mach einmal am Ende weiter.

Heute las ich im Forum etwas über Macianer. Dann sah ich das Foto von bongo
und staunte über diese Größe. Anschließend googelte ich
und staunte wiederum über die Preise- -meine Güte,
da muß man ja im Lotto gewinnen, um sich so etwas
leisten zu können. Dabei fand ich einen lustigen Beitrag , dessen Link ich hier einsetze. Wer mag, kann
ihn sich ja einmal durchlesen.Macianer
--
pucki
Linta †
Linta †
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr.LXI (61)
geschrieben von Linta †
als Antwort auf pilli † vom 28.07.2007, 12:18:40

Ja Pilli,

ich sehe aber auch, dass ich das "große" Geld hätte machen
können.............))
Meine Gutmütigkeit geht mir zuweilen selbst auf den Geist.


Im Ernst Pilli, es ist gut, dass Du diesen Hinweis hier eingesetzt hast und kann man nur hoffen, dass viele Stler
hier nachlesen werden.

Sicher werden etliche jetzt kreuz die quer durchs Internet
googlen und alles mitnehmen was ihnen gefällt, weil ihnen die Möglichkeit gezeigt wurde wie man Bilder einstellen kann.
Doch bei jedem Bild im Internet steht zu lesen :

Das Bild ist möglicherweise verkleinert dargestellt und urheberrechtlich geschützt.

Das sollte so manchen User schon abhalten, es zu missbrauchen.

Ich habe jetzt nach und nach damit begonnen mein selbst
erstelltes Wasserzeichen in meine Bilder einzufügen...

Danke Pilli für Deine Arbeit
ninna

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pilli †
pilli †
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr.LXI (61)
geschrieben von pilli †
als Antwort auf Linta † vom 28.07.2007, 14:35:07
gerne ninna

habe ich versucht bissel zu erklären, warum ditt oder datt schon wichtig ist, mal nachzudenken.

wenn ich den text bei heise richtig verstanden habe, ist im gegenteil zu texten im netz

jedes

bild geschützt; das bedeutet aber wohl nicht, auf wasserzeichen verzichten zu können? da muss ich wohl doch noch mal genauer recherchieren. vielleicht eine frage für das von hl neu gestartete forum zur fotografie?

--
pilli
Re: Die Kleine Kneipe Nr.LXI (61)
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf pilli † vom 28.07.2007, 15:12:50
Die Sachlage zu Veröffentlichungen von Bildern im Internet ist schwierig und auch je nach Land unterschiedlich.

Im angegebenen Link wird versucht, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Wie ich herausgelesen habe, kann man die dort veröffentlichten Bilder verlinken (bei Angabe des Urhebers?).

Hier in den Foren wird oft auf fremde Bilder verlinkt, was auch mal böse Folgen haben kann.
--
serra
pucki
pucki
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr.LXI (61)
geschrieben von pucki
als Antwort auf pucki vom 28.07.2007, 12:30:07

--
Auch wenn die Sonne nicht scheint, wünsche ich allen
einen schönen Sonntag. Ich überlege noch, ob ich
mit meinem Mann (vorausgesetzt, es fängt nicht auch
noch an zu regnen) eine kleine Radtour unternehme.
Aber zuerst muß ich noch einige lästige Pflichten
erledigen . Dazu werde ich mir flotte Radiomusik suchen.
Wie lautet doch der Schlager: Mit Musik geht alles
besser.............

pucki

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chris
chris
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr.LXI (61)
geschrieben von chris
als Antwort auf pucki vom 29.07.2007, 07:40:23

Die blaue Blume

Ich suche die blaue Blume,
Ich suche und finde sie nie,
Mir träumt, dass in der Blume
Mein gutes Glück mir blüh.

Ich wandre mit meiner Harfe
Durch Länder, Städt und Au'n,
Ob nirgends in der Runde
Die blaue Blume zu schaun.

Ich wandre schon seit lange,
Hab lang gehofft, vertraut,
Doch ach, noch nirgends hab ich
Die blaue Blum geschaut.

Joseph von Eichendorff

Die Blaue Blume ist ein zentrales Symbol der Romantik.
Sie steht für die Sehnsucht und Liebe und für das metaphysische Streben nach dem Unendlichen.

-.-.-.

Wünsche allen einen schönen Sonntag!
--
chris
Linta †
Linta †
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr.LXI (61)
geschrieben von Linta †
als Antwort auf chris vom 29.07.2007, 08:00:36

Wünsche allen Kleine Kneipenbesuchern einen wunderschönen Sonntag. Das Wetter ist angenehm und trocken und läßt auf einen ausgedehnten "Marsch" hoffen.

Und hier noch etwas zur Farbe blau, die ich so über alles
liebe, auch und vor allem in der Malerei.
ninna

Blau
... so entstand die Farbe:
Blau war die Farbe der Macht. Das glaubte im Mittelalter auch Kaiser Heinrich II., deswegen hatte er einen tiefblauen Mantel mit goldenen Sternen drauf. Dieser Mantel war mit einer Farbe gefärbt worden, die zu den teuersten Dingen im Mittelalter überhaupt zählte: Indigo, die Indische Farbe, die aus den Säften eines Strauches gewonnen wurde. Indigo kam in gepressten Stücken, die aussahen wie sehr dunkelblaue Ziegelsteine, in Europa an.
Es gab noch eine andere Möglichkeit, Kleidung blau zu färben, wenn auch lange nicht so schön dunkelblau: Mit dem Färberwaid. Ein Strauch, den die Färber in Bottichen gären und stampfen mussten, um ihm den Farbstoff zu entziehen. Zum Färben mit dem Färberwaid braucht man jede Menge Urin, deswegen stank es in Blau-Färbereien fürchterlich.

... und das ist ihre Bedeutung:
Blau ist die Farbe des Himmels. Deshalb werden Himmelsgottheiten oft mit blauen Gewändern dargestellt. So sieht man auf Gemälden zum Beispiel die heilige Maria meist mit einem blauen Mantel. Außerdem ist Blau die Farbe der Sehnsucht, der Treue, der Wahrheit, des Glaubens und der Bildung.
Wisst Ihr, woher es kommt, dass man von Adeligen oft sagt dass sie "blaues Blut" haben?
Die Adeligen, also Ritter, Herzöge oder Könige, hatten früher eine viel hellere Haut als die Bauern. Die Bauern mussten den ganzen Tag draußen in der Sonne arbeiten und wurden dabei braun. Die Adeligen mussten meist nichts arbeiten. Sie waren mehr im Haus und wenn sie mal draußen waren, dann schützten sie sich vor der Sonne, denn sie wollten auf keinen Fall so braun werden wie die Bauern. Blass zu sein galt als vornehm. Wenn man eine helle Haut hat, kann man durch sie die blauen Adern durchscheinen sehen. Und da dachten die Leute früher, wenn sie die helle, durchscheinende Haut der Adeligen sahen, dass die Adeligen blaues Blut haben müssen.
(Quelle Internet)

pucki
pucki
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr.LXI (61)
geschrieben von pucki
als Antwort auf Linta † vom 29.07.2007, 09:05:11
--Ninna, erst einmal, Dein Beitrag war recht interessant.

Wahrscheinlich ist es so, wenn einer blau ist-
lach vom Alkohol -läuft er wohl blau an. Daher wohl
auch: blau wie ein Veilchen)

Dann denke ich an den blauen Brief,
der nicht sehr erwünscht war) Die Erklärung fand ich
in einem Buch über Zitate: Der blaue Brief hat seinen
Namen von den blauen Umschlägen preußischer Kabinetts-
schreiben im 19.Jahrhundert, mit denen auf Offiziere
aufgefordert wurden, ihren Abschied zu nehmen.

Blau, blau, blau sind alle meine Kleinder, blau, blau,
blau ist alles was ich hab, darum lieb ich alles was
so blau ist, weil mein Schatz ein ein "Matrose" ist)
(unter Vorbehalt -ich weiß es nicht mehr genau)

pucki
pucki
pucki
Mitglied

Re: Die Kleine Kneipe Nr.LXI (61)
geschrieben von pucki
als Antwort auf pucki vom 29.07.2007, 09:37:52
die Melodie zum blau
--
pucki

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