Die unbelebte Natur Elektrosmog

navallo
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Re: Elektrosmog
geschrieben von navallo
als Antwort auf webstromer vom 13.02.2008, 15:51:10
Jede Strahlung oder Substanz – sogar Trinkwasser - ist gesundheitsschädlich, wenn eine gewisse Dosis überschritten wird. Und um genau diese Dosis geht es auch beim „Elektrosmog“.

Der groß angelegte Werbefeldzug „Freiburger Appell“ wendet sich entgegen deiner Darstellung nicht gegen den gesamten Elektrosmog. Er bezieht sich ausschließlich auf „gepulste Mikrowellen“, vorzugsweise aus Mobilfunkantennen und Mobiltelefonen (auch vorkommend aus schlecht abgeschirmten Mikrowellengeräten). Aus wissenschaftlicher Sicht steht er auf dünnen Beinchen.
.
Nur 0,44% (1200 von 270 000 ) Ärzte haben den Freiburger Appell unterschrieben. Dabei hätten allein schon die 3000 in Deutschland tätigen Umweltmediziner unterschreiben müssen, wenn sie überzeugt wären. Sind die restlichen 99,56 % der Ärzte von der Industrie gekauft worden, sind es ausnahmslos Ignoranten, denen am Wohl ihrer Patienten so wenig gelegen ist? Auch Umweltminister Trittin, dem man ja nun wirklich kaum ein Faible für Umweltschadeffekte nachsagen kann, lehnte die Annahme ab

Was ist aus dem Freiburger Appell seit 2002 geworden? Es ist relativ leicht, Mißerfolge mit Verschwörungstheorien zu erklären.

Ich will das mögliche Gefahrenpotential keinesfalls bagatellisieren, sehe aber Forschungs- und Klärungsbedarf. Die Autoren des Freiburger Appels mochten die für Forschung erforderliche Zeit nicht warten – daher ihr Aufruf. In der Schweiz wurden erforderliche Tierversuche zum Schadeffekt durch Mikrowellen m. W. verboten. „Gepulsten Mikrowellen“ sind nur ein recht junger Teil des gesamten Elektrosmogs dem wir seit der Elektrifizierung, zusätzlich zu den bereits seit Ewigkeiten vorhandenen Strahlenquellen, ausgesetzt sind – und von Elektrosmog ist ja vorwiegend bisher die Rede gewesen. Hier gilt es genau zu trennen! Das wird in deinem Beitrag nicht deutlich, sondern es werden elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder undifferenziert mit in diesen Topf geworfen.

Und was die häufig strapazierten statistischen Beweise angeht, könnte die gestiegene Lebenserwartung nicht auch mit der Zunahme an Elektrosmog korrelieren? Dann aber wäre der Elektrosmog sogar etwas Nützliches. Das ist sicher absurd, aber ... )


--
navallo
Re: Elektrosmog
geschrieben von klaus
als Antwort auf navallo vom 13.02.2008, 12:51:07
@navallo,
dein Krawattenbeispiel ist ein hervorragendes Beispiel für den unwissenschaftlichen Umgang mit Statistiken - in humoristischer Form.
Es gibt wunderbare Beispiele für einen ähnlichen Umgang mit Statistiken auch hier im Forum.
Man muss nur bestimmte Parameter einer Statistik in den Mittelpunkt rücken, ev. bestimmte äußere "störende" Faktoren einfach ignorieren( Veränderung von klimat.Bedingungen, von finanziellen Voraussetzungen, menschl. Gewohnheiten...) - schon hat man eine für sich passende Aussage und hat die Statistik nicht mal gefälscht.
Wichtig ist, dass die Konsumenten solcher Statistiken nicht Experten der dargestellten Materie sind oder nicht lange darüber nachdenken oder sich nicht genauer informieren.
Wenn man dann noch die gewünschte Aussage schön farbig in einer Grafik darstellt oder mit schönen Worten unterlegt, ist der Erfolg nur noch eine Zeitfrage.

Oft stimmt der Satz schon :"Jede Statistik, ist die Hure von dem, der sie erstellen lässt."
--
klaus
mart
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Re: Elektrosmog
geschrieben von mart
als Antwort auf klaus vom 14.02.2008, 09:24:34
Viel simpler ist der Fragebogen zu durchschauen:

Man darf angeben, welche Erkrankungen durch den Elektrosmog ausgelöst wurden.

Nun, wie wärs mit einem Fragebogen, in dem ich angeben darf, welche Erkrankungen ich durch die hohe Geschwindigkeit im Zug und Auto erlitten habe?

--
mart

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dutchweepee
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Re: Elektrosmog
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf mart vom 14.02.2008, 10:16:48
seit jahren programmiere ich meine webseiten erdstrahlenfrei und erhalte regelmäßig dieses zertifikat.



yankee
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Re: Elektrosmog
geschrieben von yankee
als Antwort auf mart vom 14.02.2008, 10:16:48
Mich würde in dieser Diskussion mal interessieren, ob es auch Untersuchungen bei Berufsgruppen gab, die ihr ganzes Berufsleben über, extrem hohen Dosen elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt waren. Zum Beispiel Starkstromelektriker.
Ist die Krankheitsrate, das Lebensalter o.ä. tatsächlich ein anderes als bei Gärtnern oder anderen weniger belasteten Berufsgruppen ?
Wenn nein - hat sich diese Diskussion für mich erledigt.
--
yankee
mart
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Re: Elektrosmog
geschrieben von mart
als Antwort auf yankee vom 14.02.2008, 11:50:15
Na, ja ... Ich wüßte nicht, daß das Thema "Gefährdung durch Drehstrom oder Starkstrom" heißt)

Aber diesen Unterschied zu beleuchten überlasse ich lieber Kundigeren ... ich habe mich schon immer vor dem Strom gefürchtet) und habe den diesbezüglichen Unterricht so gut wie möglich geschwänzt

--
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yankee
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Re: Elektrosmog
geschrieben von yankee
als Antwort auf mart vom 14.02.2008, 13:01:39
@mart
Da Elektrosmog überall da entsteht, wo Strom fliesst, ist logischerweise die Belastung bei denjenigen am höchsten, die über einen langen Zeitraum beruflich diesem Elektrosmog ausgesetzt waren. Was liegt also näher, als gerade nach den Auswirkungen bei diesen Berufsgruppen im Vergleich mit anderen zu fragen?
Wenn du deinen Rechner oder eine Glühbirne einschaltest, entstehen elektromagnetische Felder, denen du ausgesetzt bist. Die sind aber sehr gering und haben keine wirklich nachweisbaren Auswirkungen auf den Organismus. Da aber die menschlichen Organismen unterschiedlich reagieren, können z.B. dem einen die ionisierten Staubpartikel im Büro,ausgelöst durch die elektrischen Geräte (Rechner, Drucker, Fax, Bildschirm etc.)schon allergische Reaktionen hervorrufen, während andere keine Reaktion zeigen. Ganz extrem wird es bei Starkstromelektrikern, die sich häufig in Hochspannungsbereichen aufhalten (arbeiten) bei denen hohe Strom und Spannungsstärken sehr hohe Kraftfelder (also viel Elektrosmog) entwickeln. Würde nach den hier angeführten Argumenten die Theorie stimmen, daß schon geringe elektromagnetische Spannungsfelder sich messbar negativ auf den menschlichen Organismus auswirken, müsste man dies bei den Berufsgruppen wie z.B. Starkstromelektriker besonders gut nachweisen können.
--
yankee
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Re: Elektrosmog
geschrieben von yankee
als Antwort auf yankee vom 14.02.2008, 13:47:06
Da ja auch von Mikrowellen und Funkwellen die Rede war, kann man die Frage ausdehnen auf jene Berufsgruppen, die z.B. Sendeanlagen, Teilchenbeschleuniger usw. warten müssen. Die müssten bei diesen Dauerbelastungen von hohen Dosen ja ebenfalls sehr aussagekräftige Ergebnisse liefern.
--
yankee
navallo
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Re: Elektrosmog
geschrieben von navallo
als Antwort auf klaus vom 14.02.2008, 09:24:34
Viele Menschen sind genetisch darauf programmiert, höheren Instanzen (Autoritäten, Titeln, Professionen ...) blindlings zu folgen. Dazu bedarf es keines Elektrosmogs. Zur Illustration noch ein albernes Bild aus meiner Schublade:



Bemäkelung an Titelträgern wird von diesen hingegen weniger geschätzt:


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navallo

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