Diskussion historischer Ereignisse Enigma

Gilbert1
Gilbert1
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RE: Enigma
geschrieben von Gilbert1
als Antwort auf elektronikgustav vom 08.06.2020, 10:40:39

Dazu einige Ergänzungen : Nachfolger der " Enigma ", deren Code 1941 entschlüsselt wurde , war die " Hitlermühle " . Genauer gesagt : Das" Schlüsselgerät 41 ". Dieses wurde in den " Wanderer - Werken " in Chemnitz bis Ende 1944 gebaut und dessen Code nie geknackt . Es wurde von der Wehrmacht in der Abwehr , dem Nachrichtendienst und dem Wetterdienst verwendet . Die Wehrmacht hatte 11000 Stück bestellt , von denen aber wegen dem Mangel an Leichtmetall nur 500 gebaut wurden . Eine der letzten " Hitlermühlen " wurde kürzlich im Auktionshaus Hermann Historica in München für 98 000 Euro versteigert .
Viele Grüße           
Gilbert

Bitte die " Hitlermühle " nicht mit der " Hitlersäge " verwechseln , dem MG 42 .

elektronikgustav
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RE: Enigma
geschrieben von elektronikgustav
als Antwort auf Gilbert1 vom 10.06.2020, 09:36:18

Hallo Gilbert1 !

Vielen Dank für Deine Ergänzungen. Ja, davon habe ich auch bereits gelesen. Da taucht auch noch der Name Oberinspektor Fritz Menzer auf. Er hat wohl die Schlüsselgeräte 39 und 41 entwickelt. Weiter tauchen in diesem Zusammenhang neben dem Hersteller "Wanderer Werke" auch noch der Name "Telefonbau und Normalzeit" auf. Bei diesem Unternehmen habe ich meine Berufsausbildung zum Fernmeldetechniker 1966 bis 1970 absolviert. Ausschlaggebend sind hier u.a. aber entscheidend die unregelmäßige Fortschaltung der Walzen.
Die Amerikaner haben das ebenfalls aufgegriffen und nach diesem Prinzip ihre Schlüsselmaschine "SIGABA" gebaut. Nach Aussagen, hier im Internet, wurde die "SIGABA" nie geknackt.

Mich persönlich interessierte aber nicht so sehr die Historie, sondern mehr, wie es die Briten geschafft haben, die Funksprüche der "ENIGMA" zu entschlüsseln. Da ich von Beruf Mikroprozessor-Entwickler war und mir von daher alle Mittel, um das Verfahren nachzuvollziehen, zu Verfügung stehen, habe ich die "TURING-WELCHMAN-BOMBE" nachgebaut.

Sollte ich noch genügend Zeit haben, werde ich als nächstens das "Schlüsselgerät 41"
auf Mikroprozessor-Technik nachbauen.

Viele Grüße
elektronikgustav

 

schorsch
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RE: Enigma
geschrieben von schorsch

Jede Verschlüsselung ist höchstens so sicher, als die daran Arbeitenden unbestechlich und unkäuflich sind.....


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Gilbert1
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RE: Enigma
geschrieben von Gilbert1
als Antwort auf elektronikgustav vom 11.06.2020, 12:36:46

Hallo elektronikgustav !
Wo waren die Betriebe " Telefonbau und Normalzeit "?
Ich habe diese Begriffe noch nie gehört .
Vom Knacken der Enigma weiß ich nur , daß es in erster Linie drei polnische Professoren im Bletchley
Park waren , denen das gelang , nachdem beim Kapern eines U-Bootes eine Enigma erbeutet wurde ( eventuell das Boot von Kptl. Kretzschmer ???) .
Schreibe doch mal etwas zur " Turing-Welchmann-Bombe " , davon habe ich noch nichts gelesen .
Ich freue mich auf weitere interessante Beiträge von dir !
Mit besten Grüßen
Gilbert

Gilbert1
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RE: Enigma
geschrieben von Gilbert1
als Antwort auf schorsch vom 11.06.2020, 16:42:29

Da hast du vollkommen Recht !
Die Enigma ist aber wirklich nicht verraten worden , sondern wurde geknackt .
Das ist eben die Ausnahme der Regel , wie es so oft im Leben ist .
Viele Grüße   Gilbert

schorsch
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RE: Enigma
geschrieben von schorsch
als Antwort auf Gilbert1 vom 11.06.2020, 19:39:44

Schon anno 1952 und 1953 habe ich (als Funker der Schweizer Armee) mit der Enigma gearbeitet. Und schon damals gabs Kameraden, die dem "Feind" den Code per Feldtelefon verraten haben.


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Gilbert1
Gilbert1
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RE: Enigma
geschrieben von Gilbert1
als Antwort auf schorsch vom 12.06.2020, 10:50:13

Das halte ich für wenig wahrscheinlich , aber wenn du das schreibst , vertraue ich dir .
Mein Wissen bezieht sich nur auf den 2. Weltkrieg .


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