Diskussion historischer Ereignisse Erdbeben Region Syrien/Türkei

olga64
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RE: Erdbeben Region Syrien/Türkei
geschrieben von olga64
als Antwort auf Leutnant_der_Reserve vom 10.02.2023, 15:49:24

Herr Leutnant - eine wichtige Sache bedenken Sie anscheinend nie, wenn es um dieZukunft Russlands gehen sollte:
Ca 500.000 gutausgebildete und junge RussInnen haben das Land bereits verlassen mit weiter steigender Tendenz.
Geschätzt 100.000 junge Russen sind schon in diesem Krieg gegen einen früheren Bruderstaat gestorben.

Das bedeutet einen Wegfall zukünftiger Arbeitskräfte in Russland genau so wie potentiellen Konsumenten und dürfte natürlich die Auswirkungen der EU- und US-Sanktionen spürbar verstärken.

Es ist sicher richtig, dass Putin jetzt auf eine permanente Bombardierung der Ukraine setzt und zwar nicht mehr nur, um dort die noch bestehende Infrastruktur vollständig zu zerstören, sondern auch die teuren, westlichen Waffen,die bereits in der Ukraine sind, bzw. dorthin gelangen sollen.
Es erhebt sich dann wirklich die Frage, ob "der Westen" nach wie vor für Waffen-Nachschub sorgt, bzw. sich dieses leisten kann und wird.
Herr Selenskij hat wohl nach seiner Rückkehr aus Brüssel auch erkannt,dass seine vehementen Bemühungen, nun auch noch Kampfjets zu erhalten, von den EU-Staaten zumindest in einem frühen Zeitrahmen nicht erfüllt werden wird, bzw. erfüllt werden kann.
Ausserdem nützt das alles nur ,wenn vorher Piloten auf diesen Maschinen ausgebildet werden und vor allem bei den bestehenden  Kriegsgütern Munition in grossen Mengen bereitgestellt wird, was ebenfalls Probleme macht.
Dies dürfte auch der Grund sein, weshalb der verzweifelte Herr Selenskij nun die Nato direkt um Hilfe anfleht -die diese aber nicht so leisen kann und wird, wie es sich die Ukraine wünschen würde. Olga

Leutnant_der_Reserve
Leutnant_der_Reserve
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RE: Erdbeben Region Syrien/Türkei
geschrieben von Leutnant_der_Reserve
als Antwort auf Edita vom 10.02.2023, 16:29:41

Wenn dem so ist, wie Du schreibst, edita, dann ist es wohl das Bundeswirtschaftsministerium, das hier "fake news" verbreitet, denn es stellte in einem Bericht fest:

"Die EU-Sanktionen gegen Russland könnten weniger wirksam sein als bisher angenommen. Das berichtet die Zeitung "Die Welt" und beruft sich auf einen unveröffentlichten Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums.

"Die EU-Sanktionen wirken: Sie schwächen die Einnahmebasis des russischen Staates und beschneiden die Möglichkeit zur Produktion insbesondere von technologieintensiven Gütern, auch im Rüstungsbereich", heißt es demnach in dem Papier. "Allerdings scheint die russische Volkswirtschaft deutlich resilienter als bei Einführung der Sanktionen erwartet" zu sein.
Wirtschaft weniger stark geschrumpft als gedacht
Der russischen Zentralbank ist es demnach gelungen, die Finanzindustrie zu stabilisieren und eine Wirtschaftskrise zu verhindern. Die harten Sanktionen gegen russische Banken und das Einfrieren von Reserven im Ausland hätten den Finanzsektor nur vorübergehend ins Wanken gebracht. Die stark gestiegenen Gas- und Ölpreise hätten zudem für zusätzliche Einnahmen bei den staatsnahen russischen Energiekonzernen gesorgt.
Die russische Volkswirtschaft ist im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent geschrumpft. Experten hatten einen teils deutlich stärkeren Einbruch erwartet.."

Hier der gesamte Artikel auf t-online

Und eben das meinte ich, als ich sagte, dass Sanktionen, wie allgemein bekannt, oftmals nicht die erhofften Wirkungen nach sich ziehen, nur leider sind die Politiker, die so etwas beschließen, nicht lernfähig, und veranlassen stets die gleichen Sinnlosigkeiten.
xenia
xenia
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RE: Erdbeben Region Syrien/Türkei
geschrieben von xenia
als Antwort auf ingo vom 09.02.2023, 16:57:43

Schön, dass du aus deinem Herzen keine Mördergrube machst, @ingo

Mir gefallen halt Verallgemeinerungen, in denen ich mich nicht sehen kann, nicht so gut.

Ob die Arbeit im Sozialamt das Hirn sensibilisiert vermag ich nicht zu beurteilen. ;)

xenia


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Edita
Edita
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RE: Erdbeben Region Syrien/Türkei
geschrieben von Edita
als Antwort auf Leutnant_der_Reserve vom 10.02.2023, 22:00:33
Wenn dem so ist, wie Du schreibst, edita, dann ist es wohl das Bundeswirtschaftsministerium, das hier "fake news" verbreitet, denn es stellte in einem Bericht fest:

"Die EU-Sanktionen gegen Russland könnten weniger wirksam sein als bisher angenommen. Das berichtet die Zeitung "Die Welt" und beruft sich auf einen unveröffentlichten Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums.
"Die EU-Sanktionen wirken: Sie schwächen die Einnahmebasis des russischen Staates und beschneiden die Möglichkeit zur Produktion insbesondere von technologieintensiven Gütern, auch im Rüstungsbereich", heißt es demnach in dem Papier. "Allerdings scheint die russische Volkswirtschaft deutlich resilienter als bei Einführung der Sanktionen erwartet" zu sein.
Wirtschaft weniger stark geschrumpft als gedacht
Der russischen Zentralbank ist es demnach gelungen, die Finanzindustrie zu stabilisieren und eine Wirtschaftskrise zu verhindern. Die harten Sanktionen gegen russische Banken und das Einfrieren von Reserven im Ausland hätten den Finanzsektor nur vorübergehend ins Wanken gebracht. Die stark gestiegenen Gas- und Ölpreise hätten zudem für zusätzliche Einnahmen bei den staatsnahen russischen Energiekonzernen gesorgt.
Die russische Volkswirtschaft ist im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent geschrumpft. Experten hatten einen teils deutlich stärkeren Einbruch erwartet.."

Hier der gesamte Artikel auf t-online

Und eben das meinte ich, als ich sagte, dass Sanktionen, wie allgemein bekannt, oftmals nicht die erhofften Wirkungen nach sich ziehen, nur leider sind die Politiker, die so etwas beschließen, nicht lernfähig, und veranlassen stets die gleichen Sinnlosigkeiten.
Ganz aktuell und noch brühwarm .......

" Die Öl-Sanktionen der EU treffen den Kreml hart. Neue Abnehmer wie China diktieren niedrige Preise. Die Situation sei so katastrophal, weil Präsident Putin es versäumt habe, Russlands Wirtschaft auf die Zukunft vorzubereiten, sagt Wirtschaftsexperte Rochlitz im Interview mit ntv.de."

"Russlands Wirtschaft wird auf das Niveau Nordkoreas sinken"


Edita
Leutnant_der_Reserve
Leutnant_der_Reserve
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RE: Erdbeben Region Syrien/Türkei
geschrieben von Leutnant_der_Reserve
als Antwort auf Edita vom 12.02.2023, 19:01:10

Aber selbst dann, wenn das Wirtschaftsniveau Russlands auf das der Koreanischen Volksrepublik sinken sollte, wie es der VWL-Professor voraussagt - glaubst Du wirklich, dass dadurch der Frieden auch nur einen Tick wahrscheinlicher werden würde? Russen verfügen über ein hohes Maß an Leidendensfähigkeit, und werden zusammenrücken, wenn sie sich in ihrer Existenz ernsthaft bedroht sehen. Meiner Ansicht nach führt an Verhndlungen kein Weg vorbei, je eher, desto besser, desto weniger Tote auf beiden Seiten.

Edita
Edita
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RE: Erdbeben Region Syrien/Türkei
geschrieben von Edita
als Antwort auf Leutnant_der_Reserve vom 12.02.2023, 19:40:51

Ein Waffenstillstand oder momentane Verhandlungen bedeuten für Putin gar nichts, im Gegenteil, er wird so lange weitermorden lassen bis die Ukraine zu 1000 Prozent russifiziert ist!


Edita


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aixois
aixois
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RE: Erdbeben Region Syrien/Türkei
geschrieben von aixois
als Antwort auf Leutnant_der_Reserve vom 12.02.2023, 19:40:51

Es gibt viele VWL-Professoren und wenn der Tag lang ist, sagen viele auch vieles.

Russland mag an den Sanktionen leiden, aber es wird nicht zugrunde gehen, wird sich anpassen (auch wenn sein BIP nicht wie erwartet wachsen sollte).
Der Weltmarkt ist ein freier und ein sehr flexibler, umgehungsinnovativer ... die Ziele von Sanktionen (Strafe) sind eines, was sie erreichen, etwas anderes.
Oft tun die Einbussen den  Sanktionierenden mehr weh als den 'Blockierten'. Es kann sogar gezeigt werden, dass wegen der Sanktionen, einheimische Wirtschaften innovativer wurden, Fertigungsstufen tiefer bzw. diversifizierter. 
Meist trifft es die eher kleinen Leute, bereicheren sich Eliten noch mehr und werden Autokraten noch stärker, weil das Volk in der Herausforderung (Stichwort - wie  von Dir erwähnt : Leidensfähigkeit) noch mehr zusammenhält, Kritik unterdrückt wird .

Aber das alles hat  Professor Rochlitz in seiner Prognostik sicher mit berücksichtigt und ökonometrisch berechnet haben.

Wenn er recht hat , dass "Straßen und Häuser werden nicht mehr renoviert"  und dass dies "nach einiger Zeit zur Entwertung einer ganzen Gesellschaft, eines ganzen Landes sich entwickeln wird" , dann haben die Russen auch dagegen ein probates Mittel : sie bauen einfach Potemkinsche Dörfer, .... 😉

Diktaturen gehen wegen Sanktionen nicht zugrunde, oder gibt es erfolgreiche Beispiele  ?
Nordkorea, Irak, Iran, Venezuela, Syrien.... etwa ?  Gibt es andere ?
 

Leutnant_der_Reserve
Leutnant_der_Reserve
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RE: Erdbeben Region Syrien/Türkei
geschrieben von Leutnant_der_Reserve
als Antwort auf Edita vom 12.02.2023, 19:47:32
Ein Waffenstillstand oder momentane Verhandlungen bedeuten für Putin gar nichts, im Gegenteil, er wird so lange weitermorden lassen bis die Ukraine zu 1000 Prozent russifiziert ist!


Edita
Also ein unvermindertes "weiter so"?
Mit Waffenlieferungen auf ständig steigendem Niveau?
Und der Inkaufnahme  weiterer tausender Tote auf beiden Seiten?
Das kann doch nicht wirklich unser Anspruch sein.

 
Edita
Edita
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RE: Erdbeben Region Syrien/Türkei
geschrieben von Edita
als Antwort auf Leutnant_der_Reserve vom 12.02.2023, 20:23:22

Nichts ist kostenlos, auch Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenrechte nicht, heißt ja nicht ohne Grund
„ umsonst ist der Tod und der kostet‘s Leben“! 


Edita

olga64
olga64
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RE: Erdbeben Region Syrien/Türkei
geschrieben von olga64

Das Bürgerkriegsland Syrien sucht nun Hilfe aus dem Ausland;das Regime versucht, das Leid derMenschen zu instrumentalisieren und verlangt ,dass der Westen die Sanktionen gegen Damaskus lockern und die Hilfen über die Regierung laufen lassen sollen.
Aber um SyrerInnen zu helfen, müssen die Sanktionen gegen das Regime nicht gelockert werden, weil Wasser, Mehl, Medikamente usw. von den Strafmassnahmen ausgenommen sind.
DAs Problem ist die Frage des Zugangs der Helfer-Konvois. Schon jetzt werden die wenigen, die ankommen, vom Regime aufgehalten und aufgefordert, das Ladungsgut mit der syrischen Regierung zu teilen, damit diese es ausgewählten, loyalen Syrern zukommen lassen kann.
Auch Assads treuer Verbündeter, Putin, droht immer wieder damit, das notwendige Mandat im UN-Sicherheitsrat zu blockieren.

Den Menschen auch in Syrien muss nun dringendst geholfen werden mit technischem Gerät und vielen menschlichen Helfern und es braucht auch diplomatisches Geschick, um sowohl den türkischen Präsidenten Erdogan als auch den Schlächter Assad dazu zu bewegen, dass SyrerInnen erreicht werden, denen nichts geblieben ist.
Die Zeit drängt. Aus der Türkei reisen bereits internationale Helferorganisationen wieder ab, weil sie zuletzt auch Angriffen der türkischen Bevölkerung ausgesetzt waren und die Überlebenschancen der vom Erdbeben betroffenen Menschen immer geringer wird. Olga


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