Diskussion historischer Ereignisse Insektensterben

verseau
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Re: Insektensterben
geschrieben von verseau
Ein Beispiel: Gegen "lästige“ Insekten gibt es natürliche Abwehrmassnahmen. Gegen Mücken im Schlafzimmer braucht es einige Tropfen Lavendelöl. Lavendel in kleine Stoffsäcke abgefüllt vertreiben Motten in Kleiderkästen. Ebenfalls sind Zedernholzstücke sehr wirksam.
Uebrigens Lavendelöl hilft für einen guten Schlaf.
dutchweepee
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Re: Insektensterben
geschrieben von dutchweepee
Auch die Großkopferten in den Ministerien haben natürlich die Katastrophe erkannt und wissen um die Schuld der chemischen Kriegsführung gegen die Natur auf den intensiv bewirtschafteten Feldern der deutschen und europäischen Landwirtschaft.

Aber wollen wir wetten, dass die Bestechungsgelder der BAYER-Lobby stärker sind als jede Vernunft?
werderanerin
werderanerin
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Re: Insektensterben
geschrieben von werderanerin
"Insektensterben"...das merkt man u.a. auch daran, dass die Windschutzscheibe nach einer Autobahnfahrt nicht mehr übersät ist mit Insekten...

Man spürt es aber auch im Alltag, finde ich...wir haben ein Grundstück und merken schon, dass es weniger Wespen und Bienen gibt...auf Mücken kann die Menschheit eh verzichten aber auch die kommen bei schwülem Wetter wieder aus ihren Löchern...

Um dem Ganzen mal einen positiven Zug zu vermitteln..., bei uns brüten Jahr für Jahr Amseln, gerade wieder haben wir ein Nest mit 3 Lütten in unserer Hecke entdeckt...scheint ja so, als wenn zumindest bei uns in der Brandenburger Gegend noch genügend Nahrung vorhanden ist.
Auch andere Vögel, wie Schwalben, Bussard, Störche , der freche Spatz u.v.a.m. gibt es noch zahlreich zu sehen...

Alles also relativ...das ist "wie mit dem Haar in der Suppe, das ist relativ viel, ein einzelnes Haar auf dem Kopf relativ wenig..."

Kristine

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olga64
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Re: Insektensterben
geschrieben von olga64
als Antwort auf werderanerin vom 18.07.2017, 11:03:38
Ich habe z.B. die Vögelchen nie gezählt, die in meiner Weide vor dem Wohnzimmerfenster wohnen und von wo die ganz frechen sich auch ganz normal auf dem Balkongeländer niederlassen (ich vertreibe sie dann nur, wenn sie dabei sind, dieses vollzukacken). Sie singen morgens und abends, abe wie ich hörte, weniger, wenn die Brut dann weggeflogen ist, was anscheinend in dieser Zeit der Fall ist.
Die meisten Vögelchen bleiben sogar im Winter und fliegen gar nicht mehr in ihre Überwinterungsziele, weil bei uns das Wetter milder wird und sie auch mit Nahrung rechnen können, also hier überleben können.

Von einem anderen tierischen Grossübel war hier noch gar nicht die Rede: von den Kanada-Gänsen. Die sind bei uns am See eine grosse Plage. Sie tauchen in grossen Mengen auf, kacken die Liegewiesen voll, wo die Menschen den sicher übertriebenen Wunsch haben, den Sommer zu geniessen. Auch Kinder spielen mit den Hinterlassenschaften und können davon krank werden.
Sie werden nicht nur bei uns in Bayern gejagt und auch getötet, weil man anscheinend keinen anderen Weg kennt, sich ihrer zu entledigen.

Ich denke schon, dass diese Überpopulation mancher Tiere Auswüchse der Ökologie sind (nicht der Ökonomie); Ökologie gibt es bei uns, seit dem es die Grünen gibt. Oft mit sehr guten ERrungenschaften, oft mit weniger guten. Olga
sittingbull
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Re: Insektensterben
geschrieben von sittingbull
als Antwort auf olga64 vom 18.07.2017, 17:15:35
Ich denke schon, dass diese Überpopulation mancher Tiere Auswüchse der Ökologie sind (nicht der Ökonomie); Ökologie gibt es bei uns, seit dem es die Grünen gibt. Oft mit sehr guten ERrungenschaften, oft mit weniger guten. Olga
geschrieben von olga


was ist denn das ?

so ein dummes zeug hab ich selten gelesen .

sitting bull
dutchweepee
dutchweepee
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Re: Insektensterben
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf sittingbull vom 18.07.2017, 23:52:52
Ich bin auch erstaunt, wieso die sonst so "sachkundige Olga" im Zusammenhang mit einem staatlich anerkannten, 80%igem Insektenschwund von dem Großübel (?) der Kanada-Gänse schwafelt.

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karl
karl
Administrator

Re: Insektensterben
geschrieben von karl
als Antwort auf dutchweepee vom 19.07.2017, 07:31:59
Alles hängt mit allem zusammen.

Wenn die Natur ins Ungleichgewicht kommt, wird es wegen der großen Komplexität auch viele unerwartete Effekte geben, bis dass sich ein neues ökologisches Gleichgewicht einstellt. Ökologie ist ja die Lehre von den Wirkungszusammenhängen zwischen den Organismen. Das Aussterben einer Art X kann durchaus die unkontrollierte Vermehrung einer anderen Art Y nach sich ziehen, z. B. wenn X auf irgendeinem Weg dazu führt, dass Y begrenzt wird - und sei es über den Umweg, dass X als Zwischenwirt für einen Parasiten der Zweitbeute des Fressfeindes von Y dient.

Wegfall von X verkleinert die Population des Parasiten der Zweitbeute des Fressfeindes von Y, wodurch der Fressfeind von Y mehr Zweitbeute findet und die Population von Y schont. Die Population von Y wächst. Das reduziert wieder deren Nahrungsquellen etc. etc. Es kann lange dauern, bis neue Gleichgewichte da sind.

Karl

P.S.: Editiert und vom Handy zum Desktop gewechselt, weil ich mich selber im Gestrüpp der Wechselwirkungen am kleinen Bildschirm verfangen hatte
verseau
verseau
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Re: Insektensterben
geschrieben von verseau
als Antwort auf karl vom 19.07.2017, 15:44:01
Lieber Karl!
Und wer ist der Verursacher? Die Spezies Mensch! Überall wo der Mensch in die Natur eingegriffen hat vernichtete er unzählige Zusammenhänge mit dem Resultat von Verarmung der Diversität.
Re: Insektensterben
geschrieben von Morrison
als Antwort auf verseau vom 19.07.2017, 16:32:51
Ja klar, der Mensch verhunzt die Natur!

Vogelsterben - Insektensterben
Den Link hatte ich vor ein paar Tagen hier im Forum schon eingestellt,
weil bei mir seit ca. 2 Wochen keine Singvögel mehr zu sehen sind. Ich lebe nicht in der Stadt, sondern direkt an einem größeren Naturschutzgebiet. Ich habe einen tierfreundlichen Naturgarten angelegt, schon länger.

Das macht mir umso mehr Angst, denn im Naturschutzgebiet wird nur der Baumbestand reduziert, wenn zu viele anwachsen. Hier gibt es hauptsächlich Buchen und Eichen. Das Naturschutzgebiet darf nur auf ausgewiesenen Wegen betreten werden, quer durch den Wald ist verboten, d.h. es geht überhaupt nicht, da überall Gestrüpp, Büsche und Holzhaufen liegen, damit die dort lebenden Tiere geschützt sind.

Allerdings gibt es hier auch noch recht viele Bauernhöfe, deren Äcker behandelt werden, denn dort wächst "sauberes" Getreide, ohne auch nur 1 Unkräutchen oder Blümchen!!

Andererseits wurden - einige km entfernt - riesige Rapsfelder angelegt, unbehandelt, und daneben stehen Bienenkästen. Dort sehe ich erstaunlich viele Bienen. Aber das wars dann auch.

Auch sehe ich abends immer seltener Fledermäuse, voriges Jahr waren es noch recht viele.
Morrison
dutchweepee
dutchweepee
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Re: Insektensterben
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf karl vom 19.07.2017, 15:44:01
Aha Karl ...meinst Du das etwa so, als ob die kleine Schwarzkopfmöve nicht mehr brüten kann und droht auszusterben, weil die eingeschleppten und ausgesetzten Bisamratten das Schilfrohr wegfressen? Da staune ich aber (Ironie aus).

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