Fernsehen und Film Ein offener Käfig

Edita
Edita
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Re: Ein offener Käfig
geschrieben von Edita
als Antwort auf lara vom 11.09.2014, 12:52:18

also kann es nicht nur an unserer freizügigen Gesellschaft liegen.
geschrieben von lara


Nein Lara , das tut es mit Sicherheit nicht, aber.......zwischen
" freizügig " und " freiheitlich denkend " und " aufreizend " im Sinne von " frech, keck , kess und pfiffig " von annodunnemals, ist
" freizügig " heute " frivol, schlüpfrig, lasziv, anmachend, willig ", liegen Welten ! Ich denke schon, daß es einen " Einfluß " oder einen Zusammenhang gibt!

Edita
mane
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Re: Ein offener Käfig
geschrieben von mane
als Antwort auf lara vom 11.09.2014, 12:52:18

Aber auch zu meiner Kinder-und Jugendzeit gab es schon Vergewaltigungen und Missbrauch, also kann es nicht nur an unserer freizügigen Gesellschaft liegen.
geschrieben von lara


Hallo Lara,

ich glaube, dass, auch in einer sexualisierten Gesellschaft, Menschen nicht zu "Bestien" werden. Es stimmt, dass manche Männer sich von freizügig gekleideten Mädchen angezogen fühlen. Trotzdem werden die wenigsten die Grenzen der Halbwüchsigen überschreiten und zurückhaltend bleiben.
Gewalttäter haben ihre jahrelange Geschichte, die sie so werden ließ, wie sie sind und das hat in der Regel wenig mit unserer freizügigen Gesellschaft zu tun.

Gruß Mane
olga64
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Re: Ein offener Käfig
geschrieben von olga64
als Antwort auf vom 11.09.2014, 12:54:19
resozialisierung ja - aber wo?

niemand will sicher in der nachbarschaft derlei menschen
wohnen haben.
aber wo sollen sie hin?
geschrieben von karin2


Genau das ist der Punkt. Da gibt es ja dann die Bewohner, die lauthals verkünden, dass diese entlassenen Straftäter (die ihre Strafe verbüsst haben) doch in das Nachbardorf gehen soll. Ist dies dann wirklich anständig?
In einemFall nahm ein Mann seinen entlassenen Bruder bei sich auf. Die Meute demonstrierte monatelang lauthals vor seinem Haus; die Ehe des Mannes ging in die Brüche. Der entlassene Straftätiger ging zurück in den Knast - der Bruder zog um in einen anderen Ort.
Es ist ein schwieriges Thema - aber weshalb glauben einige Leute, sich aus gesellschaftlichen Notwendigkeiten raushalten zu können? Und wer sagt ihnen, dass sich in ihren Kreise nicht ebensolche Missetäter befinden, die vielleicht nur noch nicht aufgeflogen sind. Immerhin werden die meisten MIsshandlungen an Kindern durch Familienangehörige verbrochen - nicht durch fremde Menschen. Olga

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Edita
Edita
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Re: Ein offener Käfig
geschrieben von Edita
als Antwort auf olga64 vom 11.09.2014, 15:16:22
Und wer sagt ihnen, dass sich in ihren Kreise nicht ebensolche Missetäter befinden, die vielleicht nur noch nicht aufgeflogen sind. Immerhin werden die meisten MIsshandlungen an Kindern durch Familienangehörige verbrochen - nicht durch fremde Menschen. Olga


So ist es liebe Olga, und da wären wir schon bei den von ihren Müttern zu Lolitas "umfunktionierten " kleinen Mädchen, die nichtswissend und nichtsahnend warum, von ihren männlichen Verwandten " begehrt " werden!

Edita
old_go
old_go
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Re: Ein offener Käfig
geschrieben von old_go
als Antwort auf Edita vom 11.09.2014, 15:24:13
Komme gerade erst zurück und habe gelesen,
was inzwischen geschrieben wurde.

Den Anfang des Films hatte ich gestern Abend nicht gesehen,weil ich noch mit dem Hund draussen war.

Für mich nicht nachvollziehbar ist, daß angeblich der Bruder zur Aufnahme des entlassenen Straftäters gezwungen wurde.

Meine Überlegungen zu dem Problem,entlassene Straftäter in Familie und ehemaliges Umfeld zu entlassen,
ist absolut unzumutbar!

Hier klafft eine ganz grosse Lücke in unserem Rechstssystem!

Menschen,die sich durch ihr verbrecherisches Tun,
wie z.B. Sexualstraftäter,
werden ganz sicher auch nach Haft und verordneter Medikamenteneinnahme eine tickende Zeitbombe bleiben!

Bitte,keinen Aufschrei jetzt,
aber,wäre hier nicht Kastration der 1.Schritt um eine Wiederholungstat zu verhindern?

Ganz wichtig und unbedingt erforderlich ist,
daß diese Menschen nach ihrer Entlassung eine Unterkunft erhalten,in der sie unter Aufsicht und Anleitung,auch fachärztlich betreut(!!) leben und arbeiten können.

Es gibt:

Frauenhäuser,Kinderheime,Altenheime..

warum werden nicht auch Heimunterkünfte geschaffen,
wo sie (vielleicht) in kleinen Wohngruppen leben können,
ohne,daß Angehörige und Nachbarn sich ängstigen müssen,
und Wut und Angst (verständlich) gefährliche Agressionen
hervorrufen ?

Natürlich muß so ein Wohnprojekt derart gestaltet sein,daß niemand alleine die Anlage verlassen kann!

Gudrun
mane
mane
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Re: Ein offener Käfig
geschrieben von mane
Bei einer Vergewaltigung steht selten die sexuelle Befriedigung im Vordergrund. Es geht um Machtausübung einem Schwächeren gegenüber und die Herrschaft über ihn.
Männer oder Frauen, die sich sexuell an ihren Kindern vergreifen, haben meist erhebliche Probleme mit ihrem Selbstwert. Dazu kann sexuelle Unzufriedenheit kommen oder ein dominierender Partner, dem sich der Betreffende unterlegen fühlt, was diese Übergriffe begünstigt.

Mane

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Re: Ein offener Käfig
geschrieben von lara
als Antwort auf old_go vom 11.09.2014, 16:35:31
Guten Abend Gudrun,
es war nur in dem Film so, dass der Sexualstraftäter gezwungen wurde, bei seinem Bruder zu leben.

In der anschließenden Doku hatte der Bewohner von Randerath seinen Bruder freiwillig aufgenommen.

Gab es nicht schon einmal einen Täter der sich freiwillig hat kastrieren lassen? Ich meine mich an einen Kindermörder zu erinnern, bin mir aber nicht sicher.

Aber ein solches Projekt wie Du vorschlägst, wäre doch auch wieder wie die Sicherungsverwahrung.

Der Vorschlag in der Doku des Richters im Ruhestand, sagte mir am ehesten zu. Sobald ein Täter in dieser Richtung straffällig wird, müsste eine Therapie beginnen. Das scheint mir der beste Opferschutz zu sein.

@Olga, Sie haben Recht wie viele Kinder werden von den eigenen Angehörigen missbraucht, werden zum Schweigen gezwungen und leiden ein Leben lang.
Edita
Edita
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Re: Ein offener Käfig
geschrieben von Edita
als Antwort auf mane vom 11.09.2014, 19:12:22
Bei einer Vergewaltigung steht selten die sexuelle Befriedigung im Vordergrund. Es geht um Machtausübung einem Schwächeren gegenüber und die Herrschaft über ihn.
Männer oder Frauen, die sich sexuell an ihren Kindern vergreifen, haben meist erhebliche Probleme mit ihrem Selbstwert.
Mane
geschrieben von mane


Richtig, bei einer spontanen und brutalen Vergewaltigung
ist die eigentliche Befriedigung die " Machtausübung ", um das eigene Selbstwertgefühl, zumindest kurzfristig, anzuheben!
Aber beim regelmäßigen sexuellen Kindesmißbrauch kommen doch noch andere Kriterien dazu, und dazu zählt nun mal auch die Sexualisierung der Kinder und deren Umgebung, das weiß man heute, bis in die 80-iger zählte nur die Vergewaltigung als Verbrechen, befummeln und betatschen war kein Verbrechen, und daß eine unbekannt riesig große Menge der Kinder-und Frauenschänder sich mit Kinderpornos " auf Touren " bringt, ist auch kein Geheimnis, und wenn kleine Mädchen schon wie Edelnutten im Miniformat rumlaufen, da muß man nicht zum Porno greifen........
Wer jetzt von den beiden Tätertypen der gefährlichere ist, ich weiß es nicht, aber ich denke, daß sich auch die Fachleute darüber nicht einig sind, denn man hat locker mindestens 20 Jahre bezüglich der Notwendigkeit, Kindesmißbrauch als Verbrechen zu betrachten, verschenkt! Ich möchte so einen Typen auch nicht in meiner Nähe wissen!
Ich habe einen, wie ich finde, sehr guten Artikel über Kindesmißbrauch gefunden:

Sexueller Missbrauch-(k)ein Thema

Edita
pippa
pippa
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Re: Ein offener Käfig
geschrieben von pippa
als Antwort auf Edita vom 11.09.2014, 22:13:24
Der brutale Vergewaltiger ist sicher gefährlicher, denn dieser kann das Opfer das Leben kosten .

Der von Anja Röhl beschriebene sexuelle Missbrauch war früher derartig verbreitet, dass zumindest meine Generation ihn als "gottgegeben" und normal ansah. Viele von uns waren durch den Krieg ja schon traumatisiert und froh, überhaupt mit dem Leben davon gekommen zu sein.

Bücher wie zB die von Alice Miller waren in späteren Jahren oft die einzige Hilfe, die meiner Generation zuteil wurde.

Ob jedoch die "Übergriffigkeit" noch schlimmer gewesen wäre, wenn wir seinerzeit auch schon so rumgelaufen wären wie die heutigen kleinen Mädchen, wage ich zu bezweifeln, obwohl mich beim Anblick dieser erwachsenen Kleinkinder das Grausen überkommt.

Wir hatten hier schon mal einen Thread über Mini-Tangotänzer, welche von Vielen als allerliebst gelobt wurden. Schon damals hatte ich dafür keinerlei Verständnis, denn die lat.-amerk. Tänze sind hoch erotisch und nur für Erwachsene geeignet.

Ich finde Kinder, die zur Schau gestellt werden grundsätzlich immer absolut widerlich (nicht die Kinder sondern die Verantwortlichen).

Pippa
det
det
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Re: Ein offener Käfig
geschrieben von det
als Antwort auf old_go vom 11.09.2014, 16:35:31
Menschen,die sich durch ihr verbrecherisches Tun,
wie z.B. Sexualstraftäter,
werden ganz sicher auch nach Haft und verordneter Medikamenteneinnahme eine tickende Zeitbombe bleiben!
geschrieben von gudrun_d
Ist es nicht interessant, wie die Diskussion um den "freien Willen" eine unerwartete Neuauflage erhält? Wenn solche Menschen trotz aller Maßnahmen eine "tickende Zeitbombe" bleiben, dann spricht man Ihnen damit die Fähigkeit zur Rehabilitation ab. Das kann nur passieren, wenn in ihnen ein nicht steuerbarer Trieb herrscht, einer, der ihren Willen ausschaltet, gleich einer Sucht. Aber selbst Süchtige werden als therapierbar angesehen, warum dann diese Menschen nicht?

Bitte,keinen Aufschrei jetzt,
aber,wäre hier nicht Kastration der 1.Schritt um eine Wiederholungstat zu verhindern?
geschrieben von gudrun_d
Nöö, keinen Aufschrei, nur eine einfache Frage. Kommt dann im nächsten Schritt die Forderung, rückfälligen Dieben eine Hand abzuhacken? Das verhindert Wiederholungstaten. Man könnte auch professionellen Autodieben die Beide amputieren. Gibt es weitere Vorschläge, die diese Idee konsequent weiterführen? Oder soll für Sexualstraftäter ein Sonderrecht eingeführt werden?

det

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