Fernsehen und Film Ziemlich beste Freunde

karl
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Re: Ziemlich beste Freunde
geschrieben von karl
als Antwort auf gatita49 vom 08.07.2014, 09:49:44
Auch uns hat dieser Film gefallen. Es war gute Unterhaltung mit einer Botschaft. Holger hat aber schon recht. Mit Geld sieht das Leben besser aus als ohne, auch in dieser Situation.

Karl
luchs35 †
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Re: Ziemlich beste Freunde
geschrieben von luchs35 †
als Antwort auf karl vom 08.07.2014, 09:58:04
Der Film hatte eigentlich weniger mit dem Geld zu tun, sondern die Aussage lag für mich mehr im unverkrampften Umgang mit der Hilflosigkeit des Behinderten, der ihm ein wenig Normalität und Würde in seiner völligen Abhängigkeit zurückgab.

Die schauspielerische Glanzleistung der beiden Akteure taten ein Übriges, um einen wunderbaren Film mit köstlichem Humor entstehen zu lassen, der eine Bereicherung dieses TV- Abends war.

Luchs
old_go
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Re: Ziemlich beste Freunde
geschrieben von old_go
als Antwort auf luchs35 † vom 08.07.2014, 10:14:54
Luchs,

"Der Film hatte eigentlich weniger mit dem Geld zu tun, sondern die Aussage lag für mich mehr im unverkrampften Umgang mit der Hilflosigkeit des Behinderten,"

das ist auch mein Denken zu diesem Film!

Gudrun

wir alle wissen,dass das finanzielle Polster absolut nicht unwichtig ist,
aber,in erster Hinsicht:

seht Luchs's Aussage und meine Zustimmung,bitte

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EhemaligesMitglied44
EhemaligesMitglied44
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Re: Ziemlich beste Freunde
geschrieben von EhemaligesMitglied44
als Antwort auf luchs35 † vom 08.07.2014, 10:14:54
Der Film hatte eigentlich weniger mit dem Geld zu tun, sondern die Aussage lag für mich mehr im unverkrampften Umgang mit der Hilflosigkeit des Behinderten, der ihm ein wenig Normalität und Würde in seiner völligen Abhängigkeit zurückgab.

Die schauspielerische Glanzleistung der beiden Akteure taten ein Übriges, um einen wunderbaren Film mit köstlichem Humor entstehen zu lassen, der eine Bereicherung dieses TV- Abends war.

Luchs


Liebe Luchs,
ich stimme dir wohl zu.
Bleibt aber zu hoffen daß künftig der unverkrampften Umgang mit der Hilflosigkeit der Behinderten auch bei geringen Einkommen und weniger pompöser Unterbringung des Pflegers/Freundes Fortschritte macht.
Da liegt noch vieles im Argen.
Gruß
Holger
luchs35 †
luchs35 †
Mitglied

Re: Ziemlich beste Freunde
geschrieben von luchs35 †
als Antwort auf EhemaligesMitglied44 vom 08.07.2014, 11:02:29
Klar, Holger, Du siehst das noch unter dem Aspekt des Pflegeberufes, der zeitbedingt zusätzliche Grenzen hat.

Ich dachte dabei an Menschen, die Behinderten begegnen und oft eher die Strassenseite wechseln, falls sie den Behinderten kennen, um nicht mit ihm reden zu müssen- nicht aus Abneigung, sondern aus eigener Hilflosigkeit, weil sie nicht wissen, wie sie mit ihm umgehen sollen.
Filme wie dieser können deshalb als Nebeneffekt hier auch ein wenig hilfreich sein.

Luchs
Re: Ziemlich beste Freunde
geschrieben von marina
als Antwort auf luchs35 † vom 08.07.2014, 11:20:51
Das ist wirklich ein wunderbarer Film, den ich seinerzeit schon im Kino gesehen habe, auf der großen Leinwand kommt das alles noch viel eindrucksvoller rüber.

Ich war so begeistert von diesem Film, dass ich mir gleich danach die Bücher dazu gekauft habe. Es gibt ja eins von Philippe Pozzo di Borgo unter dem Titel "Das zweite Leben des Philippe Pozzo di Borgo" und außerdem eins von seinem Betreuer Abdel Sellou, hier eine ausführliche und zutreffende Kritik seines Buches: "Einfach Freunde".
Beide Bücher waren sehr interessant. Das von Pozzo di Borgo allerdings völlig anders, als ich erwartet habe: sehr nachdenklich, sehr klug mit vielen philosophischen Gedanken und zum Teil auch sehr poetisch. Er berichtet vor allem von seiner großen Liebe zu seiner verstorbenen Frau und wie er nach ihrem Tod in eine Depression verfallen ist. Der Betreuer, der ihm da rausgeholfen hat, wird allerdings hier nicht viel thematisiert, eigentlich erst gegen Schluss des Buches.
Dessen Geschichte ist auf jeden Fall auch eine sehr interessante, denn er berichtet, wie er durch seine Arbeit bei dem Kranken und durch die entstandene Freundschaft mit Pozzo di Borgo gerettet wurde. Er war vorher ein richtig brutaler Krimineller, wie er selber zugibt. Durch diese Freundschaft wurde er ein anderer Mensch, jetzt lebt er in Algerien mit einer eigenen Familie und hat ein Geschäft.
Das heißt, beide haben sich eigentlich gegenseitig gerettet.

Die ganze Geschichte finde ich auch deshalb so schön, weil man sehen kann, dass eine Resozialisation möglich ist, wenn Kriminelle erfahren, dass sie etwas Sinnvolles tun und für jemanden wichtig sein können.

Und beide sind noch befreundet, sie treffen sich einmal im Jahr. eine wunderbare Geschichte insgesamt, ich liebe den Film sowie auch die Bücher und überhaupt die ganzen Personen dazu.

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olga64
olga64
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Re: Ziemlich beste Freunde
geschrieben von olga64
als Antwort auf old_go vom 08.07.2014, 10:29:33
Schon beim ersten Mal (im Kino) bekam ich von diesem wunderbaren Film den Eindruck, dass man ihn sich immer anschauen soll, wenn man z.B. traurig oder verzweifelt ist - dieser Film ist dank der unterschiedlichen Charaktere,die letztendlich aber doch viele Gemeinsamkeiten haben (z.B. ein echtes JA zum Leben)ein gutes Zeichen dafür, dass man im Leben vieles erreichen kann, wenn man es nur wirklich möchte und sich auch auf fremde Dinge einlässt.
Für alle,die gerne lesen: ein Buch in diesem Genre hat mich ähnlich beeindruckt "ein ganzes halbes Jahr". Es endet aber etwas tragischer, aber auch dieses Buch strahlt so viel Zuversicht und Optimismus aus, dass es hilfreich ist - für jeden, der sich darauf einlässt. Olga
hisun
hisun
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Re: Ziemlich beste Freunde
geschrieben von hisun
als Antwort auf marina vom 08.07.2014, 12:15:39
Gestern bin ich beim zapen zufällig auf diesen Film gestossen,
von dem ich noch nie hörte. Eine wunderbare Geschichte.
Ich werde mir das Buch auch kaufen.
Nachdem Lesen ein tolles Geschenk für meine Tochter

Danke, marina, für die Links!
hisun
.*.
luchs35 †
luchs35 †
Mitglied

Re: Ziemlich beste Freunde
geschrieben von luchs35 †
als Antwort auf marina vom 08.07.2014, 12:15:39
Danke, Marina, für die Ergänzung und die Buchhinweise. Der Film wirkt immer noch stark in mir nach, obwohl ich die meisten Filme fast so schnell vergesse wie ich sie gesehen habe. Ich hatte den Hinweis schon vor zwei Wochen in meiner TV-Zeitschrift gesehen und vorsichtshalber die Aufnahme programmiert. Meine Söhne hatten mir schon vor Wochen von dem Film in höchsten Tönen vorgeschwärmt, sie sahen ihn bereits im Kino.

Luchs
vangelis
vangelis
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Re: Ziemlich beste Freunde
geschrieben von vangelis
als Antwort auf hisun vom 08.07.2014, 16:25:00
Hallo,

auch ich kann noch ein wirklich tolles Buch empfehlen.

Martin Pistorius, als ich unsichtbar war.

Beim lesen schluckte ich öfters, aber es findet überraschender Weise ein gutes Ende.
Ich habe auch den Film gestern nochmal gesehen, den kann man einfach wiederholt geniessen.

vangelis

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