Forum Wissenschaften Geisteswissenschaft / Philosophie Mysteriöse Erscheinungen - nach dem Tod eines Familienangehörigen

Geisteswissenschaft / Philosophie Mysteriöse Erscheinungen - nach dem Tod eines Familienangehörigen

pilli †
pilli †
Mitglied

Re: DIE Chance
geschrieben von pilli †
als Antwort auf Mareike vom 13.01.2013, 16:29:14
Und schon sind wir doch im Bereich Geisteswissenschaft/Philosophie gelandet und könnten mal versuchen zu definieren, wo der Unterschied liegt, ob ich von etwas beseelt oder besessen bin.


oh...oh...Mareike

ist da nicht das aufjaulen und ein sackweise ausgeschütteter ärger schon vorprogrammiert? teuflisch, teuflisch aber auch, ST'ler geradezu zur verfolgung andersdenkender anzustiften? ein heulen und zähneknirschen wird sein; aber andererseits: sind nicht diejenigen seelig, die an verfolgung leiden?

ich scheue nicht engel, tod oder teufel, mich kann nur wenig schrecken, also kann das wortspiel beginnen:

den unterschied sehe ich nicht:

die hardcore-satanisten und deren anhängerschaft sind ihrer sichtweise nach, gleichzeitig beseelt davon, dass sie vom teufel besessen sind und in seinem auftrag handeln. wenn sie ihr eigenes blut trinken, mit den knochen der verstorbenen mysteriöse riten feiern, sich auf grabsteinen wälzen und vereinigen oder in leichenhallen einbrechen, dort schwarze messen zu feiern, tun sie das im auftrag einer grösseren macht, dem teufel, dessen name in den religösen strömungen unterschiedlich ist.

Christentum

...Der Begriff des Teufels im Neuen Testament ist ursprünglich griechisch Διάβολος, Diàbolos, ‚der Verleumder‘, ‚Durcheinanderwerfer‘, ‚Verwirrer‘, was sich von Διά-βαλλειν, dia-balläin, ‚durcheinanderwerfen‘, herleitet, seltener die griechische Umschrift des hebräischen Wortes Satan mit Σατανας, Satanás. Das Wort personifiziert das Böse in seiner religiösen Funktion des Versuchers, wie es beispielhaft das Bild der Schlange im Paradies darstellt (Gen 3,1–15 LUT). Im Christentum wird der Teufel als Gegner und Widersacher (hebräisch: Satan) des christlichen Gottes angesehen. Während im Laufe der Jahrhunderte alle nichtchristlichen („heidnischen“) Religionen in Europa von den Christen verdrängt wurden, erhielt der Teufel eine Vielzahl von Beinamen und neuen Gesichtern, da man die alten Gottheiten zu Feinden Gottes erklärte: eine der bekannteren Darstellungen ist die des bocksbeinigen Hirtengottes Pan...
geschrieben von wiki


Judentum

Satan (hebr. שטן) bedeutet ‚Anfeinder‘, ‚Gegner‘ und ‚Widersacher‘. Seine Funktion im Buch Hiob gleicht der eines Staatsanwalts. Satan kann durchaus eine positive Rolle übernehmen. Seine theologisch untergeordnete Funktion wird dadurch sichtbar: Er handelt immer im Auftrag JHWHs, des jüdischen Gottes. Im Judentum ist Satan derjenige, der die Seite der Anklage am Richterstuhl Gottes vertritt (Sach 3 EU). Diese Auffassung lebt weiter in der Person des Advocatus diaboli, der diese Funktion bei Verhandlungen am Stuhl Petri ausführt. Im Buch Hiob wird Satan als einer der Söhne Gottes bezeichnet, der in der Hierarchie der Engel so weit oben stand, dass er Zutritt zu Gottes Hofstaat hatte (Hi 1,6 ff. EU). Eine polarisierende Deutung der Welt als ein Kampf Gut gegen Böse entstand später aus anderen religiösen Strömungen (persische und babylonische Religionen) in der jüdischen Kultur und war zunächst wenig bedeutsam. Theologisch relevant wurde sie mit dem aufkommenden Christentum.

Satan wurde erst in späteren jüdischen Mythologien wie dem, im nach Otto Eissfeldt als auf vor 63 v. Chr. datierten[1], apokryphen Äthiopischen Buch Henoch als gefallener Engel beschrieben, der sich zusammen mit seinen Anhängern gegen Gottes Willen auflehnt und zur Strafe auf die Erde verbannt wurde (1. Henoch 52,3; 53,6).
geschrieben von Judentum


nun ja, auch die liga der lichtdurchfluteten ultra-engelfans fühlt sich berufen und ist beseelt davon, besessen ihre mission damit zu erklären, dass sie im auftrag gehörter stimmen, ihrer meinung nach, unerklärliche geräusche und wahrgenommer empfindungen handeln. es sind im gegensatz zu den anhängern satans aber nur die stimmen der nichtgefallenen engel und jetzt hammer datt gedönz; das lässt mich schon aufmerksam werden: so wie das licht das dunkel braucht, ist doch gutes ohne böses nicht erkennbar?

nur gut, denke ich manchmal, dass nicht alle wissen, wessen geistes worte sie zitieren. ist mir auch schon geschehen, darum darf ich da grinsen...

Satanismus in der Literatur

Anfänglich war Satanismus eine von England ausgehende literarische Strömung, die sich mit dem Bösen integrativ auseinandersetzte. Als Begründer gilt John Milton (1608–1674). Seine Dichtung Paradise Lost (1667), in der erstmals in der Literaturgeschichte ein Satan beschrieben wird, der dem Menschen seine Potentiale bewusst machen soll, zu Wissen und Göttlichkeit zu gelangen, enthält den Satz:

Better to reign in hell than to serve in heaven („Lieber in der Hölle herrschen als im Himmel dienen“).

Die bekanntesten Vertreter sind der englische Dichter William Blake (1757–1827) sowie die französischen Dichter Marquis Donatien Alphonse François de Sade (1740–1814) und Charles Baudelaire(1821–1867). Baudelaire sah nach dem Sündenfall „keine direkte Verbindung mehr nach oben“ und das Heil in einer hyperconscience dans le mal (‚Überbewusstsein im Bösen‘) „vor allem bezüglich der Sexualität“[7]; seine manichäische Haltung zum Bösen mit seiner Ästhetik des Hässlichen fand 1857 Ausdruck im Gedichtband Les Fleurs du Mal (dt. Die Blumen des Bösen).

Marquis de Sades Hauptwerk dieser Richtung Les 120 Journées de Sodome ou l’École du Libertinage (dt. Die 120 Tage von Sodom) wurde erst 1904 herausgeben, aber bereits im Jahr 1785 verfasst. In England griff Lord Byron (1788–1824) diese Ideen mit Childe Harold’s Pilgrimage 1812 und Der Korsar 1814 auf; sein von Miltons Satan inspiriertes Drama Cain aus dem Jahr 1821 gilt als das erste satanistische Werk der Weltliteratur.

E.T.A. Hoffmann (1776–1822) als Hauptvertreter der sogenannten Schwarzen Romantik in Deutschland ist Autor des 1815/16 herausgegebenen fantastischen Romans Die Elixiere des Teufels. 1865 erregte Giosuè Carducci (1835–1907), der spätere italienische Literatur-Nobelpreisträger von 1906, mit seiner Inno a Satana (Hymne an Satan) Aufsehen.

In seinem Roman Demian thematisiert Hermann Hesse den Satanismus und lässt einen Protagonisten unter anderem aussprechen:

„Also müsse man entweder einen Gott haben, der auch Teufel sei, oder man müsse neben dem Gottesdienst auch einen Dienst des Teufels einrichten.“ Und: „Ich habe Kulte begangen, für die ich Jahre von Zuchthaus absitzen müßte, wenn man davon wüßte.“
geschrieben von wiki


mit der hoffnung, dass nun der seelenfrieden wieder einziehen mag, wenn nur gut differenziert wird , werden wohl jetzt nicht geich alle literatur-liebhaber der von wiki genannten in tiefe ohnmacht sinken?

erwähnen darf ich noch die verbindung zu rechtsextremen und rechtsesoterischen kreisen:

...Allerdings wird rechtsextremes und rechtsesoterisches Gedankengut seit den 1990er Jahren von einzelnen Gruppierungen mit satanischen Inhalten verknüpft. Vorreiter war hier der ONA, der Adolf Hitler in seiner Mass of Heresy anruft und den Nationalsozialismus als „(neben traditionellem Satanismus) einzig wahre Häresie“ bezeichnet, die nach einer „Revolution der Seele, einem Triumph des Willens und einer Rückkehr von rassischem Stolz und [rassischer] Pflicht“ rufe. In dessen Tradition stehen u. a. unter anderem die Gruppierungen The Black Order und Order of the Left Hand Path/Ordo Sinistra Vivendi von Kerry Bolton, der ein Adept des ONA war Fraternitas Loki , The Joy of Satan und der White Order of Thule ...
geschrieben von wiki


entscheiden Mareike aber ist für mich, dass jeder seine beseeltheit und besessheit ausleben darf, solange erlaubt bleibt, dass kritisches hinterfragen nicht ständig abgewehrt wird.

satanismus

am "Engelskult", der wildwuchernd sich seit den 80er ausbreitet, verzweifelt mancher meiner kölschen lieblings-pastörchen: "datt kannste selbst mit dem teufel nicht mehr aufhalten"...

einen artikel zum ressort Theologie hat Hans Halter 1999 im spiegel veröffentlicht und nachdem ich den artikel gelesen habe zur engelkultigen schönfärberei wird mir endlich verständlich, warum sich engelhafte gestalten auf bildchen und in GB im www so breitflügelig darstellen. da muss es wohl massenhaft sehnsüchte haben, anderen in engelsgestalt zu erscheinen?



- ...Der Papst will die himmlischen Heerscharen abrüsten. Im "Heiligen Jahr 2000" sollen die Engel nur noch friedlich sein - Würge-, Kriegs- und Todesengel sind passé...

- ... Zwar haben die Gottesboten, wie Papst Johannes Paul II. verkündet hat, "keinen Leib". Das hindert sie jedoch nicht an der Ausübung sehr unterschiedlicher Tätigkeiten: Sie blasen Posaune und spielen im Paradies die Harfe; als göttlicher Hofstaat widmen sie sich der Anbetung...

- ...Wie alle Engel ist auch Michael unsterblich, wirft keinen Schatten, braucht keinen Schlaf und hinterlässt niemals Fußspuren...

- ...Jeder zweite Deutsche, meldet die Katholische Nachrichten-Agentur, ist fest davon überzeugt, dass er einen persönlichen Schutzengel hat. Nach einer Forsa-Umfrage ist jeder zehnte Erwachsene ganz sicher, dass er schon einen gesehen oder sogar angefasst hat: weiß gekleidet, in strahlendem Licht, unbewaffnet, eher weiblich als männlich. Gottes Straf- und Racheengel haben sich offenbar lange nicht blicken lassen...
geschrieben von spiegelonline


na dann!

Geister aus Gottes Hand

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pilli
yuna
yuna
Mitglied

Re: DIE Chance
geschrieben von yuna
als Antwort auf Mareike vom 13.01.2013, 16:29:14
(...) wo der Unterschied liegt, ob ich von etwas beseelt oder besessen bin.


Imho,

beseelt ist man freiwillig, besessen unfreiwillig.

Von außen:
• beseelt = positiv, man heißt es für gut, wenn jemand beseelt ist
• besessen = negativ, man hält es für besorgniserregend, wenn jemand besessen ist
Mareike
Mareike
Mitglied

Re: DIE Chance
geschrieben von Mareike
als Antwort auf pilli † vom 14.01.2013, 01:06:14

oh...oh...Mareike

ist da nicht das aufjaulen und ein sackweise ausgeschütteter ärger schon vorprogrammiert?


Na, na, Pilli, es kommt ganz darauf an, wie Frau sich dem Thema nähert.

Du siehst den Unterschied nicht, ich jedoch sehe einen.
Du lieferst uns eine Steilvorlage, die Stoff bietet noch und nöcher, jedoch die Definition von "beseelt" und "besessen" fehlt.
Es liegt in der Natur der Sache, dass es etwas dröger wird, wenn analysiert wird, jedoch mitunter hilft es bei der Unterscheidung.
In diesem Thread werden "Mysteriöse Erscheinungen" thematisiert, aus diesem Grund möchte ich das Thema: Beseelt oder Besessen" in einen neuen Thread verlagern.

An dieser Stelle möchte ich lediglich anmerken: Man spricht schon mal von einer "guten Seele", das impliziert, das es auch "böse Seelen" gibt, jedoch bei der "Besessenheit" fehlt mir die Möglichkeit sie sowohl positiv wie negativ zu sehen.

Mareike

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caya
caya
Mitglied

Re: DIE Chance
geschrieben von caya
als Antwort auf pilli † vom 13.01.2013, 13:12:22
caya

manchmal ist es förderlich, nur mal vergleichend zu denken?

bekannt ist die redewendung: "vom teufel besessen zu sein"? ja und schon ist sie da die erklärung:

was für das eine gilt, darf auch für das andere erlaubt sein, zu meinen! ob nun vom teufel oder engel besessen sein, welchen unterschied macht das?

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pilli


Der Unterschied Pilli, liegt einfach darin, dass das Wortspiel * Vom Teufel beseelt und von Engeln besessen* sich zwar witzig anhört, aber total sinnfrei ist, da diese beiden Begriffe *beseelt und *besessen jeweils einer unterschiedlichen Ausdruckskategorie angehören.

Du bist doch sonst immer diejenige, die peniblen Wert legt auf den präziesen Gebrauch der deutschen Sprache?

Yunas Deffinition ist da sehr aufschlussreich und hilfreich!

Dein letzter Beitrag nötigt mir großen Respekt ab für deine Fleissarbeit. Er ist auch interessant zu lesen, aaaber......
dir darauf zu antworten übersteigt einige meiner mir eigenen unzureichenden Fähigkeiten dir in deine Gefühlswelt und deinem Intellekt zu folgen (sogar folgen zu wollen)

Meine eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse weisen mir da schon meinen richtigen Weg!

Caya
yuna
yuna
Mitglied

Re: DIE Chance
geschrieben von yuna
als Antwort auf caya vom 14.01.2013, 11:51:00
Caya, Entschuldige mein Krümelkacken jetzt: Mein Definitionsversuch schließt nicht aus, dass pilli sich richtig ausgedrückt hat, wenn sie davon spricht, dass einige von Engeln besessen sind.

Wenn sich jemand von Engeln beseelt fühlt, heißt er sie willkommen - er nimmt sie freiwillig auf.
Wenn jemand anderes nun aber von außen das Verhalten dieses von einem Engel beseelten Menschen besorgniserregend findet, kann er ihn genauso als "von einem Engel besessen" bezeichnen.

Was ich denke/fühle und was ein anderer denkt/fühlt muss ja nicht zwangsläufig identisch sein. :)

Hmm, ich denke das Problem kommt aus der Grundannahme her, dass die meisten davon ausgehen, dass Engel nur Gutes tun (und entsprechend jene, die sie beseelen auch nur Gutes tun lassen) und Dämonen tun eben Böses.
Mareike
Mareike
Mitglied

Re: DIE Chance
geschrieben von Mareike
als Antwort auf yuna vom 14.01.2013, 11:01:45
Worin liegt Deiner Meinung nach die Freiwilligkeit bez.w. Unfreiwilligkeit begründet?

Mareike

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yuna
yuna
Mitglied

Re: DIE Chance
geschrieben von yuna
als Antwort auf Mareike vom 14.01.2013, 12:08:36
Darin, woran ich glaube.

Grob geordnet nach Gut und Böse, Licht und Dunkelheit:

Halte ich mich für das Licht, fühle ich mich beseelt von allem, was für mich das Licht repräsentiert.
Denn es unterstützt mich ja, es steht auf meiner Seite.
Das Dunkle lehne ich ab - besetzt es mich, bin ich besessen.

Stehe ich auf der Seite der Dunkelheit, beseelt mich das Böse und das Gute besetzt mich - denn ich kämpfe ja gegen das Gute. Bin ich plötzlich vom guten durchdrungen, wäre ich besessen, ähnlicher einer feindlichen Übernahme durch das Gute.

Von außen läuft das genauso.

Gibt natürlich Schattierungen dazwischen. Wenn jemand von außen beurteilt, ob jemand besessen oder beseelt ist, muss er nicht zwangsläufig auf der jeweils entgegengesetzten Seite stehen, er kann theoretisch auch neutral sein und immer wieder neu bewerten.

Edit: Ich schließe btw nicht aus, dass auch ein äh Vertreter des Lichts bspw. (ich fühl' mich grad so esoterisch =/) sich von einem Engel besessen fühlen kann, wenn er seine Unterstützung gerade nicht möchte und lieber bei seinem eigenen Verstand bleiben mag.
Mareike
Mareike
Mitglied

Re: DIE Chance
geschrieben von Mareike
als Antwort auf yuna vom 14.01.2013, 12:17:31
Es klingt so, als ob das Gute und das Böse Mächte sind, die von mir Besitz ergreifen, denen ich ausgeliefert bin. Dann wundert es auch nicht, dass Esoterik solche Blüten treibt.
War das ganze "Gefüge" über Jahrhunderte zumindest geregelt und "überschaubar" geordnet durch kirchliche Glaubenssätze, so sucht sich heutzutage jeder seinen individuellen Engel oder Teufel ...

Mareike
caya
caya
Mitglied

Re: DIE Chance
geschrieben von caya
als Antwort auf yuna vom 14.01.2013, 12:17:31


Edit: Ich schließe btw nicht aus, dass auch ein äh Vertreter des Lichts bspw. (ich fühl' mich grad so esoterisch =/) sich von einem Engel besessen fühlen kann, wenn er seine Unterstützung gerade nicht möchte und lieber bei seinem eigenen Verstand bleiben mag.
geschrieben von yuna


Alles war so stimmig, Yuna!

und dann dein *Edit

sag mal, hältst du sowas für möglich????

oder hast du nur vergessen Smilies zu setzen??
Engel können den eigenen Verstand ausschalten????
Ach, du machst Witzle und schürst das Eso-Spötterfeuer

Caya
2.Rosmarie
2.Rosmarie
Mitglied

Re: DIE Chance
geschrieben von 2.Rosmarie
als Antwort auf yuna vom 14.01.2013, 12:17:31
Yuna, deine Ausführungen faszinieren mich immer wieder von neuem! Einmal bleibst du immer auf der Sachebene und argumentierst mit umwerfender Logik. Zum anderen - und das finde ich äußerst erstaunlich und interessant - versuchst du grundsätzlich nicht, von dir aus zu bewerten, sondern versetzt dich in die Denkweise dessen hinein, auf den du antwortest, und argumentierst von seinen Prämissen aus.
Deine eigene Position klingt höchstens mal in einer humorigen Randbemerkung an - und die ist humorig und nicht ironisch. Das ist für mich Kommunikation vom Feinsten!

Zu deinen Ausführungen mit den Engeln, durch die man theoretisch auch besessen werden könnte, möchte ich doch noch etwas zu bedenken geben.
Wenn wir hier schon von Teufeln und Engeln reden, so tun wir das aus dem allgegenwärtigen kulturellen christlichen Hintergrund heraus, in dem wir leben. Ob man an Engel und Teufel glaubt, ist dabei unwichtig. Wichtig wäre aber, dass man diese Symbolbilder so benutzt, wie sie aus dem religiösen Hintergrund heraus geprägt wurden. Und in dem sind Engel nicht nur immer gut, sondern sie respektieren grundsätzlich die Entscheidungsfreiheit des Menschen, den sie kontaktieren. Engel können insofern keinen Menschen besetzen. Denn täten sie dies, wären sie der christlichen Vorstellung nach keine Engel.

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