Forum Gesundheit und Fitness Gesundheit Die Corona-Fallzahlen in Europa nehmen wieder stark zu. Was folgt daraus?

Gesundheit Die Corona-Fallzahlen in Europa nehmen wieder stark zu. Was folgt daraus?

olga64
olga64
Mitglied

RE: Die Corona-Fallzahlen in Europa nehmen wieder stark zu. Was folgt daraus?
geschrieben von olga64
als Antwort auf Der-Waldler vom 12.10.2020, 21:53:25

Am Anfang als die Menschen noch sehr grosse Angst vor dieser Seuche hatten, waren sie froh,dass es PolitikerInnen gab, die trotzdem mit Unterstützung der Wissenschaft (für die das Virus ebenfalls sehr neue war) SChritte unternahmen, um evtl. diese Pandemie in den Griff zu bekommen. Die Alternative wäre gewesen, alles einfach laufen lassen und sich - als Politiker zu verstecken und als Wissenschaftler in deren Umfeld zu bleiben und zu schweigen. Welche Zahlen hätten wir heute, insbesondere wie viele Millionen Tote?
Auch diese Unsicherheit zu Masken - ob tragen oder nicht, wen schützen sie?  sagt dies gut aus und es ist eigentlich logisch, dass sich in Zeiten einer Pandemie ein Weltmarkt an Bedarfen entwickelt, der in normalen Zeiten nicht vorhanden ist.
Die Krankenhäuser und Pflegehäuser sind theoretisch verpflichtet, hier Bestände laufend aufzubauen (auch in normalen Zeiten). Aber wenn man sie nur wenig braucht, kontrolliert man sie auch nicht laufend, bzw. kauft sie nicht permanent nach.

Und als es so weit war, wurden sie knapp und teuer. Ich habe diese Zeitspanne aber nur als sehr kurz in Erinnerung. Schon Ende März erhielt ich einige Masken von meinem Arzt; einige Tage später waren sie in der Apotheke erhältlich und kurz darauf zu billigen Preisen bei Aldi.

ABer es zeichnete sich auch von Anfang an ab, dass diejenigen (Politiker und Menschen allgemein) vermutlich schon an ihren Texten arbeiteten, um zu verkünden, was sie von Anfang an alles anders und besser gemacht hätten. DAs zeichnete sich früh bei Herrn Merz und auch Herrn Habeck ab, sowie Herrn Lindner usw., die in Spitzenzeiten der Seuche still und zurückhaltend waren.  Und dann kommt natürlich dere Chor all derjenigen, die sich mittlerweile auch als ausgestattet mit virologischer Expertise sehen und ihren Chor wieder anstimmen ,dass Politiker generell unfähig, korrupt usw. sind und zwar nicht nur die aktuellen, sondern sie es immer waren und immer sein werden.
In dieses Paket schnürt man nun auch die Wissenschaftler, vermutlich, weil man deren Sprache oft nicht verstehen kann, bzw. die Tatsache, dass sich auch deren Wissen auf einem bisher unbekannten Sektor laufend ändert und aktualisiert.
VErstehen kann ich das alles nicht - aber ich habe gelernt ,dass ich nicht alles verstehen muss. Olga

Der-Waldler
Der-Waldler
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RE: Die Corona-Fallzahlen in Europa nehmen wieder stark zu. Was folgt daraus?
geschrieben von Der-Waldler
als Antwort auf olga64 vom 13.10.2020, 16:53:17
Welche Zahlen hätten wir heute, insbesondere wie viele Millionen Tote?
 

Ja, so ist es. Und genau das oben Zitierte ist die Frage, die sich all die "Wissenschaftskritiker" stellen und auch versuchen sollten, sie zu beantworten.

Von Habeck, Lindner und Co hat man doch nur "Klugdaherredereien" gehört, nicht EINEN konkreten, praktikablen Vorschlag, der uns in der Pandemie weiter geholfen hätte. Interessanterweise (aber das ist offtopic) haben zumindest die Grünen durch ihre Nicht-Mithilfe in diesen Monaten keinen Schaden in der Wählergunst davon getragen, was verstehen möge, der es kann...

Schönen Gruß

DW
olga64
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Mitglied

RE: Die Corona-Fallzahlen in Europa nehmen wieder stark zu. Was folgt daraus?
geschrieben von olga64
als Antwort auf Der-Waldler vom 13.10.2020, 17:10:16

Die Grünen lagen in Vor-Corona-Zeiten bei ca 27% und praktisch auf "Augenhöhe" mit der CDU/CSU (man jubelte ja schon etwas voreilig einem Kanzler Habeck zu!).
Nun liegen sie relativ konstant bei ca 20%, während die CDU/CSU zwischen 35 - 37% liegen.
So wie es in den Umfragen für die Bundestagswahlen derzeit aussieht, konkurrieren die Grünen mit der SPD, wobei letztere nicht nach oben kommt.
Die Grünen beziehen ihre Erfolge aber nach wie vor aus der Hoffnungsstimmung der jungen Menschen, die den Klimawandel nicht vergessen lassen möchten. Olga


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Sealord48
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RE: Die Corona-Fallzahlen in Europa nehmen wieder stark zu. Was folgt daraus?
geschrieben von Sealord48
als Antwort auf Der-Waldler vom 12.10.2020, 21:53:25

Sorry, aber irgendwie verstehe ich diese Argumentation nicht. Das bereits in den ersten Tagen fest stand, das es sich definitiv um eine Tröpfcheninfektion handelt, war bekannt. Ich habe mir heute einmal die Mühe gemacht, in den Mediatheken der deutschen TV - Sender mir nochmals die diesbezüglichen Reportagen,
an zu sehen. 
Das der richtige Mundschutz zwar keinen 100 % Schutz alleine darstellt, weder für den Träger noch den zu Schützenden ist auch kein Dogma und wurde auch nie von mir behauptet. Aber in der Kombination mit anderen Maßnahmen wie entsprechendem Abstand etc., ist der Mund-Nasenschutz die nach wie vor, derzeit einzige Möglichkeit, überhaupt einer Schutzform für jedermann.
Es gibt derzeit noch keinen gesicherten Impfstoff und es gibt derzeit auch noch keine anerkannten Therapien, Antidots oder diesbezügliche Medikamente für den Betroffenen. Ich befürchte, das wir noch viele Jahre mit diesem Virus wie auch immer leben müssen. Ich finde, da kann es nicht falsch sein, zunächst einmal kritisch alle offiziellen Aussagen, auch von Wissenschaftlern, zunächst nur zur Kenntnis zu nehmen, zumal die Wissenschaft sich national und international gesehen, auch nicht der gleichen Auffassung ist.
Wenn Sie das anders sehen, ist das selbstverständlich Ihr gutes Recht und ich habe damit auch nicht die geringsten Probleme. Aber gestehen Sie mir bitte auch zu, das ich analog zu meinen Informationen diesen Dingen doch etwas kritischer gegenüber stehe.

mfG        Wolf

 
Der-Waldler
Der-Waldler
Mitglied

RE: Die Corona-Fallzahlen in Europa nehmen wieder stark zu. Was folgt daraus?
geschrieben von Der-Waldler
als Antwort auf Sealord48 vom 13.10.2020, 20:36:12

zumal die Wissenschaft sich national und international gesehen, auch nicht der gleichen Auffassung ist.
 

Genau das IST Wissenschaft, Wolf. So wird Wissenschaft definiert. Indem Wissenschaftler Fehler machen, immer wieder ihre Ergebnisse mit anderen diskutieren, lernen sie dazu. Manchmal kommen sie zu ähnlichen  Ergebnissen, manchmal zu konträren. Und irgendwann zeigt sich, dass einer von ihnen die besseren Belege, Beweise und Argumente hat, bzw. dass es keine sinnvollen Gegenargumente gibt. Dann gilt diese "Theorie" vorläufig als "wahr", aber nur so lange, bis sie widerlegt werden kann. Wissenschaftler müssen immer bereit sein, ihre eigenen Ergebnisse zu hinterfragen, und Fehler einzugestehen, was z.B. Herr Drosten, aber auch andere Virologen das mehrfach getan haben, auch in der Frage der Masken. Aber nur, weil z.B. Drosten seine Meinung zum Thema Masken aufgrund von Studien revidiert hat, lässt er sich doch nicht "vor irgendeinen Karren spannen". DARAN habe ich mich gestört, an dieser Formulierung. Wissenschaft arbeitet mit "Versuch und Irrtum", sie muss immer hinterfragbar sein, und zwar auch und hauptsächlich von den Wissenschaftlern selbst. Und mit dieser Definition halte ich mich streng an die international gültigen Regeln, die wir hier in den Diskussionen nicht einfach über den Haufen werfen sollten und können, sonst bringen uns unsere Diskussionen nicht weiter, weil sie dann nur noch aus Meinungen, nicht mehr aus Fakten bestehen.

Ansonsten stimme ich ja den meisten Ihrer Aussagen zu und es liegt mir fern, Ihnen vorzuschreiben, was Sie zu denken haben. Aber gestehen Sie mir bitte zu, dass ich durchaus weiß, was Wissenschaft ist; ich habe selbst auf dem Gebiet gearbeitet, und "Wissenschaftstheorie" war immer schon eines meiner Lieblingsfächer :-)

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend

DW
Sealord48
Sealord48
Mitglied

RE: Die Corona-Fallzahlen in Europa nehmen wieder stark zu. Was folgt daraus?
geschrieben von Sealord48
als Antwort auf Der-Waldler vom 13.10.2020, 22:18:02

Bezugnehmend auf Ihre Ausführungen zur Arbeitsweise von Wissenschaftlern, gibt es hier keine gravierende unterschiedliche Auffassung. 
Da wie bereits mehrfach genannt, bereits bei den ersten Fällen von Covid 19 in der BRD, jedoch die einhellige Meinung der Wissenschaft bereits war, das der Übertragungsweg dieses Virus eine Tröpfcheninfektion ist, - so auch mehrfach von Herrn Prof. Dr. Droste gesagt,
wurde seitens der Politik und auch von Herrn Prof. Dr. Droste, im öffentlichen TV die Meinung vertreten, das ein Mund - und Nasenschutz keinerlei signifikante Schutzwirkung habe. Zu diesem Zeitpunkt waren die Übertragungswege bereits bekannt und von der Wissenschaft anerkannt.
Ich denke mal, das ein Virologe weiß was eine Tröpfcheninfektion letztendlich ist und somit bekannt war, auf welchen Wegen diese funktioniert, bzw. wie diese Übertagungswege funktionieren.
Wenige Tage später wurde dann zudem von hochrangigen Politikern die Aussage im öffentlich rechtlichen TV sinngemäß  getroffen:
Wir (die Politik) konnten ja den Bürgern schlecht empfehlen, sich mit Masken zu schützen, wenn wir (die Politik) derzeit keine Masken in entsprechender Anzahl zur Verfügung stellen können. Danach dauerte es nochmals 15 Tage bis auch von Virologen die Aussage getroffen wurde:  Schutzmasken helfen !
Bei einer derartigen Sachlage, werde ich nun mal stutzig und denke mir mein Teil, oder anders gesagt: 
" Ein Schelm,  wer böses dabei denkt.

sorry, aber ich habe vor vielen Jahren in meiner med. Ausbildung gelernt, was eine Tröpfcheninfektion ist und wie man den Patienten, wie auch sich selbst dagegen im Rahmen der Möglichkeiten schützt. 

Ich wünsche Ihnen wie uns allen, das es sehr schnell gelingt, die Mittel zu finden, die uns allen wieder ein normales Leben ermöglichen. 

mfG    Wolf

 
 


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karl
karl
Administrator

RE: Die Corona-Fallzahlen in Europa nehmen wieder stark zu. Was folgt daraus?
geschrieben von karl
als Antwort auf Sealord48 vom 14.10.2020, 11:44:12

Lieber @Sealord,

es gilt aber zu beachten, dass "Tröpfcheninfektion" nicht dasselbe sind wie "Übertragung durch Ärosole". Letztere sind viel feiner und halten sich lange in der Luft, während Tröpfchen recht schnell zu Boden sinken.

https://www.infektionsschutz.de/infektionskrankheiten/uebertragungswege/troepfcheninfektion.html
  1. Tröpfchen, die einen Durchmesser von mehr als 5 µm haben, sinken in der Luft rasch ab und werden somit nur bis zu einer Distanz von gut einem Meter übertragen. Hier ist Abstand halten von Erkrankten der beste Weg zur Vermeidung einer Ansteckung. Speichel-Tröpfchen können aber auch an Gegenständen oder Flächen haften bleiben. Über Hände können Sie in den Körper gelangen, wenn anschließend Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen berührt werden.
  2. Manche Erreger können in Tröpfchen von sehr geringer Größe  (kleiner 5 µm) lange Zeit in der Luft schweben und dadurch auch über große Distanzen verbreitet werden.

Unter 2. sind die Aerosole zu verstehen, die sich sehr viel länger in der Luft halten.
 


Karl
WurzelFluegel
WurzelFluegel
Mitglied

RE: Die Corona-Fallzahlen in Europa nehmen wieder stark zu. Was folgt daraus?
geschrieben von WurzelFluegel
als Antwort auf karl vom 14.10.2020, 11:59:28

ein Raum mit 56 m2 und 3 Metern Höhe 
nach 2 Minuten schon haben sich die Aerosole im ganzen Raum ausgebreitet - das ist beunruhigend schnell

Leider wird nicht erwähnt, wie lange der Prozess der Ausbreitung mit Mund-Nasen-Schutz dauert? 
bzw. wie lange hält der eigene MNSchutz in so einem Raum die eingeatmete Virenlast gering?
Kennt jemand dazu Fakten und Zahlen?

WurzelFluegel

Sealord48
Sealord48
Mitglied

RE: Die Corona-Fallzahlen in Europa nehmen wieder stark zu. Was folgt daraus?
geschrieben von Sealord48
als Antwort auf karl vom 14.10.2020, 11:59:28

Genau so ist es, Deinen Ausführungen ist nicht hinzu zu fügen.

mfG    Wolf

karl
karl
Administrator

RE: Die Corona-Fallzahlen in Europa nehmen wieder stark zu. Was folgt daraus?
geschrieben von karl
als Antwort auf WurzelFluegel vom 14.10.2020, 13:52:05

Liebe @Wurzelfluegel,

nein, die Zahlen kenne ich nicht.

Karl


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