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Gesundheit Einsamkeit erhöht Sterberisiko

Elmos
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Re: Einsamkeit erhöht Sterberisiko
geschrieben von Elmos
als Antwort auf Roxanna vom 28.04.2016, 19:20:10
Hallo,

ich glaube auch, dass das Gefühl der "Nicht-Einsamkeit" gar nichts mit einer Partnerschaft zu tun haben muss. Der Vorteil einer (funktionierenden) Partnerschaft ist, dass man jederzeit einen Anti-Einsamkeitsmenschen abrufbereit in Petto hat, quasi.
Aber so im Rückblick auf mein bisheriges Leben muss ich dennoch sagen - MEIN persönliches Einsamkeitsgefühl war bei mir vollends unabhängig davon ob ich einen Partner hatte oder nicht.

Und auch, wenn ihr die Geldsache ja quasi schon geklärt habt. Ein sehr uneinsamer Abend von einigen Wochen war so intensiv, dass ich davon wirklich wochenlang mit Glücksgefühl gezehrt habe. Und was habe ich an dem Abend getan? Mit meinen Kindern und einem alten Freund ein Kartenspiel gespielt. Sehr preiswert. Ein Konzertbesuch vor einiger Zeit, den ich wirklich auch extrem genossen habe, der hat mich aber nur sehr wenig "uneinsamer" gemacht, einfach vom Gefühl her.
Von daher glaube ich auch, dass das mit Geld nichts zu tun hat.

Und ich bin sicher, man muss da in erster Linie an sich selber "arbeiten". Ich neige dazu sehr gerne alleine zu sein, da ich mich fast niemals einsam fühle. Aber ich weiss, dass ich davon etwas komisch werde (wobei ich ja noch berufstätig bin, aber da sitze ich den ganzen Tag vor dem Rechner und schreibe Programme - also auch nicht sehr kommunikativ).
Und so habe ich mir "vorgeschrieben" dass ich mindestens einmal pro Monat in meiner Freizeit ganz bewusst etwas unternehmen muss bei dem ich mit anderen Menschen kommuniziere. Und ich habe festgestellt, dass es nützlich ist sich solche "Regeln" zu machen, denn dann kann man sich nicht an altgewohnten, liebgewonnenen Verhaltensweise "festhalten".

Liebe Grüße
Andrea
Elmos
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Re: Einsamkeit erhöht Sterberisiko
geschrieben von Elmos
als Antwort auf youngster vom 28.04.2016, 17:40:21
Hallo,

Ja liebe Olga Frauen haben wenigstens noch diese Option.


Ist das denn wirklich eine Option? Abgesehen davon, dass es sich hierbei quasi um eine Art Prostitution handelt, kann das ja auch gut ins Auge gehen. Denn vielleicht ist der 75jährige ein Ekel, der ausser seiner Rente nichts zu bieten hat und davon abgesehen dann stirbt, bevor man seine Rentenansprüche erben konnte. Das ist ein hohes Risiko, das jemand da spielt. Sein Glück gegen vielleicht geerbte eine Rente einzusetzen.


Aber was sollen die armen Männer mit einer kleinen Rente machen?


Wenn du zu solchem Mist bereit bist, such dir doch ne alte Frau mit Geld. Ich denke, das ist für Männer wie für Frauen gleichemassen möglich. Wozu das gut sein soll, und ob du wirklich deinen Lebensabend mit jemandem verbringen möchtest den du nicht leiden kannst - musst du selber wissen.


Sich eine reiche Witwe suchen? Das wird vermutlich nicht gelingen, denn welche reiche Witwe oder Singelfrau will schon einen armen Schlucker wenn er auch noch alt genug dazu ist?


Ich vermute jetzt mal einfach so: auch eine reiche Witwe wird ihre Partnerschaften nicht danach auswählen wie vermögend und alt ein Partner ist, sondern danach wie gut sie sich mit dem Menschen versteht. Alles andere wäre doch schon seltsam (siehe auch oben).

Ich habe aber noch nie gelesen, gehört oder eine Kontaktanzeige von einem armen alten Mann gesehen, der eine reiche Frau sucht.


Versuch mach kluch.

Liebe Grüße
Andrea
olga64
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Re: Einsamkeit erhöht Sterberisiko
geschrieben von olga64
als Antwort auf youngster vom 28.04.2016, 17:40:21
Ich denke, reiche ältere Witwen sind nicht interessiert an einem Durchschnitts- (Eck)-Rentner,den sie dann evtl. auch noch pflegen müssen, wenn er krank wird.
Diese Damen sind oft recht selbstbewusst und wählen sich jüngere Männer, weil sie wissen, sie bleiben länger jung, wenn es auch der Partner ist. Da gibt es dann ja noch eine Komponente in der einer Hetero-Beziehung, die man auch nicht verschweigen sollte..... Auch hier sind jüngere Männer klar im Vorteil und wenn frau schon ihr Vermögen teilen möchte, ist das auch eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung. Olga

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Elmos
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Re: Einsamkeit erhöht Sterberisiko
geschrieben von Elmos
Tja wenn das so ist, dann tuts mir schon leid für die armen, alten Männer.

Liebe Grüße
Andrea
olga64
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Re: Einsamkeit erhöht Sterberisiko
geschrieben von olga64
als Antwort auf Elmos vom 29.04.2016, 14:52:05
Diese "armen, alten MÄnner" hätte vielleicht beizeiten besser vorsorgen müssen und nicht nur finanziell, damit die Rente nicht gar so niedrig ausfällt. Vermutlich sind sie bis ins hohe Alter davon beseelt, "dass man sich, wenn es gar zu schlimm kommt, ja eine alte, reiche Witwe anlachen kann". Nur, dass Frauen sei Jahrzehnten ihre eigenen Entscheidungen fällen, haben sie nie verinnerlicht - es ist nie zu spät, jemanden für falsche Weichenstellungen zu bestrafen, wie ich finde. Olga
Elmos
Elmos
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Re: Einsamkeit erhöht Sterberisiko
geschrieben von Elmos
Hallo,

also, das finde ich, kann man niemandem anlasten, dass er wenig Rente hat. So hat der Lebensgefährte meiner Mutter sein Leben lang auf dem Bau gearbeitet (als Maurer), seit er noch sehr jung war. Und ist dann einige Jahre vor dem Rentenalter krank geworden, hat seine Arbeit verloren und die letzten Jahre vor der Rente war er arbeitslos. Dadurch hat er eine unglaublich niedrige Rente, da ja die letzten Jahre wohl sehr wichtig sind für die Berechnung. Und das ist echt ungerecht. Niemand sollte im Alter so haushalten müssen, finde ich. Und das finde ich übrigens eigentlich ganz unabhängig von der Art und der Länge der Lebensarbeitszeit. Ich finde allerdings auch, dass überhaupt niemand so darben sollte, und bin daher Anhänger des bedingungslosen Grundeinkommens:

Netzwerk Grundeinkommen

Aber ich glaube, das ist eigentlich eher nicht das Thema. Wobei es für jeden Menschen entspannend ist, sich nicht fragen zu müssen was er morgen auf den Tisch bekommt.
Und ich glaube, dass entspannte Menschen sich auch leichter tun positive Kontakte aufzubauen und damit der Einsamkeit zu entgehen.

Liebe Grüße
Andrea

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olga64
olga64
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Re: Einsamkeit erhöht Sterberisiko
geschrieben von olga64
als Antwort auf Elmos vom 29.04.2016, 15:47:45
Für die Rentenhöhe ist es entscheidend, wie lange jemand wie hohe Beiträge einbezahlte (ist abhängig vom jeweils erzielten Gehalt). Dadurch errechnen sich Rentenpunkte, die jeweils mit dem aktuellen Wert multipliziert werden und dann errechnet sich die Rentenhöhe. Jährlich erhält jeder, der in die Rentenversicherung einbezahlt, einen Kontoauszug, der die aktuelle Rentenhöhe und die fiktive bei Beibehaltung der Modalitäten aufzeigt. Dieser Bescheid wird anscheinend aber von vielen umgehend ungelesen in den Papierkorb geworfen; nur so erklärt sich das grosse Unverständnis beim aktuellen Rentenbescheid.
Rentenmindernd wirken sich ARbeitslosigkeit und bei Frauen zu langes Pausieren in bezug auf Kinder aus. Die letzten Jahre sind nicht grundsätzlich entscheidend, es sei denn, man hatte dann ein viel höheres Gehalt. Wer zu früh in Rente geht, hat zudem noch Abzüge von 0.3% monatlich, was ebenfalls die Rente reduziert.
Keinen Rentenanspruch hat man logischerweise auch für Zeit, wo sich jemand mal selbstständig machte und nicht einbezahlte. Auch bei 450.-- Euro-Jobs hat man nur Anspruch, wenn man für eine Minieinzahlung in die Rentenversicherung votierte. (Tun aber die meisten nicht).
Das alles sollte eigentlich den potentiellen Rentnern bekannt sein. Bei deren Autoversicherungen wissen die meist besser Bescheid, in welche Schadensfreiheitsklasse sie wann kommen als bei der so wichtigen Versorgungsrente im Alter. DAs habe ich nie verstanden und werde es auch nie. Olga
Bruny
Bruny
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Re: Einsamkeit erhöht Sterberisiko
geschrieben von Bruny
als Antwort auf olga64 vom 29.04.2016, 15:57:50
Olga, diese Art der Diskussion ist unfair und Ihrer auch nicht würdig, denn Sie wissen sehr wohl, dass Menschen in eine Lage kommen, die sie weder vorhersehen konnten noch zu verantworten haben.
Man kann sein Leben nur bis zu einem bestimmten Punkt planen.
Ich gebe gerne ein Beispiel, von tausenden, aus der Angestellten Welt.
Eine Frau, gutverdienend bei einem Großkonzern in München, wurde aus ihrem Arbeitsumfeld buchstäblich ins Abseits gemobbt. Krank an Leib uns Seele stand sie am Ende mit 50 Jahren vor dem buchstäblichen Nichts. 2 Jahre später bekam sie einen Minijob bei einer Poststelle. Über den lächerlichen Verdienst braucht man nicht gesondert zu reden. Ich habe diese Dame zufällig vor einem Jahr in München getroffen, gesundheitlich hat sie sich erholt, finanziell ist sie auf die Tafel angewiesen. Und solche Schicksale gibt es zu Hauf.
Menschen die im Alter ab 50 ihre Arbeit verloren haben, haben ganz schlechte Karten an ihren späteren Rentenbezügen noch etwas zu ändern. Lohnempfänger haben sogar noch eine schlechtere Ausgangsbasis.
Bruny
Re: Einsamkeit erhöht Sterberisiko
geschrieben von Morrison
Ich denke, das Gefühl von Einsamkeit hat etwas mit dem jeweiligen Menschen bzw. seinem Charakter zu tun, für den er nichts kann.

Mir ist es schon so ergangen, dass ich mich neben einem Partner einsamer gefühlt habe als ohne. Wobei ich sagen muss, ich kann sehr gut ohne jemanden leben und fühle mich dabei nicht einsam. Ich war bereits als Kind der Typ, der oft und gerne allein ist und sich dabei ungeheuer wohlfühlt. Wenn ich mag, kann ich stundenlang in den Himmel schauen und die Wolken beobachten, z.B.

Manche Menschen brauchen jemanden, der ihnen immer wieder bestätigt, dass er gebraucht wird, andere Menschen müssen das nicht haben.

Ich habe hier nur mal quergelesen.

Was sollte das Thema mit Geld zu tun haben? Sich teuer bespaßen zu lassen, um in keine sogenannte Einsamkeit zu geraten? Ich denke immer noch .... siehe Anfang ...

Lieben Gruß
Morrison
Elmos
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Re: Einsamkeit erhöht Sterberisiko
geschrieben von Elmos
als Antwort auf Morrison vom 29.04.2016, 17:02:36
Hallo,

ich glaube auch nicht, dass einen Geld vor Einsamkeit schützen kann - das wollte ich nicht behauptet haben.

Aber ich glaube es könnte schon sein, dass eine (finanziell) gesicherte Existenz einen entspannter und optimistischer an sein Leben herangehen lässt - und man so viel einfacher und entspannter und optimistischer an andere Menschen heran treten kann, so dass es einfacher fällt seiner Einsamkeit entgegen zu treten.

Liebe Grüße
Andrea

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