Forum Gesundheit und Fitness Gesundheit Keine Angst vor dem Defibrillator!

Gesundheit Keine Angst vor dem Defibrillator!

karl
karl
Administrator

Re: Keine Angst vor dem Defibrillator!
geschrieben von karl
als Antwort auf eko † vom 29.09.2010, 09:32:15
Beurteilen kann ich es nicht, aber mein Verstand sagt mir, dass das nicht viele sein können, wenn überhaupt.
geschrieben von eko
Lieber eko,
ist das nicht ein Widerspruch?

Ich finde der Hinweis, dass jeder mit Herzschrittmacher sich kundig machen sollte, wie sein Gerät reagieren würde, sinnvoll. Auf jeden Fall würde ich meinen Arzt fragen, Karl
Re: Keine Angst vor dem Defibrillator!
geschrieben von caya
Ich habe von so einem Defibrilli vorher noch nie gehört und schon gar nicht, dass sie an markanten Stellen für den Notfall hängen sollen.

So könnte ich so ein Ding auch gar nicht erkennen, wenn mal Not am Mann bzw. an der Frau sein sollte viel weniger bedienen.
Bei einem akuten Notfall vorher die Gebrauchsanweisung zu studieren ist doch auch ein Unding.

DASS es das gibt finde ich großartig, aber wäre nicht ein wenig mehr Information und Aufklärung notwendig?

Hab ich das bisher immer überlesen???
Das macht mich schon ziemlich nachdenklich.

Mit dem Herzen ist nicht zu spaßen, da kommt es oft auf Sekunden an, daher würde ich große Aufklärungskampagnen über dieses Gerät, z.B. von der Deutschen Herzstiftung, sehr begrüßen.

Caya

Urego
Urego
Mitglied

Re: Keine Angst vor dem Defibrillator!
geschrieben von Urego
als Antwort auf caya vom 29.09.2010, 10:14:32

Hallo Caya,

das ist das Ding, was sie am Schluß eines Filmes nehmen, wenn es brenzlich geworden ist. Dann liegt da einer auf einem Tisch, der schon tot ist. Endlich kommt der Held, zieht sich zwei Handschuhe mit eingebauten elektrischen Leitungen an und drückt mit aller Kraft auf die Brust des Toten. Der fliegt dann in die Luft und wieder runter. Danach ist er wieder lebendig. Haste verstanden?

Urego

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eko †
eko †
Mitglied

Re: Keine Angst vor dem Defibrillator!
geschrieben von eko †
als Antwort auf karl vom 29.09.2010, 10:01:31
Beurteilen kann ich es nicht, aber mein Verstand sagt mir, dass das nicht viele sein können, wenn überhaupt.
geschrieben von karl
Lieber eko,
ist das nicht ein Widerspruch?

Ich finde der Hinweis, dass jeder mit Herzschrittmacher sich kundig machen sollte, wie sein Gerät reagieren würde, sinnvoll. Auf jeden Fall würde ich meinen Arzt fragen, Karl
geschrieben von eko



Aber Karl????

Habe ich etwas dagegen geschrieben, dass man sich bei seinem Arzt erkundigen soll?

Ich sehe nur eine Diskrepanz zwischen der Tatsache, dass Defibrillatoren an markanten Stellen aufgehängt wurden, um Leben zu retten und dem Hinweis von cathalina, wonach bei manchen Menschen der Einsatz eines solchen Gerätes tödlich sein könnte.

Wenn ich darüber nun laut nachgedacht habe, wieviele Menschen das wohl sein mögen, bei denen der Defi tödlich sein kann und bei welchen nicht, dann habe ich halt meinen Eindruck wiedergegeben, wonach die tatsächliche Anzahl derjenigen, die nicht behandelt werden dürfen, sicher nicht allzu groß sein wird und deshalb das Gerät dennoch seinen ihm zugedachten Nutzen erbringen kann.

Ich finde, dass da jeder selbst sich darum kümmern muss, ob sein Herzschrittmacher geeignet ist oder nicht. Was man dann in der realen Situation als Helfer nun machen soll, ist mir auch ein Rätsel. Ob ein einspringender Helfer in diesem Augenblick, wo es ja auf Sekunden ankommt, sich erst noch versichern soll, ob er/sie das Gerät ansetzen soll oder nicht, das ist dann doch die Frage. Und darauf habe ich keine Antwort.

Zum Thema sich selbst drum kümmern: Ich bin Marcumarpatient (lebenslang!). Als ich noch mit dem Auto fuhr, hatte ich zwei große Hinweise im Auto angebracht, dass ich das bin, denn bei einem Unfall ist die Gefahr des Verblutens dann schnell gegeben. Nach diesem schrecklichen Busunfall überlege ich mir, wie ich einen Hinweis bei mir tragen könnte, um das den Helfern bekannt zu machen.


e k o

Cathalina
Cathalina
Mitglied

Re: Keine Angst vor dem Defibrillator!
geschrieben von Cathalina
als Antwort auf eko † vom 29.09.2010, 13:13:06
Wie soll ein Laie erkennen das er einen Schrittmacherpatienten vor sich hat? Es gibt schließlich auch Schrittmacher ohne und mit eingebauten Defibrillator und nur implantierte Defibrillatoren. Letztere bekommen Menschen die unter massiven Herzrhythmusstörungen leiden.

Wie stellt ein Laie fest ob ein Herzstillstand vorliegt oder nicht? Wer kann als Laie den Puls am Handgelenk oder an der Halsschlagader feststellen? Angenommen da kippt jemand um der einen Herzschrittmacher mit Defibrillator hat und nun kommt ein Ersthelfer, der von nichts eine Ahnung hat und davon auch noch jede Menge, daher und schnappt sich so einen Defibrillator, weil er der Meinung ist hier kann nur noch so ein Gerät helfen und setzt das ein. Der Hilflose bekommt gleich doppelte elektrische Impulse ins Herz gejagt. Einmal von seinem implantierten Defi und einmal vom Laiendefi. Ob der das überlebt? Kann ich mir schlecht vorstellen.

Ein Rettungssanitäter oder ein Arzt sieht gleich ob er einen Schrittmacherpatienten vor sich hat und wird sofort schauen wo der seinen Ausweis hat um sich zu informieren was für ein Gerät da im Körper arbeitet. Und wenn es ganz schnell gehen soll, wird der Notarzt die Spritze aufziehen und den Wirkstoff direkt ins Herz spritzen. Er wird aber nicht den Defi einsetzen ohne sich vorher über das implantierte Gerät kundig gemacht zu haben.

Von daher halte ich solche Laiendefibrillatoren für den größten Humbug.

Cath
kirk
kirk
Mitglied

Re: Keine Angst vor dem Defibrillator!
geschrieben von kirk
als Antwort auf Cathalina vom 01.10.2010, 05:37:55
So ein "Laiendefibrillator" ist etwas mehr als nur ein Defibrillator.
Die Konstrukteure haben sich natürlich auch etwas mehr dabei gedacht.
Wenn so ein Gerät an einem Patienten angeschlossen und ausgelöst wird, wird noch lange kein Stromstoss ausgelöst.
Das ebenfalls integrierte EKG prüft zuerst einmal ob überhaupt eine solche Behandlung nötig ist und erst dann wenn dieses Gerät aufgrund seiner Messung die Notwendigkeit erkennt, wird der Defi aktiv.
Die Entscheidung wird also nicht durch einen medizinischen Laien getroffen, sondern durch die Zustandsdaten des Patienten.

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Cathalina
Cathalina
Mitglied

Re: Keine Angst vor dem Defibrillator!
geschrieben von Cathalina
als Antwort auf kirk vom 01.10.2010, 08:54:51
So ein "Laiendefibrillator" ist etwas mehr als nur ein Defibrillator.
Die Konstrukteure haben sich natürlich auch etwas mehr dabei gedacht.
Wenn so ein Gerät an einem Patienten angeschlossen und ausgelöst wird, wird noch lange kein Stromstoss ausgelöst.
Das ebenfalls integrierte EKG prüft zuerst einmal ob überhaupt eine solche Behandlung nötig ist und erst dann wenn dieses Gerät aufgrund seiner Messung die Notwendigkeit erkennt, wird der Defi aktiv.
Die Entscheidung wird also nicht durch einen medizinischen Laien getroffen, sondern durch die Zustandsdaten des Patienten.
geschrieben von kirk


Hervorhebung von mir vorgenommen.

Kennst Du den Unterschied zwischen einem normalen EKG und einem EKG für Herzschrittmacherpatienten? Höchstwahrscheinlich nicht, denn sonst hättest Du das nicht geschrieben. Wird bei einem Schrittmacherpatienten ein normales EKG durchgeführt, wird dieses immer anzeigen das sofortige Hilfe notwendig ist. Den bei einem Schrittmacherpatienten sind eine ganze Menge mehr Messelektroden notwendig um eine richtige Anzeige zu bekommen. Sollte es sich bei dem Patienten auch noch um einen stark behaarten Mann handeln, müsste er auch vorher erst mal rasiert werden um ein anständiges EKG zu bekommen. Das alles soll also so ein Laiengerät schaffen? Da habe ich aber so meine Bedenken. Frage mal Deinen Arzt, wenn er denn Internist ist oder eine Ausbildung zum Rettungsarzt hat, nach den Unterschieden beim EKG für normale und Schrittmacher Patienten.

Cath
kirk
kirk
Mitglied

Re: Keine Angst vor dem Defibrillator!
geschrieben von kirk
als Antwort auf Cathalina vom 01.10.2010, 13:08:25
Wieso sollte ich das nicht schreiben?
Diese Defibrillatoren sind nun mal so aufgebaut. Daran wirst du auch nichts ändern.
Ich habe nichts von Herzschrittmachern geschrieben sondern lediglich, wie diese Notfall-Defibrillatoren funktionieren.
Inwieweit ein Herzschrittmacher Patient einen Schaden erleidet bei einer Behandlung mit so einem Gerät weiss ich nicht und habe ich auch nie vorgegeben zu wissen.
Urego
Urego
Mitglied

Re: Keine Angst vor dem Defibrillator!
geschrieben von Urego

Da weist ein gutmeinendes Mitglied unseres ST daraufhin, daß die Apparatemedizin wieder etwas Neues hat, um uns im Notfall zu helfen. Was tun wir? Die Angelegenheit wird zu Tode diskutiert und gestritten wird auch.
Dabei ist die Sache eh egal, denn bei einer möglichen Anwendung ist man nicht mehr ansprechbar.
Also, zurüch zum Anfangsanliegen: Niemand muß Angst haben!

Urego
Cathalina
Cathalina
Mitglied

Re: Keine Angst vor dem Defibrillator!
geschrieben von Cathalina
als Antwort auf Urego vom 01.10.2010, 22:17:54
Dabei ist die Sache eh egal, denn bei einer möglichen Anwendung ist man nicht mehr ansprechbar.
Also, zurüch zum Anfangsanliegen: Niemand muß Angst haben!


Genau und der eine oder andere wird anschließend toter als tot sein. Ich habe übrigens an die Redaktion von Onmega geschrieben und um Aufklärung gebeten. Das einzige was ich bisher bekam war eine Eingangsbestätigung meiner Mail. Das ist jetzt 3 Tage her. Vielleicht kommt ja noch etwas, schließlich gehört das Portal zum Axel Springer Verlag und da sitzen lauter Fachjournalisten um Fragen zu beantworten.....

Cath

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