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Gesundheit Letzte Hoffnung Kuba ?

old_go
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Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von old_go
als Antwort auf bukamary vom 19.09.2014, 13:13:51
Jetzt, wo in den Blick kommt, dass sich Ebola vielleicht doch für uns zu einer Bedrohung werden könnte, bewegt sich etwas. Dann ist das Interesse uns selbst zu schützen, zwangsläufig im Vordergrund, weniger den Betroffenen zu helfen.

Humanität und Menschenrechte werden mit Füssen getreten.

bukamary


Traurig,aber leider allzu wahr,was du schreibst,bukamary!!

In mir altem Menschen ist so eine grenzenlose Wut,
daß nicht sehr viel früher den Menschen in Afrika sinnvolle ärztliche Hilfe und andere Maßnahmen zuteil wurden!

Welches Gesangbuch hat doch gleich unsere Kanzlerin und viele der anderen Regierungsmitglieder?

Ach,ja,ich vergaß:

es geschieht ja alles im Namen des Herrn.........

Gudrun
bukamary
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Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von bukamary
Ebola ist bei der UNO angekommen. Gerade gehört:

"Ebola ist eine Gefahr für den Weltfrieden"!

bukamary
Edita
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Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von Edita
als Antwort auf bukamary vom 19.09.2014, 16:07:33
Dorf-Mob tötet aus Panik sieben Ebola-Helfer

UN warnt: Ebola könnte die Welt ins Chaos stürzen

Wir werden Zeuge der schlimmsten Katastrophe, die die Welt je gesehen hat, und alles nur aus wirtschaftlichen Interessen, aber nun trifft wohl genau das ein, was man so nicht für möglich hielt!

Edita

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bukamary
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Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von bukamary
als Antwort auf Edita vom 19.09.2014, 16:22:13
Wir werden Zeuge der schlimmsten Katastrophe, die die Welt je gesehen hat, und alles nur aus wirtschaftlichen Interessen, aber nun trifft wohl genau das ein, was man so nicht für möglich hielt!


Doch Edita, es wurde von Leuten die Ahnung haben gesehen, die haben auch laut aufgeschrien. Nur die Entscheidungsträger haben das Problem beiseite geschoben, auch aus den von Dir genannten Gründen.Und das ist der eigentliche Skandal. Und jetzt verfällt man in Aktionismus.

bukamary
Edita
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Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von Edita
als Antwort auf bukamary vom 19.09.2014, 16:35:58
Klar bukamary, ich habe ja vorher schon etliche Warnungen und Links, auch von Ärzte ohne Grenzen, die vor diesem Ausmaß der Katastrophe eindringlichst gewarnt haben, eingestellt, nur unsere bornierten und ignoranten Politiker ließ das alles kalt!

Edita

Nachtrag : Bei solchen Fehlleistungen müßte man die ganze Mischpoke sofort abwählen können!
bukamary
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Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von bukamary
als Antwort auf Edita vom 19.09.2014, 16:43:15
Die US-Botschafterin Samantha Power bezeichnet die bislang unzureichende Zusammenarbeit als einer der Hauptgründe für die dramatische Verbreitung der Epidemie.

Die Bundesregierung weist die Kritik der "Ärzte ohne Grenzen" zurück. Man habe lt. Reg.Sprecher seit dem Frühjahr ein "breites Angebot" gemacht.Toll, wenn man technisches Equipment hinschickt und niemand kann damit umgehen. Jetzt prüfe man weitere personelle und materielle Unterstützung.

Nicht nur dass das was an medizinischer Versorgung bisher vorhanden war zusammengebrochen ist, es fehlt auch an Nahrung und was sonst noch zum Leben notwendig ist.Und die vergleichsweise Wenigen, die sinnvolle Hilfe leisten könnten und die Kohlen aus dem Feuer holen werden durch die Arroganz, das Machtgehabe und die Profitgier der Mächtigen und Entscheidungsträger zunehmend zur Hilflosigkeit verdammt. Wen wundert es da noch, dass die Betroffenen entsprechend wütend werden und auch die Helfer angreifen.
Nichts als pure Verzweiflung.

Das klingt hoffentlich nicht nur in meinen Ohren wie Hohn. Das ist schon blanker Zyniymus.

bukamary

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Edita
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Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von Edita
als Antwort auf bukamary vom 19.09.2014, 18:08:22
Ich habe gestern in Stuttgart per Zufall, ich fragte ihn um 2 Plätze an seinem Tisch auf einer Cafehausterrasse, einen Gynäkologen und Geburtshelfer kennengelernt, zuerst dachte ich, was für ein Geck, liegt 24 Std. im Solarium, so braun war er, aber dann kamen wir, natürlich durch Mausi, ins Gespräch und irgendwann stellte sich das heraus! Er erzählte mir, daß er im letzten Jahr seine Praxis und seine Belegbetten an eine jüngere Kollegin abgegeben hatte und irgendwann, seine 3 Kinder sind ja auch schon aus dem Haus, in eine Sinnkriese verfiel, nach reiflicher Überlegung schloß er sich der Organisation German Docters an, und ließ sich, nach einer mehrwöchigen intensiven Vorbereitungszeit für Afrika, in seinem Falle Sierra Leone, einteilen!
Das war vor 4 Monaten, und er erzählte mir auch von den zusätzlichen Schwierigkeiten, mit denen die Helfer und Unterstützer zu kämpfen haben, und die Einheimischen das aber ausbaden müssen, so hat z.B. die Organisation ins Hauptquartier der German Docters in SIerra Leone einen ganzen Eisenbahnwaggon mit medizinischen Gerätschaften und medizinischen Materialien verschickt, der ist dort auch angekommen, aber am nächsten Tag war er wieder weg, gestohlen und nie wieder gesehen! Er selber, der Herr Pfeiffer, hat als Willkommensgeschenk ein Paket mit medizinische Artikeln für Chirurgen mitgebracht, es wurde erst mal beiseite gestellt, und 2 Std. später war das auch weg, er sagt, fast genau so schlimm wie die verheerenden Epidemien dort sind Mißwirtschaft und Korruption, man darf in Afrika nicht einfach nur so spenden, man muß das, was man geben möchte, dem Hilfesuchenden direkt in die Hände geben, und die großen Spenden be-und überwachen lassen!
Mein Gott, 2 Std. vergingen wie im Flug, so spannend war, was der Mann zu erzählen hatte, die Stuttgarter Zeitung hat auch einen sehr gekürtzten Bericht seines Aufenthaltes in Sierra Leone gebracht; ich verlinke es:


Edita
olga64
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Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von olga64
als Antwort auf Edita vom 19.09.2014, 16:43:15
n
nur unsere bornierten und ignoranten Politiker ließ das alles kalt!

Edita


Ist das jetzt wieder eine willkommene Gelegenheit, auf deutsche Politiker einzuschlagen und zu fordern,dass diese abgewählt werden? Wer sollte abgewählt werden - und wer hat Schuld?
Ist diese Epidemie nicht eine Weltangelegenheit und damit Sache der UNO und der WHO? Bis in diesen Riesenorganisationen effiziente Hilfsprogramme anlaufen,dauert es leider seine Zeit, zumal bei einer Seuche, für die es praktisch noch kein Gegenmittel gibt.
Oder sollten unsere Kanzlerin, der Aussenminister und evtl. noch die Verteidigungsministerin im Alleingang Ärzte,Krankenschwestern und auch Soldaten per Dekret bestimmen und diese zwingen, dorthin zu fahren? Wie würde eine solche Hilfe wohl aussehen - abgesehen davon, dass sie nicht möglich wäre.
Auch beim grössten Zorn wäre es sinnvoll, sachlich zu bleiben - alles andere hilft nämlich auch nicht. Olga
Edita
Edita
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Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von Edita
als Antwort auf olga64 vom 22.09.2014, 15:21:36
nur unsere bornierten und ignoranten Politiker ließ das alles kalt!
Edita

Olga

Luja sog i !

Liebe Olga,
Sie wissen, daß ich Ihr meist allumfassendes Wissen sehr schätze, aber Ihre Kritik a.o.Zitat und das als " einschlagen " und Aufforderung zur Abwahl auszulegen, lehne ich entschieden ab, weil das nur eine Vermutung Ihrerseits ist, die wiederum daraus resultiert, daß Sie hier keine einschlägigen Informationen zur Verfügung haben, darum nehme ich Ihnen das nicht übel!
Diese Epidemie ist jetzt.......nach 10 Monaten......freilich eine
" Weltangelegenheit " geworden, nicht nur der reichen Industrieländer, sondern aller Länder, auch der ärmsten " Entwicklungsländer "!
Was unser Land betrifft, so kann ich Ihnen sagen, daß alle deutschen Hilfsorganisationen seit Monaten eindringliche Hilferufe und Warnungen, wenn nicht sofort dagegen angegangen wird, vor unkontrollierter Ausbreitung der Seuche, an unsere Regierung gerichtet haben, und..........nichts ist geschehen!
Ein Katastrophenschutz muß nicht monatelang anlaufen, dann taugt er nichts, dann ist es nur ein Feierlesverein mit Abschreibungskomponente!
Daß jetzt.......für die betroffenen und im Stich gelassenen Menschen dort nach endlos langen Monaten, die Sache für alle Helfer gefährlich und brenzelig wird, ist auch dem " Aussitzen " unserer Politiker geschuldet, jetzt muß man nämlich nicht nur die Ansteckungsgefahr fürchten, sondern auch noch die nackte und brachiale Gewalt von verzeifelten Menschen!
Jawoll, unsere Regierung wollte das Thema nichts weiter als aussitzen, und haben sich mit den übrigen auch nichtstuenden Industrieländern, schuldig gemacht, wenn Ebola nicht mehr zu stoppen ist und wirklich die gesamte Welt bedroht!

Edita
bukamary
bukamary
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Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von bukamary
als Antwort auf Edita vom 22.09.2014, 17:04:28
Ein Katastrophenschutz muß nicht monatelang anlaufen, dann taugt er nichts, dann ist es nur ein Feierlesverein mit Abschreibungskomponente!
Daß jetzt.......für die betroffenen und im Stich gelassenen Menschen dort nach endlos langen Monaten, die Sache für alle Helfer gefährlich und brenzelig wird, ist auch dem " Aussitzen " unserer Politiker geschuldet, jetzt muß man nämlich nicht nur die Ansteckungsgefahr fürchten, sondern auch noch die nackte und brachiale Gewalt von verzeifelten Menschen!
Jawoll, unsere Regierung wollte das Thema nichts weiter als aussitzen, und haben sich mit den übrigen auch nichtstuenden Industrieländern, schuldig gemacht, wenn Ebola nicht mehr zu stoppen ist und wirklich die gesamte Welt bedroht!


Ja Edita, das sehe ich genau so.
Und Herr Steinmeier weist die Vorwürfe mit der Erklärung zurück, dass wir derzeit mit mehreren gleichzeitig stattfindenen humanitären Großkonflikten zu tun haben. Und verkündet dann noch stolz: "Deutschland ist Motor"

Der Aufwand, der jetzt betrieben werden muss und keineswegs nur materiell, um die Epidemie in den Griff zu bekommen, ist um ein vielfaches höher, wie wenn man diese gleich von anfang an mit der gebotenen Dringlichkeit ernst genommen hätte. Ganz zu schweigen von dem unnötigen Leid den man den Betroffenen Menschen zugefügt hat. Zusätzlich hat man den Helfern vor Ort unnötig gefährdet und es wurde auch in Kauf genommen, dass weitere Probleme verschärft wurden.

bukamary

Vorwurf der Untätigkeit

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