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Gesundheit Vorsicht mit Alufolie in der Küche - doch Zusammenhang mit Alzheimer?

geli
geli
Mitglied

Re: Vorsicht mit Alufolie in der Küche - doch Zusammenhang mit Alzheimer?
geschrieben von geli
als Antwort auf mart1 vom 15.03.2013, 00:14:58

Auch Wikipedia enthält Fehler.


Ja, das kommt öfter vor!

Normalerweise befrage ich auch mehrere Quellen - war diesmal wohl zu "faul" dazu
Re: Vorsicht mit Alufolie in der Küche - doch Zusammenhang mit Alzheimer?
geschrieben von mart1
als Antwort auf geli vom 15.03.2013, 05:59:23
Die allermeisten Quellen im Internet haben den identischen (abgeschriebenen ?) Fehler.


LG mart
walter4
walter4
Mitglied

Re: Vorsicht mit Alufolie in der Küche - doch Zusammenhang mit Alzheimer?
geschrieben von walter4
In dem Wikipedia-Artikel habe ich noch eine interessante Stelle gefunden:
In Lebensmitteln

Die meisten Lebensmittel enthalten als Spurenelemente auch Aluminium.[32] Gemüse enthält gewöhnlich 100 bis 400 mg/kg Aluminium, so kommt es je nach Ernährungsgewohnheiten zu einer täglichen Aufnahme von 2 bis 160 Milligramm. Beim Kochen oder Aufbewahren in Aluminiumgeschirr oder in Alufolie kann es (außer bei sauren Lebensmitteln) nur zu einer mittleren Zunahme von 5 bis 30 mg/kg kommen, was als unbedenklich eingestuft wird (Stand 2010).

Aluminiumsilikat ist Bestandteil der Lebensmittelfarbe E 173, findet in feinen Backwaren Verwendung und ist in Backpulver, Schmelzkäse, sowie sauer eingelegten Gemüsekonserven enthalten und gegen Verklumpen in Kaffeeweißern, Speisesalz und Gewürzen.[33]

Aluminiumhaltige Effekt-Pigmente werden als Nagellack, bei Überzügen von Zuckerwaren und zur Dekoration von Kuchen verwendet.

Bei der Untersuchung von Laugengebäck (Brezeln, Stangen, Brötchen) aus Bäckereien wurde Aluminium nachgewiesen, das in das Lebensmittel gelangt, wenn bei der Herstellung von Laugengebäck Aluminiumbleche verwendet werden.[34]
geschrieben von Wikipedia


Es scheint also so zu sein, daß wir Aluminium überhaupt nicht ausweichen können und das meiste wohl unbeschadet ausscheiden. Andererseits wurde in den Gehirnen der Alzheimerpatienten ein erhöhter Anteil an Aluminium gefunden. Die bange Frage, die leider noch nicht ansatzweise geklärt zu sein scheint ist: Unter welchen Umständen kommt das allgegenwärtige Aluminium ins Gehirn ? Hier wäre ein erhöhter Forschungsbedarf vonnöten. Aber wer bezahlt das? Der Staat gibt für medizinische Forschung fast kein Geld mehr aus und überläßt das meiste Forschen den Pharmakonzernen - aber was hätten diese sehr gewinnorientierten Firmen schon davon, wenn sie uns vor Krankheiten bewahren ? Nichts, das Gegenteil ist leider der Fall. Sie verdienen an unseren Krankheiten.

In dem arte-Film stellte eine Krebsforscherin einen Zusammenhang zwischen Deos und Brustkrebs her. Die aufgenommenen Aluminiumionen wandern offenbar in die Brust. Ein Alzheimer-Patient hatte 25 Jahre lang alu-haltige Magenmittel eingenommen - ebenso ein offensichtlicher Zusammenhang. Offenbar ist es also falsch, Aluminium in größeren Mengen zuzuführen, aber wo ist die Grenze ?

Ich habe ein etwas mulmiges Gefühl dabei mir vorzustellen, ich konsumiere etwas wovon ich später Alzheimer bekomme, könnte aber leicht darauf verzichten, wenn ich es wüßte....

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Re: Vorsicht mit Alufolie in der Küche - doch Zusammenhang mit Alzheimer?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf mart1 vom 15.03.2013, 00:14:58
Der Siede- und Schmelzpunkt sind nicht das Problem: Der Siedepunkt ist zwar beim Zinn (2270°C) wesentlich höher als beim Zink (907°C), dafür schmilzt Zink erst bei 420°C, während das beim Zinn bereits bei 232°C geschieht. Diese Temperaturen werden aber auch beim Sterilisieren von Konserven bei weitem nicht erreicht.
Zink wird durch Säuren in Lebensmitteln eher angegriffen als Zinn, gelangt damit in größeren Mengen ins Lebensmittel und ist dann gesundheitsschädlich (wie mart1 ja bereits ausgeführt hat). Deshalb verwendet man zur Innenbeschichtung von Konservendosen Zinn, das in der Reinform (anorganisches Zinn) als ungiftig gilt. Es ist zwar sehr dehnbar, aber recht weich, weshalb eine Zinnbeschichtung in eingedrückten Dosen, bes., wenn diese scharfkantig erfolgt ist, oft beschädigt und der Korrosionsschutz der Unterlage nicht mehr gegeben ist.
Verzinkt werden andere Gebrauchsgegenstände wie z.B. Zäune, da Zink härter und billiger als Zinn ist.
Das von mir nur zur Ergänzung.
Gute Lebensmitteldosen- Qualitäten sind heute meist innen mit Lacken bzw. Kunststoffen beschichtet.(Wobei ich mich frage, ob die davon herausdiffundierenden chem. Verbindungen nicht unsympathischere Folgen haben als das sich klarerweise auch lösende Zinn.)

Das, liebe mart1, fragst du dich leider völlig zu Recht. In vielen Kunststoffen steckt Bisphenol A, so auch in Kunststoffbeschichtungen von Dosen, manchen Aludeckeln etc.. Bisphenol A ist ein Weichmacher und hat u.a. östrogene Wirkung, deren Folgen im Organismus wirklich nur 'unsympathisch' sind. Ich habe dazu mal einen eigenen thread begonnen.
Re: Vorsicht mit Alufolie in der Küche - doch Zusammenhang mit Alzheimer?
geschrieben von mart1
als Antwort auf vom 15.03.2013, 21:02:55
Liebe Vega, ich sprach ja nicht von den Schmelz-und Siedepunkten, sondern von der Löslichkeit der Metalle bei den gegebenen ph-Werten und Temperaturen beim Sterilisieren.

Lg mart
Re: Vorsicht mit Alufolie in der Küche - doch Zusammenhang mit Alzheimer?
geschrieben von mart1
als Antwort auf karl vom 10.03.2013, 21:26:35
Näheres zum Ferritin[/url]

...Bei gesunden Probanden stellt Eisen mit bis zu 4500 Atomen in einem Fer­ritinmolekül etwa 75% aller darin enthaltenen Metallatome, wie die MS-Mes­sungen von De Sole ergeben haben. Im Ferritin von Alzheimer-Patienten dominiert jedoch Aluminium mit 62% – das ist das Siebenfache des Durchschnittswerts von Gesunden.

[u]Nun stellt sich die Frage nach der Ursache: Führt die erhöhte Exposition gegenüber Aluminium zur Akkumulation, oder liegt hier eine Fehlsteuerung vor? 

Quelle: De Sole P, et al. Possible relationship between Al/ferritin complex and Alzheimer’s disease. Clin Biochem 2013;46:89 – 93.

geschrieben von Dr. Wolfgang Caesar

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olga64
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Re: Vorsicht mit Alufolie in der Küche - doch Zusammenhang mit Alzheimer?
geschrieben von olga64
als Antwort auf vom 15.03.2013, 21:02:55
zitDas, liebe mart1, fragst du dich leider völlig zu Recht. In vielen Kunststoffen steckt Bisphenol A, so auch in Kunststoffbeschichtungen von Dosen, manchen Aludeckeln etc.. Bisphenol A ist ein Weichmacher und hat u.a. östrogene Wirkung, deren Folgen im Organismus wirklich nur 'unsympathisch' sind. Ich habe dazu mal einen eigenen thread begonnen.
geschrieben von vega
[/quote]

Bisphenol A und auch andere Weichmacher sind eine neverending-story. Verbote können nur auf EU-BAsis erfolgen (weltweit wäre eine Durchsetzung sowieso nicht möglich) Sonst wäre das alte Lied: Deutschland verbietet und importierte Ware enthält diese WEichmacher trotzdem (unterhalb irgendwelcher Deklarationsgrenzen)
Ich wunderte mich schon zu Zeiten des viel gescholtenen Reach (Auflistung und Eliminierung gefährlicher Chemikalien ab einer bestimmten Konzentration), dass hier nicht mehr passiert ist. Jetzt gibt es ja wieder einen neuen Anlauf in der VErbotsdiskussion (damit meine ich natürlich nicht dieses Forum - das würde ja nichts bringen). Olga
Re: Vorsicht mit Alufolie in der Küche - doch Zusammenhang mit Alzheimer?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf mart1 vom 16.03.2013, 10:15:06
...ich sprach … von der Löslichkeit der Metalle …
Zink löst sich bereits in schwach sauren Lösungen.

Diese Aussage stimmt nicht: Es löst sich nicht (dann ginge metallisches Zink in Lösung), sondern es reagiert in sauren oder basischen wässrigen Lösungen zu Zinksalzen, die dann in Lösung gehen.
Aber anscheinend meintest du das, entschuldige, wenn ich dich missverstanden habe.
Re: Vorsicht mit Alufolie in der Küche - doch Zusammenhang mit Alzheimer?
geschrieben von mart1
als Antwort auf vom 20.03.2013, 12:23:23
No, na, net .... natürlich löst sich das Metall in der Lösung unter Bildung von Salzen; aber auch diese sind je nach Salz dissoziiert, sodaß einfach Metallionen herumschwimmen.... und diese schmecken gar nicht gut.
Re: Vorsicht mit Alufolie in der Küche - doch Zusammenhang mit Alzheimer?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf mart1 vom 20.03.2013, 18:36:23
Ich wollte in diesem thread eigentlich nicht so lange über die chemischen Eigenschaften von Metallen diskutieren, aber : Metalle lösen sich definitiv nicht in wässrigen Lösungen (Lösung heißt, dass alle Ausgangsstoffe in Reinform vorliegen. Im Falle eines Metalls wäre das ein Metall-Atom und kein -Ion)! Metalle lösen sich in anderen Metallen, das nennt man dann Legierung.
Unedle Metalle wie Zink reagieren (der Laie sagt: Sie werden angegriffen) mit Säuren oder Laugen zu Salzen, die sich dann wiederum im Medium lösen. Man hat also in diesem von dir angesprochenen Fall eine Zinksalz- und keine Zinklösung.

Du bist möglicherweise durch Wikipedia zu deiner Aussage verleitet worden:
Zink löst sich in Säuren unter Bildung von Zink(II)-Salzen und in Laugen unter Bildung von Zinkaten
geschrieben von Wikipedia

Dieser Satz lässt aber jedem, der in der Chemie einigermaßen bewandert ist, die Haare zu Berge stehen (s.o.).

Übrigens schmecken Zinksalze meist bitter. Der metallische Geschmack im Mund, der bei einer Zinkvergiftung auftritt, kommt eher von den davon hervorgerufenen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich (auch z.B. Schwangere oder Reflux-Patienten haben häufig einen metallischen Geschmack im Mund; er kommt bei einigen Vergiftungen vor, z.B. auch bei einer Selenvergiftung).

Kannst du das so annehmen, mart1?

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