Forum Kommentare zu den Artikeln der Blogger Gruppenbeitraege Industriedenkmäler - Industriekultur

Gruppenbeitraege Industriedenkmäler - Industriekultur

anjeli
anjeli
Mitglied

Meli, ich habe heute morgen einen Bericht auf WDR gesehen
geschrieben von anjeli
dort kam noch mal der damals 20jährige Adolf Herbst zu Wort... sein Foto ging auch um die Welt... es zeigt ihn nach der Rettung in inniger Umarmung mit seiner Freundin.

Seine Freundin und er haben geheiratet und feiern nächstes Jahr Goldhochzeit.

Ich habe damals auch die Berichterstattung verfolgt.

Gut war, dass einige alte erfahrene Bergleute nicht aufgegeben haben... als die Rettungsmaßnahmen eingestellt wurden.
Sie lagen genau richtig mit dem "Alten Mann", in dem sich die Geretteten geflüchtet haben.

anjeli
anjeli
anjeli
Mitglied

Letztes Jahr habe ich auf WDR ein Interview von Adolf Herbst gesehen
geschrieben von anjeli
ich war so erschüttert... was er erzählte...

Adolf Herbst hatte schon eine Doppelschicht hinter sich, wollte auffahren als sich das Unglück ereignete.
Am nächsten wollte er Verlobung feiern.

Adolf hielt sich an eine Gruppe Bergleute, die gerade erst eingefahren sind. Das war sein Glück im Nachhinein betrachtet. Er war kein Bergmann und wusste gar nicht, was er machen sollte.

Die Gruppe der Bergleute kämpfte gegen Wasser- und Schlammmassen an und konnte sich zunächst ein mal in den Alten Mann retten.

Planet Wissen/Adolf Herbst

Ich kann mich auch noch an den Film "Das Wunder von Lengede" erinnern mit Jan Josef Liefers. Das war damals, als der Film im Fernsehen gezeigt wurde, sehr erschütternd und dramatisch.

anjeli
Ich habe mal gesucht
geschrieben von meli
und bin fündig geworden, allerdings nur mit dem 2. Teil.



Meli

Anzeige

anjeli
anjeli
Mitglied

Meli... ich habe mir doch tatsächlich Teil 2 nochmal angesehen
geschrieben von anjeli
was für mich auch tragisch war... ist... dass der 20jährige Adolf Herbst zum aller ersten mal in eine Grube eingefahren ist... und dann sofort verunglückt ist...

Auch im Ort erinnert nicht mehr viel an die ehemalige Bergarbeiterstadt und an das Unglück... der Klärteich ist jetzt ein Biotop und das Gelände drum herum bietet vielen Tieren und Pflanzen Schutz vor Ausrottung...

anjeli
Liebe anjeli,
geschrieben von meli
es ist wohl Schicksal, wenn so etwas passiert.
Niemand konnte ahnen, dass dieser Schacht an jenem Tag so grauenhaft absäuft mit all den Folgen.
Bermann sein hieß und heißt immer noch, sehr gefahrvoll zu leben, auch wenn uns überall ein Unglück geschehen kann.

Es ist gut, wenn das Umfeld des Geschehens verändert ist. Ein solches Biotop gab und gibt vielleicht den Betroffenen auch eine Stätte des Gedenkens für all diejenigen, die unten geblieben sind.

LG Meli
anjeli
anjeli
Mitglied

Schon wieder ist ein Zeitzeuge nicht mehr da
geschrieben von anjeli
der Förderturm von Schlägel & Eisen, Schacht 7 wurde heute am 30.10.13 gegen 12.00 Uhr entfernt. Der Förderturm ist aus dem Jahre 1937.



Der 45 Meter hohe Turm, der ganz einsam auf dem Zechengelände stand wurde einfach wie ein Baum gefällt. Alle Zechengebäude wurden abgerissen, um Platz zu schaffen für einen Neubeginn mit Gewerbebetrieben und viel Grün.

Eine Landmarke, ein Stück Geschichte des Kohlenpotts, ein Wahrzeichen des Bergbaus, der die Stadt Herten einst groß werden ließ, ist jetzt für immer und ewig verschwunden.

Ein trauriger mit vielen Emotionen verbundener Moment für viele Bürger. Wer wollte, konnte dieses historische Ereignis miterleben.

Ich finde es auch schon traurig, dass es den Förderturm nicht mehr gibt. Warum und weshalb er gesprengt wurde, das ist mir nicht bekannt.

anjeli

Anzeige

Liebe anjeli,
geschrieben von meli
damit hast Du ein historisches Foto eingesetzt.
Ich danke Dir dafür.

Du fragst warum? Ich vermute, dass es einfach zu teuer gewesen wäre, diesen Turm dort stehen zu lassen. Er muss regelmäßig begutachtet werden in Bezug auf die Sicherheit.

Wenn dort ein Grüngürtel entsteht, dann hat die nachfolgende Generation und auch unsere noch, wieder ein neues Naherholungsziel.
Mit dem Entfernen des Turmes ist ein Schlußpunkt gesetzt worden, der durchaus wehmütig stimmen kann.

LG Meli
anjeli
anjeli
Mitglied

Die Bereitschaftssiedlung der Chemischen Werke Hüls in Marl
geschrieben von anjeli
Durch die Gründung der Chemischen Werke Hüls (CWH) 1938... jetzt ist es der Chemiepark... kamen auch Arbeitskräfte aus anderen Chemiestädten...



So entstand neuer Wohnbedarf und die Bereitschaftssiedlung entstand...

Die Häuser sind im Stile der Stuttgarter Schule gebaut... sie sind traditionell mit modernen Elementen...

Innerhalb der Siedlung wurden mehrere Wohnungen/Häusertypen errichtet... streng getrennt nach Arbeitern... Angestellten und Leitenden Angestellten...

1943 waren 1.2000 Wohnungen fertig... die Wohnungen der Arbeiter hatten ca. 55 bis 75 qm...
Meister und qualifizierte Fachkräfte bezogen Doppelhaushälften von 100 qm.
Die Leitenden Angestellten hatten große repräsentative Häuser mit teilweise über 150 qm....



















Die Straßenzüge sind immer noch von vielen Bäumen umsäumt... eine Idylle mit viel Grün und liebevoll gestalteten Vorgärten erwartet den Besucher... von Hektik... Autolärm keine Spur...

Auffällig sind im gesamten Siedlungsbereich... die Schutzbunker... sie stören nicht das Bild... sind sie doch stumme Zeitzeugen... aus schrecklichen Zeiten...

Nicht alle Häuser stehen unter Denkmalschutz... dafür das gesamte Bild der Siedlung... eine Siedlung mit Gartenstadt-Charakter...
Beim Sortieren meiner Fotos
geschrieben von meli
stieß ich auf einige, die den letzten Hochofen Duisburgs zeigen.
Diese Aufnahmen sind bei Nacht gemacht. .
Wir, meine Freundin Karin und ich, waren zusammen unterwegs und hatten die Nachtaufnahmen von Tiger und Turtle gemacht.
Der Hochofen jetzt war neu angeblasen worden, nachdem er 2012 die Ofenreise beendet war.
Dieser Begriff bezeichnet die Zeit, bis das Ausmauern der Wände erneuert werden muss. Diese Zeit betrug für den Hochofen 25 Jahre.
Nun war er wieder in Betrieb genommen, und zeigte sich in der Nacht in bunten Farben, die wir aufnehmen wollten.





Hier sieht man recht gut, wie bunt die Anlage im Scheinwerferlicht strahlt.
Leider begann es zu regnen und es war eine äußerst unangenehme Nacht geworden, so dass wir schnell zurück ins Auto und nach Hause gefahren sind.

Meli

Hochofen 9 wieder angeblasen
anjeli
anjeli
Mitglied

Route der Industriekultur - Themenroute 23
geschrieben von anjeli
dahinter verbergen sich Parks und Gärten... denn die gehören auch zum industriellen Erbe...

- der Park der Villa Hügel in Essen
- der Maximilianpark in Hamm
- der Stadtpark in Bochum sind einige davon...

Wir haben die Freizeitstätte Haus Wittringen besucht...

Mitten im Wald liegt das Wasserschloss Wittringen... die Stadt Gladbeck kaufte 1922 einen großen Teil des Wittringer Waldes...







Diese Freizeitbegegnungsstätte war architektonisch gut geplant... denn abwechselnd wurden auf dem Areal Stätten für Sport und Bewegung
1. die Vestische Kampfbahn
2. das Schwimmbad gebaut und 3. Flächen für Erholung mit integriert...



Die Gebäude des Schlosses bis auf das Torhaus wurden neu errichtet...



Das Restaurant ist im Stil der niederrheinischen Renaissance erbaut worden...



Das Herrenhaus im Eichenfachwerk wurde auch neu gebaut nach Plänen aus dem 17. Jahrhundert...



Dort ist das Heimatmuseum der Stadt Gladbeck ansässig...
Zu finden sind dort naturkundliche... bergbauliche und stadtgeschichtliche Sammlungen...







Eine Erholungsstätte für die damals schwer arbeitende Bevölkerung... sie wurde 1928 eingeweiht...

Diese Freizeitstätte ist zum größten Teil noch in ihrer Art aus den 20gern Jahren erhalten... das ist kaum noch zu finden im Ruhrgebiet...

anjeli

Anzeige