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Gruppenbeitraege Streifzüge und Ruhepunkte durch die Vorweihnachtszeit

anjeli
anjeli
Mitglied

Ein wunderbares Märchen und damit eine tolle Eröffnung
geschrieben von anjeli
der Vorweihnachtszeit.
Da ist aus der Meli-Feder ein Märchen zum Träumen, zum Besinnen und zum Nachdenken, entsprungen.

Ein Märchen nicht nur für Kinder, auch die Großen werden von dem Wortspiel und von der typischen Meli-Stimme gefangen.

Die Zeit der Besinnung ist da, auch die Zeit des Nachdenkens
über die vergangenen Monate, die ins Land zogen, ist angebrochen.
Wir sollten durchaus die vergangene Zeit reflektieren und auch fragen dürfen was bringt uns der letzte Monat und was bringt uns das neue Jahr.
Tragen wir doch einfach dazu bei, dass der letzte Monat des Jahres 2012 ein ruhiger Monat wird, gönnen wir uns die Verschnaufpausen, besinnen wir uns auf das Schöne.
Genießen wir mit allen Sinnen - genießem wir mal wieder Musik, die wir nicht alle Tage hören, betrachten wir mit Vergnügen schöne Bilder und schmecken und riechen wir mal intensiv den typischen Weihnachtsduft und schwelgen wir in Kindheitserinnerungen.

Passend zum Märchen gibt es ein Lied.



anjeli
Endlich ist Nikolaustag,
geschrieben von meli
den wir als Kinder ängstlich oder fröhlich, aber jedenfalls mit viel Spannung erwarteten.

Bei uns war es so, dass die Familien mit Kindern im Haus sich abwechselnd in der großen Küche der Wohnungen trafen und gemeinsam auf ihn warteten.

Freunde der Väter spielten Nikolaus und Knecht Ruprecht sehr überzeugend.

Natürlich bekam jeder seine Tüte, aber es gab auch Strafpredigten und einmal wurde ein Paket Briketts überreicht und die Tüte erst anschließend.

Meli


Niklaus - ein Wintermärchen

Wenn leise der Schnee fällt
vom Himmel herab,
die Welt sich verzaubert
im Stundentakt.

Grau ist der Himmel
und still der Wald.
Ein Käuzchen – es ruft:
„Niklaus kommt bald –
mit Ruprecht, dem Wilden!
Und hat im Sack leckere Sachen
und manch ein Spiel
direkt zum Lachen.

Er kommt in die Stuben,
die warmen geschwind
zu Mutter und Vater,
dem ängstlichen Kind.
Bringt Äpfel und Nüsse
und Spielzeug herein.
da leuchten die Augen –
und keines soll weinen.“ -

Schon als ich ein Kind war
mit großen Augen,
da konnt’ ich dem Niklaus
so gar nicht glauben,
was stand in dem Buch
mit den goldenen Lettern:
„Das Mädchen verdrischt
ganz gerne die Vettern!“
Der Ruprecht, der schüttelte
wild seine Ketten,
und ich lief zur Mutter
mich dort zu verstecken.

Doch Niklaus, der lachte
und meinte „na ja,
sie haben’s verdient,
ich weiß es ja.“
Und öffnete fröhlich
den Sack, den großen
um den Schreck zu versüßen
mit Plätzchen und Nüssen.
Und ging dann davon,
polternd hinaus,
im warmen Mantel
zum Nachbarn Klaus.

Die Häuser und Kirchen
trugen die Hauben –
gemacht von Frau Holle,
Ihr könnt es mir glauben.
Sie schüttelte heftig,
hatte Saison,
und machte dies –
ich weiß es bestimmt –
seit Jahren schon.

So hab ich’s erlebt
Zur Vorweihnachtszeit,
als die Welt verschneit war
und alles ganz weiß.

© Meli Franzen
28.11.09 09:28
chris
chris
Mitglied

Erinnere mich an Kinderzeiten
geschrieben von chris
Natürlich kam auch bei uns der Nikolaus und mein Bruder und
ich durften ein Gedicht aufsagen.

Als man aber dann meinen Bruder in der Sack stecken wollte,
ja da hab ich dann doch vor lauter Mitgefühl geweint und
gesagt, er soll dbbleiben.

Geschenke gab es keine aber einen Apfel und Nüsse waren in
dieser Zeit auch was besoinderes.

Später als der Nikolaus zum Enkel kam, war in einem Jahr
auch der Grossneffe dabei, der das gleiche Alter hatte, wie
mein Enkel, beide Jungs gaben sich recht forsch, als es
aber dann an der Türe polterte waren beide unter dem Tisch und wir Erwachsenen haben geschmunzelt. Alles ging gut, zum Abschluss, stellte der Großneffe fest, das der Nikolaus die gleichen Stiefel trägt wie sein Vater. Wir konnten mit
der Aussage, der Nikolaus kauft wohl im gleichen Schuhgeschäft ein, wie dein Papa, den Jungen ablenken, aber
drüber schmunzeln tu ich heute noch.

Chris

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anjeli
anjeli
Mitglied

Nikolaus komm in unser Haus
geschrieben von anjeli
pack deine große Tasche aus...stell deinen Schimmel unterm
Tisch...dass er Heu und Hafer frißt... Heu und Hafer frißt er nicht... Zuckerplätzchen kriegt er nicht...

das Lied haben wir als Kinder gesungen oder als Gedicht aufgesagt.



Meine Mutter hat auch oft den Nikolaus gemacht.
Einmal, wir saßen auf dem Sofa und warteten... aufeinmal ging die Tür auf... einen kleinen Spalt... eine schwarze Hand war zu sehen... sie warf Nüsse ins Zimmer...
das ging alles so blitzschnell... und unser Herz schlug ein bisschen höher...
(Wir haben die Hand unserer Mutter mit dem schwarzen Lederhandschuh nicht erkannt)

Komisch, dass die Väter immer an ihren Schuhen erkannt wurden. Sie hätten mal ruhig ihre Schuhe untereinander wechseln können.

Adventszeit ist eine schöne Zeit, eine besondere Zeit, eine
besinnliche und festliche Zeit.
Das hat Johann Wolfgang von Goethe in seinem Gedicht zum Ausdruck gebracht.

Ich habe diese Zeit des Jahres gar lieb,
die Lieder, die man singt und die Kälte,
die eingefallen ist,
machen mich vollends vergnügt.


anjeli
omaria
omaria
Mitglied

Schwarze Hand...
geschrieben von omaria
JA, anjeli - an die schwarz-behandschuhte Hand erinnere ich mich auch!
Vorher haben wir Kinder aus Leibeskräften gesungen:

"Knecht RUPRECHT! Knecht RUPRECHT!
Wirf einmal was durch's Fenster;
und wenn du nicht mehr kannst,
und wenn du nicht mehr kannst,
dann fang'n wir wieder von vorne an!
Knecht RUPRECHT..."


Eine Reisig-Rute schlug ans Fenster,
und vorsichtig wurde es einen Spalt breit geöffnet!
Und dann kam die Hand mit den Nüssen!

Mit leichtem Schaudern denke ich auch an meine Zeit im Kindergarten zurück:
Ich bin immer gerne hingegangen,
aber im ADVENT wurde es "ungemütlich",
weil (drohend) der Nikolaus-Besuch angekündigt wurde!
Der *heilige Mann* hatte in seinem "goldenen Buch" alle Schandtaten der Kinder aufgeschrieben, aber auch die zu lobenden guten Taten!
Seltsam nur, dass ich immer an meine Missetaten dachte!!
Der schwarze Knecht, trug einen riesigen Jutesack...
Und daraus baumelten "Kinderbeine"!
Wochenlang wurde an einem Programm für den Nikolaus gebastelt mit vorführbaren Singspielen, Gedichten und Tänzen!
"Richtiges Theater" wurde eingeübt und gespielt...
Denn auch die Mütter waren zu dem Fest eingeladen!
Einmal durfte ich sogar den goldlockigen Hauptengel spielen, der ein riesiges Paket in den Saal schieben musste!
Die ganze Nacht vorher schlief ich auf Mutters Lockenwicklern!

Komisch jetzt für mich...
Aber wenn die Erinnerungen kommen...

omaria
Ich musste so lachen Chris,
geschrieben von meli
als ich Deinen Bericht las.
Solche Erinnerungen habe ich auch an den Nikolaus.
Im übrigen vermute ich stark, dass das "goldene Buch" das Hebammenlehrbuch meiner Mutter war.

Natürlich in Goldpapier eingeschlagen.
Ich kann mich sonst an kein so dickes Buch erinnern. Die Bibel haben sie bestimmt nicht genommen.

Meli

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Schön, liebe anjeli,
geschrieben von meli
dass Du selbst Goethe bemüht hast.
Diese Zeit kann wunderschön sein, wenn die Menschen sie schön gestalten.
Leider gelingt das nicht immer.
Im übrigen, das Lied von Heu und Hafer kannte ich nicht.
Das hätten wir auch nicht singen dürfen, da waren alle unsere Eltern zu streng.

Lieber guter Nikolaus, pack die guten Sachen aus
....
wir wollen immer artig sein.

Was dazwischen steht, weiß ich nicht mehr.
Aber an das Herzklopfen kann ich mich gut erinnern.

Meli
Liebe Omaria,
geschrieben von meli
die Sache mit den Nüssen und der schwarzen Hand kannte ich nicht.
Das wäre mit, glaube ich, lieber gewesen, als der schwarze Knecht Ruprecht, der abscheulich schielen konnte und schrecklich mit den Ketten rasselte.
Es war spannungsgeladen bis zum Abwinken, aber die Freude, vielleicht durch die Erleichterung "et hat noch immer jut jejange" doppelt so groß.

Es ist erstaunlich, wie viele Kindheitserinnerungen wieder belebt werden.

Ist das alles vielleicht auch ein Teil nach der Suche des (vermeintlichen) Kindheitsparadieses?
Ich weiß es nicht, aber es beschäftigt mich.

Meli
Für die Freunde
geschrieben von meli
der kirchlichen Musik setze ich heute einmal einen Auszug aus einer der drei großen Messen von Anton Bruckner ein.

Joseph Anton Bruckner (* 4. September 1824 in Ansfelden, Oberösterreich; † 11. Oktober 1896 in Wien) war ein österreichischer Komponist der Romantik sowie Organist und Musikpädagoge. Erst spät im Leben von den Zeitgenossen als Komponist gewürdigt, gehörte er doch zu den wichtigsten und innovativsten Tonschöpfern seiner Zeit und hat durch seine Werke bis weit ins 20. Jahrhundert hinein großen Einfluss auf die Musikgeschichte ausgeübt. Seine bedeutendsten und wohl auch bekanntesten Kompositionen sind seine groß angelegten Sinfonien. Auch die Kirchenmusik hat er um wichtige Werke − unter anderen drei große Messen und ein Te Deum − bereichert. Als Organist wurde er vor allem für seine Improvisationen bewunder
geschrieben von Wikipedia


Wer kein Freund einer solchen Musik ist, hat einen Knopf zum Ausschalten.
Mir gefällt sie aber als Ruhepunkt sehr gut und ich werde sie zusammen mit einem anderen Meister der kirchlichen Musik am Sonntag in einem Benefiezkonzert in unserem Münster hören.

Meli

Auszug aus der Messe 3-moll Anton Bruckner
Omaberlin
Omaberlin
Mitglied

Nikolaus
geschrieben von Omaberlin
Hallo Freunde

Möchte Euch heute eine Geschichte aus meiner Kindheit erzählen.Wie ihr wißt,bin ich im Schloß aufgewachsen.Zu uns kam immer der Nikolaus,wir hatten ziemlich Respekt vor Ihm.Meine Geschwister und ich mußten uns daher verkrümeln.In der Zeit bekam der Nikolaus die Sachen zugesteckt.Da wir aber neugierig waren,schauten wir durch die Tür die ein Astloch hatte.Konnten daher sehn was vorging.
Als wir raus konnten,sagte der Nikolaus zu mir,kannst Du auch beten? und fuchtelte mit seinem Stab vor meiner Nase rum.Konnte ihn nicht länger halten und ich bekam was ab.
Das Ende vom Lied war,der Nikolaus war so besoffen,dass er nicht mehr richtig stehen konnte.Kein Wunder,denn in jeder Wohnung gabs was zum aufwärmen.
Von da an war für uns der Nikolaus vorbei.
Ich war so frei und sagte zum Nikolaus,eigentlich sollte Er was bringen und es sich nicht vorher geben lassen.
Hatte ich nicht recht damals?
Komisch ist,was einem immer so einfällt.
Eine schöne Adventszeit wünscht Euch Omaberlin

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