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Gruppenbeitraege Streifzüge und Ruhepunkte durch die Vorweihnachtszeit

chris
chris
Mitglied

Mein schönstes Weihnachtsgeschenk
geschrieben von chris
Mein schönstes Weihnachtsgeschenk

Ihr müßt euch vorstellen, Weihnacht 1950, noch gab es keine gro0en Geschenke und schon gar nicht ein grosses Festessen.
Heiligabend durfte ich mit meinem Vater zur Christmette und
mit ihm auf die Empore sitzen, auf der damals nur die Männer saßen.
Also hiess es schön still sitzen. Die beiden großen Weihnachts-bäume neben dem Altar erschienen mir damals riesengross und
es gab noch keine elektrischen Kerzen, sondern ganz gewöhnliche
Kerzen. Die Christmette dauerte für mich viel zu lange. Was mich wohl zu Hause erwarten würde ?
Endlich gingen wir heim. Zu Hause hiess es, wir müssen erst warten
bis das Christkind klingelt…… ach viel zu lange hat das gedauert.
Dann endlich klingelte es und wir durften in das Zimmer.
Wo sollte ich zuerst hinschauen, auf die Kugeln, oder auf die Vöglein, die am Baum saßen oder auf die Christbaumspitze. Ja und da standen dann auch noch Geschenke herum. Ich wagte ja gar nicht zu fragen, ob da auch was für mich dabei ist.
Dann sagte meine Mutter: willst du nicht dein Geschenk anschauen?
Natürlich wollte ich das und mit hochroten Wangen und glänzenden
Augen bestaunte ich mein Geschenk.
Es war ein selbstgebastelter Kaufladen und da gab es allerhand
drin. Selbstgebackenes Minibrot von meinem Vater, eine Waage und
auch eine Kasse mit Spielgeld. Könnt ihr euch denken, wie ich
mich gefreut habe? Der Kaufladen war für mich damals etwas,
davon hätte ich nicht mal gewagt zu träumen.
Wie es meine Mutter geschafft hat, in der kurzen Zeit der
Christmette den Baum zu schmücken, ist mir allerdings heute noch
ein Rätsel.

Später dann hab ich mal erfahren, dass der Kaufladen von
jemand gebastelt wurde, der sich dafür mit Brot für seine
arme Familie bezahlen lies.

Für mich bleibt dies immer die Erinnerung an mein schönstes
Weihnachtsgeschenk.

Chris
12.12.2012
Liebe anjeli,
geschrieben von meli
das Gedicht von Rilke ist auch so eines, wo man inne halten muss.
Es drängen sich Bilder auf von den treibenden Flocken und der kleinen Tanne, assoziiert mir den Geruch einer frisch geschlagenen.
Mein Sohn holt sie auch immer selbst aus dem Wald. Das ist etwas ganz anderes vom Geruch her als die armen zugeschnürten Bäumchen auf den Märkten oder den Parkplätzen der großen Einkaufszentren in der Stadt.

Du sprichst die Nüsse an.
Ich erinnere mich meine Staunens, als ich die erste Paranuss sah.
Und sie waren so fest - unsere Mutter gekam sie auch mit einem Nussknacker nicht auf und so warteten wir immer sehnsüchtig, bis unser Vater nach Hause kam.

Der Weihnachtsbaum von Kindern ist immer so schön bunt. Sie schmücken anders als wir Erwachsene, wenn man sie lässt.

Lieben Gruß

Meli
Liebe Chris,
geschrieben von meli
ja, es ging bescheiden zu in unserer Kindheit - vielleicht war deshalb die Freude auch so groß?
Auch ich hatte einen Kaufladen und später die Puppenstube, die mein Vater abends, wenn wir Kinder in den Betten lagen, für uns gebaut hat.
Meine Mutter hat dann lackiert und tapeziert, sie machten es zusammen.

Manchmal denke ich, wenn ich die Leute so hasten sehe, die mit vollbepackt mit Tüten durch die Stadt rennen, dass genau das daran hindert, diese kindliche Freude wieder zu beleben.

Ich suche in mir den ruhigen Punkt in mir, der mich wieder dorthin bringen kann, wo ich als Kind war.
Dazu braucht es keine Geschenke. Es sind die Kerzen, die Musik, ein Strahlen und Lachen meiner Enkel, die sich an Kleinigkeiten sehr freuen können.

Für meine 12jährigen hier in Freiburg ist das wichtigste, was ich ihm schenken kann, die Zeit.
Wir sprechen dann viel und er fragt mich vieles, wie es in meiner Kindheit war, will wissen, wie meine Eltern gelebt haben.
Wir unternehmen Dinge gemeinsam wie z.B. das Tiergehebe oder neulich auch das Planetarium, gemeinsames Schwimmen.
Er wird den Weihnachtsbaum in diesem Jahr überwiegend allein schmücken dürfen. Natürlich ist sein Vater im Hintergrund, aber er möchte es gerne allein machen.
Und er darf - das finde ich prima.
Liebe Grüße

Meli

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anjeli
anjeli
Mitglied

Weihnachten, eine Zeit für Rituale
geschrieben von anjeli
Ob Plätzchen backen, Glühwein trinken, Weihnachtsmärkte besuchen, jeder Mensch lebt seine Rituale.

Ein Ritual könnte sein:

Bratäpfel essen und die Muppet-Weihnachtsgeschichte gucken.
Die Geschichte läuft am 24.12.12 um 11.10 Uhr im ZDF.
Der Puppentrickfilm ist von Walt Disney. Er wurde 1992 produziert und erzählt die Geschichte "A Christmas Carol"
oder zu deutsch "Eine Weihnachtsgeschichte" von 1843 von Charles Dickens.

Ein geiziger Geschäftsmann, verbittert und von seinen Mitmenschen gehasst und gefürchtet wandelt vom Saulus zum Paulus.
Drei Weihnachtsgeister, die des nachts bei ihm zu Besuch erscheinen, halten ihm den Spiegel vor. Sie zeigen ihm die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft.
So gelingt Geschäftsmann Scrooge die Verwandlung zu einem herzlichen Menschen, der sich nun in Nächstenliebe übt.



anjeli
Heute werde ich in Duisburg
geschrieben von meli
auf den Weihnachtsmarkt gehen.
Ich werde wahrscheinlich nicht viele Bilder machen, denn wir treffen uns dort mit unseren alten Schulfreunden, bummeln und gehen anschließend noch zum letzten Mal in diesem Jahr alle miteinader essen.

Aber ich sende Euch allen liebe Grüße

Meli
hedi
hedi
Mitglied

Stufen
geschrieben von hedi
Liebe Meli, was heißt ihr, neeeee ich, keine/r aus der Besichtigungsgruppe kam mit auf den Turm. Ruckzuck waren sie im Kaffee verschwunden. 175 Stufen, waren doch wirklich nicht viel.
Im September kamen die ersten zaghaften Bitten um Fotos
von den Glocken. 20 mal habe ich sie rausgeschickt. Auch der Käfer war igit igit, das fotografiert Du?? aber dann... klar auch er fand einen Platz in den e-Mails
Obwohl es nicht zu kreuz und quer durch Deutschland gehört. War die Reise für mich ein Traum der in Erfüllung ging.

Tierchen(advise)


Liebe Grüße advise

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Liebe Advise,
geschrieben von meli
schön zu wissen, dass auch andere noch auf jeden Turm steigen, so lange es nur geht.
Der weite Blick von oben übers Land belohnt wirklich.
Allerdings ist es selten - nach "meinen" bestiegenen Türmen, dass man den Glocken so nah kommt.

Ich danke Dir dafür, dass Du sie eingesetzt hast, zumal sie Dir persönlich viel bedeuten.

Auch ich fotografiere Käfer, Larven, Raupen, Falter, was mir so über den Weg kreucht und fliegt.
Ich finde es sehr interessant, weil man sie gut gezoomt viel genauer betrachten kann.

Liebe Grüße

Meli
Seit gestern Abend bin ich wieder zu Hause.
geschrieben von meli
Und da der 3. Adventsonntag war, möchte ich Euch noch etwas zu Hören und Sehen geben, das Ihr in aller Ruhe genießen könnt, wenn Ihr wollt.

Ich muss mich sputen, damit ich die Streifzüge durch die vielen Bilder, die ich mitbrachte, noch rechtzeitig beende.

So wechselt es immer wieder Ruhe und Aktionen - diesmal war Staunen und Fotografieren angesagt!
Ich kam mir vor, wie im Märchenland - doch davon später.

Lieben Gruß

Meli

Weihnachten bei Theodor Storm
Ein Märchen - Schloss Moyland
geschrieben von meli
Es war ein Streifzug und es war gleichzeitig ein Ruhepunkt. Ein Schloß, aus dem eigentlich gleich Aschenputtel in ihrem zauberhaften Kleid herausstürmen, auf ihr Pferd springen und davon jagen sollte...

Wir betraten den Park von Schloß Moyland - und eine heitere Stimmung, ein Staunen breitete sich in uns aus.
Wir schlenderten ganz langsam. Jeder für sich und doch zu Dritt, denn meine Freundin und ihr Mann hatten den Besuch des Schlosses während meines Aufenthaltes geplant.

Die Skulpturen erzählten uns Geschichten. Wir hatten alle Zeit der Welt, ihnen zu lauschen.
Sie brachten uns in ferne Länder, flüstern uns neue Geschichten zu und während wir bewegt weiter schritten, blieben sie unberührt von unserer Gegenwart zurück.

Es war Weihnachtsmarkt, was die gesamte Kulisse noch unwirklicher erscheinen ließ.
Kein Gekreische aus irgendwelchen Lautsprechern, aber dafür regelmäßig ein Turmbläser, dessen Töne weit über das Land schallten.

Es waren zauberhafte Waren, hohe künstlerische Qualität in den Handarbeiten, ob nun Filz, Holz, Ton oder Schmuck.

An zwei Stellen gab es Leckereien. Natürlich die Bratwurst - ohne diese ist kein Weihnachtsmarkt vollständig, aber auch Flammlachs (den ich vorher noch nie gesehen hatte), Reibekuchen, Flammenkuchen, also alles, was das winterliche Magengefühl erfreut.

Aber an den Wegen der Stände gab es über lange Strecken nichts, was sehr angenehm war.

Natürlich besuchten meine Freundin und ich auch die Plattform des Turmes. Es war diesmal recht einfach, da ein Lift bis zur 2. Etage nach oben ging. Dann kamen die Wendeltreppen, die auch im Clip zu sehen sind.

Der Blick von dort oben ging weit - wir sehen Kalkar, den geplanten schnellen Brüter, der nie ans Netz ging und heute eine Eventlandschaft enthält. Und dann gegen die Dämmerung einen einsamen (Funk?)Turm.
Doch das trennt gewaltig von dieser Märchenwelt, und so kehrte mein Blick schnell zu den Dächern aus Schiefer, in die Schluchten der Gemäuer und den Burggraben zurück.

Wir trennten uns - der Mann meiner Freundin fuhr nach einem gemeinsamen Kaffee nach Hause und holte uns dann gegen 19.00 Uhr wieder ab. So hatten wir die Freude des Tages und die Verzauberung in der Dunkelheit. Die Lichter gingen in der Dämmerung nach und nach an und die Unwirklichkeit und Verwandlung des Realen verstärkte sich noch einmal.

Hier zeige ich Euch jetzt das Schloss bei Tag - den Clip in der Dunkelheit muss ich erst noch erstellen.
Und ich hoffe sehr, dass genügend Bilder vorhanden sind, die Euch dieses Erlebnis nahe bringen.

Die Geschichte des Schlosses ist sehr interessant. Ich stelle deshalb von Wikipedia den Link zum Schloß ein und auch einen über den Weihnachtsmarkt.

Meli

Schloss Moyland

Wikipedia - Schloss Moyland

Weihnachtsmarkt Schloss Moyland
anjeli
anjeli
Mitglied

meli, du hast ein märchenhaftes Schloss gesehen
geschrieben von anjeli
und warst zu einer märchenhaften Zeit dort.
Das Schloss bietet eine traumhafte Kulisse für einen Weihnachtsmarkt.
Ein Weihnachtsmarkt fern vom Kommerz von 0815-Artikeln.
Auch der Park bietet mit seinen Skulpturen viel Fantasie
für Märchenfiguren und Märchenhandlungen.

Da passt zur Weihnachtszeit und zum Märchenschloss Moyland
das Märchen vom Aschenputtel.
Drei Nüsse für Aschenbrödel, schon lange Kultfilm ist ja ein Klassiker unter den Märchen.

Ella Endlich singt zur Melodie aus dem Film " Küss mich - Halt mich - Lieb mich".



Auch dieses Lied ist schon längst Kult bei Hochzeiten.

anjeli

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