Forum Tierschutz etc. Haustiere Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?

Haustiere Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?

Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf bongoline vom 10.01.2013, 21:40:36
Es gibt viele Leute, die von sich behaupten tierlieb zu sein,
weil sie eine Katze haben die frei herumlaufen darf.
Das nenne ich nicht tierliebe sondern unverantwortliches Handeln, den Tieren gegenueber,
die von so einer Katze ohne Hungergefuehl, nur im Spieltrieb getoetet werden.
An jedem toten Singvogel durch die Katze ist der Halter schuld und das ist das Gegenteil von Tierliebe.

Viele Hauskatzen toeten mehrere Voegel pro Woche, vor allem Jungvoegel.
Auch wenn nicht alle der ca. 10 Mio. Katzen in Deutschland Freigaenger sind, die Haelfte ist es bestimmt,
kann man also davon ausgehen, dass jede Woche mehrere Millionen Singvoegel durch Katzen getoetet werden.
Im Jahr sind das zig Millionen, und in vielen Gegenden Deutschlands ist die Zahl der Singvoegel schon deutlich zurueckgegangen.

Diese Singvoegel singen nicht nur, die sind auch sehr nuetzlich im Kreislauf der Natur.
adam
adam
Mitglied

Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von adam
als Antwort auf olga64 vom 10.01.2013, 16:16:22
Ich las heute von einem älteren Ehepaar, das einen Pekinesen (= Hund) hatte, der normalerweise ein Gewicht von 6 kg haben sollte, es dann aber auf stolze 19 kg brachte. Darüber wurde prozessiert, weil diesen "Tierliebhabern" das Vieh entzogen werden sollte und sie sich dagegen wehrten . Das Tier ist nun wieder auf 9 kg abgespeckt - der Prozess wurde wohl auch zu teuer, er wurde jetzt eingestellt.
Ebenfalls las ich, dass das Münchner Tierheim aus allen Nähten platzt, weil dort bereits in den ersten Januartagen die tierischen Weihnachtsgeschenke (Hunde, Katzen, Hamster) gebracht wurden. Wenn das so war, hatten es die Tiere noch gut - ein beklagenswerter, junger Hund wurde angebunden in der Nähe der Autobahn gefunden und musste von der Feuerwehr befreit werden.
Ist das alles Liebe zu Tieren? Olga


Olga,

wie kann man, zu den von Dir geschilderten Umständen, so eine dusselige Frage stellen?

Natürlich ist das keine Tierliebe, sondern die Verursacher des Problems sind eher zum großen Teil Menschen, die zu Tieren eine ähnliche Einstellung haben wie Du.

Die Häme, mit der Du die Frage stellst, fällt auf Dich zurück.

--

adam
hafel
hafel
Mitglied

Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von hafel
als Antwort auf vom 10.01.2013, 22:44:38
Das ist eine totale Falschauslegung der Tatsache, dass der Bestand der Singvögel wegen der Katzen zurück geht. Nicht durch die "bösen" Katzenfreigänger, sondern durch unsere schlechten Umweltbedingungen wird der Lebensraum der Vögel erschwert. Die Knicks verschwinden und die natürlichen Nistplätze werden vom Menschen vernichtet.

Ich habe 5 Katzen, die alle Freigänger sind. Und ich habe jede Menge Vögel auf der Terrasse, welche die von mir plazierten Vogelhäuser regelmäßig aufsuchen. Das habe ich hier durch zahlreiche Fotos mehrfach dokumentiert. Noch nie, hat eine meiner Katze einen Vogel angebracht.

Ich bin Mitglied von NABU und ist Deine Version keineswegs nachvollziehbar.

Hafel

Anzeige

rosemie
rosemie
Mitglied

Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von rosemie
als Antwort auf vom 10.01.2013, 22:44:38
Meine Katze ist 14 Jahre alt, Freigänger und hat in all den Jahren 1 Vogel heimgebracht, aber jede Woche 3 bis 5 Mäuse, welche mir dann immer präsentiert werden. Durch lautes Miauen werde ich darauf aufmerksam gemacht. Manchmal bekomme ich auch eine geschenkt, die legt sie mir dann vor die Füße.
Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf vom 10.01.2013, 22:44:38
Es gibt viele Leute, die von sich behaupten tierlieb zu sein, weil sie eine Katze haben die frei herumlaufen darf.
Das nenne ich nicht tierliebe sondern unverantwortliches Handeln, den Tieren gegenueber, die von so einer Katze ohne Hungergefuehl, nur im Spieltrieb getoetet werden.
An jedem toten Singvogel durch die Katze ist der Halter schuld und das ist das Gegenteil von Tierliebe.
Viele Hauskatzen toeten mehrere Voegel pro Woche, vor allem Jungvoegel.
Auch wenn nicht alle der ca. 10 Mio. Katzen in Deutschland Freigaenger sind, die Haelfte ist es bestimmt,
kann man also davon ausgehen, dass jede Woche mehrere Millionen Singvoegel durch Katzen getoetet werden.
Im Jahr sind das zig Millionen, und in vielen Gegenden Deutschlands ist die Zahl der Singvoegel schon deutlich zurueckgegangen.
Diese Singvoegel singen nicht nur, die sind auch sehr nuetzlich im Kreislauf der Natur.
geschrieben von Schnarchzapfen


Liebe Schnarchzapfen,

bei Eiern und Jungvögeln (auch Altvögeln) ist ein gewisser Verlust von der Natur vorgeplant (z.B. für Raubvögel).

Auch Katzen und katzenähnliche Tiere sind nützlich für die Natur oder naturähnliche Zustände.

Wie oft habe ich beobachtet, dass Antelopen, ganz nahe an Löwen-Familien vorbeigehen. Man spürt direkt, dass sie keine Angst haben und wissen, dass JETZT keine Gefahr besteht.

Wenn Hauskatzen regelmässig gefüttert werden, jagen sie ganz selten spielerisch.
(Ich persönlich habe von den Nachbar-Hauskatzen hier aber noch nie einen erfolgreichen Kill gesehen.)

Ich finde allerdings, dass Katzenbesitzer ihre freilaufenden (und auch die in Wohnungen lebenden) Katzen kastrieren lassen sollten.

LG MargArit
hafel
hafel
Mitglied

Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von hafel
als Antwort auf vom 10.01.2013, 22:44:38
@ Schnarchzapfen:

Ich musste erst in älteren NABU-Unterlagen nachschauen und die Genehmigung einholen, die NABU-Berichte hier veröffentlichen zu dürfen.

Wie falsch Deine "Katzenbeschuldigung" ist, ersiehst Du selber aus den monatlichen Berichten des "Naturbund Deutschland" (NABU).

Zum einen ist es schlicht falsch, dass sich der Vogelbestand drastisch verringert hat. Lies mal diesen Bericht.
234 Vogelarten gesichtet:

234 Vogelarten

Und zum weiteren gibt es "menschliche Gründe" warum verschiedene Vogelarten "knapp" werden. Nicht die Katzen, sondern wir Menschen sind es, welche es den Tieren sehr schwer machen. Vielleicht liest Du mal die weiteren Berichte von NABU aus 2012.

Brutplätze der Dohlen werden knapp:

Brutplätze der Dohlen

Vogel- und Bodenschutz beim Netzbau:

Vogel- und Bodenschutz

Hafel

Anzeige

hobbyradler
hobbyradler
Mitglied

Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von hobbyradler
als Antwort auf hafel vom 11.01.2013, 12:48:02
Ich habe persönlich gesagt bekommen, dass ein Tierarzt meinte es könnten nur kranke Vögel von Katzen gefangen werden.
Andererseits beobachte ich, wie Vögel im Garten ausbleiben, seitdem ein Nachbar eine Katze hat. Das könnte auch Zufall sein, denn die Katze ist eine ganz Liebe, doch vielleicht nicht gegenüber Vögeln.

Ciao
Hobbyradler
Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf hobbyradler vom 11.01.2013, 12:59:44
Lach, Hobbyrdler, ich denke, dass die Vögel zurückkommen werden, sobald auch sie begriffen haben, dass die Katze eine ganz liebe ist.

MargArit
bongoline
bongoline
Mitglied

Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von bongoline
als Antwort auf hobbyradler vom 11.01.2013, 12:59:44
Hobbyradler,

heute werden überall Futterstellen für Vögel errichtet, ob auf Balkonen, an Küchenfenstern und natürlich in Gärten, sogar öffentlichen Anlagen.

Vögel natürlich merken - hoppala, da ist eine Katze, also gehen wir mal auswärts unser Futter suchen Sie werden also nicht weniger, sie verziehen sich halt nur.

Ich habe auf meinem Balkon Eichhörnchen. Die Vögel sitzen dann auf den gegenüberliegenden Bäumen, beobachten genau, was sich bei mir tut und wenn die Luft rein ist, dann ran ans Futter. Allerdings habe ich im heurigen Winter festgestellt, dass weniger Vögel da sind und auch die Eichhörnchen "Diät" halten, es tut sich nicht viel auf meinem Balkon. Die Erklärung, die ich bekam - die Vögel bevorzugen tiefer gelegene Gebiete und werden dann wohl im Frühjahr, wenn die Temperaturen steigen und Balz- und Brutzeit angesagt ist, zurück in ihr angestammtes Revier kommen.

Noch was zu einer Abart von Tierliebe - wir haben am Wildsee einen sehr großen Bestand an Wildenten. Viele Tafeln mit der Aufschrift "Enten bitte nicht füttern" zieren den Wegrand, aber das ist den so "tierliebenden" Leuten wurscht. Da wird vom Frühstücksbuffet Brot und Kuchen und was sonst noch rum ist, mitgenommen und an die Enten verfüttert. Man ist doch so tierlieb, wenn man halbestundenweise in der Hocke mit einem Brotbröckerl auf der Hand wartet, bis die Ente endlich die Scheu überwunden hat und es sich schnappt. Hurraaaaaa, Tierliebe wurde belohnt. Was mit den Enten geschieht, wenn die Woche Urlaub rum ist, ist doch diesen Tierliebhabern komplett wurscht, Hauptsache, sie hatten ihr Vergnügen, das Wohlergehen des Tieres ist Nebensache. Wie oft schon ist mein Hund mit angeschimmelten Brotscheiben dahergekommen, auch das ist doch bei einem Köter wurscht, der sogenannte "Tierliebhaber" braucht ja die Tierarztkosten nicht zu bezahlen

Wie schön wäre es, Kindern schon von klein auf beizubringen, wie herrlich es ist, Tiere zu beobachten aber sie bekommen ja von klein auf schon vermittelt - Hand hin halten, die Vögel, Enten und Eichhörnchen kommen dann schon. Vielleicht sind die Eltern froh, wenn bei der Aktion die Kinder endlich mal still sind und sie ihre Ruhe haben.

bongoline
hafel
hafel
Mitglied

Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von hafel
als Antwort auf hobbyradler vom 11.01.2013, 12:59:44
@ Hobbyradler:

Bei mir gibt es auf der Terrasse jede Menge Vögel, aller Arten obwohl sich da auch 5 Katzen aufhalten. Meine Vogelhäuser sind allerdings auch so aufgehängt,. dass sie von Katzen kaum erreichbar sind. Es ist trotzdem sehr trollig anzusehen, wie die Vögel erst einmal sondieren, ob die Luft "rein" ist.

Eine Reduzierung des Vogelbestandes durch Katzen ist meiner Meinung nach totaler Unsinn.







Hafel

Anzeige