Forum Tierschutz etc. Haustiere Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?

Haustiere Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?

hafel
hafel
Mitglied

Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von hafel
als Antwort auf Drachenmutter vom 13.01.2013, 18:36:46
Wölfin:

Ich fasse es auch nicht. Das klingt wie Nazijagon.

hafel
Edita
Edita
Mitglied

Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von Edita
als Antwort auf Drachenmutter vom 13.01.2013, 18:36:46
Nerida und Woelfin, wollt ihr euch wirklich noch, mit solch verachtender Dummheit gemachten Bemerkungen, auseinandersetzen? Die Erklärungen, die eventuell kommen würden, kann man eh den Hasen geben!

Edita
karl
karl
Administrator

Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von karl
als Antwort auf nostalgie vom 13.01.2013, 14:33:17
Eigentlich hilft die Natur sich selbst, denn, wie Du schon schreibst, bongoline: nur der Starke überlebt.
Nur beim Menschen ist das in unseren Breiten nicht mehr der Fall, denn hier wird auch das Schwache " gezüchtet". Bei Mensch und Tier.Und das allein ist schon eine Katastrophe.
Diese Denkweise ist lange überholter Primitivdarwinismus. Nicht einmal die blinde Evolution funktioniert so. Würde nur der Stärkere selektiert, würden wir nicht mit viel Schädel, sondern mit noch mehr Muskeln rum laufen. Übrigens wird in der Evolution auch Hilfsbereitschaft und die Unterstützung der Bedürftigen in einer Population gefördert.

Wer an dem Standpunkt der Biologie zu diesem Thema interessiert ist, kann z. B. das folgendes Interview mit Joachim Bauer und mir lesen:
Der Begriff "Kampf der Arten" beschreibt nicht das Kerngeschehen der Evolution. Darwins Abstammungslehre zeigt ja, dass die Artenzahl zunimmt und nicht abnimmt. Selektion wirkt auf Genvarianten in Populationen ein und derselben Art über den relativen Erfolg bei der Fortpflanzung. Zwischen verschiedenen Arten findet ein Verdrängungswettbewerb nur dann statt, wenn sie zu Konkurrenten um die gleichen Ressourcen werden. Die explosionsartige Ausbreitung des Menschen bedroht das Überleben anderer Arten, weil wir deren Ressourcen für uns beanspruchen und nicht weil wir gegen sie kämpfen. Ein anderes Beispiel ist das Japanische Springkraut, welches im Schwarzwald einheimische Pflanzen zurückdrängt. Solche desaströsen Konkurrenzsituationen entstehen, wenn vorher räumlich separierte Arten zusammentreffen und am gleichen Ort die gleiche ökologische Nische beanspruchen. Nicht erstaunlich ist es deshalb, dass sich manche Arten auf Inselwelten lange halten konnten, wie die Beuteltiere in Australien oder die Halbaffen auf Madagaskar.
geschrieben von mir

Karl

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hafel
hafel
Mitglied

Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von hafel
als Antwort auf nostalgie vom 13.01.2013, 14:33:17
@ Nostalgie:

Ich empfehle Dir mal die Dissertation von Iris Eckert, Universität Kiel, Institut für Haustierkunde: "DNA-Analysen zum genetischen Status der Wildkatze" durch zulesen.

Hafel
Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf hafel vom 13.01.2013, 19:15:08
Jetzt kommt doch bitte alle mal wieder runter.

Ich finde die Äußerung von nostalgie bzgl. 'das Schwache beim Menschen züchten' genauso daneben wie z.B. woelfin. Aber es bringt nichts, sie hier so niederzumachen, dass sie sich nicht mehr traut Stellung zu beziehen. Wollt ihr diskutieren oder mundtot machen?
Ich kenne das aus meiner Tierschutzarbeit, dass bei brisanten Themen wie z.B. Freigänger-Katzen
1. Gar nicht zugehört wird, was die andere Seite sagt und häufig
2. daraus resultierend emotionsgeladen Unbedachtes (im wahren Sinne des Wortes) von sich gegeben wird.
Das bringt dem Tierschutz gar nichts. Um den geht es mir, euch auch?

Ich möchte deshalb nostalgie bitten, dass sie zu ihrem post, der hier - verständlicherweise- für Irritationen gesorgt hat, Stellung bezieht.

Liebe Grüße
Vega
nerida
nerida
Mitglied

Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von nerida
als Antwort auf vom 13.01.2013, 20:23:05

Das bringt dem Tierschutz gar nichts. Um den geht es mir, euch auch?

geschrieben von Vega

mir geht es um den Schutz der Tiere. Den Respekt vor der Kreatur und einem würdigen Zusammenleben zwischen Mensch und Tier bei dem die Bedürfnisse beider Seiten gewürdigt werden.

Was mich immer wieder abstösst ist die Militanz einiger Tierschützer, die mit ihrem Eifer mehr Schaden anrichten als Nutzen.

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Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf pschroed vom 13.01.2013, 08:21:47
Hallo Schnarchzapfen.

Wir nehmen schon jahrelang Tiere aus den Tierheimen welche von emotionslosen Menschen misshandelt wurden.

Ich könnte dir fasst Bücher schreiben über das Verhalten der in sich nur auf eine Seite eingekehrten Menschen in Bezug der Vielfalt der Tiere.

Als überzeugter Vegetarier, tut es mir für jedes Tier leid, (egal welches Tier >>!)welches in der Massenhaltung für uns Menschen zuerst auf den saftigen grünen Wiesen bzw. dann umgebracht werden.

Das ist viel schlimmer (leider haben wir uns dran gewöhnt) als wenn eine Katze ihrem normalen Jagdtrieb nachgeht und mal einen Vogel erwischt.

A propos : die Weihnachtsgans läßt Grüssen.

Sehr wichtig: Ich möchte keinen zu nahe Treten oder Beleidigen !

Phil.


Sie koennen offensichtlich nicht zwischen der Tierzucht und dem normalen Lauf in der Natur unterscheiden.
Ihr als harmlos Abtun, was Katzen draussen anrichten, zeigt, dass sie sich noch nicht ernst genug mit diesem Thema beschaeftigt haben.
Wenn von 10 Mio. Katzen 3 Mio. einmal pro Woche einen Vogel killen, sind das 3 Mio tote Voegel die Woche.
Es sind aber sehr wahrscheinlich viel mehr.
Dass der Mensch Fleisch isst, ist auf jeden Fall viel normaler und natuerlich, als 10 Mio. Katzen auf so einem kleinen Fleck wie Deutschland.
Ich bin froh, dass Tiere zum Verzehr gezuechtet werden, sonst haette der Mensch die in der Natur vorkommenden Tiere laengst verzehrt.
Ich bin auch froh, dass Krokodile nur fuer die Lederindustrie gezuechtet werden, sonst waeren sie auch laengst ausgerottet oder nahezu ausgerottet.
Hier in Australien sind es wieder die Gruenen, die durch ungebremste Bloedheit auffallen, sie wollen eine Million Kamele vom Hubschrauber aus toeten lassen, weil sie angeblich zuviel pupsen und das ist nicht gut fuer den Co Gehalt in der Luft.
http://www.pi-news.net/2010/01/australien-tiere-ausrotten-fuer-den-klimaschutz/
nostalgie
nostalgie
Mitglied

Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von nostalgie
als Antwort auf vom 13.01.2013, 20:23:05
Danke Vega. Ich werde mich nicht mehr äußern. Leider darf man hier seine Meinung nicht sagen, besser man zieht den Kopf ein und sagt die Unwahrheit, um nicht anzuecken. Das ist nicht meine Art.
Ich werde dieses Forum verlassen.

Dir noch eine schöne Zeit. Ich möchte meine nicht mit solchen Zeitgenossen verschwenden.
Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
In spektrum.de habe ich einen guten Artikel mit interessanten Abbildungen gefunden. Ich weiss nicht, wie man ein PDF-Link hierhin bringt. Auf der Start-Seite, Mitte links, Adobe anklicken.
Evolution - die wahre Herkunft der Hauskatze

Hier ist eine Kurzfassung des PDF-Artikels. ("ohne Gewähr".)

Bisher vermutete man, die alten Ägypter hätten vor ca.3.600 J. als Erste Hauskatzen gehabt.
Die Forscher Driscoll und O`Brian verglichen DNA-Proben von fast 1000 Katzen, und zwar von Haus- und Wildkatzen: südl.Afrika, Aserbaidschan, Kasachstan, Mongolei, Naher Osten... Die Wildkatzen (Felis silvestris) sortierten sich dabei in fünf genetische "Cluster" (Abstammungslinien).
Die Hauskatzen aber, sowohl rein- wie gemischtrassige, fanden sich allesamt im selben Cluster zusammen mit der lybischen Falb-Katze, egal, aus welchem Land sie stammten, ob aus Großbritannien, Nordamerika oder Japan.
Demnach entstanden die Hauskatzen nicht in Ägypten, sondern im fruchtbaren Halbmond.

Bereits vor ca.10.000 J. begann der Mensch im fruchtb.Halbmond Wildgetreide anzubauen und zu lagern.
Dies zog eine (schwächere, aber clevere) Mäuseart an, die sich gegen die stärkeren Mäusearten evtl. nicht hätte durchsetzten können. Sie wagte sich in die Nähe der Menschen und der Körnerdepots und "Mus musculus" gedieh prächtig.
Die Falb-Wildkatze fand wohl nicht nur die Mäuse gut, sondern auch die menschlichen Abfallhaufen.
Im Gegensatz zu anderen Haustieren, die der Mensch sich heranzog, wählte die Katze also selbst die Nähe des Menschen, weil sie davon profitierte. Die Katze duldete den Menschen und der Mensch die Katze, da sie Mäuse vernichtete. Möglicherweise liebte der damalige Mensch auch das "Kindchenschema" des Katzengesichtes, so dass es zu einer gewissen Zutraulichkeit kam.

Die lybische Falbkatze wurde als einzige zur Hauskatze. Vermutlich konnten die europäische Wildkatze und die chinesische Graukatze den Menschen weniger tolerieren. Die Wildkatzen z.B. im südlichen Afrika wären zur Domestizierung geeigneter gewesen, sie wurden leichter zutraulich.
Aber nur die Falbkatze lebte dort, wo erste Wildkornspeicher entstanden.
Die Landwirtschaft breitete sich in andere Regionen aus und die lybische Falbkatze folgte. An jedem neuen Ort besetzte sie die Nische in der Nähe des Menschen. Den heimischischen Wildkatzen wurde der Zugang verwehrt. Wie lange es dauerte, bis die Falbkatze zahmer wurde, weiss man nicht.
Auf Zypern fand man ein 9.500 J.altes Grab mit Beigaben, ein Stück Eisenerz, Steinwerkzeuge, Meeresmuscheln...
40 cm entfernt war ein kleines Grab für eine ca. 8 Monate alte Katze, der Körper war genauso nach Westen ausgerichtet wie der des Menschen.
Auf den meisten Mittelmeerinseln lebten keine Wildkatzen. Die Katzen mussten also per Boot nach Zypern gebracht worden sein.
Dieser Fund gilt als ältester Beweis dafür, dass man sich schon damals Katzen hielt.
In Palästina fand man eine knapp 3.700 J.alte Elfenbeinfigur einer Katze.
Doch erst Darstellungen aus der ägyptischen Blütezeit, die vor ca.3.600 J. einsetzte, zeigen wirklich domestizierte Katzen. Auf den Abbildungen hocken die Tiere unter Stühlen, tragen Halsband oder sind angebunden, fressen aus Schüsseln oder fressen Speisereste. Die ältesten ägyptischen Darstellungen sind aber 5.000 bis 6.000 J. jünger als das 9.500 J.alte Katzengrab auf Zypern...

Vor ca.2.900 J.wurde wurde die Katzengöttin Bastet verehrt, Katzen waren heilig, wurden geopfert, mumifiziert und bestattet. Die Ägypter hielten erstmals in der Geschichte absichtlich Katzen und vermehrten sie (keine Züchtung). Katzenausfuhr war strengstens verboten. Trotzdem kamen sie schon vor 2.500 J.nach Griechenland.
Später nahmen Getreideschiffe Katzen zur Mäuse- und Rattenvernichtung an Bord, so dass sie, im Römischen Reich in vielen Hafenstädten Populationen gründeten und auch das Binnenland und die britischen Inseln eroberten.
Den fernen Osten erreichten sie nach der Zeitenwende. Nach China gelangten sie über Mesopotamien und auf dem Land- und Seeweg Indien.

Im fernen Asien lebten keine Wildkatzen, mit denen sie sich hätten mischen können. In den kleinen, isolierten Gruppen traten besondere Fellfarben auf und Mutanten setzten sich durch. So entstand die thailändische graublaue Koratkatze, die Siam- und Birmakatze u.a.

Dass diese Rassen sehr alt sind, erwiesen DNA-Vergleiche (Cancer-Institute. Bethesda, und Uni of California, Davis). Europäische und östliche Hauskatzen entwickelten über 700 J. getrennt.
Über die Anfänge in Amerika weiss man nichts Genaues, aber Columbus und andere Seefahrer hatten seit 1492 auf jeden Fall Katzen an Bord.
Noch unklarer ist die erste Besiedlung Australiens. Forscher meinen, dass die ersten Katzen im 17.Jahrhundert mit europäischen Seefahrern kamen. National Institutes of Health geht dieser Frage mit DNA-Studien nach.

Katzenzucht begann erst spät, wohl im 19. Jahrhundert in Grossbritannien. Genetisch unterscheiden sich die Rassen sehr wenig. Abweichungen sind nicht grösser als beim Menschen zwischen benachbarten Populationen, z.B. zwischen Franzosen und Italienern.

Nun aber betreten Katzenzüchter Neuland. Mit künstlicher Befruchtung, auch im Reagenzglas werden fremde Katzenarten eingekreuzt (z.B. Bengalkatze, Karakal, Serval).

Auf der letzten Seite des PDF-Artikels ist ein Foto einer Kreuzung Hauskatze/Serval. Ich finde das Katzentier sehr schön.
Trotzdem ist mir beim Betrachten unwohl. Vielleicht nur aus Unkenntnis?

MargArit
karl
karl
Administrator

Re: Ist das wirklich die vielgepriesene Tierliebe?
geschrieben von karl
als Antwort auf vom 14.01.2013, 04:16:20
Danke Margarit für die gute Zusammenfassung. Hier ist der Direktlink zur PDF.

Beste Grüße, Karl

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