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Initiativen-Engagement-Vereine Lebenstraum: „Mensch und Tier - Begleitung ganz anders“

sonja.fi
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Lebenstraum: „Mensch und Tier - Begleitung ganz anders“
geschrieben von sonja.fi
Hallo,
ich bin mir nicht sicher, ob ich unter dieser Rubrik richtig bin, aber das Thema liegt mir am Herzen. Ich möchte meinen Lebenstraum realisieren.

Ich will Menschen die eine neue, „andere“ Lebensphase betreten unter die Arme greifen, unterstützen und begleiten.
Ich will deren Haustiere betreuen, begleiten und passende „Pflegestellen“ bzw. neue Besitzer finden, so als wären es meine eigenen Tiere.
Und ich will einen Besuchsdienst ins Leben rufen, den es so noch nicht gibt - zumindest habe ich bis jetzt nichts dergleichen gefunden. Dieser Mensch soll sein geliebtes Haustier weiterhin in regelmäßigen Abständen sehen können.
Die neue Tier-Pflegestelle, der neue Besitzer oder ich werden diese Menschen, wo auch immer diese „Wohnstätte“ ist, mit Ihren Lieblingen besuchen und somit „Mensch und Tier“ begleiten, abhängig davon wie häufig der Besitzer das will, um Ihnen Lebensmut zu geben und um Ihnen schwierige Zeiten erträglicher zu machen.

Und ich muss davon Leben können, da ich meine derzeitige Festanstellung dafür aufgeben will. Mein Vater meinte dazu immer, ich werde dabei arm.

Jetzt ist mir Eure Meinung und Eure Einschätzung wichtig.
Seht Ihr hierfür Bedarf bzw. stuft Ihr meinen Lebenstraum als realistisch und umsetzbar ein oder als Humbug? Sind Euch andere Themen in diesem Zusammenhang wichtig, welche man gut integrieren könnte?
Ich bin für jeden Kommentar, Anmerkung, Meinung offen und dankbar.

LG
Sonja
Morrison
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Re: Lebenstraum: „Mensch und Tier - Begleitung ganz anders“
geschrieben von Morrison als Antwort auf sonja.fi vom 07.08.2015 23:56:33
Hallo,

Dieser Mensch soll sein geliebtes Haustier weiterhin in regelmäßigen Abständen sehen können. ...


Die neue Tier-Pflegestelle, der neue Besitzer oder ich werden diese Menschen, wo auch immer diese „Wohnstätte“ ist, mit Ihren Lieblingen besuchen und somit „Mensch und Tier“ begleiten, ....
LG
Sonja


Ich denke, das ist nicht gut für das Tier. Entweder gehört es dem alten oder den neuen Besitzer. Tiere brauchen Bezugspersonen und ich glaube nicht, dass das Tier dann noch weiß, zu wem es gehört. Es würde emotional durcheinanderkommen. Eventuell wäre das auch für den Besitzer schmerzlich, das Tier zu sehen und wieder gehen zu müssen.
Tiere vermissen "ihre" Menschen, Menschen vermissen "ihre" Tiere.

Ich würde so etwas nicht machen. Wenn ein Tier ganz zu einem neuen Besitzer kommt, wird es den alten Besitzer schnell vergessen. Und das soll so sein, damit das Tier glücklich wird/bleibt.

Wenn ein Tier z.B. tagelang in der Tierklinik bleiben muss, soll man es auch nicht besuchen, da erwiesen ist, dass es bei jedem Besuch glaubt, es wird in sein Zuhause mitgenommen!

Versuche es doch anders:
Tierbetreuung bei den Besitzern zuhause wird immer mehr gebraucht, auch außerhalb von Abwesenheiten der Besitzer. Aber ob man davon leben kann, sei dahingestellt.

Liebe Grüße
Morrison
DonRWetter
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Re: Lebenstraum: „Mensch und Tier - Begleitung ganz anders“
geschrieben von DonRWetter
Guten Morgen.

Ob man davon leben kann, ist eine Frage, die nur Du selbst beantworten kannst.

Wieviel Geld würdest Du für die Dienstleistung nehmen?
Wieviele potentielle Kunden sind da, die Du erreichen kannst?

Welchen Umsatz brauchst Du, um leben zu können und Deine Kosten wie z.B. Krankenversicherung und Altersvorsorge zu zahlen (Steuern nicht vergessen).

Passt die Anzahl der potentiellen Kunden mit Deinen Preisen und dem Umsatz zusammen?
old_go
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Re: Lebenstraum: „Mensch und Tier - Begleitung ganz anders“
geschrieben von old_go als Antwort auf sonja.fi vom 07.08.2015 23:56:33
Die Idee an sich ist sehr gut!

Aber,du solltest überlegen,daß die Tierhalter,die sich nicht mehr selber um ihr Tier kümmern können möglicherweise in Heimen leben und vermutlich somit derartige Angebote nicht finanzieren können!

Die Überlegung deines Vaters ist vollkommen realistisch,das sehe ich auch so!

Gudrun
Christine5
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Re: Lebenstraum: „Mensch und Tier - Begleitung ganz anders“
geschrieben von Christine5
Hallo Sonja,

unter Beachtung der bereits gegebenen Hinweise könnte ein Weg der kleinen Schritte hilfreich sein. Wie wäre es, wenn Du Deinen festen Arbeitsplatz behältst und erst einmal nebenbei an Deinem Traum arbeitest? Als Kleingewerbe oder ehrenamtlich ließen sich erst einmal Erfahrungen sammeln, um dann zu entscheiden, ob Du damit Deinen Lebensunterhalt verdienen willst und kannst.

Unser Vorgänger-Haustier, ein Birma-Kater, wurde stets schwer krank wenn er sich kurzzeitig in anderer Pflege befand. Dies änderte sich, als er direkt in unserer Wohnung betreut wurde. Sensible Tiere würden eine Hin-und-Her-Situation nicht verkraften. Es können Tierarzt- und Klinikkosten entstehen, die evtl. weder Du noch der Besitzer auf Dauer stemmst.
Morrison
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Re: Lebenstraum: „Mensch und Tier - Begleitung ganz anders“
geschrieben von Morrison
Wie viele verschiedene Tierarten sollten denn auf dem neuen Tierpflegehof zusammenleben? Hunde, Katzen, Kaninchen, Hamster, Schilkröten, Fische, Vögel, Ratten, Frettchen, Geckos etc.

LG Morrison
sonja.fi
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Re: Lebenstraum: „Mensch und Tier - Begleitung ganz anders“
geschrieben von sonja.fi als Antwort auf Morrison vom 08.08.2015 00:55:05
Hallo,
vielen Dank für eure hintergründige Gedanken. Genau deswegen habe ich mich im ST angemeldet. Ein dickes Kompliment an euch

Gar nicht so einfach, auf eure Beiträge passend einzugehen - wo fange ich an... Ich gehe einfach nach und nach Eure Beiträge durch und antworte darauf.

Liebe Grüße
Sonja
sonja.fi
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Re: Lebenstraum: „Mensch und Tier - Begleitung ganz anders“
geschrieben von sonja.fi als Antwort auf Morrison vom 08.08.2015 00:55:05

Ich denke, das ist nicht gut für das Tier. Entweder gehört es dem alten oder den neuen Besitzer. Tiere brauchen Bezugspersonen und ich glaube nicht, dass das Tier dann noch weiß, zu wem es gehört. Es würde emotional durcheinanderkommen. Eventuell wäre das auch für den Besitzer schmerzlich, das Tier zu sehen und wieder gehen zu müssen.
Tiere vermissen "ihre" Menschen, Menschen vermissen "ihre" Tiere.
Morrison

Hallo Morrison,

die Unterschiedlichkeit der Charaktere von Mensch und Tier und deren Beziehungsintensivität ist sehr vielfältig.
Ich bin in meinen Überlegungen bis jetzt davon ausgegangen, dass die Vorfreude und die Freude, das "eigene" Tier regelmäßig zu sehen, den Schmerz des Abschiedes überdeckt. Aber das wird, so sehe ich das jetzt aufgrund Deines Beitrages auch, nicht immer so sein.
Genauso ist es mit dem Tier. Es gibt so enge Beziehungen...und ja, es gibt Tiere, für die dieser Besuch auch jedes mal ein Abschied nehmen bedeutet. Und das darf man dem Tier nicht zumuten. Mir ist
das Wohl des Menschen und des Tieres wichtig.
Aber es gibt auch eine Reihe von Menschen und Tieren, die damit umgehen können. Eine Katze kann z.B. gut 2 unterschiedliche Bezugspersonen akzeptieren. Zudem will ich die Tierart nicht einschränken. Viele Menschen haben auch Vögel, Hasen, Hamster... diese Art von Tieren vermissen "ihre" Menschen vielleicht nicht ganz so stark bzw. in einer anderen Art und Weise.

Wichtig aber nicht einfach wird daher sein, den Menschen richtig einzuschätzen (auch er sich selbst), wenn es um die Frage geht: kommst Du damit klar, wenn wir dich mit deinem Haustier besuchen, aber auch wieder gehen müssen? Das gleiche gilt, wenn es um die Einschätzung des Haustieres geht - können wir dem Haustier den Besuch zumuten?

Versuche es doch anders:
Tierbetreuung bei den Besitzern zuhause wird immer mehr gebraucht, auch außerhalb von Abwesenheiten der Besitzer. Aber ob man davon leben kann, sei dahingestellt.
Morrison

Ich möchte mein "Mensch und Tier begleiten ganz anders" auf 6 Säulen aufstellen. Eine davon hast Du als Versuch vorgeschlagen
Ich sehe die Tierbetreuung im Sinne von "Unterstützung". Dem Menschen zu helfen, so lange als möglich mit "seinem" Haustier zu Hause zu leben. Die Unterstützung sehe ich in Form von Pflege/Versorgung des Tieres, Tierarztbesuche, Gassi gehen...

Liebe Grüße
Sonja
Morrison
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Re: Lebenstraum: „Mensch und Tier - Begleitung ganz anders“
geschrieben von Morrison als Antwort auf sonja.fi vom 10.08.2015 00:26:46
Liebe Sonja,

zu denkst sehr großzügig und willst das Beste, das weiß ich nun.

Aber bei deinem Vorhaben kann es so viele Kleinigkeiten und Hürden geben, so dass bei einer begrenzten Aufnahme nicht so viel herausspringt, dass du davon leben kannst.

Bedenke, dass du Tiere bekommst, die Diät fressen müssen, Tabletten einnehmen ... Da müssest du für jedes Tier eine Art "Fressbox" mit Chipklappe anschaffen, in den nur das eine Tier zum Fressen gehen kann, sonst bekommen die Falschen die Medizin etc. Fragt sich jedoch, ob die Tiere eine Chipklappe bzw. Fressbox überhaupt annehmen.
Es kann ja angenommen werden, wenn jemand sein Tier nicht mehr versorgen kann, sind der Mensch und das Tier schon älter.

Ich habe die letzten Tage über deinen Beitrag nachgedacht und mir sind so viele Dinge eingefallen, die eher dagegen sprechen als dafür. So gut du es meinst.

Als ich mal niemand hatte für meine Katze, alle Nachbarn verreist waren, suchte ich nach einer Versorgung für zuhause. Einige mobile Services habe ich angerufen, bin dorthin gefahren und sie sind gekommen, um das Umfeld in Augenschein zu nehmen.
Die größte Tierpension (20 Katzen) machte nebenbei noch mobile Versorgung. Die Frau sagte, sie hätte schwer zu kämpfen, und komme micht ihren Einnahmen nicht hin. Sehr viel Geld könne nicht verlangt werden, sonst würden keine Tiere gebracht werden.
Sie nahm z.B. für eine Anfahrt von 20 km (1 Weg) und die Versorgung morgens und abends (inkl. Streicheleinheiten) 13 Euro. Sie sagte, mehr könne sie nicht verlangen, sonst würde sie Kundschaft verlieren. Es gibt da viel Konkurrenz.

Nun höre ich aber auf, es wird sonst zuviel ...

Liebe Grüße
Morrison
sonja.fi
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Re: Lebenstraum: „Mensch und Tier - Begleitung ganz anders“
geschrieben von sonja.fi als Antwort auf DonRWetter vom 08.08.2015 08:22:07
Liebe(r) DonRWetter,
danke für die vielen Fragestellungen in die richtige Richtung.
Ich fange gerade an einen Businessplan zu schreiben - hier werde ich Deine gestellten Fragen aufnehmen und ausarbeiten.
Ich hoffe noch immer, irgendwie ein Modell zu entwickeln, welches tragfähig sein kann/wird
Viele Grüße
Sonja