Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Ach, jetzt nun auch Dirk Niebel

Innenpolitik Ach, jetzt nun auch Dirk Niebel

olga64
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Re: Ach, jetzt nun auch Dirk Niebel
geschrieben von olga64
als Antwort auf ehemaligesMitglied62 vom 13.06.2012, 17:53:12
Ich erwähnte es ja: süffisanter Stil - den pflegt die reisserische Bildzeitung nicht. Und ich als alte SZ-Leserin geniesse es sehr, hervorragenden Journalismus zu lesen und bin aber den profanen Dingen gegenüber nicht abgeneigt. Die gute Mischung macht es - sollten Sie mal ausprobieren - nur so, damit Sie mitreden können.
Im Gegensatz zu Ihnen empfinde ich die Machenschaften von Scientology alles andere als banal - die richten viel Unheil an. Olga
olga64
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Re: Ach, jetzt nun auch Dirk Niebel
geschrieben von olga64
als Antwort auf wolfgang vom 12.06.2012, 12:52:37
Es ist still geworden um Herrn Niebel und die Rücktrittsforderungen der erzürnten Bürger, die ihrerseits fehlerfrei und stets korrekt diesen fordern.
Hängt das damit zusammen, dass peinlicherweise auch dieses Bürgergeschrei sich im Nachhinein als lächerlich darstellt, da dieser Teppich sowieso nicht verzollt werden musste? Tja Leute, so geht es halt - wenn der Mund vor dem Kopf losmarschiert. Olga
kirk
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Re: Ach, jetzt nun auch Dirk Niebel
geschrieben von kirk
als Antwort auf olga64 vom 18.06.2012, 16:40:05
Es scheint mir zwar ziemlich zwecklos, ich erwähne es trotzdem.
Auch wenn kein Zoll fällig wird, die Mehrwertsteuer von 19% ist trotzdem zu entrichten.

Auch das sollte man wissen.


Kirk

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olga64
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Re: Ach, jetzt nun auch Dirk Niebel
geschrieben von olga64
als Antwort auf kirk vom 18.06.2012, 16:49:25
Das nennt sich in diesem Falle Einfuhrumsatzsteuer und ist teilweise rückforderbar, bzw. kann gegengerechnet werden.
Machen z.B. gerne auch Schweizer, die die deutschen Supermärkte leerkaufen. Olga
So kann es auch gesehen werden!
geschrieben von mart1
als Antwort auf kirk vom 18.06.2012, 16:49:25
Das unschuldige Opfer eines orientalischen Teppichhändlers

Eine satirische Aufbereitung







silhouette
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Re: So kann es auch gesehen werden!
geschrieben von silhouette
als Antwort auf mart1 vom 18.06.2012, 23:34:01
Gibt's in Österreich keinen Skandal für dich?
Hier hätte ich einen:

105 neue Luxusautos für Regierungsmitglieder für 8 Mio. Euro

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Re: So kann es auch gesehen werden!
geschrieben von mart1
als Antwort auf silhouette vom 19.06.2012, 00:16:55
Das läuft unter Deutschlandhilfe
hinterwaeldler
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Re: Ach, jetzt nun auch Dirk Niebel
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf olga64 vom 18.06.2012, 16:50:36
Das nennt sich in diesem Falle Einfuhrumsatzsteuer und ist teilweise rückforderbar, bzw. kann gegengerechnet werden.

Nein, siehe wiki. Die Mehrwertsteuer in DE beträgt im Allgemeinen 7% bzw. 19% und in CH Zitat aus Wiki:
"Seit 1. Januar 2011 gilt befristet bis Ende 2017 der normale Satz zu 8 %, der reduzierte Satz 2,5 % für alltägliche Güter wie Grundnahrungsmittel, und der Sondersatz 3,8 % für Beherbergungsleistungen."
Da Schweizer keine deutsche Steuer zahlen müssen, dürfen sie sich an der Grenze vom Zoll die Differenz gut schreiben lassen. Das ist international gültiges Recht!

Für verderbliche Lebensmittel etc. gibt es aber auch schweizer Einfuhrbeschränkungen: http://www.ezv.admin.ch/zollinfo_privat/zu_beachten/00350/index.html?lang=de bzw. http://www.ezv.admin.ch/zollinfo_privat/essen_trinken/00356/index.html?lang=de Solltest du mal in ein Land reisen, in dem es eine höhere Mehrwertsteuer als in DE gibt, steht dir dieses Recht des Steuerausgleiches auch zu Abgesehen davon besteht zwischen DE und CH ein umfassendes Steuerabkommen. Mit diesem wirst du zum Teil dann bekannt, falls du mal eine Einkommenssteuererklärung ausfüllen und beim Finanzamt abgeben musst.

Was gern genutzt wird sind zum Ärgernis der Schweiz deutsche Dienstleistung durch Handwerksbetriebe. Dafür tanken wir in CH.
Machen z.B. gerne auch Schweizer, die die deutschen Supermärkte leerkaufen.

Nein, das war mal. Auch bei uns in Hinterwaldhofen wurde früher Sonnabends schnell mal die Rache für die Schmach von 1499 geprobt.

An den Grenzübergängen sind in den vergangenen Jahren extra große Supermärkte und Einkaufszentren entstanden. Eines der markantesten Beispiele ist das Lago in Konstanz, aber auch an fast jedem Übergang für den kleinen Grenzverkehr findest du Palettenmärkte von Aldi, Lidl etc. für die Waren des täglichen Bedarfs.
hinterwaeldler
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Re: Ach, jetzt nun auch Dirk Niebel
geschrieben von hinterwaeldler
Nun aber zum Thema!

Dirk Niebel hat Deutschlandradio ein bemerkenswertes Interview gegeben, welches bei mir ganz neue Fragen aufwirft:

1. Weshalb hat man im gesamten dafür zuständigen "Ministerium für Entwicklungshilfe und wirtschaftliche Zusammenarbeit" keine Kenntnis von den geltenden Gesetzen und warum musste Niebel erst einen Rechtsverdreher beauftragen, damit er zu deren Kenntnis gelangt?

2. Allein der Transport des Teppichs via DHL hätte ca. 4000 Eus gekostet. Deshalb war die Beiladung in einer Dienstmaschine des BND für 0,50€/Kilo gerade zu ein Schnäppchen. Das diese Summe der BND Niebel nicht in Rechnung stellte, ist deren Kulanz zuzuordnen. Offensichtlich ist diese BND-Air die deutsche Neuauflage der Air America: https://en.wikipedia.org/wiki/Air_America_%28airline%29

3. Wenn Importe aus Afghanistan Sonderregelungen besitzen, so ist für mich auch verständlich, weshalb bei jedem Merkel- und Westerwelleausflug in dieses Land viele Manager aus Industrie und Wirtschaft das persönliche Risiko eines Bombenattentats bzw einer MG-Attacke auf sich nehmen und in diesem Land ihre Handelsabschlüsse tätigen. Man muss bedenken, das jede Keramikschüssel vor Ort vielleicht 20 Cent kostet und hier in Deutschland als teure Handwerkskunst verkauft wird.
olga64
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Re: Ach, jetzt nun auch Dirk Niebel
geschrieben von olga64
als Antwort auf hinterwaeldler vom 19.06.2012, 09:37:27
Tummelt sich hier wieder mal ein Senior mit zu viel Zeit? Was für ein Unsinn - glaubt der Schreiberling wirklich,dass internationale gut bezahlte Manager auf Keramikschalen-Suche gehen, um sie dann mit Aufschlag bei uns zu verkaufen? Wenn überhaupt, machen dies die sog. Ökos. Andererseits wäre dies doch für Sie ein netter Nebenerwerb - versuchen Sie doch mal, in eine solche Maschine zu kommen und bieten Sie Ihre wertvollen Dienste an. Sie haben dann zwar weniger Zeit für solche Berichte - können aber später noch mehr von Interna eines uns allen unbekannten Landes schwadronieren.
Die vielbescholtenen Manager versuchen, neue Märkte zu eruieren - übrigens geschieht dies derzeit bevorzugt in Myanmar (früher Burma), einem der rohstoffreichsten Länder der Erde. Olga

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