Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Auch die Bayern wollen demonstrieren

Innenpolitik Auch die Bayern wollen demonstrieren

Christine1951
Christine1951
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Re: Auch die Bayern wollen demonstrieren
geschrieben von Christine1951
als Antwort auf dutchweepee vom 16.10.2011, 18:58:50
...sie versuchen auf den abgefahrenen Zug zu springen

LG
dutchweepee
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Re: Auch die Bayern wollen demonstrieren
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf Christine1951 vom 16.10.2011, 19:16:30
@christine

Ich denke, dass selbst die neoliberalen Politiker mitbekommen, dass sie von den Bankern für Boni und Provisionen verarscht werden. Es gibt einfach keine glaubwürdigen Argumente mehr, die nächsten Spielgeld-Milliarden in die Spekulanten-Taschen zu stopfen.
senhora
senhora
Mitglied

Re: Auch die Bayern wollen demonstrieren
geschrieben von senhora
Wer in der Jugend sich durch Mühsal musste schlagen,
den rührt's im Alter nicht, wenn sich die Jungen plagen.

Friedrich Rückert
(1788 - 1866)

Ein so alter Vers und er passt heute noch.
Deshalb muss die Jugend etwas tun, um ihre Zukunft halbwegs erträglich zu gestalten.

Senhora

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dutchweepee
dutchweepee
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Re: Auch die Bayern wollen demonstrieren
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf senhora vom 17.10.2011, 07:28:47
@senhora

Dann solln sich die alten Bank-Manager aber auch endlich in ihre Villen oder besser in den Knast verdrücken.
luchs35
luchs35
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Re: Auch die Bayern wollen demonstrieren
geschrieben von luchs35
als Antwort auf dutchweepee vom 16.10.2011, 18:58:50
Bei vielen älteren Menschen im Westen sitzt noch das überholte Bild vom "seriösen Bankangestellten" im Kopf, dem man vertrauen kann. Die jungen Leute wachsen da schon mit dem realen Bild vom kriminellen Banker-Schwein auf, dem man weniger vertrauen kann, als einem Gebrauchtwarenhändler, weil er nur seine Boni und Provisionen im Sinn hat.


Du solltest nicht gleich das Kind mit dem Bade ausschütten,Dutch, denn mit dieser Verallgemeinerung triffst du in erster Linie die "seriösen Bankangestellten" , die ihre Brötchen ohne Boni und jeglichen Einfluss an der Basis verdienen, die einfach ihre Arbeit erledigen.

Die Forderung einiger Politiker, Investmentbanking und das normale Bankgeschäft ( mit Omas Sparbuch oder Girokonto) zu trennen wäre zumindest ein positiver Ansatz neben vielem, was reguliert werden muss, aber von den Politikern aus Feigheit nur sehr leise gefordert wird. Das amerikanische Bankensystem ist nach Europa übergeschwappt, und in Europa sind die Großbanker offensichtlich unfähig (oder eher unwillig) sich auf das wirkliche Bankengeschäft zu besinnen.

Glaubt eigentlich jemand ernsthaft, dass Politiker fähig sind, Banken nach einer Verstaatlichung zu leiten? Ist da nicht eine verstaatlichte Großbank, die Unsummen von unseren Steuergeldern schluckt?

Außerdem zieht Europa , sprich EU, nicht an einem Strang, das wäre aber der erste Ausgangspunkt zu einer Regulierung des Bankensystems. Vielleicht hilft der Aufstand auf der Straße den Verantwortlichen zum Nachdenken, aber vermutlich müssen erst Banken brennen, bevor sich etwas rührt. Und diese anarchistische Zustände wird sich wohl kaum jemand wünschen.

Luchs

dutchweepee
dutchweepee
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Re: Auch die Bayern wollen demonstrieren
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf luchs35 vom 17.10.2011, 10:44:39
Luchs: "Glaubt eigentlich jemand ernsthaft, dass Politiker fähig sind, Banken nach einer Verstaatlichung zu leiten?"

Ich erwarte von einem Politiker nicht, dass er einen Kriminalfall löst, dass er einen Flugkorridor als Lotse regelt oder einen Kampf-Jet fliegt. Trotzdem wird dies alles unter demokratisch legitimierter Kontrolle durch den Staat getan. Die Spezialisten in diesen Bereichen können ihre Regeln und Ziele nicht selbst festlegen, sondern haben sich an die Vorgaben der demokratisch gewählten Instanzen zu halten.

Deshalb müssen Banken verstaatlicht werden, damit unsere Steuergelder nicht regellos, eigennützig und kriminell verspekuliert werden.

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Re: Auch die Bayern wollen demonstrieren
geschrieben von klaus
als Antwort auf dutchweepee vom 17.10.2011, 10:50:15
"Deshalb müssen Banken verstaatlicht werden, damit unsere Steuergelder nicht regellos, eigennützig und kriminell verspekuliert werden."


Ich kann dir sehr gut in deiner Argumentation folgen, zumal wir ja nun auch wissen, welche Geschäfte im "Pokerbereich" abgeschlossen wurden und werden und wer für die Verluste letztendlich aufkommen muss. UND wenn man dann sieht, dass die "Spitzenbänker" trotz ihrer "Spielverluste" selbst noch Millionen einstecken, kommt mir schon der Kaffee hoch.

Allerdings glaube ich nicht, dass eine Verstaatlichung ALLER Banken DIE Lösung ist.
Denk mal an die Landesbanken, wie Nord-LB, West-LB, Bayernbank, Berliner Landesbank ..., die große Verluste eingefahren haben, weil sie kräftig mitspekuliert haben.

Ich halte eine RICHTIGE staatliche Kontrolle der großen Banken für besser.
Eine Kontrolle, die auf staatlichen Vorgaben beruht und die Bänker in ihrer "Spiellust" stark einschränkt - verbunden mit einer Verdienstobergrenze der Spitzenbänker und was sich sonst noch aus den Erfahrungen der letzten 10 Jahre ergibt( bin kein Finanzexperte!)
Allerdings wird sich das nicht alles im Alleingang machen lassen, weil die Banken in einem globalen Finanznetz eingebunden sind.
Ich glaube schon, dass das weltweit - mindestens EU-weit - organisiert werden muss.
Mit schnellen Parolen, wie "Zerschlagung der Großbanken", ohne eine genaue Aussage über das WIE, WER,...kann man zwar Beifall bekommen -aber damit ist eine globale Trendwende nicht zu machen.

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