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Innenpolitik Aus für Rot-Grün in Niedersachsen?

olga64
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Aus für Rot-Grün in Niedersachsen?
geschrieben von olga64

Die hauchdünne Mehrheit von Rot-Grün in Niedersachsen ist perdu. Eine Grünen Politikerin sieht ihre neue Zukunft in der CDU und gibt demzufolge ihr Grünen-Parteibuch plus Ämter ab.
Damit hat Rot-Grün keine Mehrheit mehr in Niedersachsen, sondern jetzt CDU/FDP (schon ein Vorauszeichen für das nächste Bundesparlament?).
Noch möchte Herr Weil, der MP; nicht zurücktreten. Vielleicht gelingt es ihm ja,dies bis zur regulären Wahl im Frühjahr "auszusitzen"? Bin gespannt, wie dies dort weitergehen wird. Olga

digi
digi
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RE: Aus für Rot-Grün in Niedersachsen?
geschrieben von digi
als Antwort auf olga64 vom 04.08.2017, 16:08:07

Sich mittendrin einer anderen Partei zuzuwenden halte ich für Betrug. Betrug am Wähler der Grünen. Sie sollte ihr Mandat komplett aufgeben. Der nächste aus der Günen Riege könnte dann nachrücken.
Keiner da? Dann sind die Grünen selber schuld. Es muss ja immer damit gerechnet werden, dass jemand auf halber Strecke stirbt.
Aber bei einer anderen Partei mitzumischen ist eindeutig Betrug.

karl
karl
Administrator

RE: Aus für Rot-Grün in Niedersachsen?
geschrieben von karl
als Antwort auf digi vom 04.08.2017, 16:20:07

Das sehe ich ähnlich, insbesondere sollte sie über einen Listenplatz der Grünen in den Landtag eingezogen sein, wovon ich ausgehe.

Karl

 


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Bruny
Bruny
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RE: Aus für Rot-Grün in Niedersachsen?
geschrieben von Bruny
als Antwort auf digi vom 04.08.2017, 16:20:07

Vorsorglich hat die Dame ja bereits darauf hingewiesen, dass Sie keine Verräterin ist emoji_joy. Was für ein absolutes Affentheater (obwohl ich den Affen wahrscheinlich unrecht tu) emoji_wink emoji_laughing.
Bruny

olga64
olga64
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RE: Aus für Rot-Grün in Niedersachsen?
geschrieben von olga64
als Antwort auf digi vom 04.08.2017, 16:20:07

Sehe ichähnlich. Vermutlich wird auch hier mal wieder eine Rechnung beglichen, erstellt auf parteiinternen Querelen. Warum die Dame aber nicht warten konnte bis zu den nächsten Wahlen? Und ob die persönliche Rechnung aufgeht und sie als neues CDU-Mitglied dann wieder einen politischen Job möchte? Die dortigen Wähler sollten dies nicht vergessen, wie ich finde.
Aber Faktum ist und bleibt, wie es in Niedersachsen weitergeht und inwieweit sich aufgrund der Mehrheitsverhältnisse der MP halten kann. Herr Weil steht ja auch unter Beschuss wegen seiner doch etwas anrüchigen Rolle als Aufsichtsratsmitglied bei VW. Auch das dürfte sich bei Neuwahlen auswirken, wobei man wiede mal erlebt, dass Politiker solche Ämter doch denen überlassen sollten, die sich in dem Metier auskennen. Olga

pippa
pippa
Mitglied

RE: Aus für Rot-Grün in Niedersachsen?
geschrieben von pippa
als Antwort auf olga64 vom 04.08.2017, 16:39:14

Für die kommenden Landtagswahlen sind die Listen der CDU geschlossen.
Vielleicht hat man ihr aber was anderes versprochen.

Wäre die Dame fair (und keine Verräterin), dann müsste sie ihr Mandat zurückgeben.

Sie ist verärgert, weil die GRÜNEN ihr für die kommende Landtagswahl keinen Listenplatz mehr angeboten haben. (Bei solchem Verhalten habe ich dafür auch Verständnis)

Was an der Rolle von dem MP Weil anrüchig ist, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.
Pippa
 


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Bruny
Bruny
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RE: Aus für Rot-Grün in Niedersachsen?
geschrieben von Bruny
als Antwort auf pippa vom 04.08.2017, 16:52:17

Es sollte Politikern generell verboten werden Aufsichtsrat bei Konzernen zu sein. Das macht sie zu Mittätern. Das Theater bezüglich des Abgasskandals zeigt es uns ja gerade. VW schlägt nun vor die gekauften Autos per Softwareupdate fit für deutsche Straßen zu machen und die Politik stimmt zu. 
Sie müssen den deutschen Bürger schon für ganz besonders bescheuert halten, denn mit einem SW update kann höchstens die Leistung herunter geschraubt (getaktet) werden das wäre aber der nächste Betrug am Kunden. Und der Bürger ist der geprellte.
Bruny
 

dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

RE: Aus für Rot-Grün in Niedersachsen?
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf pippa vom 04.08.2017, 16:52:17

Auf NDR-Niedersachsen wurde die feine Dame Heute Nachmittag zitiert, dass sie für sich eine Zukunft bei der CDU sieht, da ihr dort ein Listenplatz für die Landtags- oder Bundestagswahl versprochen wurde.
Sehr schäbig.

pippa
pippa
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RE: Aus für Rot-Grün in Niedersachsen?
geschrieben von pippa
als Antwort auf Bruny vom 04.08.2017, 17:03:51

Niedersachsen ist nun einmal Anteilseigner, und das ist für Niedersachsen bisher eigentlich immer positiv gewesen.

Dass der MP im Aufsichtsrat ist, spielt eigentlich überhaupt keine Rolle, jeder Spitzenpolitiker eines Landes wird sich für die jeweiligen Arbeitsplätze in seinem Land stark machen.

Viel wichtiger wäre es, wenn endlich Sammelklagen zugelassen würden, denn dann könnte den Autobauern wirksam "Feuer unterm Hintern" gemacht werden.

Dies alles hat aber mit dem unfairen Verhalten dieser Abgeordneten nichts zu tun.

Ich verstehe nicht, warum man nicht längst die Spielregeln dahin gehend geändert hat, dass ein über die Parteiliste erzieltes Mandat zurückgegeben werden muss, wenn man die Partei verlässt.
Pippa

olga64
olga64
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RE: Aus für Rot-Grün in Niedersachsen?
geschrieben von olga64
als Antwort auf pippa vom 04.08.2017, 17:19:32

Pippa, es ist einmalig in Deutschland, dass ein Bundesland und seine massgeblichen Politiker in einem Industrieunternehmen sitzen und dies auch noch im Aufsichtsrat, der ja die Arbeit der Vorstände kontrollieren soll und dies anscheinend nie gemacht hat. Der Beispiele hierzu gibt es bei VW ja viele: Skandal mit bestochenem Betriebsrat, jetzt die Dieselaffäre und die Verstösse gegen kartellamtsrechtliche Bestimmungen.
Der Aufsichtsrat bei VW ist SPD-dominiert, bzw. von der Gewerkschaft IG Metall. Und was hilft es? Es dürfte derzeit kein Unternehmen in Deutschland geben mit mehr Skandalen /(zu VW muss man ja immer auch Audi und Porsche zählen).
Wenn das die Sicht der Leute ist, Arbeitsplätze zu halten oder zu garantieren, bezwecken sie genau das Gegenteil. Es wird aufgrund der hohen finanziellen Belastungen die jetzt auf VW zukommen, zu Arbeitsplatzverlusten führen (zumindest in Deutschland).
Die Eigentümer sind die Aktionäre und die werden ebenfalls ihre hohen Rechnungen aufmachen, bzw. ihre 'Aktien verkaufen und den Börsenwert des Unternehmens weiter runterschrauben.
Das Resultat wird sein,dass Niedersachsen aus seiner Beteiligung aussteigt und diese an jemand anders geht (z.B. irgendein Emirat o.ä.). Olga


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