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Innenpolitik Bedrohung der inneren Sicherheit

margit
margit
Administrator

Bedrohung der inneren Sicherheit
geschrieben von margit
Viele Deutsche fühlen sich durch Flüchtlinge bedroht. Dieser gefühlten Wirklichkeit stehen objektive Zahlen gegenüber, die Grund zur Sorge geben.

2016 gab es in Deutschland:

998 Angriffe auf Flüchtlingsheime
2545 Angriffe auf Flüchtlinge
217 Angriffe auf Hilfsorganisationen oder freiwillige Asylhelfer.

Dabei wurden 560 Menschen verletzt, darunter 43 Kinder.

Das sind insgesamt 3750 polizeilich registrierte Angriffe im vergangenen Jahr, im Durchschnitt täglich etwas mehr als 10.

Die Statistik ist noch nicht abgeschlossen, die Zahlen können sich durch aus noch erhöhen. Beleidigungen, Beschimpfungen ect. tauchen in dieser Statistik nicht auf.

Wer bedroht da nun eigentlich wen?

(Zahlen aus: Berliner Morgenpost, die auf Anfrage vom Innenministerium bekannt gegeben wurden)

Margit
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Bedrohung der inneren Sicherheit
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf margit vom 27.02.2017, 23:47:35
Ich denke tatsächlich, dass sich nur jene Menschen "bedroht" fühlen, die keine engen und täglichen Kontakte zu Flüchtlingen oder Ausländern generell haben. Meine Erfahrungen besagen, dass die bei uns in Deutschland Schutzsuchenden freundlicher, besorgter und anpassungsfähiger auf neue Umstände reagieren, als die oft sturen und selbstgerechten "alteingesessenen" Deutschen.

Auf viele Beleidigungen, Diskriminierungen und Gemeinheiten, denen Ausländer, Flüchtlinge oder einfach Andersaussehende in Deutschland ausgesetzt sind, würden viele der "wunderbar disziplinierten" und nativen Urdeutschen aggressiv und strafbar handeln.
olga64
olga64
Mitglied

Re: Bedrohung der inneren Sicherheit
geschrieben von olga64
als Antwort auf margit vom 27.02.2017, 23:47:35
Ich denke, dass sich deutsche Menschen generell bedroht fühlen und indirekt auch wissen, dass kein Politiker sie 100%ig beschützen kann.
Wenn man berücksichtig, dass Attentate oder Anschläge aus heiterem Himmel kommen, ist das auch unheimlich. Allerdings werden diese Angriffe immer mehr von Deutschen durchgeführt (Amoklauf in München, zuletzt Heidelberg von einem deutschen Studenten) und dies dürfte die Bedrohung der Sicherheit bei Deutschen nochmals steigern,wenn sie ein evtl. Feindbild, dass dafür Flüchtlinge verantwortlich sein sollen, nicht mehr in letzter Konsequenz sehen. Schon jetzt ist es ja so, dass nach einem Angriff, wo die Nationalität des mutmasslichen Täters noch gar nicht veröffentlicht wurde, im Netz wild spekuliert wird, dass wieder ein Ausländer dies tat und wenn sich dann herausstellt ,dass dies nicht so war, wird umgehend erklärt, "die da oben" würden uns belügen.
Ich glaube deshalb auch, dass im bevorstehenden Wahlkampf das Thema Sicherheit einen sehr viel wichtigeren Rahmen einnehmen wird als z.B. die Verlängerung des ALG 1 usw., weil es ja uns alle betrifft und nicht nur eine kleinere Gruppe von Menschen. Olga

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heigl
heigl
Mitglied

Re: Bedrohung der inneren Sicherheit
geschrieben von heigl
ja und nein,
es gibt viele Tatsachen, auch diese Statistik.

In Großstädten ist sicher die wahre Situation greifbarer als auf dem flachen Lande, wo oft seit Generationen wenig Fremdes aufgetaucht ist.
In München ist man den Umgang mit allem möglichen "Fremdem", also auch Migranten, gewöhnt. An die 40% beträgt der Anteil von Ausländern plus Migranten.
Man darf sich aber auch nichts vormachen, dass mehr Menschen bei gleichem Vergehens-Prozentsatz auch entsprechend mehr Probleme bedeuten.
O Migranten machen keine Vergehen, auf der anderen Seite bieten sie, leider, auch vielen Menschen Angriffsflächen, z.T. zu Unrecht.
Natürlich fühlen nicht wenige Menschen Vergehen von Migranten schwerwiegender als solche "Einheimischer".
Hinzu kommt noch, dass allzuviele sogar agressiv werden, die politischen Hintergründe kennen wir alle dazu, tätlich Asylunterkünfte angreifen und auch deren Bewohner.

Finde ich gut, dass die Zahlen nun das wahre Bild, die Relationen aufzeigen
old_go
old_go
Mitglied

Re: Bedrohung der inneren Sicherheit
geschrieben von old_go
als Antwort auf margit vom 27.02.2017, 23:47:35
Margit,

danke für diese Angaben,

offensichtlich haben viele Deutsche aus der beschämenden Vergangenheit nichts gelernt!

Menschen,die aus ihren Heimatländern vor Krieg und Hunger Schutz bei uns suchen und erhalten,anzugreifen,oder zu beschimpfen ist in keiner Weise entschuldbar und sollte sehr hart bestraft werden!

Zerstörte Asylunterkünfte wieder aufzubauen, verursacht Kosten,
die mit unseren Steuergeldern finanziert werden müssen und sehr viel sinnvoller verausgabt werden könnten!

Es sollte auch nicht vergessen werden,dass diese Menschen aufs Neue in Angst und Todesnot versetzt werden,die Hilfe aus eben diesem Erleben erhofften!

Gudrun
sittingbull
sittingbull
Mitglied

Re: Bedrohung der inneren Sicherheit
geschrieben von sittingbull
als Antwort auf margit vom 27.02.2017, 23:47:35
Wer bedroht da nun eigentlich wen?


ich denke , dass man sich genau diese gedanken machen muss .

danke , margit .

sitting bull

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SamuelVimes
SamuelVimes
Mitglied

Re: Bedrohung der inneren Sicherheit
geschrieben von SamuelVimes
als Antwort auf margit vom 27.02.2017, 23:47:35
Zur "Statistik" gehört auch:

Zahl der tatverdächtigen Zuwanderer 2014 59.912
Zahl der tatverdächtigen Zuwanderer 2015 114.238
Straftaten durch Zuwanderer 1-9 2016 214.600

Straftaten gegen Asylunterkünfte I Quartal 2016 454
Straftaten gegen Asylunterkünfte II Quartal 2016 226
Straftaten gegen Asylunterkünfte III Quartal 2016 149

Quelle: BKA KRIMINALITÄT IM KONTEXT VON ZUWANDERUNG 2015 und 1-3 2016

LG
Sam
Tina48
Tina48
Mitglied

Re: Bedrohung der inneren Sicherheit
geschrieben von Tina48
als Antwort auf SamuelVimes vom 01.03.2017, 15:08:32
"Straftaten durch Zuwanderer 1-9 2016 214.600"

Hier muss man - das ist unerlässlich - genau hinschauen , um welche Art von Delikten es sich handelt .
SamuelVimes
SamuelVimes
Mitglied

Re: Bedrohung der inneren Sicherheit
geschrieben von SamuelVimes
als Antwort auf Tina48 vom 01.03.2017, 15:16:22
Gerne.

Vermögens- und Fälschungsdelikte 29%
Diebstahl 27%
Rohheit und Straftaten gegen die persöniche Freiheit 24%
Sonstige STGB 11%
Rauschgift 7%
Sex. Straftaten 1,3%
Straftaten gegen das Leben 0,2%

Oder mal noch genauer an einem Beispiel:

Im Bereich Straftaten gegen das Leben handelte es sich in den
weitaus meisten Fällen um versuchte Totschlagsdelikte.
In den ersten drei Quartalen des Jahres 2016 wurden 366 Fälle von
Straftaten gegen das Leben registriert, bei denen mindestens ein
Zuwanderer als Opfer oder Täter beteiligt war. Hiervon blieben 318 Fälle
im Versuchsstadium.
In 278 Fällen - und somit einem Großteil der Taten - waren
ausschließlich Zuwanderer beteiligt, d. h. sowohl als Täter als auch als
Opfer.
In 52 Fällen waren deutsche Staatsangehörige involviert (12x als Täter,
37x als Opfer, 3x sowohl auf Täter- als auch auf Opferseite). Vier Taten,
in denen Deutsche Opfer waren, wurden vollendet.
79 % der Tatverdächtigen waren Zuwanderer aus den betrachteten
Hauptherkunftsstaaten.
In 38 % der Fälle lag der Tatort in einer Erstaufnahmeeinrichtung/Sammelunterkunft.

LG
Sam (Quelle wie oben)
Edita
Edita
Mitglied

Re: Bedrohung der inneren Sicherheit
geschrieben von Edita
als Antwort auf SamuelVimes vom 01.03.2017, 15:08:32
Zur "Statistik" gehört auch:
Zahl der tatverdächtigen Zuwanderer 2014 59.912
Zahl der tatverdächtigen Zuwanderer 2015 114.238
Straftaten durch Zuwanderer 1-9 2016 214.600
Straftaten gegen Asylunterkünfte I Quartal 2016 454
Straftaten gegen Asylunterkünfte II Quartal 2016 226
Straftaten gegen Asylunterkünfte III Quartal 2016 149
Quelle: BKA KRIMINALITÄT IM KONTEXT VON ZUWANDERUNG 2015 und 1-3 2016
LG
Sam


Was möchtest Du mit Deinen Zahlen "beweisen" oder aussagen?
Im Jahre 2016, von Jan. - Sept. stellte das BKA folgendes fest:

" ALLGEMEINKRIMINALITÄT
1. Die quartalsweise Entwicklung der Fallzahlen von Straftaten begangen durch Zuwanderer3 war in fast allen Deliktsbereichen tendenziell rückläufig.
Von Januar bis September 2016 wurden 214.6004 Fälle im Zusammenhang mit versuchten und vollendeten Straftaten registriert, bei denen mindestens ein Zuwanderer als Tatverdächtiger erfasst wurde.
Die signifikantesten Rückgänge der Fallzahlen waren im Bereich der Diebstahlsdelikte sowie der Vermögens- und Fälschungsdelikte zu verzeichnen.
Die Zahl der Straftaten gegen das Leben sowie die der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung bewegten sich auf konstant niedrigem Niveau.
Die überwiegende Mehrheit der Zuwanderer beging keine Straftaten.
2. Die deliktischen Schwerpunkte bei den durch Zuwanderer begangenen Straftaten lagen im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte, der Diebstahlsdelikte sowie der Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit.
Innerhalb der Vermögens- und Fälschungsdelikte handelte es sich vorrangig um Fälle von Beförderungserschleichung (60 %). Im Bereich der Diebstahlsdelikte dominierte der Ladendiebstahl (64 %). Bei den Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit handelte es sich überwiegend um Körperverletzungsdelikte (79 %).


Kernaussagen BKA - "Kriminalität im Kontext von Zuwanderung"

Edita

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