Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Der AfD-Vorsitzende Gauland verrät wieder einmal sein wahres Denken

Innenpolitik Der AfD-Vorsitzende Gauland verrät wieder einmal sein wahres Denken

adam
adam
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RE: Der AfD-Vorsitzende Gauland verrät wieder einmal sein wahres Denken
geschrieben von adam
als Antwort auf Alexs vom 12.02.2019, 09:30:12

Tina hat doch einen Anfang gemacht.

Als Demokrat betrachtet, ist der sogenannte Faschismus (eine Erfindung der Italiener) eine politische Krankheit, die, ehe es zum Verbot kommen muß, heilbar ist. Allerdings nicht durch Hass. Im Gegensatz zur Demokratie, die das Wohl aller im Kompromiss findet, glauben "Faschisten", einen Staat durch zusammenführen durch Macht leiten zu können. Das ist ein Irrtum, weil das Zusammenführen von nationaler Macht automatisch zu Konflikten mit anderen nationalen Mächten führt. Die Macht im Inneren gebündelt, führt ins Chaos nach außen, während vielfältige Demokratie sich nach außen öffnet und vielfältiges Miteinander findet.

Hass, in jeder Form, als Entgegnung zum Nationalismus, macht alles nur noch schlimmer. Hass in diesem Fall wäre Antifa, also auch Hass. Vor einem Verbot dieses Nationalismus, steht immer ein Nachdenken über das Verbot. In einer Demokratie denkt man über ein Verbot nach, indem man versucht, ein Verbot zu vermeiden. Dabei müssen die politisch "Kranken" einbezogen werden. Man zeigt die Sackgasse, in die ihr Weg führt. Dabei können Dokumentationen helfen als Schocktherapie. Eine weniger schmerzhafte Methode ist, den "Faschisten" ihre Themen zu nehmen und die nicht über nationale Macht versuchen zu lösen, sondern über demokratischen Kompromiss . Dabei gehören nationale Emotionalitäten nicht in die Hände von Nationalisten, sondern sie müssen ihnen entgegen gehalten werden.

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adam


 

olga64
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RE: Der AfD-Vorsitzende Gauland verrät wieder einmal sein wahres Denken
geschrieben von olga64
als Antwort auf adam vom 12.02.2019, 14:21:38
 
Hass, in jeder Form, als Entgegnung zum Nationalismus, macht alles nur noch schlimmer. Hass in diesem Fall wäre Antifa, also auch Hass. Vor einem Verbot dieses Nationalismus, steht immer ein Nachdenken über das Verbot. In einer Demokratie denkt man über ein Verbot nach, indem man versucht, ein Verbot zu vermeiden. Dabei müssen die politisch "Kranken" einbezogen werden. Man zeigt die Sackgasse, in die ihr Weg führt. Dabei können Dokumentationen helfen als Schocktherapie. Eine weniger schmerzhafte Methode ist, den "Faschisten" ihre Themen zu nehmen und die nicht über nationale Macht versuchen zu lösen, sondern über demokratischen Kompromiss . Dabei gehören nationale Emotionalitäten nicht in die Hände von Nationalisten, sondern sie müssen ihnen entgegen gehalten werden.

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adam


 
geschrieben von adam
Um "jemanden etwas entgegen halten zu können", bedarf es der Haltung der Einzelnen. Die vermisse ich immer mehr und in allen Bereichen der politischen Couleur. Wenn man oft nur die auch Angleichungen der noch vorhandenen, politischen Linken und derer Protagonisten betrachtet und wie die sich - nicht nur semantisch - hier doch treffen in ihren Ideen, Forderungen usw.

GErade die bräunlich strukturierten beschweren sich ja oft und gerne, dass sie vorschnell mit der Nazi-Keule überzogen werden; das Pendant hierzu ist, dass in fast allen politischen Bereichen mittlerweile als warnend/drohende Argumentation erklärt wird, "dies würde die AfD nur stärker machen".
Oft denke ich ,dass diese Leute, die qua Nazi- und/oder 'AfDKeule argumentieren, aus der gleichen, angestaubten Ecke kommen.
DA sollte dann man/frau einfach persönliche Haltung zeigen, um dem zu entgegnen. Olga
marina
marina
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RE: Der AfD-Vorsitzende Gauland verrät wieder einmal sein wahres Denken
geschrieben von marina
als Antwort auf olga64 vom 12.02.2019, 16:12:54
GErade die bräunlich strukturierten beschweren sich ja oft und gerne, dass sie vorschnell mit der Nazi-Keule überzogen werden; das Pendant hierzu ist, dass in fast allen politischen Bereichen mittlerweile als warnend/drohende Argumentation erklärt wird, "dies würde die AfD nur stärker machen".
Oft denke ich ,dass diese Leute, die qua Nazi- und/oder 'AfDKeule argumentieren, aus der gleichen, angestaubten Ecke kommen.
DA sollte dann man/frau einfach persönliche Haltung zeigen, um dem zu entgegnen. Olga

geschrieben von olga64

Guter Beitrag, Olga, danke!
Ganz genau so ist es. Sie argumentieren im eigenen Sinne, um die Kritik an der braunen AFD abzuwürgen, auch indem sie behaupten, das seien keine Nazis. Dabei gibt es waschechte Nazi-Äußerungen von ihnen (s. Höcke und Konsorten), und sie demonstrieren gern gemeinsam in großer Eintracht mit Nazis. Das Argument, man würde die AFD stärker machen, indem man die Dinge beim Namen nennt und ihre braune Gesinnung offenlegt, ist eine reine Schutzbehauptung, damit sie ungestört ihre  Unterstützung für sie und ihre bräunliche Gesinnung  ausleben können.
 

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pippa
pippa
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RE: Der AfD-Vorsitzende Gauland verrät wieder einmal sein wahres Denken
geschrieben von pippa
als Antwort auf marina vom 12.02.2019, 16:38:29

Woher aber kommt denn nun all der Hass?

Oder war er schon immer da und ist nur durch die neuen Medien jetzt so präsent? 

Auch Frankreich ist momentan ziemlich ratlos wegen des zügellos ausbrechenden Judenhasses.

Gibt es denn überhaupt noch ein europäisches Land ohne diesen ekelhaften Hass?

Nationalismus ist mE ein guter Nährboden für Hass, aber was treibt die Menschen in den Nationalismus?

Ich weiß das einfach nicht. Erschrocken

Pippa
 

olga64
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RE: Der AfD-Vorsitzende Gauland verrät wieder einmal sein wahres Denken
geschrieben von olga64
als Antwort auf pippa vom 12.02.2019, 18:08:27

Antisemitismus und Judenhass sind keine Erfindung der Neuzeit oder auf Europa beschränkt. ES gab ihn immer und es gab immer die Zeiten, wo Juden nachgesagt wurde, sie seien reicher, klüger usw. als andere Menschen und lenken deshalb die Weltmächte.
Vieles entwickelte sich aus Minderwertigkeitskomplexen, insbesondere bei Muslimen, wo der Judenhass zur Biografie gehört und von Generation zu Generation weitergetragen wird.
Wenn man auf den Clan blickt,d er in Verbindung zu Bushido nun in Berlin sein Unwesen treibt: da haben die Eltern ihren Söhnen bewusst Namen gegeben, die ihren Hass auf Juden ausdrücken. So heisst z.B. ein Sohn Rommel mit Vornamen, weil man diesen Mann als Hitler-Offizier so bewunderte.
Aber eines ist natürlich auch richtig: dieser Hass kann heute anonym noch viel stärker ausgedrückt werden in den asozialen Hetzwerken und das wird sicher kein Ende finden. Olga

Alexs
Alexs
Administrator

RE: Der AfD-Vorsitzende Gauland verrät wieder einmal sein wahres Denken
geschrieben von Alexs
als Antwort auf marina vom 12.02.2019, 16:38:29
Das Argument, man würde die AFD stärker machen, indem man die Dinge beim Namen nennt und ihre braune Gesinnung offenlegt, ist eine reine Schutzbehauptung, damit sie ungestört ihre  Unterstützung für sie und ihre bräunliche Gesinnung  ausleben können.
 
Oh man - was ist das für eine Logik?!
Wer würde sowas behaupten?

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adam
adam
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RE: Der AfD-Vorsitzende Gauland verrät wieder einmal sein wahres Denken
geschrieben von adam
als Antwort auf olga64 vom 12.02.2019, 16:12:54
 
Hass, in jeder Form, als Entgegnung zum Nationalismus, macht alles nur noch schlimmer. Hass in diesem Fall wäre Antifa, also auch Hass. Vor einem Verbot dieses Nationalismus, steht immer ein Nachdenken über das Verbot. In einer Demokratie denkt man über ein Verbot nach, indem man versucht, ein Verbot zu vermeiden. Dabei müssen die politisch "Kranken" einbezogen werden. Man zeigt die Sackgasse, in die ihr Weg führt. Dabei können Dokumentationen helfen als Schocktherapie. Eine weniger schmerzhafte Methode ist, den "Faschisten" ihre Themen zu nehmen und die nicht über nationale Macht versuchen zu lösen, sondern über demokratischen Kompromiss . Dabei gehören nationale Emotionalitäten nicht in die Hände von Nationalisten, sondern sie müssen ihnen entgegen gehalten werden.

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adam


 
geschrieben von adam
Um "jemanden etwas entgegen halten zu können", bedarf es der Haltung der Einzelnen. Die vermisse ich immer mehr und in allen Bereichen der politischen Couleur. Wenn man oft nur die auch Angleichungen der noch vorhandenen, politischen Linken und derer Protagonisten betrachtet und wie die sich - nicht nur semantisch - hier doch treffen in ihren Ideen, Forderungen usw.

GErade die bräunlich strukturierten beschweren sich ja oft und gerne, dass sie vorschnell mit der Nazi-Keule überzogen werden; das Pendant hierzu ist, dass in fast allen politischen Bereichen mittlerweile als warnend/drohende Argumentation erklärt wird, "dies würde die AfD nur stärker machen".
Oft denke ich ,dass diese Leute, die qua Nazi- und/oder 'AfDKeule argumentieren, aus der gleichen, angestaubten Ecke kommen.
DA sollte dann man/frau einfach persönliche Haltung zeigen, um dem zu entgegnen. Olga
Ja Olga, ohne Zivilcourage geht es nicht und wenn man jemanden als Nazi bezeichnet, muß man dabei bleiben können. Es ist genau so wie bei den Rassisten. In beiden Fällen muß genau überlegt sein, was man sagt, wie man anklagt und auf was man sich berufen kann. Dann können andere, denen das nicht passt oder die gemeint sind, meinetwegen zum Mobbing übergehen und sich daurch entlarven. An mir perlt Mobbing ab. Klebt Dummheit?

Man sollte aber nicht nur lesen, sondern auch verstehen können. Sichtet man die politische Szene, darf einem nicht einfallen, einen Höcke oder Gauland in Schutz zu nehmen. Man sollte aber die in Schutz nehmen, die auf die Höckes und Gaulands reingefallen sind, die man wieder wenden kann. Die sollten nicht ungeprüft als Nazis beschimpft werden, weil sie Nazis aufgesessen sind. Wir müssen nicht nur mit ihnen zusammenleben, wir brauchen sie zur Gestaltung des Landes. Es gibt keine anderen.

Etwas anders sieht es aus bei Rassisten, die sich hinter dem Schutz der von ihnen Verachteten verstecken, die Hilfe vortäuschen, aber Vernichtung vorhaben oder die Verachteten zum Aufbau des eigenen Egos mißbrauchen. Das habe ich Anfang Oktober 2018 bei einer Fahrt in meine alte Heimat erleben müssen, unter anderem an meinem besten Freund, der in der Flüchtlingshilfe "tätig" ist. Nicht nur, daß er die Gruppe Gambier, für die er verantwortlich war als seine Schwarzen bezeichnete, er war stolz darauf, wie er sie befehligte. Wenn er beschloß, daß einer Bäcker zu lernen hatte, dann war das Gesetz. Klappte es nicht, ging es in die Tretmühle der Abschiebung. Mein Freund hatte sich angewöhnt, "seine Schwarzen" in seinem dicken Audi (mit Volllederausstattung!) durch die Gegend zu fahren, sie zu sich zum Essen einzuladen und ihnen all das zu zeigen, was die armen Tröpfe nie erreichen können. Den letzten Schliff erhielt sein Ego als er mir die Unterkünfte zeigte, wobei keine Rücksicht auf Intimsphäre genommen wurde. Ich durfte bei der Fütterung dabei sein, als er zwei  Baguette verteilte. Daß die Flüchtlinge nicht "Danke Bwana" sagen mußten, war alles. Danach fragte er mich, was ich denn tun würde. Dann kam der Streit und das Ende einer fast 50jährigen Freundschaft.

Bisher konnte mir noch niemand bewußten Rassismus bei ansich intelligenten Menschen erklären. Unbewußter Rassismus muß nicht schlimm sein, weil er weg ist, wenn man ihn erklärt. Ich habe Leute gekannt, die erschraken über sich selbst. Aber wie paralleler Rassismus bei denkfähigen Menschen zustande kommt, wie z.B. Antisemitismus und Antiamerikanismus, in Israel und den USA leben jeweils 8 Millionen Juden, das konnte mir bisher niemand erklären.

--

adam
 
pschroed
pschroed
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RE: Der AfD-Vorsitzende Gauland verrät wieder einmal sein wahres Denken
geschrieben von pschroed

Seehofer,  es wird langsam Zeit. Phil.

Seehofer AFD Beamte

12. Februar 2019, 15:59 Uhr
Mitgliedschaft in radikaler ParteiSeehofer lässt Konsequenzen für Beamte prüfen.
 
  • Bundesinnenminister Seehofer lässt prüfen, ob sich aus der Mitgliedschaft in bestimmten Parteien Konsequenzen für Beamte ergeben.
  • Beamtenbund-Chef Silberbach betont, Extremismus und Beamtenstatus seien unvereinbar.
  • AfD-Chef Meuthen ruft Seehofer dazu auf, vorrangig linksextreme Kontakte von Beamten zu prüfen.
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) lässt prüfen, welche Konsequenzen eine Mitgliedschaft in der AfD und anderen Parteien für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst haben kann. "Die Prüfung gilt ganz generell, für Rechts- wie für Linksradikale, unabhängig von der jüngsten AfD-Entscheidung des Bundesamtes für Verfassungsschutz", sagte Seehofer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Der Verfassungsschutz hatte Mitte Januar die AfD insgesamt zum "Prüffall" erklärt. Genauer hinschauen will die Behörde beim rechtsnationalen "Flügel" der AfD und bei der Jungen Alternative. Beide wurden als "Verdachtsfall" eingestuft. Vor diesem Hintergrund war Seehofer nach der Vereinbarkeit einer Parteimitgliedschaft mit dem Beamtenstatus oder der Beschäftigung im öffentlichen Dienst gefragt worden.

"Das ist eine Frage, die wir derzeit noch sehr genau prüfen", antwortete Seehofer. Sie werde öfters an sein Ministerium herangetragen. "Deshalb habe ich mein Haus gebeten, diese Frage der Mitgliedschaft und welche Verpflichtungen für einen Beamten entstehen hinsichtlich der politischen Zurückhaltung noch mal sehr genau für mich zu prüfen - in vier bis acht Wochen."
Mareike
Mareike
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RE: Der AfD-Vorsitzende Gauland verrät wieder einmal sein wahres Denken
geschrieben von Mareike
als Antwort auf adam vom 12.02.2019, 23:24:44

Hallo Adam
zu einem sehr großen Teil kann ich Deinen Ausführungen beipflichten.
Nur deinen Satz: " Man sollte aber die in Schutz nehmen, die auf die Höckes und Gaulands reingefallen sind, die man wieder wenden kann. Die sollten nicht ungeprüft als Nazis beschimpft werden, weil sie Nazis aufgesessen sind. Wir müssen nicht nur mit ihnen zusammenleben, wir brauchen sie zur Gestaltung des Landes. Es gibt keine anderen." muß aus meiner Sicht  näher ausgelotet werden.
Das "In Schutz nehmen" wird ja immer als Sympathie und verstecktes Mitlaufen miss-gedeutet.

In dem Buch Freedom Writers begegnet uns eine Haltung des Aufklärens UND in Schutz nehmen, die wegweisend sein könnte:
"Erin Gruwell wird Mitte der 1990er Jahre an der Wilson Classical High School in Long Beach als Englischlehrerin eingestellt. Sie sagt ihrer Vorgesetzten, sie sei Lehrerin geworden, weil sie nach den Rassenunruhen im Jahr 1992 die Welt verändern wollte.
An der Schule herrscht – genauso wie in der Stadt – Gewalt zwischen den Angehörigen verschiedener ethnischer Gruppen. Viele Lehrkräfte an der Schule haben Vorbehalte gegen ihre Schüler. Gruwell hört von ihren Schülern, deren Hauptziel sei das bloße Überleben.
Eines Tages konfisziert sie eine rassistische Zeichnung, die einen Schüler darstellt. Gruwell ist darüber erbost und zieht vor der Klasse parallelen zu rassistischer Nazi Propaganda. Erschrocken stellt sie fest dass nur einem der Schüler das Wort Holocaust ein Begriff ist."

"Langsam gewinnt Gruwell den Respekt und das Vertrauen ihrer Schüler."

 Die deutsche Ausgabe ist 2007 im Autorenhaus Verlag erschienen: Freedom Writers: Wie eine junge Lehrerin und 150 gefährdete Jugendliche sich und ihre Umwelt durch Schreiben verändert haben.

Bruny
Bruny
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RE: Der AfD-Vorsitzende Gauland verrät wieder einmal sein wahres Denken
geschrieben von Bruny
als Antwort auf adam vom 12.02.2019, 23:24:44
Bisher konnte mir noch niemand bewußten Rassismus bei ansich intelligenten Menschen erklären. geschrieben von adam
Für mich gibt es keinen Unterschied zwischen bewusst oder unbewussten Rassismus, egal ob bei „an sich intelligenten“ oder „dumm wie Brot“ Menschen. Es gibt die sofort erkennbaren Rassisten und die Wölfe im Schafspelz.
Meine Meinung, die niemand teilen muss Zwinkern.
Bruny

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