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Innenpolitik Deutschlands Diesel-Jäger

RE: Deutschlands Diesel-Jäger
geschrieben von WoSchi
als Antwort auf lupus vom 01.09.2017, 08:00:03

Ich möchte dieses Thema noch einmal aufgreifen, denn so harmlos, wie es hier von manchen dargestellt ist, ist der Fall der "Deutsche Umwelthilfe e.V." und ihrem Chef ja nun wirklich nicht.
Ich kam nicht durch diesen Faden drauf sondern durch einen sehr interessanten Beitrag auf N-TV.
Dieser Verein scheint ja wohl nur die Verschleierung der Tasache zu sein, dass  er wie eine Firma nur mit Gewinnerzielungsabsicht arbeitet und dafür Rechtslücken ausnutzt, um mit Anwälten von Unternehmen und Firmen Geld zu erpressen. Wer so etwas gutheisst oder als peanuts abtut, der muss, pardon, mit dem Klammerbeutel gepudert worden sein. Mag es auch legal sein, so ist es sicher doch nicht nur in meiner Moralvorstellung sehr schäbig. 

Der Tagesspiegel.de schreibt dazu im april 2016:

Mit dem Abmahngeschäft nimmt die Umwelthilfe Millionenbeträge ein. Von Jahr zu Jahr wird es mehr: 2014 waren es 2,323 Millionen Euro, im Jahr zuvor 1,790 Millionen, 2009 waren es noch 676 000 Euro. Diese Gelder haben zunehmend mehr Anteil am Etat der Organisation. Die Einnahmen aus dem „Verbraucherschutz“, wie sie die Umwelthilfe in ihren Jahresberichten nennt, machten 2014 insgesamt 28 Prozent aller Einnahmen aus, 2013 waren es 22 Prozent.
Dieser relativ kleine Öko-Verband knapp 280 Mitgliedern klagt nun schon geraume Zeit quer durch die Republik gegen Städte und Konzerne, um Fahrverbote für Dieselautos durchzusetzen. Und das schlimmste ist: Ihnen wird RECHT gegeben und zig Städte verbieten Diesfahrzeuge nur aufgrund der Klagen dieses Vereins.

Wie kann es sein, dass so ein mickriger Verein , der zudem einen zweifelhaften Ruf hat, ein ganzes Land in Sachen Dieselfahrzeuge in die Knie zwingt und man sich nicht inmal fragt, warum alle anderen Länder in Europa sich herzlich wenig um Verbote kümmern? wenn die ganze Hysterie um die Dieselautos nur auf einer gesetzeslücke beruhen, die von einem dubiosen verein so schamlos ausgenutzt wird und nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, die wirklich hieb- und stichfest sind, dann ist das ein ungeheurer Skandal, der nicht nur Kleinunternehmer und Privatbesitzer in finanzielle Nöte stösst. Wem dazu nicht einfällt, dass da vielleicht die Hersteller der Elekroautos hinter stecken könnte ... denn die Hauptsponsoren des Vereins weisen durchaus darauf hin... nichts ist unmöööglich: Toyoota..
Mehr hier im Handelsblatt
sittingbull
sittingbull
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RE: Deutschlands Diesel-Jäger
geschrieben von sittingbull
als Antwort auf olga64 vom 29.08.2017, 18:09:06

Immobilie schuldenfrei und schon vor 40 Jahren erworben, gut vermietet ist schöne Zusatzleistung zu meiner zufriedenstellenden Rente. Schmuck wird getragen und wenn mein Freund, der sehr grosszügig ist und es sich leisten kann, mich ,mit neuen Stücken verwöhnen möchte, sage ich nicht nein. (Olga)

oh mein gott ... wie widerlich , selbstgefällig ist das denn ?

sitting bull

 
novella
novella
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RE: Deutschlands Diesel-Jäger
geschrieben von novella
als Antwort auf WoSchi vom 25.11.2018, 13:08:55

Ich frage mich, ob es vom "Handelsblatt" gerechtfertigt ist, der "Deutschen Umwelthilfe" so ganz pauschal Profitinteressen im Auftrag eines Autoherstellers zu unterstellen. Könnte es nicht tatsächlich auch so sein, dass dieser Verein (so klein er auch sein mag) in gewisser Weise Recht hat, wenn er den Kommunen bzw. der Bundespolitik vorwirft, sich nicht an EU-Vorschriften zu halten. - Wenn nur die Behauptung der verdeckten Profitinteressen stimmen sollte: Fallen dann die deutschen Gerichte reihenweise auf die Behauptungen der Umwelthilfe herein?
Außerdem: Auf wessen Seite steht das "Handelsblatt"? Auf der Seite der Wirtschaft oder auf der Seite des Umweltschutzes?
Dass der Verein wegen seiner geringen Mitgliederzahl ungeahnte Entwicklungen in Bewegung versetzt oder verhindert, macht ihn vergleichbar mit der kleinen Gewerkschaft der Lokomotivführer, die seinerzeit auch ein ganzes Land unter Druck setzte und es jederzeit wieder tun könnte.


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RE: Deutschlands Diesel-Jäger
geschrieben von WoSchi
als Antwort auf novella vom 25.11.2018, 16:43:52

Novella, recherchier doch einfach mal unter dem Namen des Vereins und "Diesel" , da findest Du zahlreiche Quellen mit genau der gleichen Aussage - wenn ein Verein seit Jahren so viel Geld aus Klagen zieht, weil es eine Gesetzeslücke gibt, dann solltest Du Dich nicht fragen, auf wessen Seite das Handesblatt steht sondern dieser Verein..

Vielleicht erleuchtet das Dich ein wenig?

lupus
lupus
Mitglied

RE: Deutschlands Diesel-Jäger
geschrieben von lupus
als Antwort auf novella vom 25.11.2018, 16:43:52

Selbst wenn der Verein in einigen angeprangerten Dingen richtig liegen würde, halte ich es für skandalös dass daraus ein Geschäftsmodell mit Gewinnen zur Finanzierung der großspurigen Lebensweise ( nur für die Allgemeinheit Zwinkern) des Vereins machbar ist.
Der Vielflieger Resch muss ja besonders finanziert werden, denn er opfert sich ja für uns!Wütend

lupus

RE: Deutschlands Diesel-Jäger
geschrieben von WoSchi
als Antwort auf lupus vom 25.11.2018, 17:31:38

Ja lupus, es ist mehr als ein übler Beigeschmack, der da hochkommt und der stark an ähnliche Geldschneiderei dubioser "Tierschützer" erinnert - nur haben die nicht ganz so viel "erwirtschaftet" und in die eigene Tasche gesteckt - unter dem Deckmäntelchen des Natur- und Umweltschutzes lassen sich ja auch schnell viele freiwillige Helfer instumentalisieren, die glauben, für eine gute Sache auf die Straße zu gehen - ohne zu wissen, was da eigentlich wirklich passiert.

Un komisch ist doch, dass der verein bereits im Jahr 2005  Kritik auf sich gezogen, als sie sich mit ihrer Kampagne "Kein Diesel ohne Filter" für die Einführung von Dieselpartikelfiltern einsetzte – und zugleich Spenden in sechsstelliger Höhe von Dieselrußfilter-Herstellern angenommen hatte. Ein Schelm, der Böses dabei denkt...

Rund 2,5 Millionen Euro Einnahmen pro Jahr durch Abmahnungen ... und keiner wiess, wo das Geld bleibt ..


Hier noch einige Hintergründe auf der News-Seite des RBB (Radio Berlin & Brandenburg)


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novella
novella
Mitglied

RE: Deutschlands Diesel-Jäger
geschrieben von novella
als Antwort auf WoSchi vom 25.11.2018, 17:01:41
Novella, recherchier doch einfach mal unter dem Namen des Vereins und "Diesel" , da findest Du zahlreiche Quellen mit genau der gleichen Aussage - wenn ein Verein seit Jahren so viel Geld aus Klagen zieht, weil es eine Gesetzeslücke gibt, dann solltest Du Dich nicht fragen, auf wessen Seite das Handesblatt steht sondern dieser Verein..

Vielleicht erleuchtet das Dich ein wenig?
Ja, das erleuchtet mich ein wenig (danke für den Link), erklärt aber andererseits noch nicht, warum die Gerichte den Klägern immer wieder Recht geben. - Dann müssten doch schleunigst in den Kommunen die Richtlinien eingehalten werden bzw. müsste der Gesetzgeber generell tätig werden, um die Gesetzeslücke zu schließen.
sammy
sammy
Mitglied

RE: Deutschlands Diesel-Jäger
geschrieben von sammy
als Antwort auf WoSchi vom 25.11.2018, 13:08:55
 


Wie kann es sein, dass so ein mickriger Verein , der zudem einen zweifelhaften Ruf hat, ein ganzes Land in Sachen Dieselfahrzeuge in die Knie zwingt und man sich nicht inmal fragt, warum alle anderen Länder in Europa sich herzlich wenig um Verbote kümmern? wenn die ganze Hysterie um die Dieselautos nur auf einer gesetzeslücke beruhen, die von einem dubiosen verein so schamlos ausgenutzt wird und nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, die wirklich hieb- und stichfest sind, dann ist das ein ungeheurer Skandal, der nicht nur Kleinunternehmer und Privatbesitzer in finanzielle Nöte stösst.

geschrieben von WoSchi
.......na´da scheint ja jemand mächtig gut informiert zu sein.
1. In anderen Europäischen Ländern wird z.T. konsequenter (Zulassung von Dieselfahrzeugen,
    Fahrverbote in Stadtzentren) vorgegangen.
2. Deine genannte "Hysterie um die Dieselautos" beruhen nicht auf eine Gesetzeslücke.
3. Sehr wohl sind die "Erkenntnisse wissenschaftlicher Natur".
4. Die Verantwortlichen der Autoindustrie haben die Autokäufer u. a. betrogen.
5. Ohne die DUH würde ein Umdenken noch lange nicht stattgefunden haben.

In diesem Sinne freundliche Grüße
sammy 
RE: Deutschlands Diesel-Jäger
geschrieben von WoSchi
als Antwort auf sammy vom 25.11.2018, 18:15:49

sammy, natürlich gibt es Verbote auch in anderen Ländern, nur sind die wesentlich grosszügigr gefasst.

In London gilt seit 2017 für Benziner und Diesel schlechter als Euro 4 eine Sondermaut von umgerechnet rund 11,30 Euro pro Tag.

L yon, Grenoble, Toulouse, Lille und Straßburg verhängen an Tagen mit hohen Feinstaubwerten Fahrverbote für Dieselautos mit Euro 3 oder schlechter. Ab 2020 wollen die Städte Diesel ganz verbieten.

Antwerpen lässt keine Euro-3-Diesel mehr fahren, und ab 2019 dürfen sie auch nicht nach Brüssel.

Ab 2020 gilt beispielsweise in Mailand ein Verbot für Euro-3-Diesel, das 2024 auf zunächst Euro-5-Diesel erweitert werden soll.

und das wars auch schon und wurde viel weniger dramatisch breitgetreten und niemand hat dafür durch windige Anwälte Millionen eingesackt!

Nicht die Gesetzeslücke verbreitet die hysterie sondernh diejenigen, die sie nutzen ... und die, die alles glauben, was irgendein Umweltverein sagt ...

zu Punkt 3, lies mal hier

Betrug ist die eine Sache - die überzogenen Verbote und der Ruin für viele Autobesitzer ist ein ganz anders Ding .. die Fakten , so sie denn auf Wahrheit beruhen, waren doch auch schon bei der grossen Abwrackaktion bekannt, in der unnötiger Weise viele erhaltnswerte ältere Autos in der Schrottpresse landeten - Neuwagen werden kaum einmal die Lbensdauer erreichen, die zB mein Oldtimer aus gutem Schwedenstahl, der auch einen Kat hat, wenuig Benzin braucht und null Rost hat

Ohne die DUH wäre alles sicher weniger hysterisch über die Bühne gegangen und nicht so zum Nachteil der Autobesitzer

lupus
lupus
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RE: Deutschlands Diesel-Jäger
geschrieben von lupus
als Antwort auf sammy vom 25.11.2018, 18:15:49

Wenn du meinst, dass an einer solchen Situation sehr gut verdient werden sollte, halte ich das für sehr falsch.
lupus

Und informiere dich mal an welchen Abmahnungen die verdienen.


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