Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Die FDP, die Lindner'sche

Innenpolitik Die FDP, die Lindner'sche

Gutkarl
Gutkarl
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Re: Die FDP, die Lindner'sche
geschrieben von Gutkarl
als Antwort auf JuergenS vom 24.04.2016, 14:57:44
Ja, die FDP mit Lindner kommt ganz sympathisch herüber, auch wenn die meisten wohl nicht verstehen, was er eigentlich will.

Was versteht er unter einer "Beta-Republik".
Ich denke da spontan an Beta-Blocker, gut gegen den Bluthochdruk, Stress und auch essentiellen Tremor.
Auf der anderen Seite gibt es eine Beta-Version, das ist z.B. eine Software im Versuchsstadium, die noch voller Fehler stecken kann, die noch abgestellt werden müssen. Beliebt ist diese Version bei Herstellern, da sie kostengünstig die User testen lassen und dann die Fehler gemeldet bekommen.

Das Beta-Plakat war in Teilen auf englisch gehalten und lautet auf Deutsch " Versuch - Irrtum. Versuch - Irrtum. Versuch - Erfolg".
Also ganz schön mutig ist der Lindner.

Wenn 90 Prozent der Wähler mit einer "Beta-Republik" nichts anfangen können, aber 10 Prozent der FDP zustimmen, hat die Partei gewonnen.

Gutkarl
olga64
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Re: Die FDP, die Lindner'sche
geschrieben von olga64
als Antwort auf Gutkarl vom 25.04.2016, 14:26:59
Es ist gut , dass die FDP wieder am Wiedereintritt in die kreative Politik ist. Sie hat ja schon einiges geschafft - in 'RP stellt sie die Regierung mit. Jetzt wird m.E. ein Fehler wiederholt, dass sich diese Partei wieder auf eine Person = Lindner fokussiert. Aber der Wunsch, die Wahlerfolge der unsäglichen AFD in Frage zu stellen, erlaubt vieles. DA auch in der AfD gemässigte Mitglieder sein dürften, die durch den Wegfall der FDP ihre"politische Heimat" verloren hatten, kann es gut sein, dass sie zurückkehren. Olga
wandersmann_1
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Re: Die FDP, die Lindner'sche
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf olga64 vom 25.04.2016, 16:06:42
DA auch in der AfD gemässigte Mitglieder sein dürften, die durch den Wegfall der FDP ihre"politische Heimat" verloren hatten, kann es gut sein, dass sie zurückkehren.


Das sind dann naturgemäß die ganz zuverlässigen Mitglieder, die in schlechten Zeiten das sinkende Boot verlassen, um in vermeintlich besseren wieder an Bord kriechen zu können.
Nunja - wie der Herre, so's Gescherre, die FDP hat sich ja auch jahrzehntelang an jede Regierung rangeschmiert, weshalb sollen einzelne Mitglieder nicht die gleiche Charakterlosigkeit besitzen.

Die FDP war übrigens nicht "weggefallen", wie Du oben meintest, sie hatte nur den Einzug in den Bundestag verpasst. So was kommt schon mal vor, deshalb muss man sich als FDP'ler aber nicht gleich der AfD anbiedern. Man kann sich auch den Mühen der Vereinsarbeit unterziehen ....

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olga64
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Re: Die FDP, die Lindner'sche
geschrieben von olga64
als Antwort auf wandersmann_1 vom 25.04.2016, 16:52:42
Für die Mühen der Vereinsarbeit haben vermutlich hart arbeitende junge Männer und Frauen einfach keine Zeit mehr und überlassen dies gerne den alten Rentnern, die damit aus einer gewissen Bedeutungslosigkeit herauskommen.
Auch ist es heute längst nicht mehr üblich, lebenslang die gleiche Partei zu wählen. Wäre ja auch Unsinn, wenn man nur bedenkt, wie sich die CDU allmählich der SPD und den Grünen angeglichen hat. Das macht ja auch diesen Parteien sehr zu schaffen. Der CDU gelingt es aber dadurch, sich Klientel "anzulachen", die früher diese Parteien wählten.
Sie schreiben, es käme schon mal vor ,dass eine Partei aus dem Bundestag fliegt. Nach meiner Erinnerung war dies in den letzten Jahren lediglich bei der NPD und den "Reps" der Fall und um die war es nie schade. In den LÄnderparlamenten auch noch die Piraten, aber an deren längerfristigem Überleben glaubten sowieso nur Fantasten.
Aber eine so alte Partei wie die FDP flog m.W. noch nie aus dem Bundesparlament - oder wen meinen Sie? Olga
wandersmann_1
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Re: Die FDP, die Lindner'sche
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf olga64 vom 25.04.2016, 17:21:08
@ olga64

Ich meinte damit in erste Linie: wenn sich eine Partei zu den Wahlen zum Bundestag stellt, kann sie im Ergebnis derer ins Parlament einziehen oder eben nicht. Und dass sie das nicht schaffen kann, kommt eben schon mal vor, auch wenn sie FDP heißt.
Du müsstest aber mal für dich und Deine Argumentation entscheiden, ob Du Dir über das Verhalten der Mitglieder der FDP oder ihrer Wähler Gedanken machst, das vermischst Du oben nämlich, sind aber schon 2 verschiedene Blickwinkel.
olga64
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Re: Die FDP, die Lindner'sche
geschrieben von olga64
als Antwort auf wandersmann_1 vom 25.04.2016, 17:43:33
Da ich keine Mitglieder der FDP kenne, kann ich sie nicht beurteilen. Mir bleiben nur die Protagonisten der ersten Reihe, die im TV oder bei Talkshows auftreten und ihre WEisheiten unter das Volk streuen.
Ich kenne aber Wähler der FDP und weiss auch, dass diese sich politisch heimatlos fühl(t)en und verdächtige auch einige von denen, dass sie in der Anfangs-AfD waren, als dies noch die Partei der Professoren, Ärzte und anderer Gutverdienender war. MIttlerweile distanziert sich dieser Kreis, weil zu den grölenden Nazis will ja keiner gehören. Olga

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sittingbull
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Re: Die FDP, die Lindner'sche
geschrieben von sittingbull
als Antwort auf adam vom 25.04.2016, 14:16:01
Das vollständige Zitat hätte lauten müssen: "...betont aber ihr liberales Programm zugunsten der Menschen und nicht gegenüber Google und Banken.
geschrieben von adam


so so ...

sitting bull
olga64
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RE: Die FDP, die Lindner'sche
geschrieben von olga64

Die FDP und hier insbesondere Herr LIndner haben noch eine Rechnung mit unserer Kanzlerin offen. Noch immer denkt Herr Lindner,die Verantwortliche, dass die Partei 2013 aus dem Parlament flog, war Frau Merkel. Die Partei hat anscheinend nie intern aufgearbeitet, dass es damals eigene Typen wie Herr Brüderle, Herr Rösler und noch andere in diesem Mileu gab,die die Wähler veranlassten, diese Partei nicht mehr zu wählen.
'Als sie ein bravouröses Comeback in 2017 erlebte, ging die Partei und hier vermutlich insbesondere Herr Lindner davon aus,dass alle Türen in den politischen Himmel wieder offenstünden. Als sie sich selbst von einer Regierungsbeteiligung zurückzog, machte sie später auch hierfür unsere Kanzlerin verantwortlich, weil diese anscheinend mehr zu den wendigen Grünen tendierte (bzw. erfolgreiche Koalitionen schwarz--grün in Baden--Württemberg und Hessen ein gangbares Modell erschienen).
Nun gehtdie FDP und hier vorne dran den Weg der AfD; unter dem Titel Aufklärung bei BAMF soll ein Untersuchungsausschuss installiert werden ,der aber einer Vorführung unserer Kanzlerin dienen soll. Noch ist es nicht so weit, weil die kleinen Parteien FDP und AfD diesen Untersuchungsausschuss allein nicht in die Wege leiten können; noch sträuben sich die Grünen, die Linke, die SPD, hier "mitzuspielen". Nach Aussage der CSU wäre es dieser ziemlich egal, ob ein solcher Unersuchungsausschuss stattfindet oder nicht. Dauern wird das alles sowieso lange Zeit, bis irgendwelche Ergebnisse vorliegen.
Aber man darf ja schon mal darüber sprechen im Vorfeld, auch wenn es ein gewisses Gschmäckle hat, wenn die Liberalen sich auf irgendeine Art und Weise mit den Braunen verbünden wollen. Olga

Bote Asgards
Bote Asgards
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RE: Die FDP, die Lindner'sche
geschrieben von Bote Asgards
als Antwort auf olga64 vom 05.06.2018, 16:46:52

Ein gewisses Geschmäckle hat aber auch, daß alle anderen Parlamentsparteien der Forderung nach einem parlamentarischen Untersuchungsausschuß wenig begeistert bis leise ablehnend begegnen.
Wen und was will man nicht bloßstellen? Was sollte besser im Dunkeln bleiben? Der parlamentarische UA kann Personen ohne Rücksicht auf Rang und Namen vorladen, Akten prüfen und Zeugen wie ein Gericht vereidigen.  Der Innenausschuss des Bundestages ist dagegen wie Kaffeeklatsch.

Bruny
Bruny
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RE: Die FDP, die Lindner'sche
geschrieben von Bruny

Wer keinen Dreck am Stecken hat, muss einen Untersuchungsausschuss nicht fürchten. 
Bruny


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