Innenpolitik Die Gier

Logan
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Die Gier
geschrieben von Logan
Das streben nach mehr, nach immer mehr und mehr, unterschiedlichster Prägung, nach Geld, oder Alkohol oder beidem...nach Macht,

...gefährdet den gesellschaftlichen Frieden, ein jeder denkt nur noch an sich, frei nach dem Motto: Ich, ich, ich, ein guter Mensch denkt nur an sich...

Ist Gier anerzogen?

Haben Sozialismus und Kommunismus deshalb keine Überlebenschance, weil der Kapitalismus anderen Ideologen ob der Gier überlegen scheint, scheint???

Kann es sein, dass der Kapitalismus schuld daran ist, dass es die Gier gibt? Befinden wir uns diesbezüglich in einer Spirale, worin sich der Kapitalismus letztendlich aufhängt?

Darüber zu spekulieren wage ich mich nicht zu schreiben, denn dafür fehlt mir das Wissen...

Logan
Bruny
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Re: Die Gier
geschrieben von Bruny als Antwort auf Logan vom 18.04.2017 16:17:04
Tja, ich bezeichnete es mal als soziale Kälte. Je wohlhabender die Menschen sind umso mehr Kälte herrscht. Die Hektik nach mehr tötet die Herzlichkeit die uns in ärmeren Ländern immer so fasziniert, mich zumindest.
Bruny
olga64
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Re: Die Gier
geschrieben von olga64 als Antwort auf Bruny vom 18.04.2017 16:21:04
In einem Ihrer letzten Beiträge definierten Sie "soziale KÄlte" aus eigenem Erleben damit ,dass Sie von jemandem angeraunzt wurden, auf der Autobahn angeblinkt und weitere solcher dramatischen Ungeheuerlichkeiten bei Ihrem Besuch in Bayern er- und durchleben mussten.
Unter sozialer KÄlte versteht wohl jeder etwas anderes und ich bin sehr sicher, dass auch in Ihrem Gastland, dem sonnigen Spanien solche vorhanden ist, wenngleich Sie hoffentlich davor verschont sind in Ihrem persönlichen Umfeld. Wenn Sie aber auch dort rüpelhaftes Verhalten im Alltag oder auf Autobahnen in die Rubrik einreihen, kann es auch dort vorkommen....

Gier ist für mich z.B. wenn in zinslosen Zeiten "normale Anleger" auf jemanden reinfallen, der ihnen 15% Zinsen verspricht und wenn sie weder das Anlagemodell noch einen mitgelieferten Prospekt verstehen, weil es ihnen die persönliche Gier befiehlt, daran zu glauben. Geht das dann schief, wovon auszugehen ist, wird umgehend "nach dem Staat"gerufen, der aber meist nicht helfen kann. Befindet sich so ein Anlagemodell in einer besonders exotischen Gegend und Bank, gilt auch die Einlagensicherung nicht mehr und es hat sich wieder mal bewiesen: Gier frisst Hirn. Olga
Bruny
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Re: Die Gier
geschrieben von Bruny als Antwort auf olga64 vom 18.04.2017 17:22:57
Eigentlich schrieb ich, dass ich beobachtete . Wie Sie Ihren Ort am See sehen ist mir egal, ich beobachte lieber das Geschehen in meiner Umgebung, obwohl es nicht unbedingt mich betrifft .
Und jetzt wende ich mich weitaus wichtigerem zu
kunvivanto
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Re: Die Gier
geschrieben von kunvivanto
Gier gab es bereits vor dem Kapitalismus.
Gier ist nichts weiter als eine Variante von (psychischer) Sucht.

Es gibt zwei Hauptbereiche von Sucht:
1. Die physische (körperliche) Sucht, bei der der Körper nach dem Mittel verlangt. Z.B. Heroin, oder Alkohol im fortgeschrittenen Stadium.
2. Die psychische Sucht, bei der der Körper frei bleibt, aber das Belohnungssystem im Gehirn danach verlangt. In der Regel weil es ihm an den natürlichen Belohnungen des Lebens mangelt.
Ein solches Belohnungsmittel kann auch Geld sein. In der einfachen Variante wird das Geld noch als Mittel gesehen, um sich die "natürlichen" Belohnungen kaufen zu können (Anerkennung, käufliche "Liebe" usw.). Im fortgeschrittenen Stadium sind die immer höheren Zahlen auf dem Konto bereits die "Befriedigung".

Einer Sucht, also auch der Gier, liegt immer ein psychisches Problem zu Grunde. Leider sind psychische Probleme durch Erziehung vererbbar. Wenn z.B. Eltern ein Kind vernachlässigen, weil ihnen Geld oder Statussymbole wichtiger sind, sucht sich das Kind auf Dauer eine Ersatzbefriedigung irgendeiner Art...
kunvivanto
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Re: Die Gier
geschrieben von kunvivanto als Antwort auf Logan vom 18.04.2017 16:17:04

Haben Sozialismus und Kommunismus deshalb keine Überlebenschance, weil der Kapitalismus anderen Ideologen ob der Gier überlegen scheint, scheint???
Nein. Gier gibt es überall. Nur sind die Menschen im Kapitalismus bereit, sich dafür mehr anzustrengen, weil sie da mehr von dem Errungenen behalten dürfen. Mehr Anstrengung = mehr Produktion = weniger Mangel.
Logan
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Re: Die Gier
geschrieben von Logan als Antwort auf kunvivanto vom 18.04.2017 20:58:51
Gier gab es bereits vor dem Kapitalismus.
Gier ist nichts weiter als eine Variante von (psychischer) Sucht.



Gut.

Gier läßt aber auch Meeresspiegel ansteigen...
?
?
?
Warum...

Logan
Bruny
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Re: Die Gier
geschrieben von Bruny als Antwort auf Logan vom 18.04.2017 21:39:06
Die von dir eingangs beschriebene Gier assoziiere ich mit:
1. fortwährendem Wachstum - a) zum einen nicht möglich, zum anderen schädlich für die Umwelt
2. Kinder und Jugendliche werden mit enormen Nachhilfestunden durch Schule und Abitur "geprügelt". Der logische Menschenverstand bleibt oftmals auf der Strecke.
3. Ausbildung, jahrelang ein Model um das uns andere Länder zurecht beneideten, erfolgt nicht mehr, da Lehrstellen unbeliebt und unbesetzt bleiben.
4. Es gelten nur noch materielle Werte, der alte Mensch wird zur Belastung.
5. Der Mensch muss funktionieren wie eine Maschine
6. Maschinen ersetzen Menschen
7. Der Ton untereinander ist rau, man ist auf seinen Vorteil bedacht
Dieses Ellbogengefühl nenne ich soziale Kälte, da es sehr ichbezogen ist. Jeder kann seine eigenen Beobachtungen, Gedanken mit auflisten. Für mich ist dieser entartete Kapitalismus ungesund für Mensch (besonders für die Schwachen), Tier und die Umwelt.
Bruny
Logan
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Re: Die Gier
geschrieben von Logan als Antwort auf Bruny vom 18.04.2017 22:18:47
Ja.

Gravierender aber ist,

die Meere verkommen zu Müllhalden, durch das einleiten von Oil und anderen flüssigen Stoffen, durch hineinkippen von Plastik und anderen Feststoffen, mit nachhaltig unumkehrbaren Folgen.

Methan ist am Meeresgrund gebunden. Wenn durch die Erderwärmung Wassermassen durchmischt werden, wird das Methan gelöst, tritt an die Oberfläche und in die Atmosphäre...
Googel doch einmal!

In Grönland gab es vor ca. 30 Jahren noch 5km hohes Landeis. Jetzt ist es zum Teil auf 2km herunter geschmolzen.

Wenn wir unfähig sind, nicht aus den Fehern unserer Gier zu lernen, werden wir die ersten Lebewesen sein, die sich selbst ausrotten.

Logan
Bruny
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Re: Die Gier
geschrieben von Bruny als Antwort auf Logan vom 19.04.2017 07:24:05
Massentierhaltung, Verpackungswahn, Vernichtung von Lebensmitteln, Fracking, Electronic Schritt, Abholzung der Regenwälder, Export Weltmeister usw. ist alles der Erfolg von fortwährendem ungesunden Wachstum. Der Einzelne bei uns kann dagegen steuern, jedoch nicht der Arme der in Teilen der sogenannten dritten Welt lebt. Der ist sofort betroffen, wir in den vermeintlich reichen Regionen auch, aber erst später, viel später. Vielleicht auch erst zu spät.
Bruny