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Innenpolitik Die Hölle für Deutschland

JuergenS
JuergenS
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RE: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von JuergenS
als Antwort auf Holger vom 06.08.2017, 19:41:13

Nicht nur das.
Bedeutsame Erfindungen wurden nie vorher geplant, sondern sind aus Gedanken grübelnder Menschen entstanden.
Nur Naive können beschliessen, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt, z.B. 2040 eine Entwicklung abgeschlossen sein muß, damit kein Verbrennungsmotor mehr auf Strassen rauscht.
Es wird eine sehr sehr lange Übergangsphase mit vielen Überraschungen geben, positive wie negative.

olga64
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RE: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von olga64
als Antwort auf Holger vom 06.08.2017, 19:41:13

Sowohl in China als auch in den USA wird seit Jahren intensiv am Elektro-Auto geforscht und entwickelt. Nur Deutschland hinkt mal wieder hinterher und verliert wohl die Zukunft an die LÄnder, die weiter sein werden.
Mich erinnert das an unzählige VErweigerungen der Industrie, "nicht mitmachen zu wollen", die grossenteils auf einem gigantischen Missverständnis "made in Germany" beruhte. Spontan fällt mit die TV-Industrie ein und dieVerweigerung zu neuen Systemen und Geräten. Deutschland spielt hier keine Rolle mehr.
Die anderen Staaten werden es mit Freude vermerken, wenn sie einen WEttbewerber ausschalten können.

DAs psychologische Problem in Deutschland besteht natürlich darin, dass sich viele junge Menschen  dem Auto mittlerweile sowieso verweigern, aber alte Leute länger fahren, obwohl sie nicht mehr unbedingt einen Neubedarf decken wollen und können. Olga

dutchweepee
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RE: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf olga64 vom 07.08.2017, 17:16:17

Olga bringt es auf den Punkt. Skandinavien, Kalifornien und gezwungener Maßen auch China leisten enorme Anstrengungen auf dem Innovationsmarkt der emissionsfreien Kraftfahrzeuge. Mir fallen da besonders die Firmen TESLA und VOLVO ein.

Heigel behauptet, das technische Erfindungen, Forschungen und absolut neue Wege nicht planbar seien? So ein Quatsch! ...ich erinnere nur an die Mondlandung, die President Kennedy am 25. Mai 1961 ankündigte mit den Worten, dass noch vor Ablauf von 10 Jahren ein Amerikaner auf den Mond gebracht wird und gesund zurück.

Dazu mussten GEPLANT und ANGEORDNET eine unglaubliche Vielzahl neuer Wege beschritten werden. DIE REGIERUNG MUSS ES NUR WOLLEN. Mit einem Diesel kommt man nicht zum Mond. Der wurde tatsächlich von einem grübelnden Ingenieur nahezu im Alleingang "erfunden". Technische Innovationen Heute werden jedoch von motivierten Forschungs-Teams mit klaren Zielvorgaben entwickelt.


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olga64
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RE: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von olga64
als Antwort auf dutchweepee vom 07.08.2017, 18:26:50

Es sind ja nicht nur die bösen, bösen Manager oder Politiker schuld an dieser Misere, wie wir sie jetzt haben: jeder Autobesitzer, der glaubte, mehr PS und weniger Ausstoss sind möglich, ist gelinde gesagt, schon als sehr blauäugig zu bezeichnen, bzw. ein Fan der VErfahrensart: ich belüge mich selbst.
Jetzt liegt es an allen, hier rauszukommen, aber auch ein Stück weit, Abschied vom Lieblingsstück der deutschen Menschen zu nehmen, dem Auto. Es garantiert schon lange keine schrankenlose Freiheit mehr auf unseren Strassen, denn sollte dies für den Autofahrer noch klappen, wird derjenige, der unter der schlechten Luft leidet, unfrei.
Auch die Heuchelei derjenigen, die mit ihren überdimensionierten Autos in die Städte zur Arbeit pendeln, sollte aufhören: sie ziehen in die Vororte oder "aufs Land", weil dort die Luft besser ist und auch die Grundstücke erschwinglicher und wollen dies dann wieder mal so verkaufen, dass "die Politik" ihnen keine billigen Wohnungen und ARbeitsplätze in der Stadt bietet. Der Traumgedanke vieler deutscher Menschen: vorne Düsseldorfer Kö, hinten die Ostsee, alles beghebar vom günstigen Einfamilienhaus ohne Nachbarn mit der kompletten Infrastruktur der Städte.
Wir sollten allmählich aufwachen aus unserem kindlichen Traum, bevor der Albtraum noch grösser wird. Olga

dutchweepee
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RE: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf olga64 vom 07.08.2017, 18:33:36

Gerade hier im Forum wird immer wieder betont, dass der SOZIALismus daran gescheitert sei, weil es den bewussten "Neuen Menschen" nicht geben kann, weil wir doch alle von Natur aus "egoistische Mistkerle" seien.

Freiwillig und den Mitmenschen zu Liebe steigt Opa Krause nicht von seinem geliebten AUDI-Diesel auf einen Peugeot ZOE um. Also muss Diesel-Kraftstoff durch die Politik steuerlich so unattraktiv gemacht werden, dass diese Giftschleudern keiner mehr fahren will. Aber ich träume wohl, in einem Wahljahr vom Fortschritt zu schreiben...

olga64
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RE: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von olga64
als Antwort auf dutchweepee vom 07.08.2017, 18:52:41

..... und auch die BEnzinkutschen, die sind ja auch nicht unbedingt eine Wohltat für unsere Umwelt.
Trotzdem wird ein solches Grossprojekt viele, viele Jahre dauern, weil es Übergangszeiten geben muss und wird, damit die Menschen ihre Autos noch lange fahren können.
Bei allem muss die Automobilindustrie sehr stark "ins Boot" genommen werden, damit sie nicht weiter abwandert aus Deutschland. Sonst haben wir ganz andere Probleme als dass die Leute nicht mehr autofahren können wie sie es gewohnt sind.

Es ist aus aktuellem Anlass sehr wichtig, dass sich die Politik nicht zum Handlanger dieser Grossindustrie machen lässt. Bisher war es ja Herr Dobrindt, der alle Watschn abbekommen hat, vermutlich hauptsächlich deshalb, weil er die Maut auch für PKw`s will oder wollte.
Aber das Verhalten des Herrn Weil und die Verstrickung durch sein Aufsichtsratsmandat bei VW und die Tatsache, dass eine Trennung von Politik und Aufsichtsrattätigkeit nicht möglich ist, sollte schnellstens zu einem Umdenken führen.
Olga


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wandersmann_1
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RE: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf dutchweepee vom 07.08.2017, 18:26:50


dutchweepee schrieb:

Heigel behauptet, das technische Erfindungen, Forschungen und absolut neue Wege nicht planbar seien? So ein Quatsch! ...ich erinnere nur an die Mondlandung, die President Kennedy am 25. Mai 1961 ankündigte mit den Worten, dass noch vor Ablauf von 10 Jahren ein Amerikaner auf den Mond gebracht wird und gesund zurück.



Meinst Du dieses Husarenstück?

 




Naja, die Mondlandung haben sie schon hinbekommen - ok., vielleicht nicht gleich beim ersten mal ...

Was die Planbarkeit von Forschung und Entwicklung betrifft, denke ich, dass Du hier richtig liegst. Das ist machbar. Ich erinnere mich an das Buch von WERNER GILDE , dem Direktor der Zentralinstitutes für  Schweißtechnik der DDR, dessen Veröffentlichungen in der internationalen Fachliteratur für uns junge Maschinenbaustudenten ein MUSS war.
In seinem Buch "Wege zum Erfog" beschrieb er u.a. die Planbarkeit von Forschungsleistungen, gemessen an der Zahl eingereichter Patente.

Dass Deutschland den Anschluss verloren hat, was die Umsetzung von Forschunsgleistung in die Praxis betrifft, steht leider außer Frage. Transrapid, Computer-Handy-TV, Brennstoffzelle - alles Techniken, die von deutschen Ingenieuren entwickelt wurden, gebaut und verkauft werden sie von Anderen. Ein Fachmann bewertete unlängst im DLF den Vorspruch TESLAs gegenüber den deutschen Autobauern auf mindestens 5 Jahre, aber nur dann, wenn diese von nun an konsequent auf die E-Variante setzen würden.

Fast schon möchte ich mittlerweile HEIGLS Befürchtungen teilen, was seine Ängste um den wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands im Zuge der Diesel-Krise betrifft.



 

lupus
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RE: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von lupus
als Antwort auf dutchweepee vom 07.08.2017, 18:26:50


Heigel behauptet, das technische Erfindungen, Forschungen und absolut neue Wege nicht planbar seien? So ein Quatsch! .
1.
. Technische Innovationen Heute werden jedoch von motivierten Forschungs-Teams mit klaren Zielvorgaben entwickelt.

2.
zu 1. Was Heigl behauptet ist sicher richtig!
Quatsch ist, daß man alles nach Planung realisieren kann und dazu immer wieder nur Abgaben oder Subventionen einsetzen muß.
zu 2. entwickelt oder nicht! Hast du schon mal gehört, daß nur wenige Ergebnisse sich wirklich realisieren lassen oder in der Praxis behaupten..
Es könnte ja wohl sein , daß das E-Auto mit Batterie ein Irrweg ist.

lupus

dutchweepee
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RE: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf lupus vom 07.08.2017, 20:33:29

Ja Lupus - vielleicht wird letztendlich die von Deutschen entwickelte Brennstoffzelle ja die optimale Lösung oder die Solartechnik? Es ist jedoch falsch die veralteten Verbrennungsmotoren zu favorisieren.

Ein indianisches Sprichwort könnte den Entscheidern und Autofahrern auf die Sprünge helfen: "Wenn Du bemerkst, dass Du ein totes Pferd reitest - steig ab!"

lupus
lupus
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RE: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von lupus
als Antwort auf dutchweepee vom 07.08.2017, 20:53:49

Ja, so könnte es auch werden.
lupus


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