Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Die Hölle für Deutschland

Innenpolitik Die Hölle für Deutschland

pschroed
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Re: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von pschroed
Ich kann mir vorstellen daß einige der Autobosse im Gefängnis landen wie Hoenes, paralell stelle ich mir vor daß die deutsche Autoindustrie einen Neustart erleben wird mit sauberen Motoren bzw. E.Motoren.
Man darf nicht vergessen, Fiat, Renault und alle andere haben das gleiche Problem, mag sein daß die Absprachen mit den Zulieferer vielleicht nicht so ausgeprägt sind. Es ist wirklich schade daß solche Nimmersatt Rümpel der DE Autoindustrie hemmungslos solche Schäden zugefügt haben.
Phil.

ZITAT FOCUS
Sollten sich die Vorwürfe erhärten, könnte eine Klagewelle auf die Gerichte zukommen. Der Verbraucherschützer Klaus Müller rechnet im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" mit Zehntausenden Verfahren. Die Verbraucherzentrale dränge außerdem auf eine Musterklage per Gesetz, damit mutmaßlich betrogene Kunden nicht einzeln vor Gericht gehen müssten.
Auch im Volkswagen-Konzern rumort es
Der Betriebsrat von Volkswagen dringt auf eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung. Ein Sprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag: "Der Vorstand ist in der Pflicht, das Aufsichtsgremium umfassend zu informieren. Das ist bislang nicht geschehen."
JuergenS
JuergenS
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Re: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von JuergenS
als Antwort auf pschroed vom 24.07.2017, 11:02:15
pschroed im Wunderland.
Ab 2020 gibt es keine Absprachen mehr, alles ist elektrisch, keine Abgase mehr, die meisten verzichten ganz aufs Auto.
Wie durch ein Wunder auf der ganzen Welt Schienenfahrzeuge, enges Schienennetz, und der Strom wird durch Sonnenkollektoren in der Sahara hergestellt und per Spiegel in alle Länder übertragen.

Möglicherweise wünschen sich manche, dass der thread beim Umzug verloren geht...
pschroed
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Re: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von pschroed
als Antwort auf JuergenS vom 24.07.2017, 11:09:46
pschroed im Wunderland.
Ab 2020 gibt es keine Absprachen mehr, alles ist elektrisch, keine Abgase mehr, die meisten verzichten ganz aufs Auto.
Wie durch ein Wunder auf der ganzen Welt Schienenfahrzeuge, enges Schienennetz, und der Strom wird durch Sonnenkollektoren in der Sahara hergestellt und per Spiegel in alle Länder übertragen.

Möglicherweise wünschen sich manche, dass der thread beim Umzug verloren geht...


Wie Wunderland, du wirst doch nicht glauben daß 600 000 Mitarbeiter alleine bei VW jetzt vor dem Abgrund stehen, es wird weiter gehen.
Phil

ZITAT TWINTEC
Umrüstkosten liegen bei rund 1.500 Euro
Zentrales Element des Systems ist die neue Harnstoffeinspritzanlage. Vereinfacht besteht das BNOx SCR-System also aus einem Generator, welcher NH3 Gas direkt in den Abgasstrang eindosiert. Während bei werkseitig eingebauten Anlagen das Additiv direkt in die Auspuffanlage eingespritzt wird, nutzt Twintec einen im Motorraum verbauten elektrischen Generator der das Additiv in gasförmiges Ammoniak verwandelt, bevor es dem Abgas zugeführt wird. Damit reduziert Twintec die für die Schadstoffreduzierung notwendigen Temperaturen, denn der Generator erzeugt bereits ab Abgastemperaturen von 150 Grad Ammoniak, während herkömmliche AdBlue-Anlagen erst ab 220 Grad aktiv werden. Zudem kompensiert er eine motorferne Anordnung des SCR-Kats.

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pippa
pippa
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Re: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von pippa
als Antwort auf JuergenS vom 24.07.2017, 11:09:46
Möglicherweise wünschen sich manche, dass der thread beim Umzug verloren geht...

Nein, heigl, aber über das Grundproblem haben wir schon oft gesprochen.

Dass ein mehrheitlich „sattes“ Volk wenig oder gar nicht aufbegehrt, können wir gerade in Polen beobachten, wo ein demokratisches Land sich gerade in eine Diktatur verwandelt.

Und was ist mit dem reichen Bayern?

Der CSU-Wähler verzeiht doch jede Amigo-Affaire, Hauptsache er selber wird nicht davon betroffen.

Irgendwann hörte ich mal anlässlich so eines „Amigo-Vorwurfs“ den Ausspruch eines unverdrossenen CSU-Anhängers, der ungefähr so ging: „Wer für sich selber so gut sorgen kann, wird das auch für andre können.“
Pippa
Wingman
Wingman
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Re: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von Wingman
als Antwort auf JuergenS vom 24.07.2017, 10:52:08
Stimmt alles, ich rege ja nur zum Nachdenken an.

Ihr analysiert richtig, aber wie geht's weiter, wenn das Kartellamt den Autokonzernen Illegalität nachweist?

Kauft ihr kein deutsches Auto mehr?

Wenn ja, was dann.

Werden unsere Autohauptabnehmer, z.B. China, deutsche Auto nicht mehr kaufen.

Ich hätte nie gedacht, dass sich bei mir patriotische Gedanken einschleichen.


Also das ist eine interessante Frage.

Rückblickend kann ich sagen das ich noch nie ein Auto nach Nationalstolz gekauft habe ... sondern immer das mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis.

Bis auf einen einzigen VW habe ich bisher immer Autos internationaler Firmen wie Opel, Ford, Renault usw. gekauft ... und die Wirtschaft brummt trotzdem, weil diese Fahrzeuge meist in Deutschland oder Europa gebaut wurden.

Ich habe VW noch nie insbesondere heute schon gar nicht als deutschen Konzern gesehen. Gerade VW zeichnet sich ja durch einen rigorosen Umgang mit seinen Kunden aus. Ich bin ein Konzern und Du bist eine Wurst. Aber das erfährt man ja erst wenn man Probleme mit seinem Fahrzeug hat. Aber diese Art der Gesprächsführung gilt auch für politische Gremien.

Wenn ihr nicht so springt wie ich pfeife dann werde ich ein paar tausend Arbeitsplätze platt machen. Und schon ist die Politik gefügig.

Übrigens. Ich liebe Deutschland für seinen investigativen Journalismus, der auch vor großen Tieren nicht halt macht. Die Frage ist nur was die Politik aus den gewonnenen Erkenntnissen macht. Und da sind große Zweifel angebracht. Für mich ist die Zeit für Brennstoffautos eh vorbei. Ich setze eher auf selbsfahrende E -Autos oder E-Bikes.

Die Chinesen übrigens auch. Doch im Gegensatz zu den Deutschen ziehen die das einfach durch. Deshalb brauchen die in absehbarer Zeit keine deutschen Produkte mehr, weil die eigenen besser sind.

Bernd
pschroed
pschroed
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Re: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von pschroed
als Antwort auf Wingman vom 24.07.2017, 11:34:13


Ich habe VW noch nie insbesondere heute schon gar nicht als deutschen Konzern gesehen. Gerade VW zeichnet sich ja durch einen rigorosen Umgang mit seinen Kunden aus. Ich bin ein Konzern und Du bist eine Wurst. Aber das erfährt man ja erst wenn man Probleme mit seinem Fahrzeug hat.


Hallo Bernd, das kann ich bestätigen als jahrzehntelanger VW Fahrer, machte meine Wenigkeit mit meinem VW Freundlichen sehr negative Erfahrungen. Ich tauschte meine fahrbaren Untersätze jedes dritte Jahr aus. > 100 000 km
An Arroganz war dieses schon etwas grösseres VW Autohaus nicht mehr zu Übertreffen
Phil.

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JuergenS
JuergenS
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Re: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von JuergenS
aber kein Land auf der Welt ist so auf das Auto fixiert wie D.
Also selbst ein teilweises Abwenden von deutschen Autoprodukten könnte gefährlich werden, für D. überhaupt, für Steuereinnahmen, für unsere Renten!. Das würde sehr schnell gehen müssen.

Nun kommts: ich hab schon Jahrzehnte kein deutsches Auto mehr gekauft, hmm.

Ich spiele aber für die deutsche Wirtschaft ohnehin kurzfristig keine Rolle mehr, junge Menschen aber schon, wie denken die eigentlich, hab keine Möglichkeit derzeit, das zu erkunden.
JuergenS
JuergenS
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RE: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von JuergenS
als Antwort auf JuergenS vom 24.07.2017, 09:16:18

Landung vollzogen, bin schon da.emoji_thumbsupemoji_microphone

olga64
olga64
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RE: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von olga64
als Antwort auf Wingman vom 24.07.2017, 11:34:13

Deutsche Autos/nicht deutsche Autos - das gibt es doch schon lange nicht mehr solche Unterscheidungen. Die sog. deutschen Automobilfirmen produzieren seit Jahren in anderen LÄndern bedeutend mehr als in Deutschland. Sie produzieren dort, wo die Lohnkosten niedriger sind, wo die Bestimmungen unternehmensfreundlicher gehandhabt werden und wo vor allem ein junger, starker Kundenkreis (mit Nachfolgebedarf) vorhanden ist.
Die Kartellverstösse weisen nun auch auf, dass keiner dieser Hersteller irgendein Alleinstellungsmerkmal hat. Sie sprechen anscheinend alles zusammen ab und vergeben dann ihre werbewirksamen Slogans, um Kunden zu finden, die sich darin finden. Im Endeffekt kaufen sie alle das Gleiche und alle zu überhöhten Preise.

Wer hat den Stein ins Rollen gebracht? Hat sich VW selbst angezeigt, um evtl. gigantischen Strafen aus dem Wege zu gehen?
Wenn diese fällig werden, dürfte sich die Automobil-Hersteller-Szene in Deutschland sehr stark dezimieren und mit ihr die Arbeitnehmerschaft, die noch aus mindestens 800.000 Mitarbeitern besteht (plus Zulieferbetriebe usw.).
Das wird noch sehr dramatisch für unser verwöhntes Deutschland.
Die Sache gärt bereits seit den 90er Jahren. Olga

wandersmann_1
wandersmann_1
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RE: Die Hölle für Deutschland
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf pschroed vom 24.07.2017, 11:02:15

[quote=heigl]Ihr analysiert richtig, aber wie geht's weiter, wenn das Kartellamt den Autokonzernen Illegalität nachweist?

Kauft ihr kein deutsches Auto mehr?[/quote]

Benzin und Diesel kaufen die Leute doch auch, obwohl vermutlich in keiner anderen Branche Preisabsprachen und Manipulationen so offen vor unseren Augen ablaufen.

Und überhaupt heigl, dass, worüber Du Dich beklagst, und vor dessen Folgen Du Dich fürchtest, das ist Kapitalismus live und dessen Auswirkungen. So what.

 


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