Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Dresden möchte 2025 Kulturhauptstadt Europas werden

Innenpolitik Dresden möchte 2025 Kulturhauptstadt Europas werden

Tina1
Tina1
Mitglied

Re: Dresden möchte 2025 Kulturhauptstadt Europas werden
geschrieben von Tina1
als Antwort auf ehemaliges Mitglied_0af83 vom 10.02.2017, 12:35:37

Man hätte im Vorfeld die Dresdener über den Sinn und Verbindung zum Krieg aufklären sollen, damit der Zusammenhang erkannt werden konnte, bevor man die Busse dort hingestellt hat.
Davon einmal abgesehen, ist diese " Kunst" pottenhässlich.


Das ist das eine, was wichtig gewesen wäre. Also man hätte den Grund für diese Aktion im Vorfeld den Dresdnern erklären sollen. Ich persönlich, sehe in der Aktion nicht das, was es ausdrücken soll. Die deutschen Busse haben nichts mit den Bussen in Syrien zu tun, zeigen daher auch nicht das, was man eigentlich zeigen will. Man erkennt in keinster Weise die Zerstörung Aleppos, um das es aber ging.

Ich denke man hätte mit viel weniger Aufwand, viel mehr erreichen können, viel mehr über das zerstörte Aleppo in die Öffentlichkeit tragen können. ZB. mit großen Fotos von der Zerstörung Aleppos, die man in unterschiedliche Weise hätte darbieten können. Damit wäre es um die Zerstörung von Dresden u. Aleppo gegangen, denn das wollte der Künstler bezwecken, deshalb hat der Künstler Dresden ausgewählt. Wenn das stimmt, was man in dem Link lesen kann, das die Busse von Ahrar ash-Sham aufgestellt wurden, weil man die Flagge sieht, dann würde diese Aktion noch einen anderen Tatsch bekommen.

Ich hätte es toll gefunden, wenn man zusätzlich einen Container aufgebaut hätte, wo Dresdner für die Menschen in Aleppo hätten spenden können. Das hätte den Menschen in Aleppo geholfen, nicht die Busse. Meine Meinung, die du nicht teilen musst.
Tina

Linktipp:Barrikade in Syrien

Vorbild des „Monument“ vor der Frauenkirche war eine Barrikade in Syrien. Es gibt Hinweise, dass militante Salafisten sie errichteten, keine Zivilisten. Das bestätigte ein Augenzeuge gegenüber der SZ.

Das Kunstwerk aus drei aufgerichteten Bussen vor Dresdens Frauenkirche ist ein Mahnmal für zivile Opfer militärischer Gewalt. Inspirationsquelle für den Künstler Manaf Halbouni war eine ebensolche Barrikade in Aleppo. Laut den Informationen des Kunsthauses Dresden zum Werk handelte es sich dabei um eine Straßensperre, „die Zivilisten während der Kampfhandlungen in der Stadt errichteten, um das Leben von Menschen zu schützen“.

Nun sind Hinweise aufgetaucht, dass diese Darstellung womöglich nicht korrekt ist: Es existiert ein Foto der Barrikade in Aleppo, aufgenommen vom Reuters-Fotografen Amar Abdullah unmittelbar nach deren Errichtung im März 2015. Darauf ist als Krönung der Sperre die Flagge einer islamistischen Rebellengruppe zu sehen, der Ahrar ash-Sham. Diese wird vom Verfassungsschutz der Bundesrepublik als „Terroristische Vereinigung“ eingestuft. Laut Stiftung Wissenschaft und Politik gehört sie „zum islamistisch-salafistischen Spektrum des Aufstands. Sie wollen das Asad-Regime stürzen und durch einen islamischen Staat ersetzen, der auf dem islamischen Recht der Scharia beruhen soll.“

Ein Fotografenkollege von Amar Abdullah, der Syrer Karam Almasri, war während der Errichtung der Barrikaden anwesend. Er bestätigt gegenüber der Sächsischen Zeitung: „Ja, die Busse wurden von Ahrar ash-Sham aufgestellt.“ Laut seinen Beobachtungen hätten die Rebellenkämpfer „Seile, Winden und eine Menge Männer benutzt, um die Busse aufzurichten und den Scharfschützen des Regimes die Sicht zu versperren.“ Allerdings „haben die Ahrar ash-Sham die Fahrzeuge aufgestellt zum Schutz für Zivilisten, nicht zu ihrem eigenen Schutz“. Die Behauptungen gewisser deutscher Ideologen wie der Ein-Prozent-Bewegung, nach der die Barrikade eine „strategische Sperre“ der Terrormiliz sei, sind laut dem Augenzeugen Almasri nichts als „obskure Märchen.“

Den Schöpfer des „Monument“ vor der Frauenkirche treffen die Hinweise völlig überraschend. „Ich habe viele Fotos von den Barrikaden in Aleppo gesehen, auf keinem einzigen war diese Fahne abgebildet“, sagt Manaf Halbouni entsetzt. Tatsächlich kursieren zahllose Aufnahmen der Busse. Nur auf dem von Abdullah erkennt man die Flagge, auf einem anderen den nackten Flaggenstock, auf den übrigen nichts davon. Vieles spricht dafür, dass die Fahne nur kurze Zeit auf den Bussen wehte – und mindestens in der Zeitung The Guardian durch den dort gewählten Bildschnitt nicht zu sehen war.

„Ich werde jetzt natürlich noch einmal intensiv recherchieren, was es mit dieser Fahne auf sich hat“, erklärt Manaf Halbouni. „Schon allein, weil ich jede Gewalt und jeden Terrorismus grundsätzlich ablehne und noch nicht einmal mit den Rebellen in Syrien sympathisiere.“ Sollte sich herausstellen, dass die Busse tatsächlich von Ahrar ash-Sham errichtet worden seien, „werden unsere Informationen zum Kunstwerk selbstverständlich sofort überarbeitet.“ von mir fett gedruckt
geschrieben von Oliver Reinhard
justus39 †
justus39 †
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Re: Dresden möchte 2025 Kulturhauptstadt Europas werden
geschrieben von justus39 †
als Antwort auf Tina1 vom 10.02.2017, 15:26:56
Ich hätte es toll gefunden, wenn man zusätzlich einen Container aufgebaut hätte, wo Dresdner für die Menschen in Aleppo hätten spenden können. Das hätte den Menschen in Aleppo geholfen, nicht die Busse.
Tina

Hier bin ich voll Deiner Meinung.
Schon allein mit dem finanziellen Aufwand für die Aufrichtung und Aufstellung der drei Schrottbusse,hätte man besser den Überlebenden von Aleppo mit dem Nötigsten helfen können.
Eine künstlerische Darstellung, die tatsächlich die Not in der zerstörten Stadt mitempfinden lässt und eine Spendenmöglichkeit wären tatsächlich besser geeignet, Emotionen zu wecken und hätten auch den rechten Krawallmachern weniger Gelegenheit zu ihren Aktionen geboten.
Sollten jetzt auch noch Zweifel an den Errichtern der Barrikade in Aleppo aufkommen, so hat die Dresdner Obrigkeit der Solidarität mit den Opfern einen Bärendienst erwiesen.

justus
wandersmann_1
wandersmann_1
Mitglied

Re: Dresden möchte 2025 Kulturhauptstadt Europas werden
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf justus39 † vom 10.02.2017, 16:27:32
Dass die Truppenteile dieser "Ahrar ash-Sham"-Abteilung kurzzeitig ihr Banner auf die Busse aufgepflanzt hatten, heißt ja nicht, dass sie gleichsam die Errichter dieser Barrikade waren.

Und außerdem - lt. wiki, so es auch der Wahrhheit entspricht, was dort zu lesen ist, kämpft besagte "Ahrar ash-Sham" gegen die Regierungstruppen Assads, gelten also als "Rebellen", und sind im Westen als die GUTEN anzusehen.
Keine Gefahr also für eine Missdeutung des Dresdener Kunstwerkes, zumindest nicht, was die Motive der originären Erbauer betrifft, so sie denn tatsächlich dieser Einheit zuzurechnen sind.

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karl
karl
Administrator

Re: Dresden möchte 2025 Kulturhauptstadt Europas werden
geschrieben von karl
Gute Kunst muss nicht gefallen, sondern soll zu Diskussionen anregen. Wenn jetzt Spenden für Aleppo angesprochen werden, dann hat das Mahnmal doch etwas erreicht.

Karl
lupus
lupus
Mitglied

Re: Dresden möchte 2025 Kulturhauptstadt Europas werden
geschrieben von lupus
als Antwort auf lupus vom 09.02.2017, 19:08:55
Bisher haben sich weder aus Köln, München, Berlin , Freiburg usw. Interessenten für die spätere Aufstellung des Kunstwerkes stark gemacht!
lupus
hobbyradler
hobbyradler
Mitglied

Re: Dresden möchte 2025 Kulturhauptstadt Europas werden
geschrieben von hobbyradler
als Antwort auf karl vom 10.02.2017, 21:12:34
Gute Kunst muss nicht gefallen, sondern soll zu Diskussionen anregen. ...............
geschrieben von karl

Da kann sich ja jeder als „Künstler“ fühlen, der hier einen thread eröffnet.

Ciao
Hobbyradler

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karl
karl
Administrator

Re: Dresden möchte 2025 Kulturhauptstadt Europas werden
geschrieben von karl
als Antwort auf hobbyradler vom 11.02.2017, 09:25:12
Das ist leider Logik der Art

"Alle Badener sind Deutsche, alle Deutsche sind Badener"

Nichts für ungut, Karl
hobbyradler
hobbyradler
Mitglied

Re: Dresden möchte 2025 Kulturhauptstadt Europas werden
geschrieben von hobbyradler
als Antwort auf karl vom 11.02.2017, 09:52:07
Es gib viele die den größten Quatsch als Kunst bezeichnen.

Aber vielleicht hast auch du „Hurz“ als tolle moderne (klassische) Musik genossen. Dann sei es die gegönnt. Es wird ja heute noch schmunzelnd darüber gesprochen.

Bitte auch nichts für „ungut“. DEINE Logik ist ja unbestechlich und umwerfend.

Ciao
Hobbyradler
karl
karl
Administrator

Re: Dresden möchte 2025 Kulturhauptstadt Europas werden
geschrieben von karl
als Antwort auf hobbyradler vom 11.02.2017, 11:10:10
Über Kunst und Geschmack ist schon immer gestritten worden. Wir dürfen also unterschiedliche Meinungen haben.

Karl
hobbyradler
hobbyradler
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Re: Dresden möchte 2025 Kulturhauptstadt Europas werden
geschrieben von hobbyradler
als Antwort auf karl vom 11.02.2017, 11:13:37
Zum Glück ist Böhmermanns Kunstbegriff diese Woche auch nicht bestätigt worden, obwohl viel darüber nachgedacht und diskutiert wurde. So leicht kann man sich also mit dem Begriff Kunst vertun.

Ciao
Hobbyradler

Nachtrag: Kann natürlich auch sein, dass manche Richter Kunstbanausen sind.

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