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Innenpolitik Gedenken an Solingen und Bewunderung für eine starke Frau

karl
karl
Administrator

Gedenken an Solingen und Bewunderung für eine starke Frau
geschrieben von karl

Gestern wurde fünf Menschen aus einer türkischstämmigen Familie gedacht, die in Solingen vor 25 Jahren (1993) von vier rechtsradikalen Tätern ermordet wurden. Die Menschen verbrannten, nachdem die Täter ihr Haus angezündet hatten. Es handelte sich um zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte von Mevlüde Genç. Diese Frau hat mich mit dem, was sie gestern sagte, tief beeindruckt.

Sie habe nachts geweint und tagsüber für ihre überlebenden  Kinder gelächelt, damit in deren Herzen der Hass, der das Haus entzündete, nicht Einzug  halte.

Die Größe dieser Frau, die trotz des erlittenen Leids nicht selber in Hass versinkt  und zur Versöhnung aufruft, musste ich hier einfach erwähnen. Sie gibt uns ein Beispiel dafür, wie irregeleitet Hassparolen und nationalistische Arroganz, die nichts als Gewalt und Leid hervorbringen, sind.

Mevlüde Genç, meine Anteilnahmen und meinen allergrößten Respekt, den haben Sie.

Karl

pschroed
pschroed
Mitglied

RE: Gedenken an Solingen und Bewunderung für eine starke Frau
geschrieben von pschroed

Auch mein Gedenken an die Familie der Opfer,  in Bezug was die Nazis in Solingen vor 25 Jahren angerichtet haben.
Phil.

images (1).jpg

sittingbull
sittingbull
Mitglied

RE: Gedenken an Solingen und Bewunderung für eine starke Frau
geschrieben von sittingbull

was für ein furchtbares Leid ... was für fürchterliche Krokodilstränen .

machen wir uns doch nichts vor ... es wurde seiner Zeit doch ganz bewusst von bürgerlicher Seite gegen (Schein-) Asylanten getrommelt , um von den Verantwortlichen für die sozialen Verwerfungen , die der kapitalen Okkupation Ostdeutschlands folgten , abzulenken .

bis heute brennen tagtäglich Wohnheime und wieder wird es in den Medien nur marginal kommuniziert ...
stattdessen "grosses Kino" in punkto  angeblichem Asylmissbrauchs ... 

die "Sonderkommission Schwarzer Block" stattdessen , fahndet verbissen und weltweit nach linksradikalen Jugendlichen .

offenbar hat der bürgerliche Staat mit den Faschisten weniger Probleme .

sitting bull


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olga64
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RE: Gedenken an Solingen und Bewunderung für eine starke Frau
geschrieben von olga64
als Antwort auf sittingbull vom 30.05.2018, 15:08:04
was für ein furchtbares Leid ... was für fürchterliche Krokodilstränen .
machen wir uns doch nichts vor ... es wurde seiner Zeit doch ganz bewusst von bürgerlicher Seite gegen (Schein-) Asylanten getrommelt , um von den Verantwortlichen für die sozialen Verwerfungen , die der kapitalen Okkupation Ostdeutschlands folgten , abzulenken .

bis heute brennen tagtäglich Wohnheime und wieder wird es in den Medien nur marginal kommuniziert ...
stattdessen "grosses Kino" in punkto  angeblichem Asylmissbrauchs ... 

die "Sonderkommission Schwarzer Block" stattdessen , fahndet verbissen und weltweit nach linksradikalen Jugendlichen .

offenbar hat der bürgerliche Staat mit den Faschisten weniger Probleme .

sitting bull
TEilweise hat SB ja sehr Recht mit seinen Ausführungen. ABer bei ihm ist halt immer schnell erkennbar, dass er hauptsächlich vermitteln möchte, wie gut doch der weltweite KOmmunismus allen Völkern täte und wie schlecht sich dies beim weltweit hauptsächlich praktizierten Kapitalismus so darstellt.
ER wendet den Begriff "Faschismus" hier nun wohl nur für rechte Gesinnungen an; die Geschichte zeigt(e) uns aber immer wieder, dass auch der linke Faschismus zB. in der Zeit des Massenmörders Stalin, des Verächters seines eigenen Volkes Maduro in Venezuela und vielen anderen Ländern, wo mal der Kommunismus Staates-Ideologie war, dann aber Schiffbruch erhielt, mindestens so viel Unheil anrichtete wie kapitalistische Strukturen. Letztere sind aber meist transparenter, weil sie aus den Staaten keine Gefängnisse machen und über alles berichtet werden kann und dies nicht aus der Feder staatlich gelenkter Medien.
Wenn "in den Medien" nur noch marginal kommuniziert wird, wie SB schreibt, befürchte ich, dass das Interesse vieler Leser daran nicht sehr ausgeprägt ist und demzufolge VErbrechen, die von Flüchtlingen und/oder Ausländern überhaupt begangen werden, das teutsche Hassempfinden und die Bereitschaft zur Wut mehr motivieren als umgekehrt.
ABer zurück zum Thema: auch ich bewundere Frau Genc schon lange, die auch nach so vielen Jahren und im nun höheren Alter unermüdlich gegen Hass ermuntert. Manchmal denke ich mir, dies wäre auch eine Tradition der christlichen Kirchen, in denen wir leben - höre aber hier viel zu selten Aufrufe dieser ARt. Ob der friedliche Islam, wie er von den meisten Muslimen mit ihrer Weltreligion ausgeübt wird, hier doch anders ist als die oft sehr rachsüchtigen christlichen Religionen? Olga
karl
karl
Administrator

RE: Gedenken an Solingen und Bewunderung für eine starke Frau
geschrieben von karl
als Antwort auf sittingbull vom 30.05.2018, 15:08:04

sittingbull
was für ein furchtbares Leid ... was für fürchterliche Krokodilstränen .

Wo sind Krokodilstränen? Was für ein fürchterlicher Vorwurf.

Ich habe geschildert, wie beeindruckt ich von dieser Frau bin. Ideologien verblenden das Herz.

Karl
Tina1
Tina1
Mitglied

RE: Gedenken an Solingen und Bewunderung für eine starke Frau
geschrieben von Tina1
als Antwort auf pschroed vom 30.05.2018, 12:29:58
Auch mein Gedenken an die Familie der Opfer,  in Bezug was die Nazis in Solingen vor 25 Jahren angerichtet haben.
Phil.

images (1).jpg
Phil, ich schließe mich deinen Worten an.  Es ist grausam was da passiert ist. Wie kann man das, als überlebende überhaupt aushalten? Es ist ein unerträgliches Leid für die Familie.

Wir waren noch nicht lange im Westen und das Thema "Nazis" kam damit für uns ins Gespräch. Nazis, von denen ich sonst nur im schwarzen Kanal von E. v. Schnitzler über Filmberichte aus dem Westen erfahren u gesehen habe. Man kann lesen, dass es eine Neonazi-Szene in Solingen gab. Was hat man dagegen gemacht?
Tina .

https://www.derwesten.de/region/anschlag-solingen-neonazi-25-jahre-brandanschlag-id214419713.html

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Tina1
Tina1
Mitglied

RE: Gedenken an Solingen und Bewunderung für eine starke Frau
geschrieben von Tina1
als Antwort auf olga64 vom 30.05.2018, 15:26:58
was für ein furchtbares Leid ... was für fürchterliche Krokodilstränen .
machen wir uns doch nichts vor ... es wurde seiner Zeit doch ganz bewusst von bürgerlicher Seite gegen (Schein-) Asylanten getrommelt , um von den Verantwortlichen für die sozialen Verwerfungen , die der kapitalen Okkupation Ostdeutschlands folgten , abzulenken .

bis heute brennen tagtäglich Wohnheime und wieder wird es in den Medien nur marginal kommuniziert ...
stattdessen "grosses Kino" in punkto  angeblichem Asylmissbrauchs ... 

die "Sonderkommission Schwarzer Block" stattdessen , fahndet verbissen und weltweit nach linksradikalen Jugendlichen .

offenbar hat der bürgerliche Staat mit den Faschisten weniger Probleme .

sitting bull
TEilweise hat SB ja sehr Recht mit seinen Ausführungen. ABer bei ihm ist halt immer schnell erkennbar, dass er hauptsächlich vermitteln möchte, wie gut doch der weltweite KOmmunismus allen Völkern täte und wie schlecht sich dies beim weltweit hauptsächlich praktizierten Kapitalismus so darstellt.
ER wendet den Begriff "Faschismus" hier nun wohl nur für rechte Gesinnungen an; die Geschichte zeigt(e) uns aber immer wieder, dass auch der linke Faschismus zB. in der Zeit des Massenmörders Stalin, des Verächters seines eigenen Volkes Maduro in Venezuela und vielen anderen Ländern, wo mal der Kommunismus Staates-Ideologie war, dann aber Schiffbruch erhielt, mindestens so viel Unheil anrichtete wie kapitalistische Strukturen. Letztere sind aber meist transparenter, weil sie aus den Staaten keine Gefängnisse machen und über alles berichtet werden kann und dies nicht aus der Feder staatlich gelenkter Medien.
Wenn "in den Medien" nur noch marginal kommuniziert wird, wie SB schreibt, befürchte ich, dass das Interesse vieler Leser daran nicht sehr ausgeprägt ist und demzufolge VErbrechen, die von Flüchtlingen und/oder Ausländern überhaupt begangen werden, das teutsche Hassempfinden und die Bereitschaft zur Wut mehr motivieren als umgekehrt.
ABer zurück zum Thema: auch ich bewundere Frau Genc schon lange, die auch nach so vielen Jahren und im nun höheren Alter unermüdlich gegen Hass ermuntert. Manchmal denke ich mir, dies wäre auch eine Tradition der christlichen Kirchen, in denen wir leben - höre aber hier viel zu selten Aufrufe dieser ARt. Ob der friedliche Islam, wie er von den meisten Muslimen mit ihrer Weltreligion ausgeübt wird, hier doch anders ist als die oft sehr rachsüchtigen christlichen Religionen? Olga
Hier muss ich ihnen zustimmen. Und das ist ja das traurige, dass der Kommunismus soviel Unheil  gegen die eigene Bevölkerung angerichtet hat. China mit einbegriffen. Das alles habe ich erst später erfahren. Aus diesen Gründen, ist der Sozialismus und der Kommunismus auch gescheitert.
Tina
 
Edita
Edita
Mitglied

RE: Gedenken an Solingen und Bewunderung für eine starke Frau
geschrieben von Edita

Diese geschundene Frau, Mutter, Großmutter und Tante trägt unter ihrem Kopftuch mehr Herz und Verstand als all diese Frauen hier, die behaupten, eine Frau, die auf das Tragen ihres Kopftuches bestünde, wolle sich nicht richtig integrieren!
Vor dieser Frau kann man nur einen Kniefall machen!

Edita

olga64
olga64
Mitglied

RE: Gedenken an Solingen und Bewunderung für eine starke Frau
geschrieben von olga64
als Antwort auf Tina1 vom 30.05.2018, 15:40:23
Auch mein Gedenken an die Familie der Opfer,  in Bezug was die Nazis in Solingen vor 25 Jahren angerichtet haben.
Phil.

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Wir waren noch nicht lange im Westen und das Thema "Nazis" kam damit für uns ins Gespräch. Nazis, von denen ich sonst nur im schwarzen Kanal von E. v. Schnitzler über Filmberichte aus dem Westen erfahren u gesehen habe. Man kann lesen, dass es eine Neonazi-Szene in Solingen gab. Was hat man dagegen gemacht?
Tina .
 
Ist das nun Vergessen oder VErdrängen ,was Sie hier betreiben?
Haben Sie die Naziausschreitungen 1991 in Hoyerswerda und 1992 in Rostock-Lichtenhagen "übersehen" oder passt es nicht ins Konzept, sich nicht daran erinnern zu wollen? SChon bevor Sie "in den Westen" kamen, hätten sie davon erfahren können, da beide grausamen Vorfälle ja vor Solingen lagen.
Übrigens hat sich die Stadt Solingen beispielhaft mit der Aufarbeitung dieser Taten beschäftigt. Die damaligen Täter wurden nach Jugendstrafrecht zu 10 - 15 Jahren Höchststrafe verurteilt. Sie sind längst wieder auf freiem  Fuss und leben irgendwo in NRW (einer in Solingen). Ihr Leben haben sie nie wieder in den Griff bekommen, weil sie anscheinend bis heute keinen persönlichen Zugang zu ihrer Tat gefunden haben. Sie leben von Sozialhilfe.
ABer im Osten eskalieren die Nazitaten nach wie vor und immer in grösserem Umfange, mittlerweile aber auch mit juristischer und gerichtlicher Verfolgung, was viele Jahre auch nicht so eindeutig war.
Meine Frage an Sie: machen Sie etwas gegen diese Vorkommnisse in Ihrer früheren Heimat? Olga
Tina1
Tina1
Mitglied

RE: Gedenken an Solingen und Bewunderung für eine starke Frau
geschrieben von Tina1
als Antwort auf olga64 vom 30.05.2018, 15:59:57
Auch mein Gedenken an die Familie der Opfer,  in Bezug was die Nazis in Solingen vor 25 Jahren angerichtet haben.
Phil.

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Wir waren noch nicht lange im Westen und das Thema "Nazis" kam damit für uns ins Gespräch. Nazis, von denen ich sonst nur im schwarzen Kanal von E. v. Schnitzler über Filmberichte aus dem Westen erfahren u gesehen habe. Man kann lesen, dass es eine Neonazi-Szene in Solingen gab. Was hat man dagegen gemacht?
Tina .
 
Ist das nun Vergessen oder VErdrängen ,was Sie hier betreiben?
Haben Sie die Naziausschreitungen 1991 in Hoyerswerda und 1992 in Rostock-Lichtenhagen "übersehen" oder passt es nicht ins Konzept, sich nicht daran erinnern zu wollen? SChon bevor Sie "in den Westen" kamen, hätten sie davon erfahren können, da beide grausamen Vorfälle ja vor Solingen lagen.
Übrigens hat sich die Stadt Solingen beispielhaft mit der Aufarbeitung dieser Taten beschäftigt. Die damaligen Täter wurden nach Jugendstrafrecht zu 10 - 15 Jahren Höchststrafe verurteilt. Sie sind längst wieder auf freiem  Fuss und leben irgendwo in NRW (einer in Solingen). Ihr Leben haben sie nie wieder in den Griff bekommen, weil sie anscheinend bis heute keinen persönlichen Zugang zu ihrer Tat gefunden haben. Sie leben von Sozialhilfe.
ABer im Osten eskalieren die Nazitaten nach wie vor und immer in grösserem Umfange, mittlerweile aber auch mit juristischer und gerichtlicher Verfolgung, was viele Jahre auch nicht so eindeutig war.
Meine Frage an Sie: machen Sie etwas gegen diese Vorkommnisse in Ihrer früheren Heimat? Olga
Sorry, dass ich das nicht mit benannt habe. In dem Thread geht es aber um Solingen. Natürlich sind diese Straftaten von Nazis in Hoyerswerda und in Rostock genauso streng zu verurteilen. Übrigens habe ich zu der Zeit nicht mehr im Osten gelebt. Das war schon die erste Unterstellung. Meine Heimat ist schon lange BW u. dort schaue ich genauer hin u bring mich auch ein.

Und meine Frage bezog sich darauf, was hat man im Vorfeld gegen diese Nazi- Zelle politisch gemacht? Es ging nicht darum, was nach der Tat passiert ist.

Ihnen ging es doch wieder nur darum, ihren Hass auf jemand, der mal im Osten gelebt hat zu zeigen. Dieser Kommentar ist nicht sachlich, sondern voller Unterstellungen. Aber das bin ich gewohnt von ihnen. Alle, die aus dem Osten kommen sind u bleiben Nazis, das ist ihre fest verankerte Ideologie. Sie üben ständig einen Generalverdacht aus. Differenzieren ist ihnen nicht möglich, weil sie es nicht wollen. Der Westen war u. ist frei von Nazis, das wollen sie immer wieder zum Ausdruck bringen, deshalb reden sie nur vom Osten. Im Osten sind ganz viele Nazis, die aus dem Westen gekommen sind u. zu Demonstration kommen. Das nur mal so nebenbei erwähnt.

Sie können in Zukunft sagen, was sie wollen, es prallt ab. Wenn man Politiker, wie z. B. Frau Wagenknecht, Herr Bosbach u. andere Politiker in die rechte Ecke stellt, nur weil sie ihre Meinung sagen, die nicht passt, kann ich gut mit ihren ewigen Unterstellungen leben.

Es wäre ja zu schön gewesen, wenn der Thread mal ruhig u sachlich geblieben wäre. Das ist aber nicht ihr Anliegen. Es wäre schön gewesen, wenn man mal beim Thema geblieben wäre u. nicht wieder über den Osten schreibt, das Lieblingsthema.

Kurze Erinnerung, sie haben mich angegriffen u ich verteidige mich nur. Denn das verdrehen sie dann immer gern. Solche Kommentare schreibe ich höchst ungern, aber sie fordern sie heraus.

Ich kenne keine Stadt, wo die Mehrheit der Bevölkerung soviel Kontakt zu Muslimen (türkischer Hintergrund) haben, wo man so friedlich miteinander lebt. Und das schon viele Jahrzehnte. Wie sieht es in ihrer Heimatstadt aus? Haben sie auch guten Kontakt zu  Muslimen? Mir geht es um die Zeit vor der Flüchtlingssituation. 
Tina

http://web82.krusty.kundenserver42.de/

Mannheim gegen Rechts – Bunt, tolerant und solidarisch

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