Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?

Innenpolitik Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?

bukamary
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Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von bukamary
als Antwort auf karl vom 02.10.2014, 13:08:58
Karl,

Es wäre also verwunderlich, wenn bei Ihnen Auffälligkeiten nicht sogar nicht besonders häufig vorkommen würden. D. h. aber wohl eher, dass sie vor allem Sozialtherapeuten bräuchten und nicht einfach nur "Security"-Mitarbeiter.
geschrieben von karl

Da hast Du sicher recht. "Security" - Mtarbeiter bedarf es dabei gewiss nicht. Die sind allenfalls und wir wir gesehen haben, bestenfalls bedingt geeignet für Sicherheit und Ordnung zu sorgen.
Für die Bewältigung der Probleme sind ganz andere Fachkräfte gefragt, die, wie Medea schon feststellte, nicht zur Verfügung stehen. Ein menschliches Miteinander könnte hier schon manches Problem mildern.

bukamary
puckin
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Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von puckin
als Antwort auf bukamary vom 02.10.2014, 11:57:37
Das Problem fängt schon mit dem Verteilungsschlüssel an. Pro Bundesland wird ein bestimmter Prozentsatz an Flüchtlingen zugewiesen.

Natürlich weiß ich, das die flüchtlinge nach einem schlüssel verteilt werden.
Dieser schlüssel sagt aber nur was über die prozentuale verteilung aus, nicht über tatsächliche zahlen.
Sachsen hatte bisher ein zentrales aufnahmelager in chemnitz, jetzt kam noch eins in leipzig dazu, da die flüchlingswelle aber schwappt und schwappt müssen in leipzig 2 neue zentrale aufnahmelager geschaffen werden.
Die sind nicht aus dem boden zu stampfen und so wird sich das unterbringungsproblem im moment eher verschärfen als abflachen.


Wenn ich mir anschaue, was andere Länder hier leisten, trotz deutlich schlechteren Bedingungen, dann dürfen wir uns nicht darüber beschweren, wenn es darum geht, hier einige hunderttausend Flüchtlingen aufzunehmen.

bukamary[/quote]

Ich weiß nicht was andere länder leisten, aber 2012 entfielen auf 27 länder etwa 300.000 flüchtlinge.
In 2013 wurden allein in deutschland bereits 127.000 asylanten gezählt und bis august waren es schon 116.000, so daß am jahresende mit über 200.000 zu rechnen ist.
Wahrscheinlich wird das in 2015 weiter ansteigen.
Deutschland nun vorzuwerfen man tut zuwenig, find ich deshalb nicht in ordnung.
Bruny
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Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von Bruny
als Antwort auf puckin vom 02.10.2014, 15:55:51
Nun, ich wohne in einem Land welches zwar viele Flüchtlinge aufnimmt, mit medizinischer Erstversorgung, aber danach ist keinerlei Unterstützung von Seiten des Staates. Das heißt diese Menschen leben mit weniger als in ihrer Heimat, arbeiten oft für illegale Banden als Drogenkuriere, verkaufen Sonnenbrillen am Strand und können so gerade mal überleben. Auch in Italien gibt es keinerlei Unterstützung, ebenso wenig in Griechenland usw.

Es ist eben nicht alles Gold was augenscheinlich glänzt.
Bruny

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olga64
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Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von olga64
als Antwort auf puckin vom 02.10.2014, 15:55:51
Sachsen hatte bisher ein zentrales aufnahmelager in chemnitz, jetzt kam noch eins in leipzig dazu, da die flüchlingswelle aber
Ich weiß nicht was andere länder leisten, aber 2012 entfielen auf 27 länder etwa 300.000 flüchtlinge.
In 2013 wurden allein in deutschland bereits 127.000 asylanten gezählt und bis august waren es schon 116.000, so daß am jahresende mit über 200.000 zu rechnen ist.
Wahrscheinlich wird das in 2015 weiter ansteigen.
Deutschland nun vorzuwerfen man tut zuwenig, find ich deshalb nicht in ordnung.


Sie scheinen zu übersehen, dass es ausser Deutschland noch andere Länder z.B. der Libanon, Jordanien und vor allem die Türkei gibt, die bereits Millionen Flüchtlinge aufgenommen haben.
Sachsen hat eine Aufnahmequote von ca 5% - im Vergleich: Bayern eine solche von ca 16%. Diese Quoten richten sich nach der Einwohnerzahl eines Bundeslandes und der wirtschaftlichen Potenz, was ich auch völlig richtig finde. Wie sollten sonst die Kriterien aussehen?
Es ist richtig: dies ist alles erst der Anfang - aber die Flüchtlingszahlen waren seit langem abzusehen - es ist ja Krieg in vielen Bereichen dieser Welt und da fliehen die Menschen. Ging doch uns Deutschen auch nicht anders, als wir dem Krieg entfliehen wollten und in der jüngsten Geschichte der Diktatur in der früheren DDR.
Deutschland nimmt in Relation z.B. zu Schweden immer noch zu wenige Flüchtlinge auf - es ist aber richtig, dass auch in Europa viele Länder versuchen, sich hier rauszuhalten.
Aber alles kann man nun auch nicht Italien, Griechenland und Malta überlassen, nur weil diese zufälligerweise geografisch direkt "am Ufer" liegen, wo die Flüchtlinge anlanden, wenn sie die Überfahrt überleben.
Übrigens - seit 2000 sind mehr als 20.000 Flüchtlinge im Massengrab Mittelmeer ertrunken. Olga
puckin
puckin
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Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von puckin
als Antwort auf Bruny vom 02.10.2014, 16:18:01
IN deutschland gibts ein asylbewerberleistungsgesetz.
Da steht alles drin was zu einer kostenlosen rundumversorgung gehört.
Ich habs mal überflogen, aber wenns in einigen ländern nix gibt, wahrscheinlich in den anderen weniger, dann ist deutschland allerdings das traumziel für asylbewerber.
Bruny
Bruny
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Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von Bruny
als Antwort auf olga64 vom 02.10.2014, 16:20:41
Ja Olga, es ist absolut richtig das die von Ihnen genannten Länder Flüchtlinge aufnehmen. Aber sie werden nicht versorgt und das ist das Grundübel. Sie werden in Flüchtlingslager gesteckt und müssen um ihr Essen betteln.
Das stelle ich mir nicht unter Flüchtlingsaufnahme vor. Ein türkischer Geschäftspartner hat mir gesagt dass es Flüchtlingen schlechter ergeht als Katzen und Hunden, denn diese werden wenigstens von Touristen versorgt.
In Jordanien habe ich ja selbst erlebt wie man sich um Flüchtlinge kümmert. Sie betteln.
Bruny

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olga64
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Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von olga64
als Antwort auf puckin vom 02.10.2014, 16:43:54
Schweden und Dänemark sind anscheinend noch grosszügiger - da wollen viele Asylbewerber nämlich gerne hin. Meist scheitert dies jedoch aus geografischen Gründen: wenn sie von Italien gen Norden mit irgendwelchen Schleusern fahren,werden sie in Bayern rausgefischt. Derzeit täglich einige Hundert, oft mit vielen Kindern in engen Transportern. Dann kommen sie bei uns unter, bis über ihren Verbleib entschieden ist. Dies kann bis zu einem Jahr dauern - würden Sie, Puckin, es wirklich wünschen,dass diese Menschen in dieser Zeit verhungern oder man ihnen auch noch den Rest ihrer Würde nimmt?
Ich als Steuerzahlerin bin gerne dafür, dass hier in unserem reichen Land Geld verwendet wird, um zu helfen. Und so denken gottlob viele Deutsche. Olga
puckin
puckin
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Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von puckin
als Antwort auf olga64 vom 02.10.2014, 16:51:50
würden Sie, Puckin, es wirklich wünschen,dass diese Menschen in dieser Zeit verhungern oder man ihnen auch noch den Rest ihrer Würde nimmt?
Ich als Steuerzahlerin bin gerne dafür, dass hier in unserem reichen Land Geld verwendet wird, um zu helfen. Und so denken gottlob viele Deutsche. Olga[/quote]

Ach olga, schon wieder so eine (üble) spitze.
Ich kann dich beruhigen, natürlich möchte ich nicht, daß die flüchtlinge verhungern, aber da das keiner will, hat väterchen staat dieses gesetz erlassen.
Schon erstaunlich, daß allein die erwähnung und info über so ein gesetz zu diffamierungen führt.
mane
mane
Mitglied

Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von mane
als Antwort auf vom 02.10.2014, 13:13:51
.
es ist eine nicht wegzuwischende tatsache, dass christen in moslemischen ländern selbst in friedenszeiten nicht nur antipathien erfahren, sondern aufgrund ihres glaubens oft lebensgefährlich leben. des öfteren griff ich die probleme der kopten (ägypten) auf: desinteresse.
m./.
.
geschrieben von margarit


Hallo Margarit,

dass Christen die weltweit am meisten verfolgte Religionsgruppe ist, wusste ich nicht. Die Studie von Rupert Shortt von der Oxford Universität belegt dieses. Auf die Not auch der Christen hinzuweisen, halte ich für wichtig.

Erstaunlich an der Untersuchung von Shortt ist vor allem die Begründung der westlichen Eliten für die Weigerung, die weltweite Christenverfolgung ernst zu nehmen: Man fürchte, sich dem Vorwurf des „Rassismus“ auszusetzen, wenn man die Christen verteidigt, analysiert der Forscher.


Dass Christen in vielen Regionen aufgrund ihres Glaubens sozial benachteiligt werden oder Angst um ihr Leben haben müssen, darf genauso wenig hingenommen werden, wie bei Menschen anderer Religionen.
Jedes Land sollte die Verantwortung für das friedliche Zusammenleben der dort wohnenden Kulturen/Religionen übernehmen.
Religiöse Toleranz auf allen Seiten ist notwendig.

Gruß Mane
Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Edita vom 02.10.2014, 11:48:18
Occccchhhhhh........und darum is das ja gaaar nich so schlümm !!!!

Edita

Edita bleibe doch einfach mal sachlich ,
und unterlasse es mir irgendetwas zu unterstellen.

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