Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Immer mehr rechte Gewalt gegen Flüchtlinge in Deutschland - was ist los in diesem Land?

Innenpolitik Immer mehr rechte Gewalt gegen Flüchtlinge in Deutschland - was ist los in diesem Land?

pschroed
pschroed
Mitglied

Re: Immer mehr rechte Gewalt gegen Flüchtlinge in Deutschland - was ist los in diesem Land?
geschrieben von pschroed
als Antwort auf karl vom 30.05.2016, 17:36:50
Danke @Edita, Karl.

Phil.
olga64
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Mitglied

Re: Immer mehr rechte Gewalt gegen Flüchtlinge in Deutschland - was ist los in diesem Land?
geschrieben von olga64
als Antwort auf karl vom 30.05.2016, 17:36:50
DAnke Karl - es war immer die ARgumentation brauner Menschenfänger, besonders simple Falschwahrheiten unter das Volk zu bringen und auf die Tränendrüsen derer zu drücken, den es ja vermeintlich so schlecht geht und zukünftig, wenn sich nichts in die braune Richtung ändert, noch viel schlechter gehen wird. Einen Schuldigen wird man immer finden: früher waren es die Juden, die "Zigeuner", die "Roten" - heute sind es die Politiker, die Flüchtlinge usw.
Auch ich werde nie aufgeben, meinen Finger in solche unappetitliche Wunden zu legen und Menschen herauszufordern, wenn sie versuchen, mit dieser braunen, unappetitlichen Suppe uns zuzuschütten. Olga
wandersmann_1
wandersmann_1
Mitglied

Re: Immer mehr rechte Gewalt gegen Flüchtlinge in Deutschland - was ist los in diesem Land?
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf karl vom 30.05.2016, 17:36:50
Es wird gefragt, was gegen rechte Gewalt zu tun sei. Ich denke jeder könnte an seinem Platz, das ihm mögliche tun
geschrieben von karl


Du argumentierst mit einer typischen Art von SED-Phraserei. Im Original hießen die damals : "Mein Arbeitsplatz - mein Kampfplatz für den Frieden" usw.
Und ich befürchte, Du meinst das tatsächlich ernst, dass sich also bspw. die Spaltung der Bevölkerung, die Radikalisierung von Teilen davon, das erstarkende rassistische und nationalsozialistische Denken einer zunehmenden Zahl von Bürgern aus der "Mitte", das völkische Denken und Handeln von Teilen des Justiz- und Polizeiapparates, dass sich diese Entwicklungen damit bekämpfen lassen, indem "Jeder an seinem Platz das ihm mögliche tut"?

Es ist für mich auch unerträglich, dass sich nicht über die ansteigende rechte Gewalt empört wird, sondern darüber, dass dies wiederholt thematisiert wird.
geschrieben von karl


Ich kenne keinen der Diskutanten in diesem Forum, von einer Handvoll temporärer "Querschläger" mal abgesehen, denen das Ansteigen der rechten Gewalt nicht Angst und Sorge bereitet.
Ich kennen Keinen der hier Diskutierenden, der sich einverstanden damit zeigt, dass Flüchtlinge Opfer von Anschlägen werden.
Man muss dass doch deshalb aber nicht 5x am Tag gebetsmühlenartig hier ins Forum schreiben.

Ist Dir eigentlich beim Schreiben solcher Sätze schon mal in den Sinn gekommen, dass Du damit 99,99% der Forumsdiskutanten in ihrem Intellekt beleidigst, und ihnen antinazionalistisches Denken und Handeln absprichst?

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Femmefatale †
Femmefatale †
Mitglied

Re: Immer mehr rechte Gewalt gegen Flüchtlinge in Deutschland - was ist los in diesem Land?
geschrieben von Femmefatale †
als Antwort auf wandersmann_1 vom 30.05.2016, 18:56:01
Und sich hier gegenseitig verbal zu zerfleischen, das ist dann aber die Lösung!!!!!!!
Boah nee!

ff
karl
karl
Administrator

Re: Immer mehr rechte Gewalt gegen Flüchtlinge in Deutschland - was ist los in diesem Land?
geschrieben von karl
als Antwort auf wandersmann_1 vom 30.05.2016, 18:56:01
Du bist also nicht der Meinung, dass es wichtig ist, dass jeder an seinem Platz sich rechtem Gedanken"schlecht" entgegen stellt? Dein SED-Vergleich ist einfach nur schäbig.

Ich behaupte damit ja nicht, dass auch und vor allem staatlicherseits Strukturen verändert werden müssen, aber ich bin absolut der Meinung, dass jeder eine Eigenverantwortung hat und eben nicht alle Verantwortung auf "die da oben" weitergeleitet werden darf. Diese Art Obrigkeitsdenken ist mir fremd.

Karl
pschroed
pschroed
Mitglied

Re: Immer mehr rechte Gewalt gegen Flüchtlinge in Deutschland - was ist los in diesem Land?
geschrieben von pschroed
als Antwort auf wandersmann_1 vom 30.05.2016, 18:56:01
Wandersmann, diese Reaktion fand ich von Frau Merkel gut, so könnte es sein.
Frau Merkel hat den Wandel verstanden, vom nationalistischen zur einer weltoffenen Gesellschaft. Wenn sie es schaffen sollte diese Einstellung auch in der Bevölkerung umzusetzen dann chapeau.

Phil.

Zitat Focus.

Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm am Sonntagnachmittag im französischen Verdun an der zentralen Gedenkfeier zum 100. Jahrestag der Schlacht aus dem Ersten Weltkrieg teil.

Merkel war auf Einladung des französischen Präsidenten Francois Hollande gekommen. Teil der Veranstaltung war auch eine Ausstellungsführung mit Historiker Gerd Krumeich.

Dem „Spiegel“ verriet der Professor, wieso die Kanzlerin an einer Stelle seines Vortrags kurz zusammenzuckte: Es wurde sehr intensiv zugehört. Als ich davon sprach, dass die Soldaten auf beiden Seiten der Front in dem Bewusstsein starben, für ihr Vaterland zu sterben, zuckte Merkel kurz zusammen. Man hat deutlich gemerkt: Das Wort Vaterland hat ihr nicht gepasst“, so Krumeich.
Es fiel kein einziges nationales Wort.

Den Grund für Merkels Reaktion erklärt Krumeich dem Magazin so: „In Verdun fiel gestern kein einziges nationales Wort. Die beiden Regierungschefs haben sehr deutlich gemacht: Es geht hier nicht um Deutsche und Franzosen, sondern um Kriegstote generell.“

Bei einem Essen mit Hollande hatte Merkel am Sonntag verlauten lassen: "Rein nationalstaatliches Denken und Handeln hingegen würden uns zurückwerfen. So könnten wir unsere Werte und Interessen weder nach innen noch nach außen erfolgreich behaupten." Das gelte insbesondere für die Schuldenkrise und die Flüchtlingskrise.

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wandersmann_1
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Mitglied

Re: Immer mehr rechte Gewalt gegen Flüchtlinge in Deutschland - was ist los in diesem Land?
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf karl vom 30.05.2016, 19:24:36
Ich behaupte damit ja nicht, dass auch und vor allem staatlicherseits Strukturen verändert werden müssen,
geschrieben von karl


Und genau das sind diese Phrasen, die ich oben ansprach, die mich an längst vergangene SED-Zeiten erinnern. Forderungen, von denen man mit Sicherheit weiß, dass das jeweilige System sie nicht statt finden lassen wird.

Ein kleines Beispiel zur Verdeutlichung.
THÜGIDA Jena meldet bei der Stadtverwaltung Jena für den 20.4.2016 einen Fackelzug durch die Innenstadt von Jena an. THÜGIDA ist eigenem Bekunden nach die Thüringer Variante von PEGIDA, in Wirklichkeit aber ein NPD-Sammelsurium. Nun ist es ja so, dass in Deutschland eine Demonstration nicht genehmigt werden muss, sie muss eben nur angemeldet werden. Nun ist Jena zum Glück eine weltoffene Stadt, so dass sich erwartungsgemäß Widerstand gegen diesen Naziaufmarsch zeigte.
Die städtische Versammlungsbehörde hatte im Vorfeld beim Amtsgericht Gera beantragt, den Aufmarsch um einen Tag nach hinten zu verlegen – und war damit gescheitert. Das Thema der Veranstaltung sei eindeutig gegen linke Gewalt gerichtet und stehe in keinem Zusammenhang mit dem Geburtstag Adolf Hitlers, so die Urteilsbegründung des Thüringer Verwaltungsgerichtes.

Was hieße denn nun nach Deinem Verständnis, "für Jeden an seinem Platz das Mögliche zu tun", diesen offensichtlich völkisch-nationalen Verwaltungsrichtern einen Knüppel zwischen die Beine zu werfen, um deren Nazihätschelei ein Ende zu setzen?

Wie sollte das eine Wirkung erzielen?
Mit rechtsstaatlichen Mitteln? Lachhaft!

Die Versammlungsbehörde hat ja noch nicht mal den Fackelaufmarsch der Nazis an sich moniert, sondern lediglich eine Verschiebung vom 20.4. auf den 21.4 beantragt. Und nicht einmal das haben die verantwortlichen Richter am Verwaltungsgericht Gera akzeptiert. Ihrer Ansicht nach ist es vollkommen in Ordnung, dass am sog. "Führergeburtstag" Naziformationen einen Fackelzug zu Ehren A. Hitlers durch Jena durchführen können. Im Namen des Volkes.

"Jeder an seinem Platz das Mögliche tun" gegen dieses Urteil des Thüringer Verwaltungsgerichtes , wäre in diesem Fall eindeutig rechtswidrig, und würde juristische Konsequenzen nach sich ziehen.

Die Verteidiger der Demokratie würden durch die Rechtsprechung dieser Demokratie bestraft werden.
karl
karl
Administrator

Re: Immer mehr rechte Gewalt gegen Flüchtlinge in Deutschland - was ist los in diesem Land?
geschrieben von karl
als Antwort auf wandersmann_1 vom 30.05.2016, 21:16:08
Für mich grenzen die Gesetze den Rahmen des Möglichen ein. Ja, nur mit rechtsstaatlichen Mitteln sollte Widerstand geleistet werden. Dieser Rahmen ist aber weiter als Du denkst. Du kannst Demonstrationen gegen diese Richterin organisieren, dagegen schreiben, Deinen Protest öffentlich machen. Wenn sich viele zusammentun, haben sie schon immer viel erreichen können. Dafür kannst Du arbeiten.

Karl
sammy
sammy
Mitglied

Re: Immer mehr rechte Gewalt gegen Flüchtlinge in Deutschland - was ist los in diesem Land?
geschrieben von sammy
als Antwort auf karl vom 30.05.2016, 19:24:36
.....aber ich bin absolut der Meinung, dass jeder eine Eigenverantwortung hat und eben nicht alle Verantwortung auf "die da oben" weitergeleitet werden darf.
geschrieben von karl

....wie soll dann konkret die "Eigenverantwortung" aussehen bei den in Rede stehenden "gewaltätigen Rechten" ?
Welche Erfolgsaussichten (Einschränkung der "rechtslastigen Gewalttäter") wären erreichbar?

sammy
karl
karl
Administrator

Re: Immer mehr rechte Gewalt gegen Flüchtlinge in Deutschland - was ist los in diesem Land?
geschrieben von karl
als Antwort auf sammy vom 30.05.2016, 21:30:45
Nun, ich bin für Zivilcourage. Nicht duckmäusern, gegenhalten, Schwachköppe, Schwachköppe nennen und von der Politik Maßnahmen gegen Rechts fordern und eine harte Strafverfolgung von Gewalttaten gegen Flüchtlinge.

Karl

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