Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik "Integrationsunwilligkeit"?

Innenpolitik "Integrationsunwilligkeit"?

adam
adam
Mitglied

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von adam
als Antwort auf bongoline vom 22.09.2010, 20:17:49
@bongoline,

ich habe die Sendung gesehen und sie hat, wie ähnliche vorher, bleibende Eindrücke hinterlassen.

Wenn ich über die Medien Muslime wie Pierre Vogel begegne, verstärken sich meine Bedenken gegenüber dem Islam und ich sehe in ihm immer mehr den Grund, daß eine Integration von Muslime bestimmter religiöser Strömungen (z.B. Salafiyya) nicht gelingen kann.

Mein Eindruck der Diskussion von Seiten der muslimischen Vertreter war, daß Toleranz für Intoleranz gefordert wurde, um den heißen Brei herum geredet, Fragen mit Gegenfragen abgefangen und die Scharia (z.B. Steinigung) bejaht und damit verteidigt wurde, in welchen Ländern sie ausgeführt wird.

Für die Bedenken und den Widerspruch der Mönchengladbacher gegen eine Islamschule, die Pierre Vogel dort gründen will, habe ich Verständnis. Dieser Mann predigt gegen ein Miteinander der Religionen, z.B. gegen die Gleichberechtigung der Frau, für die Scharia und gegen die "verdorbene" Kultur Europas. Er läßt nur den Islam gelten. Seine Auslegung des Islam ist gegen die Rechtsprechung der Bundesrepublik.

--

adam

bongoline
bongoline
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Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von bongoline
als Antwort auf adam vom 22.09.2010, 21:39:09
adam,

ich brauche an sich keinen Kommentar mehr schreiben, Du hast alles geschrieben.

Erst wollte ich an sich umschalten, da Frau Meischberger es nicht schaffte, das bzw. die Gespräche so zu leiten, dass es zeitweise nicht ein heilloses Durcheinandersprechen war. Als Tirolerin tu ich mich halt dann schwer, bin aber doch bei der Gesprächsrunde geblieben. Trotz aller schönen Worte, die immer und überall mal gesprochen werden sehe ich an sich, dass der Graben immer breiter und tiefer wird, da die Maßgeblichen gar nicht Willens sind. Ich denke, falls überhaupt eine Annäherung möglich sein wird, wird das ein sehr steiniger Weg.

bongoline
adam
adam
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Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von adam
als Antwort auf bongoline vom 22.09.2010, 21:54:22

Hier eine Zusammenfassung des Maischberger-Talks in Welt online.

Ich sehe den Islam immer mehr als Politikum für die Innenpolitik von demokratischen Staaten.

--

adam



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Medea
Medea
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Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von Medea
als Antwort auf adam vom 23.09.2010, 10:17:43
Eine gute Zusammenfassung von "Menschen bei Maischberger" - ich habe die Sendung gesehen.

Udo Ulfkottes Einlassung:

"Ulfkotte: „Wir haben ein gefestigtes Wertegefüge in Europa in der Vergangenheit gehabt, das haben wir jetzt nicht mehr, und da haut leider seit mehreren Jahren voll der Islam rein. Und ich habe etwas gegen das islamische Wertegefüge.“ Ulfkotte konstatierte, der Islam sei mit dem europäischen Kulturkreis nicht kompatibel, was auf Dauer unweigerlich zu gewaltsamen Konflikten führen müsse."


klingt wenig hoffnungsvoll - er selbst hat viele Jahre in islamischen Ländern gelebt und den Islam hautnah erlebt. Das dürfte wohl hier im ST bei den wenigsten der Fall sein.

M.



myrja
myrja
Mitglied

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von myrja
als Antwort auf Medea vom 23.09.2010, 10:31:06
Es amüsiert mich fast, dass Du, Medea, ausgerechnet den Udo Ulfkotte erwähnst. Jeder liest halt das gerne, was die eigene Meinung noch bestärkt.
Und nur weil er mehrere Jahre in arabischen Ländern lebte, heißt das nicht, dass er nicht einäugig durch die Gegend lief. Ulfkotte ist jedenfalls stark rechts orientiert. Und aus diesem Blickwinkel heraus hat er sich seine Meinung über den Islam zusammengedichtet.

Myrja

Astird Geisler, deutsche Journalistin, schreibt in der taz:
Vor allem aber erzählt Ulfkotte seinen Zuhörern Geschichten. Es sind Geschichten aus dem täglichen Leben, die man beim nächsten Geburtstagskaffee weitererzählen kann. Dutzende davon hat er auf Lager.
(Den ganzen Text auf der Wikipedia-Seite über Ulfkotte, siehe Link)

Was Wikipedia zu Ulfkotte schreibt

Auszüge aus Wikipedia über Ulfkotte:

Bei der Wahl zur Bremischen Bürgerschaft 2007 unterstützte er die von mehreren Medien als rechtspopulistisch bezeichnete Wählervereinigung Bürger in Wut, der er im Juni 2007 auch offiziell beitrat. Im gleichen Jahr ließ er verlautbaren, er wolle in Kürze seine neue Partei auf der Grundlage von Bürger in Wut gründen.

Die Deutsche Zentrumspartei gab vor der Hamburger Bürgerschaftswahlen 2008 bekannt, das Ulfkotte als parteiloser Kandidat auf Listenplatz 2 hinter dem Parteivorsitzenden Dirk Nockemann stünde, zur Wahl trat er aber nicht an.

Ebenfalls 2008 berichtete das Internetportal der Tageszeitung Die Welt, dass aufgrund eines auf der Internetplattform Youtube eingestellten antiislamischen Videos, eine Vielzahl von Morddrohungen gegen Ulfkotte und insbesonders gegen seine Frau ausgesprochen worden waren. Die Familie des Islamkritikers, die mit dem Video nichts zu tun hatte, floh daraufhin in die Anonymität und die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf.

Für Erheiterung sorgte beim Rezensenten der Frankfurter Rundschau, Ralf Hanselle, der Umstand, dass Ulfkotte eine Satire-Aktion der Wiener Künstlergruppe Haben wir denn keine anderen Sorgen, die gefordert hatte, die österreichischen Gipfelkreuze durch Halbmonde zu ersetzen, für bare Münze nahm. Des Weiteren wirft er ihm „Panikmache“, „journalistischen Schlendrian“ und „Dummenfang“ vor:
„Da drängt sich der Verdacht auf, hier gehe einer mit überzogenen und falschen Behauptungen zielsicher auf Dummenfang. Die Halbmonde über Europas Gipfeln sind in diesem Buch wahrlich nicht der einzige Fall von journalistischem Schlendrian. Ob Jugendkriminalität unter Migranten, Gammelfleisch in Dönerbuden oder islamische Parallelgesellschaften: Aus Andeutungen, Zeitungsnotizen und oft nicht mehr zugänglichen Internetmeldungen schnürt der Autor ein Panikpaket zusammen.“



Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von marina
als Antwort auf myrja vom 23.09.2010, 11:12:58
O ja, Udo Ulfkotte, dieser üble Hassprediger. Ich hatte schon an anderer Stelle darauf aufmerksam gemacht, dass er zwischenzeitlich eine rechtsextreme Partei gegründet hat. Aber das muss ja einen großen Geist nicht stören, nicht wahr, Medea? Denn die „Islamkritik“ um nicht zu sagen Islamhetze so einiger undifferenzierter ForistInnen deckt sich sowieso voll und ganz mit der der rechtsextremen Parteien überhaupt.

Ich konnte die Sendung nicht sehen, aber ich scheine nicht viel verpasst zu haben, denn es wurden ja offenbar nur die härtesten Fälle der Szene auf beiden Seiten eingeladen, um mal so eine richtige Krawallsendung durchzuziehen. Die FAZ schreibt dazu: „Eine irrsinnige Sendung war das, ein Käfig mit zu vielen Narren, die Moderatorin hilflos und schlecht informiert mittendrin. Wenn Sandra Maischberger so weitermacht, erledigt sich das Problem des Moderatorenüberschusses bei der ARD von ganz allein.“ Hier nachlesbar: Eine Zumutung

Und der Kölner Stadtanzeiger titelt:„Schräge Gestalten bei Maischberger“

Eine sehr lesenswerte Kritik übrigens, auch hier kann man so einiges über diesen Herrn Ulfkotte und seinen dubiosen Verlag nachlesen.

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pilli †
pilli †
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Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von pilli †
als Antwort auf marina vom 23.09.2010, 11:53:05
mich mal fix mehrfach bekreuzige...

gerade Udo Ulfkotte zu erwähnen, das treibt mir die pure angst vor den dumpfbacken der nation in die augen!

ich nehme zu deinen gunsten an medea,

dass dir wenig zur person und seinem hintergrund bekannt ist, dass du gerade ihn als beispiel gewählt hast? oder vielleicht doch und du dachtest, ihm den weg bereiten zu wollen?

kein guter weg denn das ziel, das Ulfkotte hat, dürfte jedem klar sein, der entsprechende informationen hat.

zur zeit recherchiere ich gerade auf einer seite von freien nationalisten und wenn ich die dort genannten sprüche lese, wird mir speiübel, wenn ich erkenne, wie sie sich gleichen, die hasstiraden, die ich hier und anderen ortes höre oder lese und die dazu helfen sollen, dass integrationsunwilligkeit zum aussondernden stempel wird.

bei dieser gelegenheit möchte ich fragen, ob jemand die stelle bekannt ist, bei der ich solche webseiten im netz melden kann, damit der verfassungsschutz sich mal kümmern kann?


--
pilli
adam
adam
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Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von adam
als Antwort auf marina vom 23.09.2010, 11:53:05
Denn die „Islamkritik“ um nicht zu sagen Islamhetze so einiger undifferenzierter ForistInnen deckt sich sowieso voll und ganz mit der der rechtsextremen Parteien überhaupt.


Ja ja ja marina,

schreib Du nur und diskriminiere alles, was Dir nicht den Mund redet. Was sind übrigens "undifferenzierte ForistInnen"? lol Was Differenzieren bedeutet, solltest Du endlich lernen und beherzigen.

Allerdings gibt es auch Leute mit Urteilsvermögen, die bei einem derartigen Talk erkennen, daß der richtige Weg irgendwo in der Mitte liegen muß. Und den gilt es zu finden. Kindische, nicht differenzierende Zornesanwandlungen sollten dabei nicht ablenken.

Du konntest die Sendung nicht sehen? Dann sieh sie Dir gefälligst an. Sie ist in diesem Thread verlinkt. Du bist doch diejenige, die sich immer über andere beklagt, wenn Links nicht beachtet werden.

--

adam




Medea
Medea
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Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von Medea
als Antwort auf marina vom 23.09.2010, 11:53:05
Es liegt in der Natur der Talk-Shows, zu den vorgesehenen Themen Menschen mit sehr gegensätzlichen Meinungen zum Gespräch einzuladen. Die von mir herausgegriffene war eine von vielen. Die kann dir nun passen oder auch nicht, das kümmert mich wenig.

Allerdings finde ich den Ton, den Du, Myrja oder auch Pilli meinen anschlagen zu müssen, indiskutabel.
Sachlichkeit scheint in der Tat ein Fremdwort zu sein.
Persönliche Angriffe sind zwar lästig wie dicke Fliegen, prallen allerdings an mir ab.
Ergo könnt Ihr sie Euch auch sparen.


M.

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von mart1
als Antwort auf Medea vom 23.09.2010, 13:25:48


Gibts nicht bei den hiesigen Faschingsumzügen die Altweibermühle?




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