Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik "Integrationsunwilligkeit"?

Innenpolitik "Integrationsunwilligkeit"?

Medea
Medea
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Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von Medea
als Antwort auf mart1 vom 25.09.2010, 10:42:53
Was für ein verschrumpelter Unsinn Mart.

In meiner Familie sind Juden seit Generationen vertreten, meine Cousine ist mit einem verheiratet, mein bester Freund ist ein Jude.

Du übrschreitest da eine Grenze, die dir nicht zusteht. Mäßige dich und mache dich nicht so lächerlich in deiner von dir nicht mehr beherrschbaren Wut.

Medea.



Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von mart1
als Antwort auf Medea vom 25.09.2010, 10:45:00


Getroffene Hunde bellen!

Die Moslems sind unser Unglück, vorerst sind es die, die nicht "integriert" sind,die "integrationsunwillig", was immer darunter verstanden wird und gleich wie viele Deutsche "integrationsunwillig" sind und die Gesetze nicht beachten.

Die Weltverschwörung steht auf jeden Fall im Hintergrund - der Wille "der" Moslems die armen Deutschen und die armen Europäer zu unterwandern .... So wie der Jud schuld war an der Unterwanderung des deutschen Volkes und sein Unglück bedeuteten - für manche bis zum heutigen Tag, wo diese Rolle fast nahtlos auf die Moslems übergeht.

adam
adam
Mitglied

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von adam
als Antwort auf mart1 vom 25.09.2010, 11:26:14
@mart1,

von dem beleidigenden Vergleich mit den "getroffenen Hunden", über die Polemik der Weltverschwörung, bis hin zum nicht zutreffenden Vergleich mit den Juden, samt Bild vom Stürmer, finde ich diese Art der Diskussion unmöglich. Was ist eigentlich mit Dir los?

--

adam

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loretta †
loretta †
Mitglied

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von loretta †
als Antwort auf adam vom 25.09.2010, 11:54:47

ohne Worte .... aber Alltag in Berlin

Allah sprach benehmt euch Asozial ?


Muslimischer Antisemitismus in Deutschland

loretta
myrja
myrja
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Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von myrja
als Antwort auf adam vom 25.09.2010, 10:36:26
@myrja,

was hast Du gegen russlanddeutsche Migranten?
Ich finde die betenden Mütterchen rührend und sehe keinen Grund, warum sie deswegen oder weil sie ein Kopftuch tragen, diffamiert werden sollten.

--

adam

geschrieben von adam


Adam,

ich habe gar nichts gegen sie. Ich habe überhaupt nichts gegen Menschen, die Kopftuch tragen. Ich bin nur auf Ekos Beitrag eingegangen, der etwas gegen türkische Kopftücher zu haben scheint. Ich wollte damit deutlich machen, dass auch andere Menschen Kopftuch tragen, aber immer nur die Türkinnen von den Kopftuchgegner angegriffen werden.

Hast Du bei meinem Beitrag das "GRINS" überlesen? Meine Einstellung zu MigrantInnen, egal wo sie herkommen, müsste eigentlich aus meinen bisherigen Beitragen klar ersichtlich sein.

Myrja
myrja
myrja
Mitglied

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von myrja
als Antwort auf Medea vom 25.09.2010, 10:45:00
Zum Freundeskreis meiner Eltern und mir gehören viele Rußlanddeutsche. Sie sind durchweg liebenswert, fleißig, viele davon haben längst ihre eigenen Häuschen, sind unauffällig, gehören in das Gemeinwesen, sie sind Deutsche wie Du und ich. (Und das nicht nur nach ihrem Paß).

Medea.


Medea,

auch zu meinem Freundeskreis gehören Russlanddeutsche. Zu meinem Freundeskreis gehören zusätzlich auch noch Muslime versch. Nationalität, Schwarzafrikaner und Tamilen. Und stell Dir vor, auch diese sind durchweg liebenswert, fleißig, viele davon haben längst ihre eigenen Häuschen, sind unauffällig, gehören in das Gemeinwesen, sie sind Deutsche wie Du und ich. (Und das nicht nur nach ihrem Paß).

Myrja

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Medea
Medea
Mitglied

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von Medea
als Antwort auf myrja vom 25.09.2010, 12:33:29
Ja, dann ist doch alles bestens in Butter.
Wieso wirst du dann noch so dringlich in Tenever
gebraucht? Oder läuft sonst doch nix ohne Myrjas helfende Hand und die Integration bleibt auf der Strecke?


M.

karl
karl
Administrator

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von karl
als Antwort auf loretta † vom 25.09.2010, 10:03:49
Nachdem im Berliner Bezirk Kreuzberg kaum noch ein Deutscher wohnt, wurde als nächster Bezirk Neukölln vereinnahmt.
Hallo Loretta,

das liest sich wie ein Vorwurf und als ob eine blutige Eroberung stattgefunden hätte. Eine Analyse, warum dies so gekommen ist, fände ich nützlicher. Die Entstehung rein türkisch sprachiger Stadtviertel hat doch mehrere Ursachen. Einmal wurden massenweise "Gastarbeiter" nach Deutschland geholt, an deren Integration die deutsche Gesellschaft zunächst überhaupt kein Interesse hatte. Das bedeutete auch, dass diese und deren Nachkommen nicht gezielt gefördert wurden, dass es keine flächendeckenden Sprachkurse für Zugezogene gab und für die Kinder nicht genügend Kitaplätze. Die zugezogenen Türken haben sich nicht anders verhalten als deutsche Auswanderer in ihren Zielstaaten (USA, Rumänen, Sowjetunion), die sich auch gruppiert haben und versucht haben von ihren Traditionen möglichst viele zu konservieren. In den USA gibt es inzwischen viele Viertel, in denen fast nur Spanisch gesprochen wird. Es ist eine Eigenschaft der Menschen allgemein, nicht nur der Türken, dass sie ihre Muttersprache bevorzugen, wenn dies aufgrund der Nachbarschaft möglich ist.
Da wohnt ein Bekannter von meinem Mann, der spricht sehr gut Deutsch. Sie leben seit 40 Jahren in Deutschland und nun halt Dich fest, die FRAU spricht fast kein Deutsch. Das Schlimmste kommt aber noch: Sie haben beide einen Deutschen Pass.
Hallo margrit,

warum ist das das Schlimmste? Ich vermute, es gibt bei Euch in Braunschweig größere Probleme als dass eine deutsche Ehefrau Deutsch noch lernen muss. Ich habe übrigens gelernt, dass Lachen auf Türkisch ähnlich gut klingt wie auf Deutsch.

Ich stelle die Frage, inwieweit die vorhandenen Integrationsproblem, die ich nicht bestreite, allein auf die angebliche Integrationsunwilligkeit der Migranten zurück zu führen ist oder ob nicht auch die aufnehmende Gesellschaft hier einen Integrationswillen aufbringen muss. Niemand, mit dem Du nicht redest, erlernt Deine Sprache. Wenn Deutsche bei ausländischer Nachbarschaft wegziehen, bleiben die Migranten unter sich.

Ich finde die derzeitige pauschale Stimmungsmache gegen Moslems und Migranten schlimm. Es ist nicht zielführend, wenn auf Probleme mit Schuldzuweisungen und Sündenbocktheorien reagiert wird, anstatt die realen Probleme mit intelligenten Strategien zu lösen. Leider dominiert derzeit das dumpfe Volksempfinden und nicht der Kopf, das muss sich wieder ändern.

Ich sehe durchaus wie mart1 Parallelen zu früheren Entwicklungen im 20. Jahrhundert. Sie sind deutlich und es ist teilweise der selbe Ungeist, der sich hier Bahn bricht. Trotzdem bin ich nicht pessimistisch, denn anders als damals gibt es viele, die diesen Rechtsstaat verteidigen und m. E. stark genug sind zu verhindern, dass er abgleitet.

Es lohnt übrigens wirklich noch einmal auf die gute Rede von Schäuble zu verweisen (s. Linktipp).

Karl
myrja
myrja
Mitglied

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von myrja
als Antwort auf Medea vom 25.09.2010, 12:40:48
Ja, dann ist doch alles bestens in Butter.
Wieso wirst du dann noch so dringlich in Tenever
gebraucht? Oder läuft sonst doch nix ohne Myrjas helfende Hand und die Integration bleibt auf der Strecke?


M.



Ach Medea,

was soll diese boshafte Ironie?

Gerade weil es bei uns in Tenever wirklich gut läuft, lebe und arbeite ich gerne hier. Die vielen verschiedenen Nationalitäten, die hier leben, erweitern meinen Horizont ungemein. Dafür bin ich dankbar.

Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn Menschen bei ihrer vorgefertigen, negativen Meinung bleiben, gar nicht bereit sind das Positive zu sehen und dadurch in "ihrer" Welt stehen bleiben, teilweise sogar rückwärts gehen. Diese Menschen tun mir leid. Sie verpassen so viel Schönes in ihrem Leben.

Myrja
rolf †
rolf †
Mitglied

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von rolf †
als Antwort auf karl vom 25.09.2010, 12:49:51
Das "Problem" gab es doch im Ruhrgebiet schon in den 50ern.
Die Gastarbeiter erhielten von den Zechen Werkswohnungen, wurden also automatisch zusammengefaßt.
Nur haben wir damals darin kein Problem gesehen, es waren Nachbarn wie alle anderen auch. Da die Zahl der deutschen Bergarbeiter abnahm, erhöhte sich auch der Anteil der Gastarbeiter, von Ghetto sprach trotzdem niemand.

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