Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik "Integrationsunwilligkeit"?

Innenpolitik "Integrationsunwilligkeit"?

adam
adam
Mitglied

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von adam
als Antwort auf karl vom 25.09.2010, 12:49:51
Ich sehe durchaus wie mart1 Parallelen zu früheren Entwicklungen im 20. Jahrhundert. Sie sind deutlich und es ist teilweise der selbe Ungeist, der sich hier Bahn bricht.
geschrieben von karl


@karl

Dieser unsägliche Vergleich der Integrationsprobleme mit der Judenhetze und Verfolgung ist offenbar in manchen Köpfen so festgefahren, daß es zum Verzweifeln, gerade gegenüber denjenigen ist, die sich doch zur intellektuellen Elite dieses Landes zählen müßten und dürfen.
Wurde nicht Sarrazin gerade erst in aller Öffentlichkeit bloß gestellt, von Regierung und Parteien abgelehnt, weil er nur ansatzweise auf genetischer Basis argumentieren wollte? Wo, um Himmels Willen sind denn da die Parallen? Wo droht denn den Migranten so Entsetzliches wie den Juden? Wo sind auch nur die Ansätze dafür, die dazu berechtigen, Menschen mit der staatlichen Mordmaschinerei der Nazis zu vergleichen, nur weil sie ihre Meinung sagen?

Dieser Vergleich ist nicht nur nicht berechtigt. Er bringt eine Schärfe in die Diskussion, weil er Kritiker mundtot machen soll und das ohne auf ihre Argumente einzugehen. Das ist geradezu undemokratisch. Es wird eine Diskussion darüber geführt, Menschen zu helfen, sie aus Ghettos heraus zu bekommen. Der Judenvergleich hilft nur denen, die daran interessiert sind, die Migranten in ihrer Isolation festzuhalten, um auf deren Unwissen um unseren Staat und seine Freiheiten, ihre Macht auszubauen und gegen den Rechtsstaat zu agitieren. Mein Beispiel dafür ist die religiöse Demagogie eines Pierre Vogel.

Karl, mein Credo zur Demokratie ist der Kernsatz aus Carlo Schmids Rede vor dem Parlamentarischen Rat:

"Demokratie ist nur dort mehr als ein Produkt einer bloßen Zweckmäßigkeitsentscheidung, wo man den Mut hat, an sie als etwas für die Würde des Menschen Notwendiges zu glauben." (Carlo Schmid)

Da steckt jede Menge Voltaire drin, zum Beispiel die Erkenntnis, daß Demokratie nur einen Sinn macht, wenn sie jeder für jeden als unabdingbar hält, um ein freies Leben führen zu können. Das ist der eigentliche Sinn von Integration, nicht solche Albernheiten wie Kopftücher. Integration ist letztendlich die Bejahung des eigenen Lebens, indem anderes Leben bejaht wird. Und dann stimmt es auch umgekehrt: Ich will die Integration, weil sie Verständnis für meine eigene Lebensbejahung bringt.

Wer sich dem entgegenstellt, muß damit rechnen, daß ich ihm gewaltig auf die Finger haue. Die Bürger Europas sind mit den totalitären Ansprüchen der "christlichen" Institutionen fertig geworden. Jetzt ist der weltliche Anspruch des Islam die Herausforderung und auch diesen Anspruch werden wir in die Schranken weisen, damit ein demokratisches Miteinander weiterhin möglich ist.

--

adam





loretta †
loretta †
Mitglied

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von loretta †
als Antwort auf karl vom 25.09.2010, 12:49:51
Nachdem im Berliner Bezirk Kreuzberg kaum noch ein Deutscher wohnt, wurde als nächster Bezirk Neukölln vereinnahmt.
geschrieben von karl
Hallo Loretta,

das liest sich wie ein Vorwurf und als ob eine blutige Eroberung stattgefunden hätte. Eine Analyse, warum dies so gekommen ist, fände ich nützlicher.
Karl


Karl, dass sich das Wort „vereinnahmen“ so liest, als hätte eine blutige Eroberung stattgefunden, ist mit Sicherheit nur deine Interpretation.

Synonyme dieses Wortes sind jedoch korrekt: einkassieren, eintreiben, kassieren.

Und genauso ist es gewesen und war es auch von mir gemeint.

Bist du wirklich der Meinung, hier sollte noch eine weitere Analyse respektive Lösungsansatz meinerseits stattfinden? In dieser Richtung ist doch hier bereits schon alles immer und immer wieder in allen Variationen durchgekaut worden.

Aber eins noch: wenn ich mir zum Bespiel aus Polen jemanden hole, der meine Wohnung renoviert (was man ja nicht darf – ist auch nur ein Beispiel) und er hat dann meine Wohnung fertig renoviert, erhält er seine Bezahlung und wird wieder nach Hause fahren.

Ich würde wohl ganz schön dumm aus der Wäsche gucken, wenn er sich dann in einem meiner hinteren Zimmer häuslich einrichten und seine ganze Familie nachholen würde und sozusagen einen Teil meiner Wohnung besetzen würde – genau das geschieht mit unserer Hauptstadt.

Und genauso ist es im Großen gelaufen.

Da verlangst du nun echt, ich solle mir Gedanken machen, wie er sich das in meinem Hinterzimmer noch gemütlicher machen kann und wo ich Sprachkurse für ihn her bekomme?

Neee, lass mal, karl, da driften unsere Meinungen zu sehr auseinander, und wir werden keinen Konsens finden.

loretta

In Neukölln «Rückmarsch ins Mittelalter»
karl
karl
Administrator

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von karl
als Antwort auf adam vom 25.09.2010, 14:21:43
Wer sich dem entgegenstellt, muß damit rechnen, daß ich ihm gewaltig auf die Finger haue. Die Bürger Europas sind mit den totalitären Ansprüchen der "christlichen" Institutionen fertig geworden. Jetzt ist der weltliche Anspruch des Islam die Herausforderung und auch diesen Anspruch werden wir in die Schranken weisen, damit ein demokratisches Miteinander weiterhin möglich ist.
geschrieben von adam
Hallo adam,

da gibt es zwischen uns überhaupt keinen Dissenz. Natürlich müssen wir jedem totalitären Fundamentalismus entgegentreten. Ich bin absolut gegen jeden politischen Einfluss einer Religion, für strikte Trennung von Staat und Religion, also auch ganz entschieden gegen einen islamischen Einfluss auf die Politik und Rechtssprechung.

Bei der Einschätzung der Gefahr der Stigmatisierung von Volksgruppen unterscheiden wir uns. Es war ja keineswegs so, dass vor 100 Jahren in Deutschland Juden verfolgt wurden. Liest man aber die Geschichte des Antisemitismus in Deutschland, dann ist sehr wohl zu erkennen, dass schon damals Wurzeln gelegt waren, die die Katastrophe später möglich machten. Mehr sage ich in Bezug auf die Situation der Moslems in Deutschland heute nicht. Diese sind übrigens im Durchschnitt wesentlich schlechter integriert als es die Juden waren. Ich sehe durchaus viele Gefahren, die aber abwendbar sein werden, wenn wir wachsam sind. Es gilt jeder dümmlichen Pauschalierung entgegenzutreten - und zwar rechtzeitig.

Karl

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pilli †
pilli †
Mitglied

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von pilli †
als Antwort auf adam vom 24.09.2010, 23:57:59
ich finde die Kopftücher nicht dämlich, aber die seichte Diskussion darum. Seicht finde ich es auch, auf einen Kabarettisten zu verweisen und ein Hochzeitvideo als Argument zu bringen. Das hatten wir Jahrzehnte lang und jetzt haben wir den Salat in der dritten Generation. Die Probleme liegen tiefer und damit solltest Du Dich beschäftigen.
geschrieben von adam


zu gütig, adam

dass du dich damit beschäftigst, womit ich mich beschäftigen sollte.

zu gnädig adam

dass du mir gedanken widmest, eine höchstrichterlich gleichende beurteilung zur seichtheit meiner diskussions-beiträge zu bemerken; plage ich mich doch ansonsten bei viel zu viel seniorentrefflichen disputen mit dem vorurteil einiger foristen, intelligent zu sein. es bedarf nicht, eier in der hose zu haben, sich eher zur liga der flachwurzelnden zu bekennen...wenn ich auch ausgestattet bin mit dem kritischen blick, die hinterstübchen der sich mehrenden hassprediger im ländle zu entdecken. fairerweise möchte ich bemerken, zahlreiche diskussionspartner, oft wenig von streitkultur beleckt, machen es mir aber auch allzu leicht...selbst in seichtem umfeld...auf meine art, meinungen auszutauschen.

deinen link zu focus habe ich gelesen und gesehen habe ich von Volker Pispers das video zum terrorschutz. mein rezept, gegen die von mir nicht gewünschte angstphobie, das ich gerne anbiete damit auch andere auf seichte art, sich ein eigenes bild schaffen und den weg zurück finden zum mittelmaß.

Pispers zum Terrorschutz

interessante hnweise zu den angstmachen wollenden stimmen im deutschen lande, hat es im folgenden video mit einem vergleich der tatsächlichen todesfälle in der nation durch terror:

Pispers zur Terrorangst

ich erlaube mir das, ohne eine bewertung durch dich oder andere zu fürchten, da reagiere ich angstfrei.

Wir haben schon versucht zu klären, was Integration ist und an sich festgestellt, daß es nichts Schlimmes ist. Gut integriert ist jemand, der sich aus innerer Überzeugung an die Gesetze hält, die Gesellschaft, in der er lebt, toleriert und so gut wie möglich für seinen Lebensunterhalt sorgt. Klappt das, kann das ein gutes Leben in der Bundesrepublik bedeuten. Ob mit oder ohne Kopftuch spielt da keine Rolle.
geschrieben von adam


da frage ich mich doch adam,

warum die hardcore-liga der unbedingt zündeln wollenden wort-brandstifter seit jahren...und so lange beteilige ich mich an den diskussionen in den foren zum thema...immer noch die gleichen argumente nutzt, die darin gipfeln: "wer sich nicht so integriert, wie wir uns das denken, fliegt raus aus unserem land!"

wohin bitte sehr, sollen denn diejenigen fliegen, die seit jahren im besitz eines deutschen passes sind? vielleicht zur abschreckung einsammeln,reinstecken in ein sammellager und dann einmal hin über die deutsche grenze und wieder retour?


--
pilli
Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von mart1
als Antwort auf karl vom 25.09.2010, 15:24:25
Der Nationalsozialismus hat sich vorsichtig, in kleinen Dosen durchgesetzt
man hat immer ein bisschen gewartet, bis das
Gewissen der Welt die nächste Dosis vertrug!

geschrieben von Stefan Zweig



Im Augenblick ist die Dosis beim Wiener Wahlkampf dieses:



Links der Retter des Abendlandes in der Verkleidung eines H.C. Strache/FPÖ und Mustafa ist nur derjenige, der Wien einmal belagert hat.

Willst du, adam, diesen Primitivlingen Munition liefern?
Willst du, adam, dass Mustafa das als gerechte Kritik empfinden soll?
Meinst du, adam, dass Mustafa nun beschließt ein braver die Gesetze anerkennender, deutsch sprechender Muslim zu werden, der seine Töchter ohne Sorgen in diese feindliche Gesellschaft entlassen kann?
Kannst du dich in den Kopf eines Mustafa versetzen, der diesen Komic in einem Heft sieht, das die FPÖ an Schüler verteilen läßt?

Ich bin mit dir natürlich einer Meinung über einen Hr.Vogel. Und sehr zuversichtlich, dass der Verfassungsschutz ihm das Genick brechen kann. Aber ihn als Teilnehmer einer Talkshow hinzusetzen um zu zeigen, wie gefährlich diese integrationsunwilligen Immigranten sind, ist doch starker Tobak. (Wie groß ist seine Anhängerschar?) Ich habe vorhin die Erklärungen einer kath. Richtung eingestellt, deren Anhängerschar wahrscheinlich um einiges größer als die des Vogels ist, die eindeutig oder sogar noch eindeutiger staatsfeindlich ist als Hr. Vogel und die offensichtlich niemanden hier aus dem Sessel gehauen hat. Der Unterschied ist doch der Generalverdacht unter denen Muslime stehen und der annimmt, sie würden staatsfeindlich agieren, wenn sie nicht rechtzeitig daran gehindert werden.

Auch sollte zu denken geben, dass Frau Apfeld in derselben Talkshow, die auch von dir gelobt wurde, und deren Schwester vom Vater und zwei Cousins ermordet wurde, betonte, wie frei sie und ihre Schwester nach ihrer Flucht als verfolgte Kurden zuerst in Deutschland aufwuchsen konnten.
Sie führt den Tod ihrer Schwester nicht nur auf überkommene importierte, archaiische Vorstellungen zurück, sondern beklagt, auch eine mangelnde Integration habe zu der Tragödie beigetragen. So habe das Jugendamt nicht auf Hilfegesuche ihrer Schwester reagiert, und die viele Jahre dauernde Bearbeitungszeit seines Asylantrags habe ihren ursprünglich eher liberal gesinnten Vater zermürbt. Er habe hier keine Aufnahme erfahren, was seine Abkehr von der westlichen Welt mitverursacht habe.

In diesem Sinn ist fast alles, was ich in diesem Thread gelesen habe, für eine ehrliche Diskussion über das Thema "Wie kann die Gesellschaft zusammenwachsen? unproduktiv. Sie läuft fast immer unter dem Motto "Jetzt werd ich das endlich sagen dürfen!" und öffnet Schleusen für trübes Wasser, das ich bisher nicht gekannt habe.
EehemaligesMitglied58
EehemaligesMitglied58
Mitglied

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von EehemaligesMitglied58
als Antwort auf pilli † vom 25.09.2010, 15:27:08

da frage ich mich doch adam,

warum die hardcore-liga der unbedingt zündeln wollenden wort-brandstifter seit jahren...und so lange beteilige ich mich an den diskussionen in den foren zum thema...immer noch die gleichen argumente nutzt, die darin gipfeln: "[i]wer sich nicht so integriert, wie wir uns das denken, fliegt raus aus unserem land!"


[/indent]

Ich bin zwar nicht Adam, aber, liebe Pilli, wenn ich Deine ergüsse lese, muß ich annehmen, daß Du langsam erblindest und dein gehör Dich verläßt.
Da zündeln also, die herren Sarrazin, Buschkowsky und jetzt sogar Gabriel und die Damen Heisig und Schwarzer.
Da zündeln die vertreter der Kripo in D, die gewerkschaft der polizei, die sozialarbeiter und natürlich die brandstifter hier aus dem forum.
Die sollten doch alle lieber auf den herrn Pispers hören, der weiß doch wos langgeht, sicher aus eigener praxis.
Liebe pilli, das erinnert mich ein bißchen an die euphorie bestimmter jugendkreise, die mit plakaten rumliefen, wie Raab oder Bohlen for President.
Pilli bastelst Du schon an einem plakat mit dem namen Pispers for....?
Und nun hab ich eine frage an alle freigiebigen rassistenvergeber hier:
sind Heisig, Schwarzer, Buschkowsky, Sarrazin und jetzt auch Gabriel alle rassisten?
Naja, auf konkrete fragen gibts hier ja selten eine antwort.
Ich weiß nicht, wie der herr Pispers dazu steht, aber, liebe Pilli, da Du ja so auf kabarettisten stehst, der Kabarettist Schmidt hat mal auf einer podiumsdiskussion mit studenten
auf die frage warum er keine türken- oder muslimwitze mehr
macht kurz geantwortet.
WEIL ICH EINE FEIGE SAU BIN.



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myrja
myrja
Mitglied

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von myrja
als Antwort auf EehemaligesMitglied58 vom 25.09.2010, 15:56:03

.............
Da zündeln die vertreter der Kripo in D, die gewerkschaft der polizei, die sozialarbeiter und natürlich die brandstifter hier aus dem forum.
Die sollten doch alle lieber auf den herrn Pispers hören, der weiß doch wos langgeht, sicher aus eigener praxis.
.............
geschrieben von gram


Kriminalstatistik Berrlin 2009

An allen unter 21-jährigen Tatverdächtigen haben Deutsche einen Anteil von 70,6% und Nichtdeutsche einen Anteil von 29,4 %;

Da sind auch die vorübergehend in Deutschland weilende Ausländer mitgerechnet, wie z. B. Urlauber, Durchreisende etc.

bei der Wohnbevölkerung unter 21 Jah- ren gibt es die Verteilung 88,7% Deutsche und 11,3% Nichtdeutsche.

Hier sind auch Vrgehen gegen das Ausländergesetz mit drin.

Von den Tatverdächtigen unter 21 Jahren (alle Nationalitäten) sind 28,4% weiblich. Es bleibt die Aussage, dass Jugendkriminalität ganz überwiegend ein Problem männlicher Jugendlicher und Heranwachsender ist. Bei der Jugendgruppengewalt ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 6% auf 5142 Fälle zu verzeichnen. Hier sind besonders die Raubstraftaten rückläufig, sie gingen um 23,8 % auf 1618 Fälle zurück, weiter erfolgten nennenswerte Rückgänge bei Körperverletzungen (- 13,1 %). Eine Zunahme ist hier im Bereich der Sachbeschädigung feststellbar. Es kam zu ei- ner Steigerung von 22,2 %, wobei weiter die Sachbeschädigung durch Grafitti mit 842 der 2189 Fälle einen hohen Anteil hat.

(Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport.)

Link zur Seite: Wo zündeln Kripo etc.?

Myrja, die es aus eigener Praxis weiß.
Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von mart1
als Antwort auf mart1 vom 25.09.2010, 15:45:14
Ja, Menschen fürchten um ihren Job, ihre Gesundheit, ihre Sicherheit, um die Bildung ihrer Kinder, um ihre Sprache. Wer sich fürchtet, sucht Schuldige. Wer Schuldige sucht, findet sie oft in "den Ausländern". Die sind viel leichter greifbar als die da oben. Die da oben können großartig die Schuld an gegenwärtigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, an Versäumnissen, an schlechten Zukunftsprognosen auf Opfer kanalisieren, die von vornherein fremd erscheinen, fremde Namen tragen und seltsame und zunehmend verdächtig erscheinende Religion haben und noch dazu Beifall einheimsen. Da wird flugs eine Partei wie die Sozialdemokratische Partei zu einer Islamistenpartei, weil sie relativ viel Menschen mit "Migrationshintergrund" in ihren Reihen haben.

Menschen, die zustimmen bzw. zujubeln, sollten nicht primär als böse rechte Dummköpfe, als Rassisten, sondern, um es klar zu sagen, als arme Würstel gesehen werden, die einfach Angst haben. - Derjenige bekommt die Stimmen, demjenigen wird zugejubelt, der folgendes kommuniziert: Ich verstehe euch, ich verstehe eure Angst und eure Vorbehalte und eure Sorgen.

Aktive Integrationspolitik, die keine Feindbilder schürt, aber auch keine Beschwichtigungsdogmatik verwendet, wo Veränderungen nötig wären, ist die beste Rassismus-Prophylaxe. Nehmt ihnen ihre Angst und nehmt den anderen die Angst und schürt sie nicht expliziert. Angst ist ein schlechter Ratgeber
pilli †
pilli †
Mitglied

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von pilli †
als Antwort auf EehemaligesMitglied58 vom 25.09.2010, 15:56:03
...Ich weiß nicht, wie der herr Pispers dazu steht, aber, liebe Pilli, da Du ja so auf kabarettisten stehst...
geschrieben von gram


aber gram

gestanden habe ich bisher noch auf keinem kabarettisten; aber ich meine, es braucht das politische kabarett und bin, was das betrifft, sicherlich nicht alleine im seichten seniorentrefflichen kreis!

du; aber vielleicht auch adam könnten eventuell nicht wissen, dass es seinerzeit in den klassischen foren diskussionen hatte, da fanden sich auch andere, die u.a. Volker Pispers bevorzugen, wenn aussagestarkes kabarett ein forenthema war.

Mein Lieblingskabarettist

aber auch:

Satire

was Harald Schmidt betrifft, gram

hat er doch öffentlich in der rolle des Hitler-Enkel gezeigt, wie unterricht für ausländer sich gestalten kann? guckst du bei gelegenheit bei youtube?

zu deinen angegebenen und überprüfenswerten zahlen, gram hat myrja klartext geschrieben;

danke myrja; aber ob datt manche wirklich wissen wollen...


--
pilli
hobbyradler
hobbyradler
Mitglied

Re: "Integrationsunwilligkeit"?
geschrieben von hobbyradler
als Antwort auf myrja vom 25.09.2010, 16:18:55
Hallo Myrja,

deine Zahlen sind erschreckend, geben jedoch keinen Hinweis auf Integrationswilligkeit oder Unwilligkeit. Die Straftaten der „Nichtdeutschen“ würden sicherlich in den meisten Fällen in deren Heimatland auch geahndet.

Dass in der unter 21 Jahre alten Bevölkerung Berlins „Nichtdeutsche“ um den Faktor 3,2 häufiger in Tatverdacht geraten als „Deutsche“ erklärt aber die Verärgerung, der in den Brennpunkten lebenden Menschen.

Ciao
Hobbyradler

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