Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Ist die Linke nicht regierungsfähig ?

Innenpolitik Ist die Linke nicht regierungsfähig ?

Tina1
Tina1
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Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von Tina1
als Antwort auf wandersmann_1 vom 24.09.2014, 14:33:11

Für die LINKE ist die DDR neuerdings ein Unrechtsstaat gewesen


Das sind die Linken die aus der Geschichte gelernt haben, die auch nicht wollten das die Politik der DDR unter dem Deckmantel "Sozialismus" so geführt wurde wie es von den Machthabern der SED u. der Stasi getan wurde. Es war alles andere als Sozialismus was in dem Land herrschte. Viele Menschen in der DDR, auch ich, hätten sich den Sozialismus gewünscht, aber er wurde von der Partei, von der Stasi, wie von einem Herrn Mielke, kaputt gemacht. Sie haben einen Staat aufgebaut der nur ihnen alle Freiheiten gab, dem Volk wurden aber alle Freiheiten genommen. Den Menschen wurde ihr Denken aufgezwungen, die Freiheit anders Denkender wurde nicht nur missachtet, sondern es wurde aufs härteste bestraft. Es wurde jeden Bürger unterstellt (leider auch heute noch) der anders denkt das er von den "Westmedien" manipuliert wurde. Man stellt die Menschen also einfach als dumm hin, in ihren Augen waren die Bürger nicht in der Lage sich ihre eigene Meinung zu bilden. Alle die anders dachten u denken sind also nur Opfer! So ein Staat kann nicht überleben, weil sich das Volk irgendwann dagegen massiv wehren wird, was ja dann auch passiert ist.

Abgehen davon, dass diese Einschätzung des DDR-Systems in ihrer Pauschalisierung natürlich Unfug ist, halte ich das Verhalten der LINKEN für arg charakterlos.

....das sind m. E. Aussagen der ewig "Gestrigen", so wie auch bei E. v. Schnitzler....


....wenn Menschen nicht bereit sind realistisch zu diskutieren und keine wirklichen Antworten geben wollen, sondern immer wieder nur die gleichen Argumente bringen wie, "sie haben alles richtig gemacht u nur der Klassenfeind ist schuld das die DDR kaputt gegangen ist", dann hat man nichts gelernt. Es ist traurig das dieses Denken immer noch in manchen Köpfen drin ist.
Tina
olga64
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Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von olga64
als Antwort auf justus39 † vom 07.10.2014, 23:05:24
Die Relevanz einer Opposition ist natürlich auch von ihrer Stärke abhängig. Dies stellt sich aufgrund Übermacht der grossen Koalition derzeit nicht (und wohl auch in Zukunft nicht). Die kleineren Oppositionsparteien (Linke und Grüne) beschäftigen sich also vorwiegend mit sich selbst und ändern ihre taktischen Manöver. Meist sind sie untereinander zerstritten und vermitteln ein entsprechend unglaubwürdiges Bild nach aussen - schlechtes Marketing. Rhetorisch keifen sie rum und versuchen an allem, was die GroKo auf den Weg bringt, irgendwelche negativen Punkte zu finden, ohne natürlich präzise zu erklären, wie es denn besser ginge. Olga
puckin
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Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von puckin
Die Linke ist regierungsfähig, allerdings nur mit methoden wie in der DDR.
Die AfD hat für den 25.0kt. einen landesparteitag in bottropp einberufen.
Jetz fordert die Linke die stadt auf der AfD den versammlungsraum zu kündigen um den landesparteitag zu verhindern.
Noch weigert sich die stadt das zu tun, aber die Linke bleibt bei ihrer forderung und hat "alle gegner der AfD" zu einer gegenkundgebung aufgefordert.
Die Linke will also gegen eine demoktatisch gewählte und demokratische Partei mit verboten agieren, wie einst in der DDR.
In einem demokratischen staat sollte sowas eigentlich nicht funktionieren.
Mal sehen wieviel die stadt bottropp von demokratie hält.

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olga64
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Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von olga64
als Antwort auf puckin vom 09.10.2014, 15:31:50
Ich habe heute eine sehr seltsame - und wie ich finde, auch wichtigere Ansicht - der Linken gehört: der ansonsten mir recht sympathische Herr Bartsch erklärte: die Kurden benötigen unsere Hilfe - sofort - aber ohne deutsche Bundeswehr, auch wenn dafür ein sog. robustes Mandat der UN ausgerufen würde.
Ja, was denn nun - die Amerikaner und Engländer mögen bitte gerne sterben - wir haben damit nichts zu tun. Wir können ja immer auf unsere unselige geschichtliche Vergangenheit verweisen - auch wenn dies im geografischen Hinblick auf Syrien nicht so ganz nachvollziehbar ist.
Man kann nur froh sein, dass eine solche Partei nie die Chance zur Übernahme von Regierungsverantwortung erhält - so wird sich ein solcher unqualifizierter Kommentar nur innerhalb des Parlamentes aufhalten, aber international keine Kreise ziehen, die ansonsten mal wieder eine grosses Gelächter über Deutschland zur Folge hätte. Olga
dutchweepee
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Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf olga64 vom 09.10.2014, 15:36:06
Im SWR-Tagesgespräch mit Rudolf Geissler lehnt Bartsch die von Gregor Gysi befürworteteten Waffenlieferungen an die Kurden zur Zeit ab, er begrüßt aber die Luftschläge der USA gegen Stellungen der IS.
olga64
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Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von olga64
als Antwort auf dutchweepee vom 09.10.2014, 15:44:48
Nachdem die Linke das Thema Kurden adaptierte - es war ja früher von den Grünen besetzt - ist es natürlich ein humaner Vorschlag, wenn diese Partei denkt, man hätte nichts dagegen, andere für die eigenen, humanen Ideen sterben zu lassen. In diesem Falle die ungeliebten Amerikaner und wohl auch Engländer. Olga

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wandersmann_1
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Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von wandersmann_1
Jetzt scheint es nun doch dazu zu kommen, dass in Thüringen künftig Rot-Rot-Grün regieren, und mit Hrn. Ramelow den ersten linken Ministerpräsident Deutschlands stellen wird. So jedenfalls lautet das Ergebnis der Sondierungsgespräche und der Empfehlung an den SPD- Landesvorstandes entsprechende Koalitionsverhandlungen aufzunehmen.

Wobei es schon grotesk ist, dass der Wahlgewinner CDU nicht an der Regierung beteiligt ist, während der klare Verlierer, die SPD mit 12% der Stimmen, darüber die Entscheidung fällen kann.
olga64
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Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von olga64
als Antwort auf wandersmann_1 vom 20.10.2014, 18:57:32
Alle KOnstellationen haben nur jeweils 1 Stimme mehr als erforderlich - das ist halt Demokratie. Ausserdem bestimmt nicht die SPD allein, ob es zu dieser Rot-Rot-Grün-Konstellation kommt - wie schon die Farbgebung zeigt, sind hier auch die Linke und die Grünen involviert. Und Herr Ramelow ist keine schlechte Entscheidung - die Partei die Linke soll die Chance bekommen, nicht nur - wie ja schon der Fall - als Juniorpartner der SPD in Landesparlamenten mitzuregieren, sondern endlich Verantwortung zu übernehmen. Lenkt sicher von der Selbstzerfleischungs-Tendenzen innerhalb dieser Partei etwas ab. Und in 5 Jahren wird ja wieder neu gewählt - auch das ist Demokratie. Olga
wandersmann_1
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Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf olga64 vom 21.10.2014, 16:19:01
Das stimmt so nicht.
Aufgrund des Wahlergebnisses sind ja theoretisch 2 Regierungskoalitionen möglich: entweder wie bisher "Schwarz-Rot", oder eben "Rot-Rot-Grün". Und es hängt hierbei von der Entscheidung der SPD ab, welchen der beiden Möglichkeiten sie den Vorrang gibt. Und das, obwohl sie mit 12% nur drittstärkste Kraft in Thüringen wurde.
Dass die Grünen und die Linke bereitstehen, ist ja zu sehen, die musste man nicht erst fragen, letztere ist mit der plötzlichen "Erkenntnis", die sei ein Unrechtsstaat gewesen, der SPD sehr weit rektal entgegengekommen.

Mag ja alles mit Demokratie begründbar sein, Olga, in dieser Auslegung gefällt sie mir aber nicht. Was keine weitere Bedeutung hat, da wir ja in einer Demokratie leben.

Was spräche denn dagegen, wenn sich die beiden stärksten Parteien zusammengefunden, und eine CDU-Linke-Regierung gebildet hätten?
Es gäbe eine komfortable Mehrheit, die CDU stellte den MP, die Linke-Minister brächten frischen Wind in den 24 Jahre währenden CDU-Regierungsmuff, und dem Bürgerwillen wäre meiner Ansicht nach mehr Genüge getan, als dies jetzt der Fall sein wird.
olga64
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Re: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von olga64
als Antwort auf wandersmann_1 vom 21.10.2014, 17:27:29
Noch ist das ja nicht in "trockenen Tüchern". Sie sollten schnellstens mit den Parteiverantwortlichen ein Gespräch führen, wie es nach Ihrer Meinung durchzuführen ist. Vielleicht warten die ja darauf, von einem Senior so bahnbrechende Entscheidungshilfen zu bekommen von jemandem, der anscheinend gar nicht in Thüringen lebt oder gar dort wählt?
Einen Versuch sollte es Ihnen ja wert sein..... Was haben Sie schon zu verlieren? Dass die Parteien es so machen, wie sie wollen? Auch das ist Demokratie- ob es Ihnen nun gefällt oder nicht. Olga

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