Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Ist die Linke nicht regierungsfähig ?

Innenpolitik Ist die Linke nicht regierungsfähig ?

olga64
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Mitglied

RE: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von olga64
als Antwort auf pschroed vom 24.01.2020, 15:28:59
 

Was die Linke  betrifft man kann es drehen wie man will sie ist der Ursprung der nicht gerade beliebten ehemalige SED, ohne nun ein Links Wähler zu beleidigen.
Phil.
 
Natürlich ist die Linke die Nachfolgepartei der SED.Zwischenzeitlich hiess sie ja mal PDS und dann sorgte Oskar Lafontaine mit seinem Austritt aus der SPD zusammen mit Gregor Gysi für die Fusion linker Parteien, woraus dann die Partei die Linke wurde.
Noch leben ja Leute,die früher bei der SED waren (Frau Wagenknecht wurde dort sogar noch Mitglied kurz bevor sich diese SED auflöste).
Aber das aktuelle Problem der Partei die Linke ist,dass sie nie aus diesem ca 8%-Tief rauskommt und ihr nun auch insbesondere im Osten noch die klassischen Wähler abtrünnig werden und AfD wählen.
Hätte die Linke mehr pragmatische Mitglieder wie Herrn Ramelow, Herrn Bartsch oder auch Frau Kipping, hätte sie mehr Chancen, auch im Westen mehr Wähler zu finden. Die einzige Chance der Partei die Linken ist, mit der SPD zusammenzugehen. Erreichen dann beide Parteien (theoretisch) zusammen ca 25%, könnte sie mehr Gewicht im Parlament aufbringen.
Das scheint auch möglich, seitdem sich Frau WAgenknecht zurückgezogen hat, die ja viele Jahre nie ein gutes Haar an der SPD gelassen hatte,wohl auch, um den SChritt ihres Ehemannes unermüdlich zu rechtfertigen.
Aber generell ist natürlich auch zu sagen,dass linke Parteien überall verlieren und teilweise überhaupt nicht mehr existieren; der traurige Trend geht hin zu rechten Parteien. Olga
pschroed
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RE: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von pschroed
als Antwort auf marina vom 24.01.2020, 15:57:28

Das ist zwar schon heftig was Sternberg sagt.
Phil. Danke

RE: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von dicker68
als Antwort auf marina vom 24.01.2020, 16:22:36

Ende 1960 sagte mal ein alter Mann mal zu mir: "..das dem Glauben an einer Sache manchmal die Wahrheit abhanden kommt..".

Er hatte im KZ während der Nazi-Zeit gesessen als SPD-Mitglied. Nach dem Krieg ist er nicht mit in die SED gewechselt, er hat sein SPD-Buch nur abgegeben. Er hatte den Wahrheitsgehalt erkannt.

Ich kann nur warnen, "belehren" machen andere. Sie wollen unser Gehör und wenn du erstmal "ja" gesagt hast bedürfen sie deiner nicht mehr, dann bist du nur noch beherrschte Masse.

Es freut mich dich belustigt zu haben - hoffentlich werden dereinst keine Tränen daraus.


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pschroed
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RE: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von pschroed
als Antwort auf olga64 vom 24.01.2020, 16:32:40

Aber generell ist natürlich auch zu sagen,dass linke Parteien überall verlieren und teilweise überhaupt nicht mehr existieren; der traurige Trend geht hin zu rechten Parteien. Olga
Liebe Olga, das ist richtig es ist traurig daß die Linke in DE es nicht fertig bringt sich zu modernisieren auch Wagenknecht egal in welcher Talkshow wo sie ab und zu gute Ansätze zeigt beim diskutieren endet es immer bei den fürchterlichen Banken oder den schlimmen Konzerne.

Immer das Gleiche Lied ohne gute Vorschläge,  gerade in dieser Zeit des Klimawandels interessiert das nur wenige Wähler, diese  haben einfach andere Prioritäten.
Ich fürchte die SPD mit ihrem Links-Drall wird es nicht besser ergehen.

Der Ramelow ist wirklich ok soweit meine Wenigkeit die DE Politik versteht, er ist einfach in der falschen Partei.
Es wäre wirklich ein Gegenpol in Bezug der AFD in DE von Nöten. 
 Phil.
pschroed
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RE: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von pschroed
als Antwort auf dicker68 vom 24.01.2020, 16:41:45

Lieber Dicker.
Politische Diskussionen sind für den einen oder anderen gerne sehr delikat.
Ich vergleiche es gerne mit dem "Glauben" an eine Religion der auch öfters sehr tief sein kann.
Das steht jedem zu.
Ich werde selbst niemals in einen Parteihimmel kommen. 
Phil.

olga64
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RE: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von olga64
als Antwort auf pschroed vom 24.01.2020, 16:44:39

Ich denke, dass man es sich als wählender Bürger zu einfach macht, wenn man einem Politiker nachsagt, "er oder sie seien in der falschen Partei". Ich glaube schon,dass Leute,die in Parteien insbesondere in führenden Positionen sind, sich das gut überlegten. Auch die persönliche Sozialisierung, die Biografie, Erfahrungen usw. sind ausschlaggebend für Menschen, welcher Partei sie sich anschliessen.
In Diktaturen haben sie keine Auswahl. Auch in der früheren DDR gab es eine Staatspartei;das bringt dann Wahlergebnisse von absurden fast 100%.
Herr Ramelow macht einen guten Job und geniesst auch den Rückhalt vieler Wähler in Thüringen und ich finde es mehr als lächerläch, wenn der Wahlverlierer Herr Möhring nach wie vor versucht, ihm das Amt des MP streitig zu machen.
Irgendwann sollte jeder mal einsehen, wann er oder sie verloren haben.
In Thüringen spitzt sich die Sache ja auch noch von der anderen Seite zu: da erklärt Herr Höcke, die AfD wolle einen eigenen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenen aufstellen. Sich selbst nennt er nicht ,erklärte aber, man könne sich auch Herrn Maassen vorstellen.
Oder vielleicht Herrn Sarrazin? Wenn dieser endlich aus der SPD geworfen wurde, wäre der sicher auch interessiert an einem Job für alte, weisse unverbesserliche Männer mit lebenslangen Machtgelüsten. Olga


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RE: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von pschroed

Upps, was ist denn mit den LINKEN los ? 😇
Es ist nun aber wirklich nicht die Zeit solche Sätze loszulassen wenn man an Thüringen denkt wo sie mit der Mitte mitregieren wollen. Phil.
Phil.

Riexinger sitzt selbst auf der Bühne, als eine Frau das Mikrofon ergreift und zu einer womöglich folgenschweren Rede ansetzt. "Energiewende ist auch nötig nach 'ner Revolution", sagt sie. "Und auch wenn wir das eine Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen wollen, wir wollen uns fortbewegen." Die Ansage ist offenbar nicht ernst gemeint, doch die drastischen Worte sorgen für Unruhe im Saal. Die Frau reagiert auf das Geraune: "Wir müssen mal von dieser Metaebene runterkommen."

QUELLE https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bernd-riexinger-wegen-aeusserung-zu-reichen-in-der-kritik-a-b2f55a92-e4f1-4a76-9084-dbac0e8f6b73

olga64
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RE: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von olga64
als Antwort auf pschroed vom 03.03.2020, 19:03:20

Ich finde ja, dass sich die Linke mittlerweile oft gut präsentiert (seitdem Frau Wagenknecht sich etwas zurückgezogen hat). Frau Kipping und auch Herrn Ramelow schätze ich auch als gute Politiker.
Aber sie haben halt trotzdem oft seltsame Leute in ihren Reihen (wie andere Parteien auch). Vor einigen Tagen haben sie Anzeige gegen Frau Merkel und Herrn Maas gestellt, weil diese sich nach Ansicht einiger Linker an der Tötung Suleimans im Iran mit schuldig machten. Da muss man erst mal draufkommen.
Die Parteiführung hat aber bereits versucht, dies "einzufangen", auch um nicht die Wahl des Herrn Ramelow selbst noch zu gefährden. Olga

RE: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von dicker68
als Antwort auf pschroed vom 03.03.2020, 19:03:20
Upps, was ist denn mit den LINKEN los ? 😇
Es ist nun aber wirklich nicht die Zeit solche Sätze loszulassen wenn man an Thüringen denkt wo sie mit der Mitte mitregieren wollen. Phil.
Phil.

Riexinger sitzt selbst auf der Bühne, als eine Frau das Mikrofon ergreift und zu einer womöglich folgenschweren Rede ansetzt. "Energiewende ist auch nötig nach 'ner Revolution", sagt sie. "Und auch wenn wir das eine Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen wollen, wir wollen uns fortbewegen." Die Ansage ist offenbar nicht ernst gemeint, doch die drastischen Worte sorgen für Unruhe im Saal. Die Frau reagiert auf das Geraune: "Wir müssen mal von dieser Metaebene runterkommen."

QUELLE https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bernd-riexinger-wegen-aeusserung-zu-reichen-in-der-kritik-a-b2f55a92-e4f1-4a76-9084-dbac0e8f6b73
Lieber Phil, ich habe schon im letzten Jahr vor den Linken gewarnt. So lange haben sie kiloweise Kreide gefressen und geheuchelt - aber jetzt zeigen sie ihr wahres Gesicht.

Sie sind eine Extreme Partei, die vorgibt die Demokratie zu achten. Aber wie der einst schon ein Walter Ulbricht sagte: "...es muß aussehen wie Demokratie, aber die wirkliche Kontrolle haben wir...". Sie benutzen die Demokratie um sie zu bekämpfen. In soweit sind sie den Rechten gleich. Darum habt vorsicht und bleibt wachsam, sie sind gefährlich, auch wenn es nicht so scheint durch ihre sonst "honigsüßen" Worte.
Tina1
Tina1
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RE: Ist die Linke nicht regierungsfähig ?
geschrieben von Tina1
als Antwort auf pschroed vom 03.03.2020, 19:03:20
Upps, was ist denn mit den LINKEN los ? 😇
Es ist nun aber wirklich nicht die Zeit solche Sätze loszulassen wenn man an Thüringen denkt wo sie mit der Mitte mitregieren wollen. Phil.
Phil.

Riexinger sitzt selbst auf der Bühne, als eine Frau das Mikrofon ergreift und zu einer womöglich folgenschweren Rede ansetzt. "Energiewende ist auch nötig nach 'ner Revolution", sagt sie. "Und auch wenn wir das eine Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen wollen, wir wollen uns fortbewegen." Die Ansage ist offenbar nicht ernst gemeint, doch die drastischen Worte sorgen für Unruhe im Saal. Die Frau reagiert auf das Geraune: "Wir müssen mal von dieser Metaebene runterkommen."
Und es gibt ja auch Äußerungen von einer Frau Lötsch, die über Wege in den Kommunismus redet, man sollte diese Wege gehen. Was eine große Debatte im Bundestag auslöste. 

Das was in deinem Link steht u. die Kommunismusdebatte u vieles mehr,war und ist die DNA der SED u. der jetzigen "SED/ die Linke". Es ist genauso wie es Biermann im Bundestag geäußert hat, in dem er "der Linken" zurief, ihr seit nicht links, ihr seit reaktionär. Und er bekam großen Applaus von allen Parteien. Ein großer Flügel der Partei trauert dem SED-Regime nach und sie wollten, dass die SED weiterlebt. Und besonders die SED-Altgenossen u. Kommunisten, ehemalige Stasileute in Thüringen. Vorallem wollte es Gysi, der während der Wende aufrief, die SED zu erhalten, auch Teile der Stasi. Darüber gibt es Filmberichte.

Die SED, die Ideologie, die für alles verantwortlich war, auch das es die Stasi gab, das Menschen an den Grenzen erschossen wurden, das Menschen zersetzt wurden, man vom Ungeziefer redete, das man mit größter Brutalität gegen Kritiker vorging, die mit Panzern gegen Demonstranten vorgingen, wo die Menschen null Freiheit hatten, diese Partei die noch vor der Wende Internierungslager bauen wollte, für anders denkende, für Kritiker, die wollte man erhalten.Für mich unerträglich.
Also Gysi und Anhänger haben sich null von der SED distanziert, denn ihnen ging es gut in dem Regime, sie haben ja das Regime unterstützt. Für mich hat Gysi damit alles gesagt und auch wenn er versucht kleine Kritiken zu üben, das ist einfach lächerlich u schnell durchschaubar, wenn man in dem Regime gelebt hat. Er hat als Anwalt natürlich auch mit der Stasi zusammengearbeitet, ohne wäre die Ausübung eines solchen Berufes nicht möglich gewesen. Es gibt viele schriftliche Beweise dafür, sein Abstreiten ist fehl am Platz. Sein Vater war mit Honecker gut befreundet, also er war mit dem System sehr eng verbandelt, er aber heute alles anders darstellt. Er versteht es zu reden, klingt alles gut, aber sein wirkliches Denken kommt natürlich nicht vor.
"
Ich wünsche mir, dass die SPD wieder sehr stark wird, damit man links wählen kann und "die Linke" überflüssig wird, so wie es in Hamburg passiert ist und auch jahrelang war.

Und warum kommen denn jetzt keine Mehrheiten mehr zusammen, warum ist das Bilden von Regierungen so schwer geworden? Weil man die alten Volksparteien zerstören wollte u. will und es ist den linken u deren Anhängern auch gelungen. Da gab es Aufrufe wie : "Zerstören der CDU u SPD". Es wurde nur noch über diese Parteien, die Regierung gehetzt. Man soll, man durfte sie nicht mehr wählen, auch das wurde gefordert und das in einer Demokratie mit freien Wahlen. Man wollte den Weg freibekommen in Richtung Macht und regieren. Da störten die Altparteien dabei.

Und jetzt haben sie den Salat u. jetzt will die Linkspartei von der CDU Stimmen, also von der Partei die sie zerstören wollen. Man will sie zwingen dazu, was für die CDU zum Vertrauensbruch und Verlust von Wählern führen würde, wenn sie ihr Wahlversprechens nicht halten, denn sie wurden gerade auch wegen diesem Versprechen gewählt. Aber genau auch das könnte ein Ziel der linken sein, die CDU weiter klein machen. Ich hoffe die CDU bleibt sich treu.
Tina

Auch wenn der Link älter ist, es ist immer noch in den Köpfen eines großen Flügels in der Partei.

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv
/2011/33159735_kw03_de_kommunismus-204422


Empörte Reaktionen auf Kommunismusäußerungen
 
"In einer Aktuellen Stunde haben die Fraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis90/Die Grünen ihre Empörung über die Kommunismus- äußerungen der Linkspartei-Vorsitzenden Dr. Gesine Lötzsch zum Ausdruck gebracht.

SPD: Verhöhnung der Opfer
Bundestagsvizepräsident Dr. Wolfgang Thierse verwies in der Debatte darauf, dass bei Lötzsch kein Wort über kommunistischen und stalinistischen Terror zu lesen sei. Diese Ignoranz gegenüber den Opfern sei beschämend, verletzend und skandalös, sagte der SPD-Abgeordnete.

Gleichzeitig mache das die ständig wiederholte Behauptung der Linkspartei unglaubwürdig, dass sie sich selbstkritisch mit ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt habe. Der Verweis auf einen Kommunismus als fernes Gesellschaftsziel sei ideologisch unredlich. "Der Kommunismus begann mit Lenin“, sagte Thierse. Mit Stalin sei er zum allgegenwärtigen Machtinstrument mit Millionen Opfern geworden.

Der Kommunismus stehe für Unfreiheit, Unterdrückung, Stasi-Bespitzelung, Mauer, Stacheldraht und Schießbefehl, sagte der CDU-Abgeordnete Dr. Franz Josef Jung. "Einen solchen Kommunismus darf es auf deutschem Boden nicht mehr geben“, fügte er hinzu.
Der Abgeordnete Wolfgang Wieland von Bündnis90/Die Grünen nannte den Beitrag von Maurer "unterirdisch“. "Wer soll Ihnen diese Heuchelei eigentlich glauben?“, fragte er. Bislang habe es kein Wort der Entschuldigung von Frau Lötzsch gegeben.

Der FDP-Parlamentarier Jens Ackermann sagte, wenn man sich im fünfzigsten Jahr des Mauerbaus auf den Weg zum Kommunismus begebe, sei das "geschichtsvergessen, zynisch und ein Angriff auf die vielen Opfer des Kommunismus“.
Frau Lötzsch habe eine Kampfansage an Demokratie, Grundrechte und Staatsbürgerlichkeit gestartet. Die Idee des Kommunismus gehöre auf den Müllhaufen der Geschichte. (sn)"
 

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