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Innenpolitik NPD in Sachsen überholt SPD

eleonore
eleonore
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NPD in Sachsen überholt SPD
geschrieben von eleonore
Die NPD ist einer neuen Umfrage zufolge die Gewinnerin der sächsischen Regierungskrise. Die Rechtsextremen überholen erstmals die SPD. Die Partei ist erschüttert, auch für Politikforscher sind die Zahlen dramatisch./spon/

erschreckend.
--
eleonore
EehemaligesMitglied58
EehemaligesMitglied58
Mitglied

Re: NPD in Sachsen überholt SPD
geschrieben von EehemaligesMitglied58
als Antwort auf eleonore vom 07.09.2007, 10:56:43
Das ist, wenn auch sehr bedauerlich, nur die beibehaltung des bestehendenzustandes, mit leicht fallender tendenz für die NPD (9jetzt zu
9,8 letzte wahl) .
Kathastrophal allerdings für die SPD, deren werte im sinkflug sind.
Es ist auch eine widerspiegelung der geringen wahlbeteiligung, besonders der unter 30jährigen, die absolut keine extremisten wählen würden, aber leider die konsequenz ihrer wahlverweigerung nicht überdenken. Darunter haben besonders die demokratischen parteien zu leiden.
Die anhänger der rechten und linken gehen eben alle zur wahl und
--
gram
EehemaligesMitglied58
EehemaligesMitglied58
Mitglied

Re: SPD fällt hinter NPD zurück
geschrieben von EehemaligesMitglied58
als Antwort auf eleonore vom 07.09.2007, 10:56:43
Noch ein nachtrag:
ich glaub die themeneingangsüberschrift ist irrig.
Nicht die NPD hat die SPD in der befragung überholt, die hat ja auch ein wenig verloren, glücklicherweise.
Die SPD ist aber in der wählergunst soweit abgefallen, daß der o.g. sachstand entstehen konnte.

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florian
florian
Mitglied

Re: SPD fällt hinter NPD zurück
geschrieben von florian
als Antwort auf EehemaligesMitglied58 vom 07.09.2007, 16:33:15
Es ist das Versäumnis der großen "Volksparteien", dass die braune Suppe überkocht...
--
florianwilhelm18
plautus
plautus
Mitglied

Re: SPD fällt hinter NPD zurück
geschrieben von plautus
als Antwort auf florian vom 07.09.2007, 17:49:29
hallo, florian.
dem kann man eigentlich wenig hinzufügen.
man kann es den braunen nicht verdenken, dass sie ihre pflöcke dort einschlagen, wo seit kohls zeiten die herren in bonn und berlin die löcher aufgerissen haben.
damit hatten schon ihre vorläufer zur weimar-zeit erfolg.
--
plautus
hafel
hafel
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Re: SPD fällt hinter NPD zurück
geschrieben von hafel
als Antwort auf plautus vom 07.09.2007, 18:58:24
Plautus: ich denke hier benötigst Du etwas Geschichtsnachhilfe. Die politische Situation der Weimarer Republik ist sehr wenig mit der Situation in Sachsen verleichbar:
Die Weimarer Republik war eine vom Kaiserreich übernommene Institutionen – Verwaltung, Justiz und vor allem das Militär – wurden nicht demokratisiert. Obwohl es auch demokratiefeindliche Bestrebungen von Seiten der politischen Linken gab, scheiterte die Weimarer Republik in der Hauptsache an den antidemokratischen Kräften von rechts. Die Weimarer Republik musste seit ihren Anfängen an zwei Fronten kämpfen. Am Ende verfügten die Parteien, die die parlamentarische Demokratie ablehnten – NSDAP und DNVP einerseits sowie die KPD andererseits – über die Mehrheit im Reichstag.

Deine Abneigung gegen Kohl solltest Du an anderer Stelle anbringen. Hier passt es nicht.

hafel

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Re: SPD fällt hinter NPD zurück
geschrieben von klaus
als Antwort auf hafel vom 07.09.2007, 21:10:15
@hafel,
deine Geschichtshilfe wird für "plautus" sinnlos sein. Er ist so gestrickt, dass automatisch seine "Lieblingsfeinde" per Tastendruck für alle "Schweinereien" herhalten müssen, die es gibt. Das einzige wo er aufpassen muss, ist die Tatsache, ob derjenige damals schon lebte- oder regierte.

Um die Wahlerfolge( oder Umfrageerfolge ) der NPD( oder and. rechtsextr. Parteien- wie DVU ) richtig werten zu können, sollte man etwas genauer die Zahlen studieren und in Relation zu Regionen, den anderen Parteien u. den politischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen stellen.
Aber nun ernsthaft---
In Brandenburg lässt sich die Anzahl der DVU- Wählerstimmen direkt an der Arbeitslosigkeit "ablesen". Geringe Arbeitslosigkeit- niedrige Anzahl DVU-Stimmen -- hohe Arbeitslosigkeit- hohe Anzahl DVU-Stimmen. Gleiches gilt übrigens hier für die Anzahl der Stimmen für die Linkspartei( PDS).

Man darf aber nicht so einfache "Rechnungen" aufstellen, wie es "plautus" macht.
Mit der "Politiker-Hass-Methode" lässt sich nicht alles erklären.

Wie kam es zu den enorm hohen NPD- Wahlstimmen zur Bundestagswahl 1969, wo fast die 5%-Klausel (4,3%) übersprungen wurde ?
oder ... Landtagswahlen, bei denen Stimmenanteile für NPD zusammenkamen, wie gestern bei der Umfrage der ARD - bezogen auf Sachsen( Aufschlüsselungen für andere Bundesländer habe ich nicht gefunden ).

Hessen 1966- 7,9%
oder
Bremen 1967- 8,8%
oder
Baden Würtemberg 1968 - 9,8 %
u.s.w.
Da fällt als Schuldiger ein H. Kohl erst mal aus.

Auch Politwissenschaftler von Rang haben Schwierigkeiten die Erfolge solcher Parteien, wie NPD, DVU schlüssig zu erklären und Meinungen verschiedener Wissenschaftler weichen oft voneinander ab.
--
klaus
hafel
hafel
Mitglied

Kleine Ergänzung
geschrieben von hafel
als Antwort auf klaus vom 08.09.2007, 09:46:05
Nicht zu vergessen, dass in meinem Bundesland Schleswig-Holstein, die NPD 1967 mit 5,8% und somit mit 4 Sitzen in den Landtag einzog. Eine Zeit, wo Kohl absolut nichts mit zu tun hatte!
--
hafel
Re: Kleine Ergänzung
geschrieben von klaus
als Antwort auf hafel vom 08.09.2007, 11:29:27
@hafel,
ja- es gibt noch andere Beispiele !
--
klaus
marina
marina
Mitglied

Re: SPD fällt hinter NPD zurück
geschrieben von marina
als Antwort auf klaus vom 08.09.2007, 09:46:05
@hafel,
Man darf aber nicht so einfache "Rechnungen" aufstellen, wie es "plautus" macht.

klaus

Man sollte tatsächlich auch nicht so einfache "Rechnungen" aufstellen, wie Klaus es macht, indem er schreibt: "Geringe Arbeitslosigkeit- niedrige Anzahl DVU-Stimmen -- hohe Arbeitslosigkeit- hohe Anzahl DVU-Stimmen. Gleiches gilt übrigens hier für die Anzahl der Stimmen für die Linkspartei( PDS)."
Mag vielleicht für Brandenburg zutreffen, in Sachsen geht die Rechnung leider nicht auf.

Als kleine oder große Korrektur empfehle ich den Artikel der FR dazu:

"Spinnen die Sachsen?
VON BERNHARD HONNIGFORT:

Spinnen die Sachsen? In Ostdeutschland seit Jahren Musterländle. Mit 3,5 Prozent Wirtschaftswachstum oben im Ländervergleich. Niedrigste Verschuldung pro Einwohner hinter Bayern. Seit vorigem Jahr gar keine neuen Schulden mehr. Dresden ist bedeutendster Chipindustriestandort europaweit und kann sich vor Touristen nicht retten. Die Autoindustrie um Chemnitz brummt, Metallbetriebe kämpfen nicht mehr ums Überleben, sondern um gute Mitarbeiter. Die Hochschulen kassieren bundesweit beste Noten. Leipzig, Dresden, Görlitz - prächtig renoviert seit 1990. Alles in Butter?

Eher aus dem Lot. Die Wirtschaft zieht an, das Land wird schöner, aber die politischen Verhältnisse geraten ins Rutschen. Nach einer Forsa-Umfrage würden neun Prozent die NPD wählen, nur noch acht die SPD. Die CDU, unter Kurt Biedenkopf einst stets jenseits der 50-Prozent-Marke, sackt unter Georg Milbradt auf 38 Prozent. Die Linken liegen bei 27, FDP bei sieben, Grüne bei fünf Prozent."

Fortsetzung im Link
--
marina

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