Innenpolitik simulans vulgaris

sittingbull
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simulans vulgaris
geschrieben von sittingbull
Martin Schulz simuliert , flankiert von einem medialen Hype und im Rollenspiel mit den Interessenvertretern des Kapitals , eine SPD , die es nicht mehr gibt ... die es genaugenommen niemals gab : eine Partei der einfachen Leute , die für die Interessen der sozial Schwächeren streitet .

die SPD versucht das Publikum mit Taschenspielertricks zu beeindrucken :

die Verlängerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I ... abhängig von der Teilnahme an "Qualifizierungsmassnahmen ... ist ein schlichtes Ablenkungsmanöver , dass prinzipiell die neoliberale lüge des faulen und minder qualifizierten Arbeiters fortschreibt .

Schulz und der SPD geht es erkennbar darum , jede Diskussion über den Kern der Agenda 2010 , dass Arbeitslosengeld 2 (Hartz-IV) zu vermeiden , um die Drohkulisse des Hartz-IV-Sanktionsregimes unter allen Umständen zu konservieren und die Arbeiterklasse damit erpressbar zu halten .

der Simulant der sozialen Gerechtigkeit , Martin Schulz , funktioniert
nur deshalb , weil die Leute zu schnell vergessen haben oder vergessen wollen , wer ihnen diese "schöne , neue Welt" eingebrockt hat und aus einer Hoffnung , die bekanntermassen zu letzt stirbt .

wenn Schulz sich nicht auf die grundgesetzlich garantierte Unverhandelbarkeit des Sozialstaatsgedanken besinnt und in folge die
Agenda 2010 rückabwickelt ... sehe ich nur einen Luftballon , der zerplatzen wird und die Enttäuschten in die Arme des Rechtspopulismus treibt .

sitting bull
lupus
lupus
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Re: simulans vulgaris
geschrieben von lupus
als Antwort auf sittingbull vom 07.03.2017, 13:12:57
Die Gleichschaltung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe halte ich immer noch für gerecht und logisch.
Das Arbeitslosengeld G von Schulz wird wohl größtenteils zu einer Gelddruckmaschine für Veranstallter von oft sinnlosen Schulungen werden.
lupus
Femmefatale
Femmefatale
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Re: simulans vulgaris
geschrieben von Femmefatale
Was die Qualifizierungsmaßnahmen angeht, so wird es genauso laufen wie bei den Umschulungen: die Menschen finden hinterher auch keine Arbeit.
Habe ich mehrfach in meinem Umfeld erlebt.

ff

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werderanerin
werderanerin
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Re: simulans vulgaris
geschrieben von werderanerin
als Antwort auf sittingbull vom 07.03.2017, 13:12:57
Qualifikationsmaßnahmen oder auch Umschulungen haben aus meiner Erfahrung nur für sehr Wenige wirklich einen Job zur Folge gehabt, immer ging es doch nur um "sinnlose Beschäftigung von Arbeitslosen".

Wenn man diese Umschulungen oder wie sie auch immer heißen mögen nicht auf den Arbeitslosen ganz genau abstimmt, ist das nur reine Beschäftigung...ähnlich wie in einer Kita...

Schulz wird in meinen Augen sehr große Mühe haben, seine Slogan , (alles "alte Hüte") auch umzusetzen... jetzt ist Wahlkampf und Viele springen auf den SPD -Zug auf....nur kann auch er gegen die Wand fahren, das sollte man bedenken...

Kristine
olga64
olga64
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Re: simulans vulgaris
geschrieben von olga64
als Antwort auf lupus vom 07.03.2017, 13:56:28
xxxx
Die Gleichschaltung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe halte ich immer noch für gerecht und logisch.
Das Arbeitslosengeld G von Schulz wird wohl größtenteils zu einer Gelddruckmaschine für Veranstallter von oft sinnlosen Schulungen werden.
lupus


Sehe ich genau so. Auch wenn jemand erfolgreich umgeschult wird (z.B. vom Dachdecker zum IT-Fachmann) bedeutet dies ja leider noch nicht, dass er dann nach evtl. 4 Jahren Arbeitslosigkeit und im höheren Alter auch wirklich einen guten Job erhält. Die Unternehmen müssen einen umgeschulten Menschen einarbeiten; er muss sich in die Firma integrieren (was sicher mit jedem Tag schwieriger wird, wo er nicht mehr berufstätig ist) und dürfte, wenn überhaupt, nur möglich sein, wenn unsere KOnjunktur weiterhin so brummt wie jetzt. Sollte es hier Einbrüche geben, wird nix daraus; allerdings wird der SPD, sofern sie den Kanzler stellen sollte, auch dafür ein gutes Argument einfallen, warum dies so ist....
Ich habe es immer unsinnig gefunden, Arbeitslosigkeit zu fördern und dies sehe ich nach wie vor so, auch wenn die Veranstalter von Umschulungen und Weiterbildung davon nicht betroffen sein weren, wie Lupus richtig darlegt. Olga
freddy-2015
freddy-2015
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Re: simulans vulgaris
geschrieben von freddy-2015
Eine Umschulung/Weiterbildung etc. wird nur dann einen Sinn machen, wenn dieses verlängerte Arbeitslosengeld im Verbund mit einen Arbeitsvertrag ausgezahlt wird.
Soll heissen, dass dem Arbeitgeber ein Teil des Lohnes vom Arbeitsamt erstattet wird vielleicht sogar alles, mit der Auflage diesen Mitarbeiter mindestens vier Jahre zu beschäftigen.
Da gibt es ja auch jede Menge Spielraum, wie Steigerung des Verdienst(durch den Arbeitgeber)
nach jährlicher Prüfung der Kenntnisse des Arbeiter/Angestellten etc.
Aber da es sich ja um ein Wahlkampfthema handelt, wird es nicht in die Tiefe weiterentwickelt.

Die Aussage länger Arbeitslosengeld zählt doch viel mehr als ein konkreter Plan, abgesprochen mit Industrie, Handwerk, Handel und Banken.

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dutchweepee
dutchweepee
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Re: simulans vulgaris
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf freddy-2015 vom 10.03.2017, 15:02:37
Das gibt es Heute schon freddy ...wenn eine Firma einen Hartzer einstellt, bekommt sie die Sozialabgaben und ich glaube die Hälfte des Gehalts vom Arbeitsamt ein Jahr lang erstattet. Jedenfalls war das 2008 so ...sollte man das geändert haben?
Dickmann
Dickmann
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Re: simulans vulgaris
geschrieben von Dickmann
als Antwort auf dutchweepee vom 10.03.2017, 15:24:47
Demokratie lebt von Wettbewerb
Edita
Edita
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Re: simulans vulgaris
geschrieben von Edita
als Antwort auf werderanerin vom 07.03.2017, 15:23:25
Qualifikationsmaßnahmen oder auch Umschulungen haben aus meiner Erfahrung nur für sehr Wenige wirklich einen Job zur Folge gehabt, immer ging es doch nur um "sinnlose Beschäftigung von Arbeitslosen".
Kristine


Eben - die Umschulungen hatten hauptsächlich den Sinn den Eigentümern, und das waren jeweils die Gewerkschften, die Arbeitsämter und die Kommunen zu fast gleichen Teilen, die Taschen voll zu machen!

Edita
freddy-2015
freddy-2015
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Re: simulans vulgaris
geschrieben von freddy-2015
als Antwort auf dutchweepee vom 10.03.2017, 15:24:47
Das gibt es Heute schon freddy ...wenn eine Firma einen Hartzer einstellt, bekommt sie die Sozialabgaben und ich glaube die Hälfte des Gehalts vom Arbeitsamt ein Jahr lang erstattet. Jedenfalls war das 2008 so ...sollte man das geändert haben?


Nein es ist nicht das selbe, denn wir reden ja vom verlängerten Arbeitslosengeld, 4 Jahre.
Da sollte man diese Auflage mit einflechten, das ein Arbeiter vier (4)
Jahre in dieser Firma arbeitet mit dem Zusatz jährliche Prüfung der Kenntnisse / Fähigkeiten und Erhöhung des Lohnes seitens des Arbeitgebers bei Nachweis der Steigerung des Leistungsvermögen.
Es ist nicht ganz so einfach wie es auf Anhieb aussieht, denn welcher Arbeitgeber möchte schon Geld bezahlen wenn er etwas geschenkt haben kann, aber machbar/denkbar ist das auf jeden Fall.

Und es gibt dem Leben eines älteren Arbeitnehmer einen Sinn.

Wer arbeitet fühlt sich gebraucht und nicht nutzlos.

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