Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Sozialwohnungen - wo sind die denn alle geblieben und warum ist es so schwierig falsche politische Entscheidungen einzugestehen?

Innenpolitik Sozialwohnungen - wo sind die denn alle geblieben und warum ist es so schwierig falsche politische Entscheidungen einzugestehen?

olga64
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RE: Sozialwohnungen - wo sind die denn alle geblieben und warum ist es so schwierig falsche politische Entscheidungen einzugestehen?
geschrieben von olga64
als Antwort auf wandersmann_1 vom 07.05.2019, 23:43:05

Bei Anne Will konnte man die Rhetorik des Herrn Kühnert aber dergestalt erleben ,dass er anscheinend jetzt schon recht angefressen ist; er reagiert ähnlich aggressiv wie Robert Habeck, wenn ihm andere widersprechen.
Da hat er noch hohen Nachholbedarf, wenn er es in seinem Leben doch noch mal zu was bringen möchte. Sonst reicht diese Rhetorik vermutlich nur wieder für ein Call-Center, wo er ja schon jahrelange, berufliche Erfahrungen gemacht hat.

Von Herrn Maschmeyer hat er anscheinend nicht gewusst, dass dieser nun aufgrund des Wunsches seiner Frau VEronica Ferres endgültig nach München zieht. Man darf davon ausgehen, dass er sich in dieser schönen, teuren Stadt eine geeignete Immobilie leisten kann.

Aber zurück zum Thema Sozialwohnungen generell:

Wir erleben es gerade am schönen See, wo in einer der vielen Einfamilien-Haus-Siedlungen auf einem noch freien Grundstück ein Sozialbau gebaut werden soll. Aufgrund der Wohnungsknappheit in München mutieren wir hier immer mehr zum sog. Speckgürtel und die Leute ziehen hier raus.
Jetzt revoltieren die Einfamilienhaus-BEsitzer, weil sie um ihre Aussicht führchten und natürlich nicht wollen ,dass solche Leute in Scharen in einem Sozialbau in ihre Nähe ziehen.
Es gibt schon eine Bürgerinitiative, die vermutlich juristisch ausgetragen wird, was jahrelang dauern kann. So lange kann und darf auch mit einem Bau nicht begonnen werden.
ES sind also nicht immer nur die unfähigen Politiker, die Fehler machen (und sie dann nicht einsehen). Es sind schon auch Leute wie "Du und Ich", die brutal ihre INteressen verfolgen und vermutlich gar nicht so genau wissen, wie man solidarisch buchstabiert.
Wäre ich boshaft, käme ich auf die Idee, zu überlegen, wie viele freien Grundstücke wir hätten, wenn diese Einfamilien-Häuser und Doppelhaushälfen  nicht wären.... Olga

WoSchi
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RE: Sozialwohnungen - wo sind die denn alle geblieben und warum ist es so schwierig falsche politische Entscheidungen einzugestehen?
geschrieben von WoSchi
als Antwort auf olga64 vom 08.05.2019, 17:40:36


Aber zurück zum Thema Sozialwohnungen generell:

Wir erleben es gerade am schönen See, wo in einer der vielen Einfamilien-Haus-Siedlungen auf einem noch freien Grundstück ein Sozialbau gebaut werden soll. Aufgrund der Wohnungsknappheit in München mutieren wir hier immer mehr zum sog. Speckgürtel und die Leute ziehen hier raus.
Jetzt revoltieren die Einfamilienhaus-BEsitzer, weil sie um ihre Aussicht führchten und natürlich nicht wollen ,dass solche Leute in Scharen in einem Sozialbau in ihre Nähe ziehen.
Es gibt schon eine Bürgerinitiative, die vermutlich juristisch ausgetragen wird, was jahrelang dauern kann. So lange kann und darf auch mit einem Bau nicht begonnen werden.
ES sind also nicht immer nur die unfähigen Politiker, die Fehler machen (und sie dann nicht einsehen). Es sind schon auch Leute wie "Du und Ich", die brutal ihre INteressen verfolgen und vermutlich gar nicht so genau wissen, wie man solidarisch buchstabiert.
Wäre ich boshaft, käme ich auf die Idee, zu überlegen, wie viele freien Grundstücke wir hätten, wenn diese Einfamilien-Häuser und Doppelhaushälfen  nicht wären.... Olga

Ach so, am "schönen See" , der sicher nur für "schöne Leute" reserviert ist, haben "solche Leute" , die in Sozialwohnungen leben, also nichts zu suchen? Wie borniert ist das denn ... mannomann, olga, Du zeigst Dich ja mal wieder ganz von der arroganten Seite .. und du wirst mir Boshaftigkeit vor? tztztztz ... gegen dieses menschenverachtende Statement ist meine "Boshaftigkeit" nichts
sirod49
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RE: Sozialwohnungen - wo sind die denn alle geblieben und warum ist es so schwierig falsche politische Entscheidungen einzugestehen?
geschrieben von sirod49
als Antwort auf olga64 vom 07.05.2019, 19:06:47

Es ist ja keineswegs überall auf dem “Lande” so, dass die leeren und preiswerten Wohnungen für Familien zu finden sind weil ja meistens Einfamilienhäuser da stehen und auch noch bewohnt sind. Es gibt aber natürlich auch alte unbewohnte Mehrfamilienhäuser, die aber niemand sanieren will oder kann. Ist ja auch alles eine Frage der finanziellen Möglichkeiten des “kleinen Mannes” …

 


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olga64
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RE: Sozialwohnungen - wo sind die denn alle geblieben und warum ist es so schwierig falsche politische Entscheidungen einzugestehen?
geschrieben von olga64
als Antwort auf sirod49 vom 08.05.2019, 17:58:57

Bei uns in der Nachbarschaft zum teuren Starnberger See gibt es keine maroden Bauten, die keiner sanieren möchte.
Es sind klassiche Villenviertel, oft mir brach liegenden Grundstücken, wo die Besitzer spekulieren, dass sie noch mehr Wert sein werden ,wenn man lange genug wartet.
Und um die unqualifizierte Bemerkung der Pöblerin Wolkenschieber zu entgegnen: bei meinem geschilderten Fall bin ich kein Mitglied dieser Bürgerinitiative, die sich gegen den Bau eines Sozialbaus in ihrem Umfeld wehrt.
ich wohne auch in keiner Villa, sondern in einem Mehrfamilienhaus mit 10 Parteien ,das einem Bauunternehmer gehört, der für den Werterhalt seiner Immobilie Sorge trägt und uns Mietern gegenüber seit vielen Jahren sehr fair ist (und wir auch zu ihm).
Wäre so schön, wenn manchen Menschen nur darüber urteilen würden, wenn sie wirklich etwas beurteilen können -. Olga

WoSchi
WoSchi
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RE: Sozialwohnungen - wo sind die denn alle geblieben und warum ist es so schwierig falsche politische Entscheidungen einzugestehen?
geschrieben von WoSchi
als Antwort auf olga64 vom 08.05.2019, 18:31:13
Bei uns in der Nachbarschaft zum teuren Starnberger See gibt es keine maroden Bauten, die keiner sanieren möchte.
Es sind klassiche Villenviertel, oft mir brach liegenden Grundstücken, wo die Besitzer spekulieren, dass sie noch mehr Wert sein werden ,wenn man lange genug wartet.
Und um die unqualifizierte Bemerkung der Pöblerin Wolkenschieber zu entgegnen: bei meinem geschilderten Fall bin ich kein Mitglied dieser Bürgerinitiative, die sich gegen den Bau eines Sozialbaus in ihrem Umfeld wehrt.
ich wohne auch in keiner Villa, sondern in einem Mehrfamilienhaus mit 10 Parteien ,das einem Bauunternehmer gehört, der für den Werterhalt seiner Immobilie Sorge trägt und uns Mietern gegenüber seit vielen Jahren sehr fair ist (und wir auch zu ihm).
Wäre so schön, wenn manchen Menschen nur darüber urteilen würden, wenn sie wirklich etwas beurteilen können -. Olga
Letzten Satz bitte sebst guuut verinnerlichen und sich dran halten, olga ... weniger ist oft mehr
pschroed
pschroed
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RE: Sozialwohnungen - wo sind die denn alle geblieben und warum ist es so schwierig falsche politische Entscheidungen einzugestehen?
geschrieben von pschroed
als Antwort auf olga64 vom 08.05.2019, 17:40:36


Aber zurück zum Thema Sozialwohnungen generell:

ES sind also nicht immer nur die unfähigen Politiker, die Fehler machen (und sie dann nicht einsehen). Es sind schon auch Leute wie "Du und Ich", die brutal ihre INteressen verfolgen und vermutlich gar nicht so genau wissen, wie man solidarisch buchstabiert.
Wäre ich boshaft, käme ich auf die Idee, zu überlegen, wie viele freien Grundstücke wir hätten, wenn diese Einfamilien-Häuser und Doppelhaushälfen  nicht wären.... Olga
Liebe Olga,
Nicht nur in DE gibt es Wohnungsnot bzw. auch in unserem Umfeld sind die Mieten sehr hoch.
In Lux. besteht schon ein Gesetz wo ein- zwei Familienhäuser in den Ballungsgebieten nicht mehr genehmigt werden. Alle wollen von den Dörfer in die Stadt.
Es sind einfach keine Wohnungen mehr vorhanden, einige Suchende weichen sogar auf Campingplätze aus, wo eine Pauschale von circa 1100 Euro pro Jahr bezahlt wird in einfache Mobilheime, ein Apartement mit einer Schlafzimmer kostet circa 800 Euro kalt pro Monat wenn man Glück hat.
Phil.

 

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Kettwiger
Kettwiger
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RE: Sozialwohnungen - wo sind die denn alle geblieben und warum ist es so schwierig falsche politische Entscheidungen einzugestehen?
geschrieben von Kettwiger

Nach 30 Jahren erlischt die Sozialbindung und dann dürfen die Macher (der Wohnanlagen) auch mal Kasse machen. Nicht gerade schön aber auch verständlich.

olga64
olga64
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RE: Sozialwohnungen - wo sind die denn alle geblieben und warum ist es so schwierig falsche politische Entscheidungen einzugestehen?
geschrieben von olga64
als Antwort auf pschroed vom 16.05.2019, 18:33:01

ES gibt ja nicht überall Notsituationen - in Deutschland gibt es Gegenden, wo Wohnungen seit Jahren leer stehen und irgendwann abgerissen werden müssen, weil dies immer noch billiger kommt, als der Unterhalt der Wohnungen.
In den Metropolen mit kontinuierlichem, starken Zuzug sieht es anders aus. ABer, um Wohnungen zu bauen, braucht man freie Grundstücke und diese sind nicht reproduzierbar, d.h. steht mal ein Haus drauf, ist das Grundstück auch weg.

Es gäbe aber Möglichkeiten: z.B. Wegfall der Schrebergärten, die meist in den Städten liegen und viel Platz hätten, um Häuser darauf zu errichten.
Eine gute Idee finde ich auch (wird derzeit in Frankfurt gemacht) auf Häuser weitere Stockwerke zu bauen, ebenso auf Parkhäuser und Discounter, deren Flachtbauten sich gut dafür eignen.
Machte man dies in allen grossen Städten, könnte die Wohnungsnot gelindert werden, vor allem, wenn den Investoren auferlegt wird, dass sie ca 30% der Wohnungen für sozial Bedürftige einplanen müssen. Diese Wohnung sind dann genau so modern und gut gestaltet wie alle in einem solchen Objekt, werden aber nur an Menschen vermietet, die nachweisen können, dass sie sich nichts anderes leisten können, bzw. viele Kinder haben oder alte Menschen pflegen.
Das wird alles schon gemacht - aber Häuser bauen sich nun mal nicht innerhalb von 2 Wochen, zumal wenn eine Baugenehmigung mit immer komplizierteren Vorschriften dies noch spürbar in die Länge zieht.
Und dann bleibt natürlich immer noch die Frage offen ,warum Menschen glauben, sie müssten unbedingt in der City leben, wenn sie es sich eigentlich nicht leisten können. Am liebsten natürlich in einem City-Haus, mit viel Grün drumherum, aber die S-Bahn-Station direkt vor der Wohnungstür (aber alles ohne Lärm). Das sind Träumereien - auch Mieter sollten ihren BEdarf und ihre Wunschvorstellungen in der Realität ankommen lassen. Olga

pschroed
pschroed
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RE: Sozialwohnungen - wo sind die denn alle geblieben und warum ist es so schwierig falsche politische Entscheidungen einzugestehen?
geschrieben von pschroed
als Antwort auf olga64 vom 17.05.2019, 17:36:28

Liebe Olga.
Im Strassenverkehr bzw. in den Städten merkt man wir Menschen werden viele, die 7 Milliarden machen sich bemerkbar.  Phil. 


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