Innenpolitik Stuttgart 21

mradefeld
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Re: Stuttgart 21
geschrieben von mradefeld
als Antwort auf rolf † vom 19.12.2010, 10:26:44
Wenn das so lange her ist, "ungenügend duchdacht" zudem, waren da nicht gerade die mit an der Regierung, die das Projekt jetzt so aktiv bekämpfen?
An der ganzen hochgespielten Aufregung profitieren doch nur einige von der Neinsagerpartei, wollen so ihre Umfragewerte verbessern.
Aber vielleicht bringen sie es tatsächlich fertig, das "Ländle" wirklich ins eisenbahntechnische Mittelalter zurückzudemonstrieren?
Das wäre doch ein Erfolg!
rolf †
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Re: Stuttgart 21
geschrieben von rolf †
als Antwort auf mradefeld vom 19.12.2010, 10:59:51
Dann mach dich mal schlau, wer derzeit im Ländle das Sagen hatte.
mradefeld
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Re: Stuttgart 21
geschrieben von mradefeld
als Antwort auf rolf † vom 19.12.2010, 11:25:06
Stuttgart 21 ist kein Heimspiel fürs Ländle, das ist eine Deutsche Sache, wenn nicht gar eine Europäische. Und wenn die Bremser das tatsächlich verhindern sollten, gäbe es sicher noch andere Lösungen für das Netz, die das Ländle mit seinen alten Stuttgarter Hauptbahnhof einfach links in Ruhe weiterschlafen ließen.

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Marija
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Re: Stuttgart 21
geschrieben von Marija
als Antwort auf mradefeld vom 19.12.2010, 11:32:19
Stuttgart 21 ist kein Heimspiel fürs Ländle, das ist eine Deutsche Sache, wenn nicht gar eine Europäische. Und wenn die Bremser das tatsächlich verhindern sollten, gäbe es sicher noch andere Lösungen für das Netz, die das Ländle mit seinen alten Stuttgarter Hauptbahnhof einfach links in Ruhe weiterschlafen ließen.


Ja, auch ich bin gespannt darauf, wie es weitergehen wird - bei der Finanzlage in Europa

Marija
mradefeld
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Re: Stuttgart 21
geschrieben von mradefeld
als Antwort auf Marija vom 19.12.2010, 12:05:49
So arm ist Europa vermutlich nicht und so dumm hoffentlich auch nicht, dass sie das Geld, das für einen wirklichen Fortschritt und umfangreiche Investitionen nötig wäre, den Schuldenmachern in den Rachen werfen und wichtige Projekte deshalb kalt stellen. Das hat es nur in Deutschland gegeben, als die GRÜNEN den Weiterbau des Projektes "Deutsche Einheit Nr.8" erfolgreich sechs Jahre lang ausbremsen konnten.
Gerade die, die sonst so auf CO2-Senkungen spezialisiert sind...........
Bin ja neugierig, wie das Gerangel noch ausgehen wird.
Übrigens, die denken wohl wirklich, mit einem Volksentscheid noch etwas zu erreichen? Aber in Hamburg haben sie schon einmal Pech damit gehabt, über die AKWs wollen sie sicherheitshalber garnicht erst abstimmen lassen und hier? Machen die sich wirklich Hoffnungen?
Mal sehen.
eko †
eko †
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Re: Stuttgart 21
geschrieben von eko †
als Antwort auf rolf † vom 19.12.2010, 10:26:44
@ Rolf:

Du sprichst von einer "ungenügend durchdachten Planung" und ich frage Dich, woher Du dieses Urteil nimmst?

Warst Du dabei, als die Planer die über 30 Varianten, die ihnen vorlagen, entschieden haben?

Das, was die "Obenbleiber" wollen, ist doch schon längst durchgespielt und verworfen worden.!!!


e k o

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rolf †
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Re: Stuttgart 21
geschrieben von rolf †
als Antwort auf eko † vom 19.12.2010, 14:10:02
U. a. die Kosten- Nutzenrechnung, der erst jetzt erfolgende Stresstest und die Berücksichtigung der möglichen Änderungen der Anforderungen, bedingt durch die lange Vorlaufzeit.

eko †
eko †
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Re: Stuttgart 21
geschrieben von eko †
als Antwort auf rolf † vom 19.12.2010, 14:25:18
Eigentlich sagt uns ja der normale Menschenverstand, dass man ein solch umfangreiches Projekt niemals auf Heller und Pfennig vorausberechnen kann und ist es nicht ganz einfach menschlich verständlich, wenn man nicht schon zu Beginn Horrorzahlen auftischen will, die dann eben auch nicht hinten und vorne stimmen?
Re: Stuttgart 21
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf eko † vom 19.12.2010, 14:32:43
So kindlich naiv hat wohl noch niemand diese Kostenmanipulation bei S 21 entschuldigt.
Doch das kann man wohl auch erklären. Wer auf einem Auge blind ist, kann nicht alles sehen. Die drei Affen lassen grüßen.
Re: Stuttgart 21
geschrieben von klaus
als Antwort auf vom 20.12.2010, 09:09:18
"So kindlich naiv hat wohl noch niemand diese Kostenmanipulation bei S 21 entschuldigt."
geschrieben von picaro


Worin genau bestand denn nun eigentlich die Kostenmanipulation bei S21?

Dass ein Projekt dieser Größenordnung meist teurer wird, als vorgeplant, ist eigentlich schon üblich.
Ich denke dabei z.B. auch an solche Projekte, wie Stadien zu Olymp. Spielen( weltweit), an den Flughafen Berlin-Brandenburg oder auch an regionale Projekte, wie z.B. Cargolifter( Luftschiffbau) in meiner Region( Brandenburg), dass 4,3X so teuer wurde, als in der Vorplanung vorgesehen.

Manipulation bedeutet im allg. üblichen Sprachgebrauch, dass hier bewusst getrickst worden ist, um die Auftraggeber zu täuschen und ihnen die DAMALS schon bekannten Mehrkosten zu verschweigen.
Wann hat das stattgefunden - warum ist das niemandem früher aufgefallen - also während der Vorstellung der genaueren Pläne, die mehrere Monate von den Experten aller Parteien eingesehen und diskutiert wurden?

Verteuerungen solcher Art( bewusste Betrügereien mal ausgenommen) enstehen ja meist dadurch, dass wegen der sehr langfristigen Vorplanungen Preisentwicklungen ( Rohstoffpreise, Arbeitskosten, unbekannte Bodenbeschaffung...)nicht voll voraussehbar sind.

Was ich persönlich von S21 wusste, ist, dass seit über 10 Jahren einige wenige S21-Gegner aktiv waren , so, wie man das bei allen größeren Projekten kennt. Mein Ex-Schwiegersohn (wohnt im Raum Stuttgart) berichtete vor Jahren mal darüber.
Dabei handelt es sich meist um direkt Betroffene und einige wenige "Berufsgegner".

Ganz plötzlich stiegen aber hier - wie Phönix aus der Asche- ehemalige Befürworter aus ihrem "Winterschlaf" und wurden zu "glühenden" S21 Gegnern.
Ihre Argumente änderten sich dann von Woche zu Woche (unterirdisch geht nicht wegen Bodenbeschaffenheit - ökologischer Schaden durch Baumfällungen - zu teuer - ...)

Ich glaube, dass auch nach einem ev. Regierungswechsel S21 ohne größere Korrekturen gebaut werden wird.
Dann werden die jetzigen "politischen Gegner v. S21"( also die früheren Befürworter) WIEDER zu Befürwortern, denn mit dem Regierungswechsel wäre der eigentliche Sinn des "Aufstandes" erfüllt.
Übrig bleiben dann die üblichen direkt von S21 betroffenen Stuttgarter.


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