Innenpolitik Stuttgart 21

hinterwaeldler
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Re: Stuttgart 21
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf vom 23.06.2011, 15:55:02
Interwiev BW-Innenminister Winfried Hermann durch Roman Deininger und Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung: "Ich musste durchsetzen, dass nicht getrickst wird" Bitte lesen bevor weiter diskutiert wird. Das Interview besteht aus drei Seiten. http://www.sueddeutsche.de/politik/stuttgart-bw-innenminister-winfried-hermann-ich-musste-durchsetzen-dass-nicht-getrickst-wird-1.1111884

Offensichtlich wurde von der Bahn der Versuch unternommen zu tricksen! und die Landesregierung ahnt das Ergebnis zum Stresstest
Re: Stuttgart 21
geschrieben von klaus
als Antwort auf hinterwaeldler vom 24.06.2011, 12:11:14
"Offensichtlich wurde von der Bahn der Versuch unternommen zu tricksen! und die Landesregierung ahnt das Ergebnis zum Stresstest."


Um das beantworten zu können, reicht dieses Interview mit dem Innenminister in BaWü( Herrmann - Grüne) mit Sicherheit nicht aus, denn es ist parteipolitisch bestimmt.
Unsinnige Vergleiche mit Wackersdorf, vage Indizien für ein Überschreiten der finanziellen Maximalgrenze und Hinweise auf einen eigenen Grünen Vorabtest sind wenig überzeugend, weil man das Ergebnis schon vor dem Test formuliert hatte.

Um etwas mehr Klarheit zu bekommen, wäre wenigstens ein ähnliches Interview mit einem Vertreter der Bahn sinnvoll.
UND dann würden ziemlich unterschiedliche Standpunkte herauskommen.
Woher soll ich wissen, wer Recht hat oder - wo genau die Wahrheit liegt?

Wenn man natürlich von vornherein aus politischen Gründen gegen S21 ist und davon ausgeht, dass das, was der Innenminister sagt, die Wahrheit ist, braucht man keine weiteren Klarstellungen.

Ich denke mal, man sollte die Bewertung der unabhängigen Gutachterfirma und dann den Volksentscheid abwarten.

Es gab und gibt in Deutschland viele Beispiele für Großprojekte, die ähnliche Probleme aufwiesen und aufweisen( Demonstrationen der Anlieger, unterschiedliche Meinungen der polit. Parteien, deutliche Verteuerungen während der Baumaßnahmen ...- siehe z.B. Flughafen Berlin/Brandenburg).
Noch nie wurde ein Bauprojekt von Seiten einzelner Parteien so intensiv hochstilisiert und zur Machtübernahme genutzt, wie bei S21 geschehen.
UND das mit Erfolg.
Nun hat man die Macht und muss zeigen, ob man das Versprochene einhalten kann.
Ich bin gespannt - ev. auch auf die Ausreden - falls alles nicht "nach Plan" läuft.

Ich schreibe das deshalb, weil ich ähnliche Vorgänge aus meinem Bundesland Brandenburg kenne.
Da war es die Linkspartei, die ganz entschieden im Wahlkampf gegen den Ausbau der Braunkohlenförderung war und im Kampf gegen die CO2-Endlagerung 3 Jahre unsere gesamte Region mit Plakaten vollgepflastert hatte.

Sie sind jetzt an der Macht und haben ihre Meinung völlig verändert.
Alle Plakate sind verschwunden, das Linken-Zeichen wurde entfernt und die Braunkohlenförderung wird weiter intensiviert.

Da wird man skeptisch !

Re: Stuttgart 21
geschrieben von klaus
als Antwort auf klaus vom 24.06.2011, 13:58:57
"Offensichtlich wurde von der Bahn der Versuch unternommen zu tricksen! und die Landesregierung ahnt das Ergebnis zum Stresstest."


Um das beantworten zu können, reicht dieses Interview mit dem Innenminister in BaWü( Herrmann - Grüne) mit Sicherheit nicht aus, denn es ist parteipolitisch bestimmt.
Unsinnige Vergleiche mit Wackersdorf, vage Indizien für ein Überschreiten der finanziellen Maximalgrenze und Hinweise auf einen eigenen Grünen Vorabtest sind wenig überzeugend, weil man das Ergebnis schon vor dem Test formuliert hatte.

Um etwas mehr Klarheit zu bekommen, wäre wenigstens ein ähnliches Interview mit einem Vertreter der Bahn sinnvoll.
UND dann würden ziemlich unterschiedliche Standpunkte herauskommen.
Woher soll ich wissen, wer Recht hat oder - wo genau die Wahrheit liegt( falls es die überhaupt geben kann)?

Wenn man natürlich von vornherein aus politischen Gründen gegen S21 ist und davon ausgeht, dass das, was der Innenminister sagt, die Wahrheit ist, braucht man keine weiteren Klarstellungen.

Ich denke mal, man sollte die Bewertung der unabhängigen Gutachterfirma und dann den Volksentscheid abwarten.

Es gab und gibt in Deutschland viele Beispiele für Großprojekte, die ähnliche Probleme aufwiesen und aufweisen( Demonstrationen der Anlieger, unterschiedliche Meinungen der polit. Parteien, deutliche Verteuerungen während der Baumaßnahmen ...- siehe z.B. Flughafen Berlin/Brandenburg).
Noch nie wurde ein Bauprojekt von Seiten einzelner Parteien so intensiv hochstilisiert und zur Machtübernahme genutzt, wie bei S21 geschehen.
UND das mit Erfolg.
Nun hat man die Macht und muss zeigen, ob man das Versprochene einhalten kann.
Ich bin gespannt - ev. auch auf die Ausreden - falls alles nicht "nach Plan" läuft.

Ich schreibe das deshalb, weil ich ähnliche Vorgänge aus meinem Bundesland Brandenburg kenne.
Da war es die Linkspartei, die ganz entschieden im Wahlkampf gegen den Ausbau der Braunkohlenförderung war und im Kampf gegen die CO2-Endlagerung(CO2-Verpressung ) 3 Jahre unsere gesamte Region mit Plakaten vollgepflastert hatte.

Sie sind jetzt an der Macht und haben ihre Meinung völlig verändert.
Alle Plakate sind verschwunden, das Linken-Zeichen wurde entfernt und die Braunkohlenförderung wird weiter intensiviert.

Da wird man skeptisch !


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hinterwaeldler
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Re: Stuttgart 21
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf klaus vom 24.06.2011, 13:58:57
Du hast diesen Artikel wieder nicht gelesen. Dort war weder von Wackersdorf noch von Bln-Schönefeld die Rede. Auch ging es nur ganz am Rand um die Demo vom Montag. Sie wurde kaum erwähnt. Es ging allein nur um das Bahnprojekt S21 und das Verhalten der Bahn, sowie darum, das er als Innenminister darauf geachtet hat, das die grün-rote Landesregierung von der Bahn nicht für dumm verkauft, bzw auch finanziell über den Tisch gezogen wird. Er nannte die der Landesregierung vorliegenden Beweise.

Ich schreibe auch gern mal eine Anleitung für dich unter dem Titel: "Weshalb kann ich erst mitreden, wenn ich zuvor auch den Inhalt des verlinkten Artikels gelesen habe?".

Ich mache dir noch einmal das ganz sachliche Angebot eine Möglichkeit zu finden, mit der du dir verlinkte Videos ansehen kannst. Du musst es nur schreiben, brauchst nicht einmal darum bitten. Ich muss nur wissen, das es dir nicht möglich ist Videos zu sehen und du es gern möchtest. Ok?

Bei uns im Nachbarort hat man auch noch kein DSL. Du wärst also nicht der Einzige.
olga64
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Re: Stuttgart 21
geschrieben von olga64
als Antwort auf hinterwaeldler vom 24.06.2011, 16:15:36
Bevor Sie wieder ein wenig zu hinterwäldnerisch und in epischer Breite auf Andersdenkende einschlagen - lesen Sie die heutige Südd. Zeitung; da geht es sehr gut um Vergleiche mit Wackersdorf und S 21. Sie brauchen dafür kein DSL, sondern einen Zeitungskiosk. Have fun - Olga
Re: Stuttgart 21
geschrieben von klaus
als Antwort auf hinterwaeldler vom 24.06.2011, 16:15:36
"Du hast diesen Artikel wieder nicht gelesen. Dort war weder von Wackersdorf noch von Bln-Schönefeld die Rede.Auch ging es nur ganz am Rand um die Demo vom Montag. Sie wurde kaum erwähnt."


Du hast anscheinend sowohl den selbst verlinkten Artikel als auch meine Ausführungen nicht gelesen.

1. Hermann hat von Wackersdorf gesprochen ( siehe dein verlinktes Interview):
Hermann: "Wackersdorf war ökonomisch sinnlos geworden. Auch Stuttgart 21 ist schon abartig teuer geworden, viel teuerer als geplant..."
(http://www.sueddeutsche.de/politik/stuttgart-bw-innenminister-winfried-hermann-ich-musste-durchsetzen-dass-nicht-getrickst-wird-1.1111884-2)

2. Ich habe Berlin Schönefeld als Beispiel für ANDERE GROSSPROJEKTE genannt und nicht behauptet, dass es im Artikel genannt wird:
klaus am 24.06.2011 13:58 als Antwort auf hinterwaeldler vom 24.06.2011 12:11 :"Es gab und gibt in Deutschland viele Beispiele für Großprojekte, die ähnliche Probleme aufwiesen und aufweisen( Demonstrationen der Anlieger, unterschiedliche Meinungen der polit. Parteien, deutliche Verteuerungen während der Baumaßnahmen ...- siehe z.B. Flughafen Berlin/Brandenburg)."

3. Die Demo vom Montag habe ich in meiner Einlassung v. 13:58 überhaupt nicht erwähnt.


Das-was du hier ablässt ist in höchstem Maße blamabel - deine Arroganz "stinkt zum Himmel"( hinterwaeldler: "Ich schreibe auch gern mal eine Anleitung für dich unter dem Titel: "Weshalb kann ich erst mitreden, wenn ich zuvor auch den Inhalt des verlinkten Artikels gelesen habe?").
Ich habe ihn gelesen - du garantiert nicht richtig !

Du solltest dir deine eigenen Worte zu Herzen nehmen, falls du dazu in der Lage bist, was ich allerdings nach deinen bisherigen Ausführungen bezweifeln muss.

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olga64
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Re: Stuttgart 21
geschrieben von olga64
als Antwort auf klaus vom 24.06.2011, 16:43:10
Und was ist mit dieser sinnlosen Mosel-Mammutbrücke, die ebenfalls von den Grünen abgesegnet wurde - einen Monat, nachdem sie bei den Wahlen erfolgreich waren? Genau so wird es in Stuttgart auch gehen - Mosel finde ich mindestens so traurig, da beste Riesling-Lagen hier geopfert werden. Olga
Re: Stuttgart 21
geschrieben von klaus
als Antwort auf olga64 vom 24.06.2011, 16:47:01
"Und was ist mit dieser sinnlosen Mosel-Mammutbrücke, die ebenfalls von den Grünen abgesegnet wurde - einen Monat, nachdem sie bei den Wahlen erfolgreich waren? "


Da bin ich einer Meinung mit dir, was allerdings daran liegt, dass ich genau diese Region schon mehrfach besucht habe und sie einmalig fand und damit die Brücke sehr unpassend.
Was die Menschen in dieser Gegend dazu sagen, weiß ich allerdings nicht.

ABER - das ist ja wieder eine Abschweifung vom Thema - allerdings ließen sich in Deutschland hunderte solcher "Streitobjekte" nennen, die ulkigerweise sehr unterschiedlich in der medialen Wertung sind.
Wahrscheinlich ist die politische Wertigkeit deutlich geringer und damit das Thema ganz einfach WERTLOS !
olga64
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Re: Stuttgart 21
geschrieben von olga64
als Antwort auf klaus vom 24.06.2011, 17:02:37
Ich habe kürzlich einen Artikel über die Moselbrücke gelesen,deshalb weiss ich einige Details. Was ich interessant finde - und deshalb schon zum Thema passt - ist in vielen dieser Projekte die undurchsichtige Rolle der Grünen, die natürlich aus der Opposition heraus anders gehandhabt werden kann als es sich dann in einer zu stellenden Regierungspartei der Fall ist. Und da sich die Grünen traditionell in solchen Projekten engagieren und "hinter dem Wutbürger" zumindest theoretisch stehen, wird bis zur nächsten Bundestagswahl auch der nicht so bewanderte Bürger dies sicher bemerken und registrieren, was dann die Grünen wieder auf ein Normalmass stutzen könnte. Olga
heinzdieter
heinzdieter
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Re: Stuttgart 21
geschrieben von heinzdieter
Ich erwähnte es schon einmal, am Ende der Schlichtung im November 2010 wurden keine Terminvorgaben von Herrn Geissler gemacht.
Man ging auseinander, jeder fühlte sich durch die 3-Tage Aussprache in seinen Argumenten wahrgenommen und teilweise bestätigt.
Die Durchführung eines Stresstests mit Ermittlung anfallender Mehrkosten wurde vereinbart aber ohne Terminvorgabe.
Die Bahn entwarf dafür neue Software, anstatt vorhandene und bereits getestete mit entsprechenden Anpassungen zu übernehmen.
Und so verstrich die Zeit. Der Projekt-Fertigstellungstermin, der auch ein Bestandteil der Projektkosten beinhaltet wurde nicht verändert.
Und so kommen die S 21-Beführworter und S21-Gegner in Zugzwag.
Die Bahn muss die Aufträge vergeben, um die Termine einzuhalten.
Der Stresstest wurde ohne Einbindung der S 21-Gegner durchgeführt und wird am 14.07.2011 der Öffentlichkeit vorgestellt. 3 Tage zuvor bekommen die S21-Gegner diese Unterlagen.
Die sogenannte Volksabstimmung soll erst im Oktober 2011 durchgeführt werden.
Inzwischen werden die Rohrleitungen in der Stuttgarter Innenstadt verlegt (max DN 300 mit Begleitheizung).
Die Bagger und Tunnelbohrmaschinnen haben u.U.ihre Arbeit aufgenommen bzw es werden Vorarbeiten für ihren Einsatz geschaffen.
Herr Geissler hat schon erklärt, dass er sich als Vermittler zurückzieht falls Uneinigkeit zwischen den Kontrahenten besteht..
und diesae besteht.
Eines ist Fakt bei Durchführung von Projekten und das müssen doch die S21- Beführworter und S 21-Gegner wissen:
Termine
.
Jetzt beharken sich die beiden Parteien.
Die Fronten verhärten sich dabei ohne großen Nutzen.
Die Zeitungsreporter schreiben sich ihre Finger blutig, um ihre Leserschaft auf den neuesten Stand zu halten.
Das Lokal-TV berichtet mal so mal so.
..und was wird rauskommen: die Bahn wird bauen. Das Projekt wird realisiert.

heinzdieter

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