Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Thilo Sarrazin und die Intelligenz der Schwaben

Innenpolitik Thilo Sarrazin und die Intelligenz der Schwaben

schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Thilo Sarrazin und die Intelligenz der Schwaben
geschrieben von schorsch
als Antwort auf carlos1 vom 13.09.2010, 22:47:15
Grübel: Um seinen IQ zu verbessern genügt es also, aus MeckPomm nach Schwabenland umzuziehen?
hugo
hugo
Mitglied

Re: Thilo Sarrazin und die Intelligenz der Schwaben
geschrieben von hugo
als Antwort auf schorsch vom 15.09.2010, 08:43:17
Grübel: Um seinen IQ zu verbessern genügt es also, aus MeckPomm nach Schwabenland umzuziehen? (schorsch)

Dein Grübeln kannste beenden,,es ist bereits entschieden,,

wer sich in Sachen Bildung /Ausbildung/ Beruf/ Job/ Einkommen,,verbessern will oder endlich mal wie ein richtiger Mensch Morgenluft wittern, der hat keine andere Wahl.

Der packt seine sieben Sachen, läßt die alten gramgebeugten verarmten Eltern in dem Schlamassel hier zurück und geht dorthin wo die klügsten Köpfe, die besten Arbeiter, Lehrer, die jungen Frauen aus Meckpom usw schon lange sind.

Dummerweise hat die Linke schon 2002 die Abschaffung der Fluchtbeihilfe (Wegzugsprämie, Umzugsbeihilfe für Arbeitslose und Jobsuchende ) gefordert, ansonsten wär jetz hier noch viel mehr Luft Platz, Wohnungsleerstand, Firmensterben, Gewerbepleiten und Jobwüste.

anbei eine geschönte Statistik,,in Wahrheit ist die Situation weitaus schlimmer,,denk mal an die vielen, vielen Pendler,

Die Bahn lockt sogar mit folgender Werbung:
"Günstig pendeln mit der Bahn in Mecklenburg-Vorpommern
Ganz gleich, ob Sie beruflich oder privat häufig unterwegs sind: Mit unseren Top-Angeboten für Pendler sparen Sie bares Geld und kommen entspannt und staufrei zur Arbeit.




hugo
Re: Thilo Sarrazin und die Intelligenz der Schwaben
geschrieben von klaus
als Antwort auf mulde vom 14.09.2010, 20:33:18
"In der DDR war die politechische Oberschule bis zur 10. Klasse
Die Schule heute als Gymnasium war die erweiterte Oberschule- EOS genannt
und ging bis zur 12. Klasse!"


Beide Typen nannten sich Polytechnische Schule. Begriff "Poly" - also mit "y" nicht mit "i".
Name( nur der) hat nichts mit Politik zu tun, sondern leitet sich von poly( griech.- viel, mehr ...vielfältig)ab.

Die genauen Namen waren "Zehnklassige allgemeinbildende polytechnische Oberschule" ( kurz POS) und "Erweiterte 12-klassige allgemeinbildende polytechnische Oberschule" (kurz EOS).

Du weißt - kurze Namen waren in der DDR nicht üblich.

Anzeige

carlos1
carlos1
Mitglied

Re: Thilo Sarrazin und die Intelligenz der Schwaben
geschrieben von carlos1
als Antwort auf Medea vom 14.09.2010, 08:59:20
"Für mich klar, daß Thilo Sarrazin
schockieren, erschrecken, aufrütteln will, gewürzt mit einem Teil Ironie und Sarkasmus, und damit ja auch Bewegung in die politische Landschaft bringt." medea


Hallo medea,
mir wird so manches klarer, nachdem ich einige e Dutzend Seiten in dem Buch Sarrazins gelesen habe. Es gibt Wertureile, die nicht akzeptabel sind. Es gibt Zustandsbeschreibungen, die die Realität abbilden. Dann gibt es aber auch die Nationalökonomie, eine bestimmte Denkschule. Und davon hat S. eine Menge abbekommen, das betont er ja ausdrücklich.

Für die Nationalökonomie, wie für jede Wissenschzaft gilt, dass sie nicht ohne Begriffsfestlegungen, Definitionen auskommt. Diese sind unentbehrlich und nützlich. Aber: Je enger die Definition, desto größer die Gefahr, dass durch die Definition das zu untersuchende Problem in wesentlichen Teilen ausgeklammert wird.

Will man einen Sachverhalt unter einem bestimmten Aspekt untersuchen, so ist es sinnvoll unwesentliche Details wegzulassen. Die Beschränkung auf auf das WESENTLICHE eines Problems, also die ABSTRAKTION, ist der einzige Weg, der zu einer Lösung führt.

Man muss also statt des eigentlichen Problems in seiner Komplexität (und Individualität!) einen vergröberten Auszug davon betrachten. Einen solchen Auszug nennen die Ökonomen "MODELL". Es soll den Untersuchungsgegenstand überschaubar machen, darf ihn aber nicht verfälschen! Das Modell muss "wesentliche" Elemente der Realität enthalten, um Gültigkeit in der Realität zu besitzen. Eine Fehlerquelle bei der Modellbildung ist also die versehentliche oder bewusste Ausklammerung an sich wichtiger Details oder die Einfügung unwichtiger oder ungeprüfter Details.

Die Arbeit mit "Modellen" in wissenschaftlichem Sinne hat Nachteile. Hat man eine Reihe von Modellen geschaffen, die auf bestimmte Fragen hinreichend zufriedenstellende Antworten geben, ist man versucht diese Modelle bei der Antwort auf andere Fragestellungen zu übertragen, für die sie nicht entworfen wurden. Die Gefahr ist auch groß, dass wichtige Fragen nicht aufgeworfen werden etc.

Das Problem bei der Modellbildung liegt im unzulässigen Rückschluss von der Abstraktion auf die Wirklichkeit. Das Modell, dass die Realität abbilden sollte, hat die Wirklichkeit verfälscht. Dieses Problem tritt in der Volkswirtschaftslehre immer bei der Partialanalyse auf, einer Untersuchungsmethode, die häufig angewandt wird,wenn die isolierte Wirkung eines Vorgangs oder einer Maßnahme auf eine bestimmte beeinflussbare Größe unter der Annahme untersucht wird, dass die übrigen Einflussfaktoren, die die Determinanten der zu untersuchenden Größe sind, unverändert bleiben (so genannte "clausula rebus sic stantibus"). Die Partialanalyse fragt also nur nach den direkten Folgen einer bestimmten Maßnahme, während sie indirekt wirkende Maßnahmen auklammert.

S. spricht von dem zu erhaltenden Wohlstand und Stabilität und Legitmität. Um diese zu erreichen, sind bestimmte Wirkfaktoren erforderlich (Bildung, Motivation, Fleiß, Rohstoffe, Klima, also weiche und harte Faktoren). Bei einem bestimmten INPUT ist ein entsprechender OUTPUT in einer Volkswirtschaft zu erwarten. Fehlen bestimmte Faktoren, gibt es Miese. Das ist ein sehr mechanisches Weltbild. Es sit wie Physik.

S scheint auch durch die "Economic History of the World" von G. Clark , 2007 erschienen, angeregt worden zu sein. Dieser schreibt, dass jene Länder wirtschaftlich vorankamen, in denen sich die wirtschaftlich Erfogreichen überdurchschnittlich und über länger Zeit vermehrten. (S. 413, Anm. 11 zu Kapitel 1).

Ich möchte noch klarstellen, dass ich kein gläubiger Anhänger von Modellbildungen bin.

Gruß c.

carlos1
carlos1
Mitglied

Re: Thilo Sarrazin und die Intelligenz der Schwaben
geschrieben von carlos1
als Antwort auf hugo vom 14.09.2010, 00:09:04
Hallo hugo,
finde deine Beiträge sehr interessant. Du bist vor Ort und weißt, wie gefährlich es ist, vorschnelle Urteile zu fällen.

Gruß
c
karl
karl
Administrator

Sigmar Gabriels kluge Worte zu sarrazin
geschrieben von karl
Ich finde diesen Artikel von Sigmar Gabriel zum Ausschlussverfahren gegen Sarrazin sehr gut:
Eines steht fest: Man kann Thilo Sarrazin jedenfalls nicht vorwerfen, er würde nicht klar und deutlich schreiben, was er denkt und was er will. Sein Buch ist nicht mehr und nicht weniger als die Rechtfertigungsschrift für eine Politik, die zwischen (sozioökonomisch) wertvollem und weniger wertvollem Leben unterscheidet. Er greift dabei zurück auf bevölkerungspolitische Theorien, die Ende des 19. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Grundlage für die schrecklichsten Verirrungen politischer Bewegungen wurden.
geschrieben von Gabriel
Für Sarrazin beruht die Schichtung einer Gesellschaft somit ganz überwiegend auf natürlicher biologischer Auslese. Einflussfaktoren wie Einkommensverhältnisse, Bildung, Sozialstatus, kulturelle Prägung, Integration oder Desintegration in den Arbeitsmarkt sind für ihn zu vernachlässigende Restgrößen. Der Erfolg oder Misserfolg einer Gesellschaft ist für Sarrazin deshalb vor allem davon abhängig, dass die »richtigen« Menschen viele Kinder bekommen, um ihre Intelligenz zu vererben. Und die anderen weniger. Wenn Deutschland also in den Pisa-Schultests schlecht abschneidet, dann nicht wegen eines falschen Bildungssystems – wie alle internationalen Bildungsforscher meinen – , sondern weil wir seit Jahrzehnten in unserem Land eine falsche Geburtenpolitik betreiben.
geschrieben von Gabriel
Das gleiche gilt für ihn auch für den Länderfinanzausgleich zwischen dem Süden und dem Norden Deutschlands, weil » die in Schwaben lebenden Menschen durchschnittlich einen höheren Intelligenzquotienten haben als jene in der Uckermark (…)«. (S. 24) Nicht die Deindustriealisierung des Nordostens nach der Wiedervereinigung ist also schuld am hohen Anteil von Hartz-IV-Empfängern, sondern die genetisch bedingt weniger tüchtige Bevölkerung (vgl. S. 77).
geschrieben von Gabriel

Fehlt nur noch, dass Sarrazin das Dreiklassenwahlrecht als standesgemäße Förderung generativen Verhaltens wiederentdeckt.
geschrieben von Gabriel

Ich denke, einige, die Sarrazin verteidigen, würden sich wundern, wie wenig Wertigkeit ihre Wahlstimme dann noch haben würde.
Da Bildungsanstrengungen die vorgegebene Intelligenz ganzer Bevölkerungsgruppen, Religionsgemeinschaften oder Völker für Sarrazin nur »akzentuieren« können, sieht er es als staatliche Aufgabe (!!!) an, in das Geburtenverhalten schichtenspezifisch einzugreifen. Und zwar nach einer ganz einfachen Formel: Oben = gut ––> mehr davon. Unten = schlecht ––> weniger davon.
geschrieben von Gabriel

Es ist unverantwortlich, dass solch ein Buch in den Medien so hoch gespielt wurde. Total erschreckend, dass ein solches Buch, das voller wissenschaftlicher Fehler steckt, also nur Unsinn verbreitet, auf Bestsellerlisten steht. Sarrazin hat in einer Sache Recht, Deutschland veblödet.

Karl

Anzeige

karl
karl
Administrator

Re: Sigmar Gabriels kluge Worte zu sarrazin
geschrieben von karl
als Antwort auf karl vom 15.09.2010, 23:08:00
Weiter Gabriels Kommentar zum Buch:
Die Forderung, hohe staatliche Gebärprämien gezielt für unter 30-jährige Akademikerinnen auszuloben, klingt schon einigermaßen absurd. Die dann allerdings beschriebene politische Aufgabe, diese nur jenen Frauen zukommen zu lassen, die aus der richtigen gesellschaftlichen Gruppe kommen, ist zutiefst verstörend: Sarrazin würde diese Prämie eben nicht jeder Akademikerin geben, sondern nur dann, wenn sie in seinen Augen eine Förderung verdient, weil sie über ein besseres genetisches Potenzial verfügt. Wenn sie also aus einer sozial erwünschten Gruppe oder Schicht kommt. Und die Definition der zu fördernden Gruppe oder Schicht ist nach Sarrazins Auffassung die Aufgabe der Politik. Welch ein Wahnsinn! Spätestens jetzt ist klar: Thilo Sarrazin führt keine Integrations-, sondern eine Selektionsdebatte.
geschrieben von Gabriel

... und sehr gut der Schluss des Artikels von Gabriel:
Der Hobby-Eugeniker Sarrazin und seine medialen Helfershelfer sind dabei, Theorien der staatlichen Genomauswahl wieder salon- und hoffähig zu machen. Andere und Schlimmere werden sich darauf berufen. Wer unter dem Banner der Meinungsfreiheit (»Das wird man doch wohl noch sagen dürfen …«) ethnische (und in der Causa Steinbach: historische) Ressentiments in der Politik wieder geschäftsfähig macht, der bereitet den Boden für die Hassprediger im eigenen Volk. Sie erhalten eine echte Chance, wenn Thilo Sarrazins Buch als intellektuelle Bereicherung gilt statt als das, was es wirklich ist: eine ungeheure intellektuelle Entgleisung. Würde diese gesellschaftsfähig, dann wäre der Titel des Buches in der Tat völlig berechtigt und zugleich eine düstere Prognose. Denn dann schafft Deutschland sich tatsächlich ab, jedenfalls in seiner heutigen, demokratischen, aufgeklärten Verfassung.
geschrieben von Gabriel

Herr Gabriel,


ich bin Ihnen für diese klaren Worte sehr dankbar. So sehe ich das auch!

Karl
mart1
mart1
Mitglied

Sarrazin und die Intelligenz der Protestanten
geschrieben von mart1
als Antwort auf karl vom 15.09.2010, 23:30:09
[i]..."Glaubt man Thilo Sarrazin, dann muss die Geschichte des preußischen Staatsprotestantismus im 19. Jahrhundert ganz neu geschrieben werden. Dass Protestanten in einem protestantisch geprägten Staat bessere Positionen besetzten als die gleichzeitig im Kirchenkampf verfolgten Katholiken, lag laut Sarrazin vor allem daran, dass die Protestanten genetisch schlauer waren als die Katholiken.....

Traditionell, so Sarrazin im Kapitel "Zeichen des Verfalls", seien nämlich bei den Protestanten immer die Klügsten Pfarrer geworden und hätten viele Kinder bekommen, die unter besten Bedingungen aufgewachsen seien. Bei den Katholiken habe "das Zölibat eine Vermehrung dieses Teils der intelligenten Bevölkerung verhindert (jedenfalls soweit es beachtet wurde)"."...
[/indent]



Wie soll der Widerspruch zwischen den klugen Schwaben, die doch eher katholisch und damit dümmer sind, und den dummen Menschen in der Uckermark, die gescheite Protestanten sein sollen aufgelöst werden?

Wie recht hat Gabriel!



Für Sarrazin beruht die Schichtung einer Gesellschaft somit ganz überwiegend auf natürlicher biologischer Auslese. Einflussfaktoren wie Einkommensverhältnisse, Bildung, Sozialstatus, kulturelle Prägung, Integration oder Desintegration in den Arbeitsmarkt sind für ihn zu vernachlässigende Restgrößen. Der Erfolg oder Misserfolg einer Gesellschaft ist für Sarrazin deshalb vor allem davon abhängig, dass die »richtigen« Menschen viele Kinder bekommen, um ihre Intelligenz zu vererben. Und die anderen weniger. Wenn Deutschland also in den Pisa-Schultests schlecht abschneidet, dann nicht wegen eines falschen Bildungssystems – wie alle internationalen Bildungsforscher meinen – , sondern weil wir seit Jahrzehnten in unserem Land eine falsche Geburtenpolitik betreiben.
geschrieben von Gabriel


carlos1
carlos1
Mitglied

Re: Sarrazin und die Intelligenz der Protestanten
geschrieben von carlos1
als Antwort auf mart1 vom 18.09.2010, 02:26:13
"...Glaubt man Thilo Sarrazin, dann muss die Geschichte des preußischen Staatsprotestantismus im 19. Jahrhundert ganz neu geschrieben werden. Dass Protestanten in einem protestantisch geprägten Staat bessere Positionen besetzten als die gleichzeitig im Kirchenkampf verfolgten Katholiken, lag laut Sarrazin vor allem daran, dass die Protestanten genetisch schlauer waren als die Katholiken....." mart1



Man sollte sich nicht unbedingt immer darauf verlassen, was andere gelesen zu haben vorgeben.

S. will gar nichts umschreiben, schöpft nicht aus dem Fundus seiner unendlichen Geschichtskenntnisse und ist auch nicht in Soziologie topfit. Er übernimmt aus längst bekannten Veröffentlichungen, was er für richtig hält. In diesem Falle ist es die These Max Webers aus der Zeit vor hundert Jahren, in der er die Entstehung des Kapitalismus zu erklären versucht. Vgl. Sarrazins Buch, Anm. S. 413, Nr 11: Max Weber, "Die protestantische Ethik und der Geist des Protestantismus" in Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik 20 (1904) S. 1-54 und 21 (1905), S. 1-110. Diese These besitzt einen hohen Bekanntheitsgrad und ist sinngemäß von mir auch schon hier in anderem Zusammenhang zitiert worden.

Max Weber stellte z.B. fest, dass der Anteil der protestantischen Schüler in höheren Schulen in einigen ausgewählten Regionen wesentlich größer war als der von Katholiken. Er setzte diese Zahl in Relation zum wirtschaftlichen Erfolg. Weber weist auch darauf hin, dass der Anteil jüdischer Schüler noch wesentlich höher sei als der der Protstanten. Sarrazin erwähnt dies auch auf Seite 347f seines Buches, wo er die Folgen der demografischen Grundlasten im Zusammenhang mit der Gaußschen Normalverteilung der durchschnittlichen Intelligenz anspricht. Nehme die durchschnittliche Intelligenz in dieser Kurve (eine Modellvorstellung!!!) ab, so entspreche dies "einer überdurchschnittlichen Abnahme des Anteils der Hochbegabten" (Sarrazin, Seite 347). Das ist mathematisch wohl stimmig, weil das Modell stimmt. Nur stimmt das Modell mit der Wirklichkeit überein??? (s. dazu mein Posting vor zwei Tagen über die Modellbildung in den Sozialwissenschaften)

Dann fügt er hinzu, dass auch dass dieser Effekt umgekehrt gilt: "Die Nachfahren der osteuropäischen Juden mit einem durchschnittlichen IQ von 115 waren in intellektuellen Berufen und Zirkeln (man beachte diese Wendung!) bis hin zu den Nobelpreisträgern lange Zeit überrepräsentiert."

Hier werden wissenschaftliche Thesen zu einem polemischen Brei angerührt.

"Lange Zeit" heißt, bis sie von den Nazis aus Dtld vertrieben wurden oder bis sie von den Nazis ermordert wurden.

Die Nahcfahren der osteuropäischen Juden? Hier irrt S. Dtlds Juden wanderten nicht aus Osteuropa ein, waren vielmehr längst integriert und weitgehend assimiliert, ehe nach 192ß osteuropäische Juden einwanderten. Einstein und andere hervorragende Geistesgrößen waren keine osteurop. Juden.
senhora
senhora
Mitglied

Re: Sarrazin und die Intelligenz der Protestanten
geschrieben von senhora
als Antwort auf mart1 vom 18.09.2010, 02:26:13
Henry Oster arbeitet an der New York University School of Medicine.
Kürzlich hat sein Forscherteam Ergebnisse von Genanalysen veröffentlicht, die darauf hindeuten, dass jüdische Menschen relativ eng miteinander verwandt sind.

Auch aus dieser Veröffentlichung hat S. vermutlich geschöpft, wie der Wissenschaftler meint “bemerkenswert einfältig“.
In einem Artikel in der Süddeutschen, äußert er sich.
Die Unterschiede in Kultur, Anpassung und Erfolg von Gruppen in der Gesellschaft den Genen zuzuschreiben, ist bemerkenswert einfältig und übersieht die unzähligen anderen Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen und den Möglichkeiten, miteinander zu interagieren. […]

Es ist Zeit, solche Debatten auf eine vernünftige Grundlage zu stellen. Gleichermaßen wichtig ist es, dass sich die Öffentlichkeit in unseren Ländern über die wissenschaftliche Basis der Populationsgenetik informiert, so dass die alten und anhaltenden Irrtümer verschwinden.
geschrieben von Henry Oster


Senhora




Anzeige