Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Umgang mit "AFD"-Wählern

Innenpolitik Umgang mit "AFD"-Wählern

olga64
olga64
Mitglied

Re: Umgang mit "AFD"-Wählern
geschrieben von olga64
als Antwort auf Edita vom 06.06.2016, 16:28:33
Das ist eine spannende Sichtweise: der politikerfahrene Herr Schulz übt Kritik an seinen Kollegen und dies anscheinend nur, weil er sich ein Beispiel an einem deutschen Seniorenforum nimmt? GEht es noch weiter nach oben, Edita? Oder war dies eine Darstellung Ihres Humors? Dann lache ich natürlich pflichtschuldigst.
Ich denke z.B. gerne an die Attacke des Herrn SChulz vor vielen Jahren auf Berlusconi zurück - damals fiel er mir zum ersten Mal in dieser Riege so richtig auf. Olga
Edita
Edita
Mitglied

Re: Umgang mit "AFD"-Wählern
geschrieben von Edita
als Antwort auf olga64 vom 06.06.2016, 16:34:08

Ich denke z.B. gerne an die Attacke des Herrn SChulz vor vielen Jahren auf Berlusconi zurück - damals fiel er mir zum ersten Mal in dieser Riege so richtig auf. Olga


Sie denken gerne daran weil Schulz sich erlaubte kritische Fragen zur europäischen Innenpolitik zu stellen und Zweifel an der Integrität des italienischen Trumps zu äußern, der später mal von einem ordentlichen italienischen Gericht zu einer Haftstrafe, bzw. Sozialstunden verurteilt wurde? Hielten Sie das etwa für eine Posse?
Nebenbei - wenn die SPD mehr Schulzens aufzuweisen hätte, müßte sie sich keine Sorgen um ihre Existenz machen!

Edita
olga64
olga64
Mitglied

Re: Umgang mit "AFD"-Wählern
geschrieben von olga64
als Antwort auf Edita vom 06.06.2016, 17:26:59
Bei Herrn SChulz und der abgewirtschafteten Rolle der SPD sehe ich dies umgekehrt: würde er sich wirklich bereiterklären, als Kanzlerkandidat aufzutreten mit der Gewissheit, dass dies sowieso nie was wird, wäre seine internationale, politische Karriere vorbei. Das tut er sich bestimmt nicht an in diese Niederungen des SPD-Kaders abzutauchen.
Das gleiche trifft auf Herrn Scholz zu und einige andere, die sicher geeignet wären. Hängt aber ein Fluch an einer SPD-Kanzlerschaft und es gab ja auch nur wenige aus dieser Partei.
Die Nervosität der SPD ist ja spürbar für jeden: der Wendehals Gabriel ruft nun wieder die "linken Wurzeln" aus. Wird ihm vermutlich genau so wenig nützen, wie die doch gute Arbeit der SPD in der GroKo,die allerdings keiner honoriert. Schon traurig.
Übrigens: bei Herrn Schulz gefällt mir dessen gesamte Vita. Er war ja auch mal nicht so "gut" wie er heute rüberkommt, hat sich dann aber wieder gefangen und wieder neu gestartet. Solche Menschen gefallen mir generell, die sich mit Jammern und Wehklagen nicht zu lange aufhalten oder gar mit Schuldzuschreibungen grundsätzlich an andere. Olga

Anzeige

Edita
Edita
Mitglied

Re: Umgang mit "AFD"-Wählern
geschrieben von Edita
als Antwort auf olga64 vom 06.06.2016, 17:43:57
Bei Herrn SChulz und der abgewirtschafteten Rolle der SPD sehe ich dies umgekehrt: würde er sich wirklich bereiterklären, als Kanzlerkandidat aufzutreten mit der Gewissheit, dass dies sowieso nie was wird, wäre seine internationale, politische Karriere vorbei. Das tut er sich bestimmt nicht an in diese Niederungen des SPD-Kaders abzutauchen.
Olga


Umgekehrt sehen Sie es nicht, sie benutzen nur einen rhetorischen Trick und formulieren umgekehrt!
Ich sprach auch nicht vom Kanzlerkandidaten, sondern davon, daß die SPD dringendst viel mehr von solchen Schulzens brauchen würde, und wie ich feststellen kann, sehen Sie es genau so!
Sie sind auf dem richtigen Weg, machen Sie weiter so!

Edita
ttrula
ttrula
Mitglied

Re: Umgang mit "AFD"-Wählern
geschrieben von ttrula
als Antwort auf olga64 vom 06.06.2016, 15:53:57
xxxx Also lieber machen lassen und Taten und Worte diskutieren. Meine Meinung.


Das verstehe ich nicht ganz: wenn Sie eine Partei ins Auge fassen, der Sie evtl. Ihre wertvolle Stimme zu geben beabsichtigen, wie können Sie deren "Taten" im Vorfeld beurteilen (dies ist ja Ihre Meinung, wie Sie schreiben)?
Worte werden im Wahlkampf gar viele gesprochen, wie wir wissen.
Taten stellen sich ja meist als Momentaufnahme hinterher raus, wenn Ihre wertvolle Stimme längst zu einem wie auch immer gearteten Wahlergebnis führte.

Und Taten Einzelner sind in einer Demokratie sehr unwahrscheinlich; da zählen ja Mehrheiten und es kann gut sein, dass die von Ihnen präferierte Partei, der Sie Ihre wertvolle Stimme gegeben haben, von einer anderen Partei überstimmt werden, die Sie nicht präferiert haben. Bis hier alles klar? Wie sieht also Ihr Entscheidungsmodell aus oder wäre es Ihnen ganz Recht, wenn es anders käme, weil Sie dann wenigstens Gründe für Politiker-Schmähgesänge haben? Olga


Parteien, die auf Wahlzetteln stehen, sind nicht über Nacht aus dem Nichts dorthin gelangt.
Da lässt sich - Interesse vorausgesetzt - im Vorfeld einiges verfolgen. Auch Taten.
Die Bewertung darf dann in einer Demokratie bisher noch jeder für sich alleine vornehmen und Entscheidungsmodelle müssen auch niemand anderem zur Einsicht gegeben werden.
Es würde mich wundern, wenn ich die einzige Wählerin wäre, die sich zu einer Entscheidung durchringen muss, welche Partei ihrer Sicht nach das kleinste Übel bei einer Wahl darstellt.
Andere wählen aus Tradition lebenslang den gleichen Haufen. Demokratie halt!

Gerade zur Zeit kann man sehr gut beobachten, dass die einen Parteien mit großer Sorge verfolgen, dass die anderen Parteien möglichweise Stimmen bekommen. Möglicherweise sogar ein paar mehr Stimmen, als die einen Parteien gerne sähen. Herr Gabriel möchte seine Partei jetzt mehr nach links rücken, Herr Seehofer seine mehr nach rechts, die klobige Mitte scheint an Attraktion zu verlieren. So gesehen kann man zur Zeit mehr bewegen, wenn man ein bisschen unkalkulierbar wählt, oder doch zumindest nicht so Killerargumenten der Wahltaktik aufsitzt, dass Stimmen für kleine Parteien verlorene Stimmen sind.
Jeder darf allerdings zur Zeit noch in einer Demokratie aufsitzen wem oder was er möchte; auch Killerargumenten. Die Folgen werden dieser Tage oft sehr beklagt.
Vielleicht ändern wir unser Demokratieverständnis? Dann könnten wir auch mal darüber nachdenken, ob jede Stimme wertvoll sind.

"Taten stellen sich ja meist als Momentaufnahme hinterher raus" sagst du. Was meinst du mit "meist"? Wenn du den Merkelschen Satz mit dem "wir schaffen das" anschaust, dann war das eine Momentaufnahme mit großer Nachwirkung. Was also bitte möchtest du mit dieser pauschalierenden Erkenntnis genau sagen?
Worte, die etwas bewegen, ordne ich als Taten ein.
Ich bin nicht sicher, ob du mir noch folgen kannst.

Jeder singt halt woanders seine Schmähgesänge Olga. Viel Spaß weiterhin!
olga64
olga64
Mitglied

Re: Umgang mit "AFD"-Wählern
geschrieben von olga64
als Antwort auf ttrula vom 06.06.2016, 19:01:11
Schade, dass Sie einen eigentlich vernünftigen Beitrag über Ihre persönliche Meinung am Schluss wieder verunstalten, in dem Sie Albernheiten von sich geben. Aber anders können Sie wohl nicht - wenn Sie Ihrem Ruf einer HaterIn gerecht wollen werden.

Mit "Taten" meine ich zum Beispiel, dass eine Partei auch in oder an der Regierung beteiligt sein muss, um zu zeigen, dass sie ausser Worten auch Taten folgen lassen kann, immer vorausgesetzt, sie sammelt dafür Mehrheiten ein.
Ein gutes Beispiel sind die Grünen, die sich nach Jahrzehnten praktisch auf dem Sprung befinden, in die nächste Koalition mit der CDU/CSU einzulaufen.
Gar kein Beispiel bietet die Linke, die ausser in einigen Bundesländern nie in Berlin an der Regierung beteiligt war. Aber verbal sind sie die alles Besserwissenden und -könnenden - Beweise gibt es nicht dafür und wird es vermutlich auch nie geben.
Bei der AfD wird man dies in einigen Jahren sehen, sofern sie dann noch existent ist. Derzeit hat sie kleinere Rollen in Länderparlamenten - aber die Musik wird in Berlin gemacht. Und ob und wie sie sich dort darstellt und welche Taten folgen, erkennt man sicher erst nach einigen Jahren Regierungsbeteiligung. Olga

Anzeige

ttrula
ttrula
Mitglied

Re: Umgang mit "AFD"-Wählern
geschrieben von ttrula
als Antwort auf olga64 vom 07.06.2016, 17:23:07
Schade, dass Sie einen eigentlich vernünftigen Beitrag über Ihre persönliche Meinung am Schluss wieder verunstalten, in dem Sie Albernheiten von sich geben. Aber anders können Sie wohl nicht - wenn Sie Ihrem Ruf einer HaterIn gerecht wollen werden.

Mit "Taten" meine ich zum Beispiel, dass eine Partei auch in oder an der Regierung beteiligt sein muss, um zu zeigen, dass sie ausser Worten auch Taten folgen lassen kann, immer vorausgesetzt, sie sammelt dafür Mehrheiten ein.
Ein gutes Beispiel sind die Grünen, die sich nach Jahrzehnten praktisch auf dem Sprung befinden, in die nächste Koalition mit der CDU/CSU einzulaufen.
Gar kein Beispiel bietet die Linke, die ausser in einigen Bundesländern nie in Berlin an der Regierung beteiligt war. Aber verbal sind sie die alles Besserwissenden und -könnenden - Beweise gibt es nicht dafür und wird es vermutlich auch nie geben.
Bei der AfD wird man dies in einigen Jahren sehen, sofern sie dann noch existent ist. Derzeit hat sie kleinere Rollen in Länderparlamenten - aber die Musik wird in Berlin gemacht. Und ob und wie sie sich dort darstellt und welche Taten folgen, erkennt man sicher erst nach einigen Jahren Regierungsbeteiligung. Olga

Ich teile deine Meinung nicht.
Damit riskiere ich gerne, dass du mich als Haterin bezeichnest.
Ob und welchem Ruf ich gerecht werden will, kannst du nicht beurteilen.
Nach meiner Einschätzung kannst du überhaupt weniger beurteilen als du vorgibst.
Insgesamt bietest du hier eine mich belustigende Umsetzung der rot geschriebenen Beschwörungsformeln eines Verhaltenskodex in Diskussionen.
Da du ein langjähriges Mitglied des ST bist und das deine häufig gewählte Form der Ansprache ist, kann ich davon ausgehen, dass ich diesen gewünschten Kodex falsch auslege und du hier als Stimmungskanone toleriert bist.
Ich habe den Eindruck, du brauchst das Forum ganz dringend und werte es deshalb als soziale Tat des Webmasters.
Namaste!
olga64
olga64
Mitglied

Re: Umgang mit "AFD"-Wählern
geschrieben von olga64
als Antwort auf ttrula vom 07.06.2016, 17:56:53
Toll, wie viel wertvolles, persönliches Gedankengut Sie doch zu diesem Thema beigetragen haben. Aber sicher fühlen Sie sich jetzt besser nach Ihrer Entsorgungsaktion des persönlichen Mülls. Dann ist ja wieder Platz für viel Neues - frau darf gespannt sein. Olga
pschroed
pschroed
Mitglied

Re: Umgang mit "AFD"-Wählern
geschrieben von pschroed
Die Nazi Partei AFD und ihr Blick auf die Homosexuelle und wieder die typische AFD Wähler geplagte Verwirr-Strategie, das haben wir nicht gemeint, so habe ich das nicht gesagt. Wahrscheinlich war der AFD Clown sich nicht bewußt daß seine Bemerkung dokumentiert würde.

Phil.

ZITAT FOKUS

Im Landtag von Sachsen-Anhalt sitzen nun auch Abgeordnete der AfD – und müssen sich an die parlamentarischen Abläufe gewöhnen. Hier wird alles dokumentiert: Auch ein Zwischenruf eines AfD-Abgeordneten, wonach Homosexuelle ins Gefängnis gehören. Nun will die Partei das Protokoll ändern lassen.
Nach dem umstrittenen Zwischenruf des AfD-Abgeordneten Andreas Gehlmann zur Homosexualität will die Partei das Protokoll der betreffenden Landtagssitzung korrigieren lassen.
Dies sei bereits am Montag bei der Landtagsverwaltung beantragt worden, sagte AfD-Fraktionschef André Poggenburg der „Mitteldeutschen Zeitung“. Laut Protokoll hatte die Linken-Abgeordnete Henriette Quade gesagt, dass in Maghreb-Staaten Menschen Gefängnis drohe, wenn sie Homosexualität offen auslebten. Dann habe Gehlmann laut gerufen: (Zitat) „Das sollten wir in Deutschland auch machen.“
Die Bemerkung in der vergangenen Woche hatte bundesweit Empörung ausgelöst. Die rechtspopulistische AfD hat danach den Vorwurf zurückgewiesen, Gehlmann habe Gefängnisstrafen für Homosexuelle gefordert.
Elmos
Elmos
Mitglied

Re: Umgang mit "AFD"-Wählern
geschrieben von Elmos
als Antwort auf pschroed vom 10.06.2016, 08:12:45
Guten Morgen,

das ist witzig. Und wenn das Protokoll dann geändert ist, dann kann man über Journalisten lästern, die behaupten dass so etwas gesagt worden sei. Denn das wäre es ja niemals (siehe Protokoll).



Liebe Grüße
Andrea

Anzeige