Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Verändert die AfD Deutschlands Politik?

Innenpolitik Verändert die AfD Deutschlands Politik?

dutchweepee
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Re: Verändert die AfD Deutschlands Politik?
geschrieben von dutchweepee
Bei so viel dumpfer Dummheit wird mir Himmelangst:

olga64
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Re: Verändert die AfD Deutschlands Politik?
geschrieben von olga64
als Antwort auf dutchweepee vom 09.07.2015, 14:56:54
Vor kurzem wurde ein Typ festgenommen, der einen Anschlag auf das Kanzleramt verüben wollte, über den Zaun kletterte und dort einen Molotow-Cocktail warf. Er hinterliess Flugblätter seiner Gruppierung "deutscher Widerstand" und wollte dann mit dem FAhrrad flüchten, wurde aber - oh Wunder- schnell geschnappt. Ein weiteres Ziel sollte anscheinden der Sitz des Bundespräsidenten sind.
Hoffentlich hat die AfD jetzt nicht das Pech, dass sich auch diese rechtslastige Gruppierung als zugehörig zur AfD fühlt und bekennt.
In Bayern gibt es Massenaustritte aus der AfD. Im Münchner Rathaus kann diese Partei ihre Geschäfte nicht mehr wahrnehmen mangels Personen. Auch so kann es gelingen, eine seltsame Partei zu eliminieren, bzw. macht diese das selbst. Olga
dutchweepee
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Re: Verändert die AfD Deutschlands Politik?
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf olga64 vom 09.07.2015, 15:38:19
An diesem Pöbel verstört mich am meisten, dass Freital mal eine Industriestadt mit stolzen Stahlarbeitern war, die von Solidarität und Tradition geprägt waren. Dieser Mob entsteht wenn man den Menschen Hoffnung auf Arbeit und Zukunft nimmt.

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olga64
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Re: Verändert die AfD Deutschlands Politik?
geschrieben von olga64
als Antwort auf dutchweepee vom 09.07.2015, 15:50:05
Sie stellen das mal wieder zu vereinfacht und mit klarer Tendenz zum bösen was weiss ich auch, hin. Freital liegt m.W. in Sachsen - dort beträgt die 'Arbeitslosigkeit ca 7.5%. Wenn Ihre Theorie stimmen sollte, müsste die gesamte Stadt Bremen ein Nazi-Hort sein.
Es sind die üblichen Fremdenhasser und Sympathisanten zu Nazis, allerdings verbunden mit einem - wie ich finde - recht schwachen Ministerpräsidenten. Fast lächerlich erscheint mir, dass es in Sachsen eine "Gruppierung" gibt ,die sich besoffene Sachsen nennt und so richtig aufdreht, wenn Lutz Bachmann mit seinen Pegida-Resten dort aufläuft.
Übrigens war dieser BAchmann auch als Redner in Bayern angekündigt - da dort die Pegida jedoch nur noch aus einem kleinen Häufchen von Leuten besteht, kam er erst gar nicht - wer hätte ihm schon zugehört? Olga
justus39 †
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Re: Verändert die AfD Deutschlands Politik?
geschrieben von justus39 †
als Antwort auf dutchweepee vom 09.07.2015, 15:50:05
An diesem Pöbel verstört mich am meisten, dass Freital mal eine Industriestadt mit stolzen Stahlarbeitern war, die von Solidarität und Tradition geprägt waren. Dieser Mob entsteht wenn man den Menschen Hoffnung auf Arbeit und Zukunft nimmt.

...und auch das Kulturhaus Freital habe ich in sehr angenehmer Erinnerung.
Was ist bloß nach der Wiedervereinigung aus meinem Sachsen geworden?

Von den. im Video, spontan geschrienen Äußerungen habe ich genauso wenig verstanden wie von den einstudierten Sprechchören.
Auch die geistlose Transparentaufschrift „KEIN ORT ZUM FLÜCHTEN“ würde doch eigentlich bedeuten, dass Freital kein Ort ist, aus dem man flüchten muss.

Dann verstehe ich die Aufregung nicht.
Ein Grund zum Fremdschämen.
justus
dutchweepee
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Re: Verändert die AfD Deutschlands Politik?
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf olga64 vom 09.07.2015, 15:55:54
Arbeitslose FREITAL:

Verteilung der Arbeitslosen nach Gruppen

Anteil an Arbeitslosen ausländischer Herkunft 3,68 %+
Anteil an schwerbehinderten Arbeitslosen 1,57 %+
Anteil an Langezeitarbeitslosen 16,88 %+

Anzahl an jungen Arbeitslosen zwischen 15 und 20 Jahren: 63*
Anzahl an jungen Arbeitslosen zwischen 20 und 25 Jahren: 315+
Anzahl an jungen Arbeitslosen zwischen 15 und 25 Jahren: 378*
Anzahl an Arbeitslosen zwischen 25 und 50 Jahren: 2.138+
Anzahl an älteren Arbeitslosen zwischen 55 und 65 Jahren: 416*

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olga64
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Re: Verändert die AfD Deutschlands Politik?
geschrieben von olga64
als Antwort auf dutchweepee vom 09.07.2015, 16:06:53
Habe ich diese seltsame Statistik, in welcher anscheinend munter zwischen Prozent und Stückzahlen hantiert wird, so zu verstehen, dass diese Zahlen jederzeit ein so mieses Verhalten gegenüber Schutzsuchenden und traumatisierten Flüchtlingen entschuldigt? Warum verlassen die Leute nicht dieses Bundesland und versuchen anderswo Jobs zu finden? Wird natürlich bei Bewerbungen nicht dadurch besser, wenn vorher ein Aspirant in TV-Aufnahmen oder im Internet durch solche Demos aufgefallen ist. Wer würde den schon einstellen wollen? Heutige Personalchefs checken solche Dinge ja schon im Vorfeld ab - würde ich genau so machen. Olga
dutchweepee
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Re: Verändert die AfD Deutschlands Politik?
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf olga64 vom 09.07.2015, 16:20:39
Nein Olga - ich möchte keinesfalls das hasserfüllte Verhalten dieses Mobs entschuldigen. Im Gegenteil, das ist dermaßen schändlich, dass es mich wütend macht.

Es gibt jedoch Regionen in Deutschland, die trotz langer industrieller Tradition, zu einem verfallenden Detroit ohne Hoffnung für die Menschen verkommen.

Nicht jeder ist so clever und weltgewandt wie Du und hat die finanziellen Voraussetzungen, um von Freital nach Rio zu wechseln für einen tollen Job - schon gar nicht ein 50jähriger ehemaliger Stahlarbeiter.
Tina1
Tina1
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Re: OT
geschrieben von Tina1
als Antwort auf dutchweepee vom 09.07.2015, 16:26:45
Nein Olga -
Es gibt jedoch Regionen in Deutschland, die trotz langer industrieller Tradition, zu einem verfallenden Detroit ohne Hoffnung für die Menschen verkommen.
Nicht jeder ist so clever und weltgewandt wie Du und hat die finanziellen Voraussetzungen, um von Freital nach Rio zu wechseln für einen tollen Job - schon gar nicht ein 50jähriger ehemaliger Stahlarbeiter.

......und auch nicht der, der Familie hat, der Verpflichtungen hat! Es kann auch nicht die Lösung sein, dass Menschen in Deutschland ihr Land verlassen "müssen" wegen einem ganz "normalen" Arbeitsplatz. Die Wirtschaft brummt angeblich, die Konzerne machen Gewinne ohne Ende und trotzdem stellen sie keinen Arbeitnehmer zusätzlich ein und wenn dann so, dass der Boss ihn nach Bedarf wieder entfernen kann. Sie bedienen sich am "Niedriglohnsektor. Die Politik schaut zu!

Die Zukunft in Bezug "Arbeitsplatz" sieht düster aus, weil diese Situation nicht besser wird, im Gegenteil. Allein durch die neuen Technologien, die neuen Computerprogramme, die denn hauptsächlichen Zweck haben Arbeitskräfte einzusparen u. nicht dass die Arbeit leichter wird (was sie schon längst ist), werden in Zukunft noch tausende Arbeitsplätze in allen Richtungen vernichtet werden. So einen Prozess erlebe ich gerade in meiner Firma. Diese Generationen sollen aber bis 67 Jahre schaffen, man fragt sich, wie, wenn die Arbeit fehlt? Die Konzerne werden durch diese Umstrukturierungen noch reicher werden, denn die Arbeitnehmer der Konzerne werden bis zum Exzess schrumpfen.

Die Zukunft der Menschen ab 30 und alle die danach kommen, also heute Kinder oder Jugendliche sind, sieht schwarz aus. Laut Erklärung der Menschenrechte gibt es ein "Recht auf Arbeit", denn ohne Arbeit geht es einfach nicht. Jeder Mensch brauch einen Lohn der ausreicht, um ein menschenwürdiges Leben führen zu können(kein Harz4). Es ist eine Schande wo die Entwicklung hingeht.
Tina

Wikipedia

"Das Recht auf Arbeit ist das Recht, bei freier Berufswahl und Sicherung der menschlichen Würde arbeiten zu können."

Es geht zurück auf Charles Fourier, der es, in der Kritik der abstrakten Rechte der französischen Revolution, als erster artikuliert hatte:

„Wie groß ist doch das Unvermögen unserer Gesellschaft dem Armen einen geziemenden, seiner Erziehung angemessenen Unterhalt zu gewähren, ihm das erste der natürlichen Rechte zu verbürgen, das Recht auf Arbeit!"

Thema "Niedriglohn"

"Angemessen und befriedigend ist eine Entlohnung dann, wenn sie für eine menschenwürdige Existenz der Person und die ihrer Familie ausreichend ist."
olga64
olga64
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Re: Verändert die AfD Deutschlands Politik?
geschrieben von olga64
als Antwort auf dutchweepee vom 09.07.2015, 16:26:45
Nicht jeder ist so clever und weltgewandt wie Du und hat die finanziellen Voraussetzungen, um von Freital nach Rio zu wechseln für einen tollen Job - schon gar nicht ein 50jähriger ehemaliger Stahlarbeiter.[
/quote]

Ob es jemand schafft, stellt sich immer erst heraus, wenn er oder sie es getan haben. Ich wechselte nie nach Rio (ich hätte ja die portugiesische Sprache auch nicht beherrscht) - es gibt ja viele Möglichkeiten, innerhalb Deutschlands zu wechseln. Die Firmen suchen ja z.B. in Bayern und Baden Württemberg gute FAchkräfte - sie bieten einiges, allerdings müssen auch die ARbeitnehmer etwas bieten und bereit sein, lebenslang zu lernen.
Sprachliche Probleme dürften innerhalb Deutschlands auch für Sachsen nicht bestehen - wir haben ja als Lingua Franca die hochdeutsche Sprache.
Übrigens - ich bin mit 53 Jahren nochmals im Rahmen eines Stellenwechsels innerhalb von Deutschland umgezogen und habe es nie bereut. Meine Grundeinstellung war aber immer, dass Heimat dort ist, wo der Ofen brennt. Es hätte mir nie etwas genützt, z.B. in meinem schönen Bayern als Arbeitslose leben zu müssen. Olga

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