Innenpolitik welcome to hell

sittingbull
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welcome to hell
geschrieben von sittingbull
ich werde mich jetzt mal auf die Socken machen , um als Sanitäter
die Demonstranten gegen die zu erwartende Gewalt des staatlichen Mops
zu beschützen und im Zweifel Erste Hilfe für Verletzungen durch Polizeiwillkür zu leisten .

ich bin klar gegen Gewalt .

aber hier wird den Gewalttätern und Kriegstreibern ein roter Teppich ausgerollt , während die Gegner dieser Impertinenz kriminalisiert werden .

wir werden sehen .

sitting bull
olga64
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Re: welcome to hell
geschrieben von olga64 als Antwort auf sittingbull vom 06.07.2017 14:28:14
xxxx gegen die zu erwartende Gewalt des staatlichen Mops
zu beschützen

sitting bull


Oh, das ist interessant. Im wilden, aber friedlichen Süden hörte man noch gar nichts davon ,dass der gewalttätige Staat nun in Gestalt eines Hundes auftritt. Ist dieser Mops also ein Monsterhund und wären dann Tierärzte nicht auch erforderlich? Olga
Drachenmutter
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Re: welcome to hell
geschrieben von Drachenmutter als Antwort auf olga64 vom 06.07.2017 14:48:25
Olga, kennen Sie denn die großen Kampfmöpse noch nicht, die bei solchen Gelegenheiten aus dem Zwinger geholt werden?

Danke für diesen Lacher.

LG,
Drachenmutter
olga64
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Re: welcome to hell
geschrieben von olga64 als Antwort auf Drachenmutter vom 06.07.2017 15:36:17
GErne DRachenmutter - es bot sich einfach an, sich hier diese (Pardon an alle TierfreundeInnen) hässlichen Hundchen vorzustellen, die dort aufmarschieren. Olga
sittingbull
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Re: welcome to hell
geschrieben von sittingbull
nachdem sich der Demonstrationszug in Bewegung gesetzt hatte , wurde er nach wenigen Metern von der Polizei gestoppt ... angeblich galt es , dass Vermummungsverbot durchzusetzen und die "1000 Vermummten" von den anderen Demonstranten zu "separieren" ... von allen Seiten fuhren Wasserwerfer auf
und die Polizei setzte massiv Pfefferspray gegen die Teilnehmer ein .

der NDR-Reporter vor Ort konnte das nicht bestätigen und zählte weit weniger Vermummte , von denen zu diesem Zeitpunkt auch keinerlei Gewalt ausging .

auch der Landeskorrespondent vom Deutschlandfunk Axel Schröder schildert das Geschehen auf der Kundgebung ganz anders :

"die Beamten seien – so Schröder – dann mit Pfefferspray in die Menge hineingegangen, ohne dass von Seiten der Demonstranten vorher irgendwas passiert sei."

Schröder fasst zusammen : "Nach den Schilderungen, die ich habe, ging die Gewalt von der Polizei aus. Und der Einsatz war unverhältnismäßig."

Schröder berichtet weiter , er habe am eigenen Leibe erfahren, wie die Polizei mit einem „irren Tempo“ auch Unbeteiligte zur Seite geschoben habe.

Axel Schröder betonte, man möge den Linken unterstellen, dass sie immer nach einem Anlass suchten, um sich mit der Polizei anzulegen. Diesen Anlass hätten sie heute aber „nicht wirklich“ geliefert.

die taz schreibt dazu :

"Man muss sich das mal vorstellen: Würde ein G20-Gipfel in, sagen wir, Sankt Petersburg stattfinden, und würden noch vor Beginn des Gipfels Menschen, die beim abendlichen Bier zusammen stehen, mit Wasserwerfern auseinandergetrieben – hierzulande wäre die Hölle los.
Polizeistaat!, würde es heißen, Verletzung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit!"

"die Polizei probt in Hamburg in bester Manier der Selbstermächtigung den Ausnahmezustand. Sogar sie selbst räumt auf Nachfrage ein, dass Straftaten vor dem Einsatz nicht vorgelegen hätten – nur Personen hätten sich auf der Fahrbahn befunden, die nach Aufforderung nicht zur Seite gegangen wären."
(ebenda)

während ich hier schreibe , dröhnen die Polizeihubschrauber über meinem Haus und der liebliche Klang der Martinshörner erfüllt die Stadt .

so "schön" hatte ich mir den Polizeistaat gar nicht vorgestellt .

sitting bull
Lissy52
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Re: welcome to hell
geschrieben von Lissy52 als Antwort auf sittingbull vom 07.07.2017 11:18:26
Ich kann das nur bestätigen. ich habe noch nie eine so aggressive, provozierende Polizei erlebt.
Ich hatte gestern in Altona zu tun und konnte erleben , wie unglaublich sich die Polizisten einigen jungen Leuten gegenüber verhalten haben, die in keiner
Weise sich daneben benommen hatten. Als ich die Beamten fragte, warum sie sich so verhalten, wurde ich angeschnauzt und angerempelt.
Und da war noch gar keine Demo in Gange.
Ich bin sehr entsetzt.
hinterwaeldler
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Re: welcome to hell
geschrieben von hinterwaeldler als Antwort auf sittingbull vom 06.07.2017 14:28:14
Vom Bundesinnenministerium wurde bei der Einsatzplanung etwas völlig übersehen: tagesspiegel.de - Illegale Aktion von Rechtsextremen in Brandenburg - Vermummte Nazis marschieren unbehelligt durch Cottbus
olga64
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Re: welcome to hell
geschrieben von olga64 als Antwort auf Lissy52 vom 07.07.2017 12:24:28
Ist jetzt die Polizei daran schuld, wenn eine wildgewordene, vermummte Menge u.a. Fenster beim Konsulat der Mongolei einwirft (was haben die Demonstranten für Forderungen an die Mongolei?), wenn Ladenbesitzer sich verrammeln müssen und Autos unbeteiligter Menschen wieder mal in Flammen aufgehen?
Ist die Polizei wirklich so brutal, wenn sie vorher mit Pyrotechnik, Latten und Flaschen beworfen wird? Mindestens 100 Polizisten mussten ins Krankenhaus. Dabei wollten die Demonstranten doch alle verschonen, die der werktätigen BEvölkerung angehören - dazu zählen aber Polizisten anscheinend nicht?
Wenn die Polizei ferner befürchten muss, dass sich innerhalb der vermummten Typen auch solche befinden, die dies zum Anlass nehmen könnten, ihren Sprengstoffgürtel zu zünden, um ein weiteres Blutbad anzurichten?

Der Zug dieser "Welcome to Hell" (was für ein schöner, friedlicher Name!) wurde ja m.E. auch vorzeitig für beendet erklärt. Ich kann mir schon vorstellen, dass dies auch ein Erfolg der Polizei ist und es auch in Hamburg Menschen geben soll, die keine Lust auf diesen Aufmarsch der bundesweiten, gewaltbereiten Demonstranten-Szene hat.
Würden Sie, Lissy, wirklich auch so urteilen, wenn Ihre eigenen Fensterscheiben, ihr eigenes Auto davon betroffen wären? Olga
dutchweepee
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Re: welcome to hell
geschrieben von dutchweepee als Antwort auf olga64 vom 07.07.2017 16:08:30
...und so trifft gewalttätiges Pack auf eine verschwenderische Elite. Man braucht nicht viel Hirn, um sich vorher auszumalen, welche Folgen diese Begegnung haben wird. Auf einen Nenner gebracht: Politische Dummheit und sinnlose Gewalt hat dieser Tage eine Menge Zuschauer.

Das Ergebnis dieses Gipfels? Im Abschluss-Kommuniqué des Zusammentreffens jener weltweit größten Umweltverschmutzer dieser Erde, den grausamsten Meschenrechtsverletzern und schlimmsten Ausbeutern werden „Erfolge“ beschrieben, die in ihrer „Bescheidenheit“ jedem Bürger die Tränen in die Augen treiben werden.

Und so gesehen sind die politischen Beteiligten ethisch und moralisch nicht sehr weit entfernt von den Chaoten, die sie selbst auf den Plan gerufen haben.
Lisa42
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Re: welcome to hell
geschrieben von Lisa42 als Antwort auf olga64 vom 07.07.2017 16:08:30
Danke Frau Olga für diesen Beitrag.