Innenpolitik welcome to hell

dutchweepee
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Re: welcome to hell
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf Lisa42 vom 08.07.2017, 08:30:40
Warum wird dieser Despoten-Gipfel nicht einfach auf einer abgelegenen Militärbasis (INSEL) oder einem Flugzeugträger abgehalten? Für deren Unterhalt und Bewachung geben die Machthaber doch sowieso schon Milliarden aus!

Die Träger der US-amerikanischen Nimitz-Klasse, die von zwei Atomreaktoren und vier Dampfturbinen angetrieben werden, haben bis zu 6.300 Mann Besatzung und das letzte Schiff dieser Klasse kostete 6,3 Mrd. US-Dollar.

Da bekommt man lässig die G20-Politiker samt Ehepartner, Gefolge und Security an Bord und im Munitions-Depot spielen dann die versammelten Philharmoniker Beethoven: 'Alle Menschen werden Brüder.'

Das wird günstiger als der Wiederaufbau Hamburgs nach dem Bürgerkrieg.

Danke für Nichts Merkel!
Re: welcome to hell
geschrieben von mausschubser
Heute ist der Tag, an dem ich nur mit Scham bestätige, ein überzeugter Linker zu sein.

Die Ereignisse waren quasi vorherbestimmt. Der Einsatzleiter der Polizei ist nicht unumstritten und als "harter Hund" bekannt. Wegen seiner Anordnungen hat vor längerer Zeit ein Leiter der Bereitschaftspolizei den Dienst quittiert. Mindestens dreimal wurden schon die von ihm angeordneten Maßnahmen nachträglich von Gerichten für unrechtmäßig erklärt. Die Wahl des Einsatzleiters für Hamburg war auch ein Zeichen, wie sich die Dinge entwickeln würden.

Und trotzdem: selbst wenn die Polizei mit der Gewalt begonnen hat. Selbst wenn die Polizei mit unverhältnismäßiger Härte vorgegangen ist. Selbst wenn das zutrifft ist es immer noch eine Aktion gewalttätiger Idioten, die Autos unbeteiligter Bürger abzufackeln, Scheiben einzuwerfen und Läden zu plündern. Ich habe es selbst erlebt wie es sich anfühlt, mitten in einer Menge zu stehen, die ohne ersichtlichen Grund mit Wasserwerfern und Tränengas angegriffen wird. Trotzdem haben wir uns nicht am Eigentum Unbeteiligter vergriffen, wir haben nicht die "kleinen Leute" verängstigt und geschädigt, deren Interessen wir zu vertreten glaubten.

Brennende Autos und eingeworfene Scheiben sind keine politische Aktion, sondern sinnlose Gewalt, die der Sache schadet.
Lissy52
Lissy52
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Re: welcome to hell
geschrieben von Lissy52
als Antwort auf olga64 vom 07.07.2017, 16:08:30
Ist jetzt die Polizei daran schuld, wenn eine wildgewordene, vermummte Menge u.a. Fenster beim Konsulat der Mongolei einwirft (was haben die Demonstranten für Forderungen an die Mongolei?), wenn Ladenbesitzer sich verrammeln müssen und Autos unbeteiligter Menschen wieder mal in Flammen aufgehen?
Ist die Polizei wirklich so brutal, wenn sie vorher mit Pyrotechnik, Latten und Flaschen beworfen wird? Mindestens 100 Polizisten mussten ins Krankenhaus. gewaltbereiten Demonstranten-Szene hat.
Würden Sie, Lissy, wirklich auch so urteilen, wenn Ihre eigenen Fensterscheiben, ihr eigenes Auto davon betroffen wären? Olga


Sie haben meinen Beitrag scheinbar nicht richtig verstanden. Diese Polizeiaktion war BEVOR es zu Demonstrationen gekommen war. Und gegen FRIEDLICHE junge Leute, die nur einfach auf der Straße standen und sich unterhielten.

Selbstverständlich bin ich gegen jede Art von Gewalt
( auch wenn es nicht mein Auto betrifft )

Trotzdem gebe ich der Politik ein gerüttelt Maß an Mitschuld an den Ereignissen in Hamburg.
Wahrscheinlich wissen Sie in Bayern nicht, was hier in Hamburg so läuft.

Davon abgesehen, dass so ein Gipfel reine Geldverschwendung ist, weil noch nie wirklich etwas dabei raus gekommen ist, dass der Rede wert wäre.
Man hätte auch bei der UNO oder irgendwo abgeschieden auf einem gut zu schützenden Gelände reden können, statt das Geld der Steuerzahler für die Belustigung der Staatschefs ( Konzert, Essen, Hafenrundfahrt usw. und den immensen Polizeieinsatz ) aus zu geben.

Abgesehen davon, dass seit Wochen Hamburg einer Festung gleicht, mit Verkehrschaos, Gittern auf den Wegen, ständiger Belästigung durch Kontrollen und Sperrungen, hätte man diesen Gipfel nicht in einer Großstadt machen müssen.

Aber was ich wirklich Übel nehme ist, dass JEDER Politiker in Hamburg ganz genau wusste, wie das ablaufen würde, denn jeder Hamburger weiß, dass hier eine gut organisierte , antifaschistische Linke Szene eine solche Provokation nicht ohne Widerstand hinnehmen würde.

DAS hätten Senat und Bürgerschaft den Hamburgern niemals zumuten dürfen.
Wenn die hamburger Politiker sich jetzt rausreden wollen, von wegen, sie hätten mit einer solchen Eskalation nicht gerechnet, sind sie auf jeden Fall zu dumm um hier zu regieren.

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dutchweepee
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[off topic]
geschrieben von dutchweepee
Nur eine Frage - kein Vorwurf: Lest Ihr überhaupt die Beiträge auf den Seiten zuvor oder schreibt Ihr nur drauf los?
karl
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Administrator

Re: welcome to hell
geschrieben von karl
als Antwort auf Lissy52 vom 08.07.2017, 10:07:07
Liebe Lissy,

man kann über die Sinnhaftigkeit des G20-Gipfels streiten, auch über die Klugheit der Polizeistrategie, aber nicht über die sinnlose Gewalt der Chaoten. Wenn Testosteron-gesteuerte junge Männer marodierend durch die Straßen ziehen, haben sie jegliche politische Motivation vergessen und gehorchen nur noch den archaischen Kampfinstinkten. Dass spätpubertierende Senioren, wozu ich Dich sicher nicht zähle, dies noch entschuldigen, kann ich nicht verstehen.

Begegnung mit dem schwarzen Block (Video)

Diese Gewalt konterkariert jegliches sinnhafte Anliegen friedlicher Demonstranten. Ich würde hier auch Nulltoleranz und ein hartes Durchgreifen der Polizei fordern.

Karl
dutchweepee
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Mitglied

Re: welcome to hell
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf karl vom 08.07.2017, 10:24:47
*interessiert guck* ...und wen zählst Du dazu, karl?

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werderanerin
werderanerin
Mitglied

Re: welcome to hell
geschrieben von werderanerin
als Antwort auf Lissy52 vom 07.07.2017, 12:24:28
Auch Polizisten sind "nur" Menschen und bevor man auf die Jungs eindrischt, mal überlegen, warum es überhaupt soweit kommen konnte...sie tun ihren Dienst und halten ihren Kopf hin...hier ist wohl so ziemlich alles schief gelaufen aber das war doch klar, das alles eskaliert...

Wenn eine Hamburger Polizeiführungsspitze die Situationen fatal falsch einschätzt..., muss das dann der "kleine Polizist" ausbaden...das Ergebnis sehen wir !

Der eigentliche Gipfel ist doch längst schon seit gestern in den Hintergrund geraten...bleiben werden qualmende Autos, Rauchsäulen am Horizont wie in Kriegsgebieten...dabei wollte sich Hamburg so liberal zeigen...

Kristine
justus39 †
justus39 †
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Re: welcome to hell
geschrieben von justus39 †
als Antwort auf dutchweepee vom 08.07.2017, 10:28:46
*interessiert guck* ...und wen zählst Du dazu, karl?

Mir muss da auch etwas entgangen sein.
Trotz intensiven Suchens konnte keinen Beitrag finden in welchem Verständnis für die randalierenden Rowdys gezeigt wurde.
Aber es war zu erwarten, dass sich auch hier gewaltbereite Vandalen einmischen und diese friedliche Aktion in Verruf bringen werden.

justus
Lissy52
Lissy52
Mitglied

Re: welcome to hell
geschrieben von Lissy52
als Antwort auf karl vom 08.07.2017, 10:24:47
@ karl
Wie ich schon schrieb, bin ich gegen jegliche Form von Gewalt. Und natürlich bin ich entsetzt über die Zerstörungswut.
Aber jeder, wirklich jeder in Hamburg wusste , dass es so kommen würde. Meine Freundin, die auf der Schanze wohnt hat sich schon vor Tagen bei mir einquartiert.

Mir tun alle leid, die darunter leiden mussten, aber mich ärgert, dass Senat und Bürgerschaft diesen Gipfel, wider besseres Wissen nach Hamburg geholt haben.
Sie wussten was kommt. Sie wussten, dass sie das Chaos und die Gewalt provozierten und nicht in den Griff bekommen können. Seit Jahren ist das so,jedes Jahr wieder.
Wie kann man dann trotzdem so dumm sein und den Gipfel nach Hamburg holen.
Scheinbar war ihnen das Leben der Polizisten und der Bewohner egal.

Die hamburger Politiker haben das alles in Kauf genommen und jetzt jammern sie herum, welche gigantische Heuchelei.
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: welcome to hell
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf Lissy52 vom 08.07.2017, 10:51:48
Das war nicht dumm - das war schlau - jetzt kann man Alles dicht machen. Die warn´s doch!


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