Innenpolitik Wem gehört die Stadt?

sammy
sammy
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Re: Wem gehört die Stadt?
geschrieben von sammy
als Antwort auf vom 21.08.2014, 13:11:07
das jeder ein rechtlich verbrieftes dach über dem kopf hatte ...
trotz aller schwierigkeiten sich nach dem WK2 gegenüber dem Klassenfeind zu konsolidieren

...er wird wohl nicht anders können...., wie nur in "schwarz und weiss" seine Parolen zum Besten zu geben...
Etwas differenzierten die Probleme anzusprechen, wäre garantiert Erfolg versprechender...!

sammy
Gillian
Gillian
Mitglied

Re: Wem gehört die Stadt?
geschrieben von Gillian
als Antwort auf sammy vom 21.08.2014, 13:28:46
Ich finde, dass sich Sittingbull um 12.55 Uhr mal ausnahmsweise klar und verständlich ausgedrückt hat und möchte ihm ausdrücklich zustimmen.
Gi.
Re: Wem gehört die Stadt?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Gillian vom 21.08.2014, 14:59:13
witzig.

als ich in einem anderen thread, der inzwischen geschlossen wurde,
schrieb, daß wir sozialen wohnungsbau im großen stile gemacht haben,
regte sich gerade SB auf, daß WIR uns wohl damit die taschen
vollgestopft hätten.

jetzt regt er sich auf, daß kein sozialer wohnungsbau mehr stattfindet, bzw. es zu wenige wohnungen gibt.

grund ist:

der soziale wohnungsbau wurde mit den geldern des staates gefördert.
als man annahm, daß genug wohnungen vorhanden waren, wurden die gelder
eingefroren.

jetzt gibt es einen neuen sozialplan, also werden künftig auch
soziale wohnungen gebaut werden.

angebot und nachfrage regelt auch hier den wohnungsbau.

nun können sich die gesellschaften, die sozialen wohnungsbau
künftig machen, lt. SB wieder gesund stoßen.

jaja - man kann sich die sachen immer so schönreden, wie es
gerade mal passt.

aber man muss auch das hintergrundwissen haben!
nicht wahr, SB?

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olga64
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Re: Wem gehört die Stadt?
geschrieben von olga64
als Antwort auf sammy vom 21.08.2014, 13:28:46
Etwas differenzierten die Probleme anzusprechen, wäre garantiert Erfolg versprechender...!

sammy


Ich versuche es mal (werde aber sicher sofort niedergestimmt von denen, denen meine Argumentation mal wieder nicht passen wird, weil sie ihre Uralt-Linken-Parolen nicht berücksichtigt):
In unseren Grossstädten hat sich die Einwohner-Struktur massiv geändert - dort herrscht praktisch eine sehr hohe Single-Kultur vor, die grossenteils auch über genügend Geld verfügen, um sich teure Wohnungen leisten zu können, die dann aber natürlich auch Top ausgestattet sein müssen (kann man ja auch verstehen). Diese Nachfrage steuert das Angebot - die Wohnungen werden saniert. Dafür ist viel Geld nötig, das irgendwann natürlich auch wieder reinkommen muss und zwar über Mieten. Mit den alten Berliner Mieten ist das nicht zu schaffen. Aber gerade in Berlin gibt es in den Trabantenstädten (Marzahn, Hellersdorf, Märkisches Viertel) nach wie vor günstige Wohnungen in den Plattenbauten. Wäre ich in dieser Situation, würde ich aus der Stadt rausziehen und zwar dorthin, wo ich mir ein Wohnung leisten kann. Berlin ist verkehrstechnisch so gut erschlossen, dass dies sicher kein Problem ist.
In München macht man dies ebenso und vermutlich auch in Hamburg. Die Zeiten ändern sich - was vor 40 Jahren als richtig angesehen wurde, muss es heute nicht mehr sein. Dazwischen liegen ja zwei Generationen von Menschen, die anders denken und handeln. Olga
ehemaligesMitglied23
ehemaligesMitglied23
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Re: Wem gehört die Stadt?
geschrieben von ehemaligesMitglied23
als Antwort auf olga64 vom 21.08.2014, 15:36:32

Mieten ist das nicht zu schaffen. Aber gerade in Berlin gibt es in den Trabantenstädten (Marzahn, Hellersdorf, Märkisches Viertel) nach wie vor günstige Wohnungen in den Plattenbauten. Wäre ich in dieser Situation, würde ich aus der Stadt rausziehen und zwar dorthin, wo ich mir ein Wohnung leisten kann. Berlin ist verkehrstechnisch so gut erschlossen, dass dies sicher kein Problem ist.
In München macht man dies ebenso und vermutlich auch in Hamburg. Olga


Genau das will Hamburg nicht. Mit solchem zusammengeballten Sozialwohnungsbau, hat Hamburg schlechte Erfahrung gemacht.
Es sollen keine neuen " sozialen Brennpunkte " geschaffen werden, in dem man riesige Trabantenviertel baut, in die dann die ärmere Bevölkerung abgeschoben wird.

In Hamburg möchte man eine durchmischte Wohnsituation. So wird, sobald die Verlegung des Altonaer Bahnhofs zum Diebsteich erfolgt ist, ein großes Bauprojekt losgehen, mit Sozialwohnungen und teureren Wohnungen.

Auch in anderen Bezirken wird versucht die Ghettobildung zu vermeiden.

Die Hamburger Situation ist mit Berlin und München auch nicht zu vergleichen, da Hamburg als Stadtstaat leider nur wenig Fläche zur Verfügung hat.
Re: Wem gehört die Stadt?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf ehemaligesMitglied23 vom 22.08.2014, 10:19:03
slumbildung ist generell nicht erwünscht.
lässt sich aber manchmal, weil das amt das zuweisungsrecht hat,
nicht vermeiden. deshalb entstehen häufig brennpunkte.

es kommt auch häufig vor, daß die bedürftigen, seien es polen,
russen oder andere nationen, eine wohnung von sich aus ablehnen
wollen, weil sie mit denen (o-ton mietinteressenten) - (andere nationen) - nicht zusammen
wohnen wollen.

ausländer unter sich haben auch oft zoff miteinander.
da geht dann erfahrungsgemäß die polizei ein und aus.

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sittingbull
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Re: Wem gehört die Stadt?
geschrieben von sittingbull
als Antwort auf ehemaligesMitglied23 vom 22.08.2014, 10:19:03
Wäre ich in dieser Situation, würde ich aus der Stadt rausziehen und zwar dorthin, wo ich mir ein Wohnung leisten kann.


sowas geht natürlich um so flüssiger über die lippen , wenn man
weiss , dass man persönlich nichts nachteiliges zu befürchten hat
und gar nicht erst in die situation kommt , wo man sich
"ein wohnung" nicht mehr leisten kann .

von dieser selbstlosen "haltung" , sollten sich die unflexiblen
sozialschmarotzer mal ´ne scheibe abschneiden .

das wolltest du doch damit sagen ... oder ?

sitting bull
justus39 †
justus39 †
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Re: Wem gehört die Stadt?
geschrieben von justus39 †
als Antwort auf Gillian vom 21.08.2014, 14:59:13
Ich finde, dass sich Sittingbull um 12.55 Uhr mal ausnahmsweise klar und verständlich ausgedrückt hat und möchte ihm ausdrücklich zustimmen.
Gi.

Aber um jetzt noch sachlich und vernünftig über Berlin, Immobilienspekulanten und das Schicksal der Berlinbewohner zu diskutieren, ist es wohl zu spät.
Man hat es wieder einmal geschafft das Problem in die längst untergegangene DDR zu verlagern.
Da spielen doch die Sorgen der Gegenwart keine Rolle mehr.

justus
justus39 †
justus39 †
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Re: Wem gehört die Stadt?
geschrieben von justus39 †
als Antwort auf olga64 vom 20.08.2014, 16:29:27
Ich habe die Sendung auch gesehen - das Verhalten auf den Seiten aller Betroffenen ist natürlich auch sehr Berlin-spezifisch. DA skandieren Demonstranten, dass alle Investoren des Teufels seien und vergessen dabei aber, dass der Wunsch nach mehr (auch bezahlbaren)Wohnungen nur erfüllt werden kann, wenn diese gebaut werden. Olga

Das Problem gibt es auch in München

Arm raus, Reich rein: Wie Immobilienspekulanten Mieter vertreiben

Re: Wem gehört die Stadt?
geschrieben von sirod49
als Antwort auf hanspeter65 vom 20.08.2014, 20:22:09

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Hallo Sittingbull,

Deine Regierung in der DDR hatte ja das Alleinrecht auf Wohnraum und hat das so gut gemacht, dass alle Bauten einfach Schrottreif waren.Ich habe die neuen Bundesländern 1990 oft besucht und habe mich gewundert, in welchen Schrotthäussern Ihr gewohnt habt. Wenn Ihr Farbe brauchtet, habt Ihr mit was anderem tauschen müssen.

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Gruß
HansPeter


Hanspeter,

… Schrott, der sollte doch dann auch verschrottet werden

Oder würdest du dir ein Auto, das nur noch Schrottwert ist, wieder aufbauen?

Es ist sicher richtig, dass in den DDR Jahren viele Häuser sehr runtergekommen waren aber ich glaube nicht, dass auch nur ein Investor so einen “Schrott” übernommen und wieder aufgebaut hätte, wenn es sich nicht für ihn finanziell gelohnt hätte.

sirod49

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