Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?

Innenpolitik Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?

hinterwaeldler
hinterwaeldler
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Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf wolfgang vom 07.11.2010, 09:33:15
Deshalb: Vorsicht vor "Experten". Sie lügen dir das Blaue vom Himmel runter.
Richtig. "Wessen Brot ich eß, dessen Lied ich sing." ist ein altes deutsches Sprichwort. Es kommt immer darauf an, wer das Gutachten mit welcher Zielstellung in Auftrag gab. Der unkritische Glauben an die Wahrsagungen angeblicher Experten verhindert das eigene kritische Denken.

hugo
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Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von hugo
als Antwort auf wolfgang vom 07.11.2010, 09:33:15
Mit "Sachlichkeit" kommt man also nicht weiter. Beschränkt man sich auf deren "Sachlichkeit", wird die Atomwirtschaft unangreifbar. (wolfgang)

hallo wolfgang,,mit solchen parolenhaften Schlagwörtern und Behauptungen wirste wohl eher erreichen das Du, das die sog. Atomgegener, genau ausrechnenbar sind.
Jede Regierung, jeder Angesprochene kann sich sehr gut darauf einstellen und diese Unart zu seinen Gunsten umkehren,,

hat ja schon 50 Jahre lang gut funktioniert und wird auch weiter klappen wenn nicht grundsätzlich anders herangegangen wird.

hier mal mein ähnlich klingendes Gegenargument:

Mit "Unsachlichkeit" kommt man sicher nicht weiter. Beschränkt man sich auf unsachliche Argumentation, wird die Atomwirtschaft erst recht unangreifbar.


Deshalb: Vorsicht vor "Experten". Sie lügen dir das Blaue vom Himmel runter. (wolfgang)

ja das nehm ich Dir sogar unbesehen ab,,muss aber hinzufügen das trifft auf die "Experten" beider Seiten zu,,,die nehmen sich da beide nicht viel.

da hab ich auch so meine Erfahrungen gemacht, zumindest mit den Leuten und Firmen welche seit vielen Jahren die Aufträge für das Erkundungsprogramm abgefasst haben und damit ihr sehr gutes Auskommen aus Steuerzahlertasche sichern konnten (und aus diesem Trog sicher noch sehr lange futtern möchten)

Je schneller die ein sicherheitstechnisch und sonstigen Anforderungen genügendes -naja und auch politisch nicht anfechtbares weil gewolltes- Endlager präsentieren, desto eher sind die arbeitslos,,die würden also gewaltig an Ihrem Ast sägen,, auch wenn sie zugeben: nee Gorleben das taugt nicht, das wird nichts,,,auch dann wären sie wohl arbeitslos,,das sind Salzstockexperten und anderswo wohl eher weniger brauchbar.

nee Wolfgang, ich bin da eher bei den Nichtchaoten,,denn so lange sich die Aufmerksamkeit der Medien und Massen den schotterplündernden "Aktivisten" zuwendet, sind wir allesamt abgelenkt von den viel wichtigeren Fragen und Problemen die dann hinter unserem Rücken gekocht werden.

Wer spricht heute z.B. von den 10.000 Tonne russischer und 10.000 Tonnen US-amerikanischer und den vielen an anderer Stelle befindlichen hochgefährlichen militärisch nutzbarer atomarer Schadstoffansammlungen?,,von den vielen anderen, die Menschheit bewegenden Problemen ganz zu schweigen.

anbei ein halbwegs ansprechbarer Beitrag zum ThemaDie Finnen mögen ihr Endlager

hugo

Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von klaus
als Antwort auf vom 06.11.2010, 19:51:38
"Wie blöd muß man sein, wenn man die letzten Jahre nicht mitbekommen hat, daß diese Entscheidung in Gorleben ein Endlager für atomaren Müll zu errichten oder vorerst nur zu untersuchen, eine POLITISCHE ENTSCHEIDUNG der CDU war".
geschrieben von picaro



Und nun mal gleich weiter in deinem Stil.

Wie Blöd muss man sein, dass man nicht mitbekommen hat, dass die CDU von 1998 bis 2005 überhaupt nichts zu sagen hatte im Bund , denn sie war 7 lange Jahre nicht an der Macht.

Aber ROT-GRÜN und der damalige Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Trittin haben sich leider AUCH nicht - ich betone AUCH NICHT- die Bohne um ein Endlager und AUCH NICHT um die Sicherheit von Gorleben gekümmert. Trittin war in all den 7 Jahren nicht ein einziges Mal in Gorleben, um seiner Pflicht als Umweltminister gerecht zu werden.

UND Castortransporte waren unter Rot-Grün plötzlich eine Notwendigkeit geworden und sollten nicht bekämpft werden.
Heute werden genau diese Castortransporte von den gleichen Leuten bekämpft.

Also - wenn schon Schuldzuweisungen - dann an alle direkt Beteiligten.

Wenn du meine Beiträge richtig lesen und nicht als Beleidigung deiner persönlichen politischen Auffassung betrachten würdest, könntest du feststellen, dass ich nirgens geschrieben habe, dass NUR die Grünen oder Roten an allem Schuld sind.
An der Endlagerproblematik - und um die ging es - sind alle Regierungsparteien Schuld - also CDU, FDP, SPD, Grüne - auch wenn es dir bei den letzten beiden Parteien nicht passt.
Das ist aber leider Realität und auch ignorierte Realität bleibt Realität.

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schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von schorsch
als Antwort auf antje43 vom 06.11.2010, 14:04:49
Meiner Meinung nach geht es nicht darum, wo man etwas einlagert.
Es geht darum, warum man Atommüll überhaupt produziert ...


Nein, auch darum geht es nicht (mehr), sondern darum, dass irgendwann irgendwer Fehler gemacht hat, die er/sie nicht mehr alleine ausbügeln kann/können. Wenn nun Jeder sagt: "Geht mich ja alles nichts an; sollen doch die Verantwortlichen sich um eine Lösung kümmern", dann schieben wir diese auf die nächsten Millionen Jahre und unsere Nachkommen in die Schuhe. Und diese können bestimmt noch weniger für das Desaster als wir, die jetzige Generation, die zwar mehrheitlich auch keine Verantwortung tragen kann für die Misere, aber immerhin davon profitiert.
wolfgang
wolfgang
Mitglied

Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von wolfgang
als Antwort auf hugo vom 07.11.2010, 10:12:47
nicht ablenken, hugo. deine taktik ist bekannt. wir haben aber vor unserer eigenen tür zu kehren - nicht vor amerikanischen, russischen und auch nicht vor finnischen türen. bei uns liegt der dreck tonnenweise. und mit dem verlängern der laufzeiten wird es immer mehr geben von dem gefährlich strahlenden dreck.

neinsager sind gefragt. von den jasagern gibt es genug.

--
wolfgang
Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf klaus vom 07.11.2010, 10:15:02
Ach Klaus warum nimmst Du nicht zur Kenntnis, daß in der Zeit von 1998 bis 2005 als die CDU/ CSU mal nicht an der Regierung waren, daß genau in dieser Zeit der Atomausstieg, beschlossen wurde. Die Mehrheit des Landes war doch zufrieden damit.
Wenn Du ferner den Eindruck erwecken möchtest, daß die CDU in dieser Zeit machtlos war, dann darf ich Dich daran erinnern, daß auch Macht über den Bundesrat ausgeübt wurde.

Die beiden CDU regierten Länder Bayern und BW haben erfolgreich mit aller Macht verhindert, daß andere Standorte neben Gorleben auf die Eignung als atomares Endlager unrtersucht wurden. Darum auch der zeitweise Stillstand in Gorleben.
Umweltminister Gabriel hat den Ländern Bayern und BW das Angebot gemacht den Stillstand in Gorleben zu beenden, wenn ANDERE Standorte gleichwertig und ohne Vorbehalte, zum Beispiel Tongestein in Bayern und BW, geprüft werden.

Doch exakt die Länder, die vehement auf Atomstrom setzen, die möchten kein Endlager in ihren Ländern dulden.
Da frage ich Dich, was Du für einen Sinn für Gerechtigkeit hast, wenn Du eine solche Einstellung Deiner geliebten CDU auch noch unterstützt.
Da bleibt als einziges Argument, die bereits verbrauchten Gelder. Ein tolles Argument für eine Entscheidung, die letztlich die Existenz der Menschheit bedeuten kann.
Ein tricksender Ministerpräsident Albrecht als Totengräber der Schöpfung. Ist das nicht toll?
Die Wissenschaft sagt Gorleben ist nicht geeignet, doch die Politik macht sie mehr oder weniger Mundtot. Wirklich toll!
In Gorleben wurden und werden die Menschen von der Politik belogen und betrogen und darum gehen jetzt einige Zehntausende auf die Strasse. Sie haben Recht.
Dieser Castor-Transport ist doch nur ein Anlass, der Grund für die Wut dieser Menschen hat andere Ursachen.
Alle Parteien haben Fehler gemacht, vermutlich wurde auch unzulässig taktiert, doch dieser Aufschwung für die Anti-Atombewegung hat nur die CDU/CSU/FDP zu verantworten, weil sie die Laufzeiten verlängert haben, da hoffe ich doch da sind wir uns wenigstens einig.
Ferner habe ich meinen ersten Beitrag einen Link angefügt. Leider hast Du Dir den nicht angeschaut. Ist ja auch nicht so erfreulich, für jemanden der nur für eine Seite offen ist.
Ja lieber Klaus, ja ist immer wieder schön mit Dir zu diskutieren.

Picaro

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ehemaligesMitglied27
ehemaligesMitglied27
Mitglied

Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von ehemaligesMitglied27
Ich verstehe die ganze Aufregung über den strahlenden Atommüll nicht.

Das Zeug hat doch schon Jahrmilionen in unserer Erdkruste gestrahlt, man hat es als Erz gefördert und den grössten Teil der Strahlenenergie zunächst in Wärme umgewandelt und damit elektrische Energie erzeugt.

Auf der ganzen Welt gibt es noch kein brauchbares Endlager aber eine Menge Abraumhalden, die immer noch Urananteile enthalten. Die Zwickeuer Mulde ist mit Millionen Tonnen Uranerz-Abraum zugekippt.

Das steht bei Wikipedia:

Ein gefährliches Zerfallsprodukt des Urans ist das Edelgas Radon, das farb- und geruchlos von den Aufbereitungsanlagen und den Halden und Mülldeponien entweicht. In ungenügend ventilierten Räumen oberhalb dieser Anlagen/Orte kann es sich ansammeln und bei einer langandauernden Belastung zu einem deutlich erhöhten Lungenkrebsrisiko führen (Schneeberger Krankheit).

Darüber regt sich keiner mehr auf, dazu bleibt ja auch keine Zeit, weil man in Gorleben demonstrieren und in Seniorenforen auf Politiker schimpfen muss.
hinterwaeldler
hinterwaeldler
Mitglied

Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf ehemaligesMitglied27 vom 07.11.2010, 12:15:50
Darüber regt sich keiner mehr auf, dazu bleibt ja auch keine Zeit, weil man in Gorleben demonstrieren und in Seniorenforen auf Politiker schimpfen muss.
geschrieben von Boris

Doch, aber momentan nicht das Hauptthema. Das dieses Zeugs dort einfach verkippt wurde hat zwei Gründe: Zum Einen ist es ein Erbe des Kalten Krieges, nachdem die Verlierer des WK2 für den Gewinner das Uran aus der Erde buddeln mussten und zum anderen wusste man zum Zeitpunkt des "Wismut"-Bergbaus kaum etwas von seiner Gefährlichkeit.

Dann übersiehst du geflissentlich, das eine Rot-Grüne Regierung vor einigen Jahren die Laufzeit für Atomkraftwerke beschränkte. Es war also der Zeitpunkt absehbar, nach dem kein Müll mehr produziert wird. Diese Beschränkung wurde von der jetzigen schwarz-gelben Regierung wieder aufgehoben.

Aus der jetzigen Festlegung kannst du entnehmen, das Atomkraftwerke solange betrieben werden, bis sie uns um die Ohren fliegen und bis in alle Ewigkeit Atommüll produzieren. Das bedeutet das diese Regierung auf Wunsch der Atom-Lobby die Lehren aus Tschernobyl ignoriert hat. Ich möchte dich nur darauf verweisen, das in jedem einzelnen Castor soviel radioaktives Material steckt, wie Tschernobyl in die Umwelt verstreute.

Werden nun diese Behälter in einem unsicheren Bergbaugebiet versenkt, so kann es passieren, das die Kontrolle über sie verloren geht. Siehe auch Zwischenlager Asse! http://video.google.com/videoplay?docid=6224590125083668749# Was dann? Wer soll die eventuell beschädigten Castor-Behälter aus einstürzenden und absaufenden Stollen dort wieder herausholen? Deine Enkel?

Noch etwas:
Wie glaubwürdig ist jetzt die deutsche Politik gegenüber Iran und Nordkorea?
karl
karl
Administrator

Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von karl
als Antwort auf ehemaligesMitglied27 vom 07.11.2010, 12:15:50
Ich verstehe die ganze Aufregung über den strahlenden Atommüll nicht.

Das Zeug hat doch schon Jahrmilionen in unserer Erdkruste gestrahlt, man hat es als Erz gefördert und den grössten Teil der Strahlenenergie zunächst in Wärme umgewandelt und damit elektrische Energie erzeugt.
geschrieben von Boris

@ Boris,

bitte entschuldige, wenn ich festhalte, dass Du offenbar mit der Materie nicht sehr vertraut bist. Bei der Kernspaltung entstehen neue Elemente und Isotope, weltweit sind es pro Jahr 12000 Tonnen radioaktiven, mit 239 + 240Plutonium verseuchten Abfalls Dieser Abfall muss gelagert werden.

Karl
Re: Wie blöd muß man sein um Atommüll in Salz einzulagern ?
geschrieben von klaus
als Antwort auf vom 07.11.2010, 11:57:59
"Ach Klaus warum nimmst Du nicht zur Kenntnis, daß in der Zeit von 1998 bis 2005 als die CDU/ CSU mal nicht an der Regierung waren, daß genau in dieser Zeit der Atomausstieg, beschlossen wurde."
geschrieben von picaro


Meinst du wirklich - lieber picaro - dass mir das unbekannt ist?
Dazu habe ich auch schon meine Meinung geäußert.
Ich wiederhole sie in Kurzform für dich noch mal.

Ich halte die Entscheidung der Rot-Grünen Regierung UND AUCH die Entscheidung der akt. Koalition für falsch.
Meiner Meinung nach sollten die Atomkraftwerke so lange als Übergangstechnologie erhalten bleiben, bis die umweltfreundlicheren regenerativen Energieerzeugungen einen Umfang erreicht haben, der eine endgültige Abschaltung der AKW's ermöglicht.
Da aber die zeitlichen Vorstellungen sehr weit auseinandergehen, ist eine genaue zeitliche Vorgabe der Abschaltung in meinen Augen unsinnig.
So rechnen Experten von Greenpeace damit, dass Deutschland bis 2050 nahezu klimaneutral Energie produzieren könnte( 85-90%)
Ähnlich sieht das übrigens die jetzige Bundesregierung. Die Bundesregierung hat vor, bis zum Jahr 2050 zu über 80 Prozent auf Ökostrom umzustellen.
Ähnlich sind auch die Vorstellungen des SPD- Umwelt-Ausschusses von 2009.

Im Leitantrag für den Parteitag der Grünen in knapp drei Wochen fordern die Grünen eine 100-prozentige Ökostromumstellung bis 2030. Leider ohne begründete Hinweise dafür, wie das zu erreichen wäre.
Dabei soll außerden noch der Neubau von Kohlenkraftwerken gestoppt werden und die CCS-Technologie-Forschung eingestellt werden.
Ein verstärkter Import von Elektroenergie - auch aus Frankreich - also auch Atomstrom soll die Lücke füllen.

Ich halte die Vorstellungen von Greenpeace, der SPD und der Bundesregierung für deutlich realistischer.
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Dir scheint entgangen zu sein, dass alle Regierungen seit Kohl - einschließlich der Anti-Atom-Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - NICHTS getan haben, um Voraussetzungen zu schaffen, den SCHON VORHANDENEN ATOMMÜLL sicher zu lagern.
Es wurde auch von allen Umweltministern anscheinend nicht kontrolliert, wie sicher / bzw. unsicher das zukünftige Endlager Gorleben ist.
Oder kannst du mir Ergebnisse der Kontrollen der Arbeiten im "Erkundungsbergwerk" Gorleben durch die amtierenden Umweltminister zeigen?

Dafür könnte es 2 Gründe geben.
1. Die Kontrollen ergaben keine Mängel - da allerdings hätte es ev. Informationen für die Öffentlichkeit gegeben.
2. Es fanden keine Kontrollen statt.
Das scheint mir bei allen wahrscheinlicher zu sein.

Und wie die Umweltminister hießen, die die längste Amtszeit aufzuweisen hatten, ist dir sicher auch bekannt.












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